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Schreibworkshop und Lesung in Soltau

Liebe Leserin, lieber Leser,

unter dem Motto “Jeder Augenblick ist kostbar” habe ich hier in Soltau am 17.02.2017 im Fliegenden Klassenzimmer einen Schreibworkshop durchgeführt. Dabei erfuhren die Teilnehmer nicht nur etwas darüber, wie man sich zum Schreiben motivieren kann, sondern auch, wie man die Worte in eine Form bringt. Wer schreibt, hält inne und taucht für einen Moment ganz ein in seine eigene Welt ein. Dabei kann man sich Belastendes von der Seele schreiben, schöne Erlebnisse festhalten, einen poetischen Ausdruck finden oder einfach nur die eigene Kreativität trainieren. Rund zehn Teilnehmer kamen, um in eben diesen Schreib-Flow zu gelangen und es hat richtig Spaß gemacht.

Vom Spielemuseum aus: Blick über Soltau

Rückblick auf den Schreibworkshop im Fliegenden Klassenzimmer

Bei einem ersten Warmup ließen die Teilnehmer ihren Assoziationen zu einem Begriff ihrer Wahl freien Lauf und bildeten so lange Wortgruppen, bis jeder für sich ein Wort mit einer besonderen Bedeutung gefunden hatte. Im Verlauf habe ich eine Achtsamkeitsübung eingesetzt, damit jeder Teilnehmer für sich selbst sein spezielles Thema finden und sich im Schreibprozess darauf einlassen konnte. In diesem achtsam entspannten Zustand flossen die Worte fast wie von selbst. Von „Frühling“ über „Freiheit“ bis „Wolf“ waren so einige spannende Begriffe dabei, zu denen die Teilnehmer im Anschluss eine weitere Schreibaufgabe erhielten.
Etwas mehr Struktur brachte dann die Herangehensweise über eine uralte Form der Lyrik, dem japanischen „Haiku“. Dabei entstanden sehr unterschiedliche Gedichte, teils sachlich schlicht, teils poetisch filigran und teilweise mit reichlich Sprachwitz und Ironie durchsetzt. Bei der Suche nach poetischen Ausdrucksmöglichkeiten liefen die Teilnehmer zur Höchstform auf und erdachten bildgewaltige Vergleiche, die sie gleich in die nächste Textübung einfließen ließen. Auch das Schreiben unter Zeitdruck setzte viele kreative Einfälle frei, wobei die Teilnehmer sich immer wieder gegenseitig inspirierten.

Werke der Teilnehmer des Schreibworkshops

Nicht zu kurz kamen auch wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkung des Schreibens, wie und wann man am besten Schreiben sollte, sowie Veröffentlichungsmöglichkeiten. Doch insgesamt ging es weniger darum, druckreife Texte zu erstellen, sondern mehr darum, mit den eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu spielen und Anregungen zu erhalten, das Schreiben zu Hause weiterzuführen. Zum Schluss schrieben einige Teilnehmer ihre Gedichte und Aphorismen auf spezielle Blätter, die demnächst ihren Platz am lyrischen Deckenleuchter im Fliegenden Klassenzimmer erhalten werden.

Blick auf das Pietzmoor

Lesung am 22.02.2017 in der Bibliothek Waldmühle um 20 Uhr

Unter dem Titel meiner aktuellen Neuerscheinung „Liebe jeden Moment“ lese ich am 22.02.2017 um 20 Uhr in der Bibliothek Waldmühle und stelle meinen gerade erschienenen Aufsteller “Liebe jeden Moment” vor. Darin sind neben Sachtexten auch Aphorismen und kleine Weisheitsgeschichten enthalten sowie Makroaufnahmen von Blumen und Blüten.  Neben einigen Textstellen aus “30 Minuten Achtsamkeit” und den Imaginationen aus meinem Buch mit CD “Lebensfreude” stelle ich auch einige meiner Gedichte und Essays vor, die in verschiedenen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht wurden sowie einige Texte, die ganz neu hier in Soltau entstanden sind. Zwischendurch lade ich zum virtuellem Sommerspaziergang mit sommerlichen Videos, die mit dem Beamer an die Wand projiziert werden.   Der Eintritt zur Lesung wird von den Freunden der Soltauer Künstlerwohnung organisiert. Der Eintritt ist frei, eine Spende zur Unterstützung der Künstlerwohnung aber durchaus erwünscht.

Gemeinsam mit den Freunden der Soltauer Künstlerwohnung freue ich mich auf Ihren Besuch,

Ihre Dörthe Huth

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* zwingend
Interesse

Die erste Zeit in der Soltauer Künstlerwohnung

Liebe Leserin, lieber Leser,

nun wohne ich bereits einige Tage in der Künstlerwohnung in Soltau und habe endlich die Möglichkeit, darüber zu berichten. Bisher war ich in der Wohnung fast ganz vom Internet abgeschnitten, weil der Router offenbar defekt war. Anfangs habe ich viele Stunden erfolglos damit verbracht, meine Geräte mit dem Router zu verbinden. Netterweise hat es auch der Hausmeister und die Bibliothekarin versucht, es hat aber einfach nicht funktioniert. Gestern waren nun die Techniker hier und haben alles in Ordnung gebracht. Nun kann ich endlich einige Eindrücke aus Soltau teilen.

Bibliothek Waldmühle

Ankunft in der Soltauer Künstlerwohnung

Eigentlich ist es vom Ruhrgebiet aus ja nicht so weit bis Soltau, doch an meinem Anreisetag bin ich von einem Stau in den nächsten gefahren, sodass ich fast vier Stunden unterwegs war. Losgefahren bin ich bei leichtem Nieselregen, der einen Sprühnebelfilm auf der Autobahn verteilt hat. Dann wurde es immer dunkler und regnerischer, sodass ich eine ziemlich miese Autofahrt hatte. Zuerst stand ich bei Recklinghausen im Stau, dann am Kamener Kreuz, bei Hannover und kurz vor Soltau auch noch. Und je näher ich an Soltau herankam, umso mehr hat es geregnet. Gegen 14 Uhr 30 kam ich im strömenden Regen an. Empfangen wurde ich netterweise sehr herzlich mit Kaffee und Kuchen, für den die „Freunde der Soltauer Künstlerwohnung“ gesorgt haben.
Vom Haus, in dem die Künstlerwohnung liegt, habe ich an meinem Anreisetag nicht viel wahrnehmen können. Der Himmel war dunkel und es hat in Strömen geregnet, sodass ich versucht habe, meine Sachen möglichst schnell aus dem Auto in die dritte Etage zu verfrachten. Da die Künstlerwohnung direkt unter dem Dach in der dritten Etage über der Bibliothek Waldmühle liegt, habe ich mir keine weiteren Gedanken darüber gemacht, dass der Regen die ganze Nacht über recht laut auf das Dach prasselte. Als ich am nächsten Morgen aus dem Fenster sah, war es draußen zwar noch dunkel, aber das Geräusch fließenden Wassers passte nicht so recht zu dem bisschen Nieselregen. Das Geräusch stellte sich dann als das Rauschen des Wehrs heraus, das das Wasser der Böhme beständig weiterschaufelt.

Dörthe Huth vor den Werken der bisherigen Künstler, die für eine Weile in der Künstlerwohnung Soltau gearbeitet haben.

Ein zu Hause auf Zeit über der Bibliothek Waldmühle

Die Künstlerwohnung wurde gerade frisch renoviert und ist ganz liebevoll hergerichtet. Bei meiner Ankunft standen leuchtend gelbe Tulpen auf dem Tisch und auch sonst gibt es viele Kleinigkeiten, die das zu Hause auf Zeit recht heimisch machen. Die Wohnung ist komplett eingerichtet. Ein langer Schreibtisch steht direkt vor dem Fenster mit Blick auf das Flüsschen Böhme, dazu gibt es gemütliche Korbsessel, Radio und Fernseher. Es ist schon toll, woran die Freunde der Soltauer Künstlerwohnung alles gedacht haben. Töpfe, Besteck, ein Föhn oder die Gewürze im Küchenschrank. Ich hätte gar nicht so viel mitbringen müssen, wie ich eingepackt habe.
Ausgewählt werden die Künstler durch den Kulturausschuss der Stadt und dem Freundeskreis der Künstlerwohnung, einem Zusammenschluss engagierter Soltauer Bürger unter der Leitung von Frau Küster-Schmidt. Der Freundeskreis ist es auch, der die Wohnung in Schuss hält und die Künstler während ihres Aufenthaltes betreut. Die Idee dazu entstand Ende der 1970er Jahre mit der Einweihung der neuen Soltauer Bibliothek.

Im Flur sind gerahmte Zeitungsausschnitte der bisherigen Stipendiaten

Zu Gast in der Soltauer Künsterwohnung waren beispielsweise schon die Schriftsteller Lew Koppelew, Stefan Heym, Gudrun Pausewang oder Imre Török. Aber heute können sich Künstler aller Richtungen um ein Aufenthaltsstipendium in der Soltauer Künstlerwohnung bewerben. Ob Maler, Theatermacher, Kabarettisten, Fotografen, Schriftsteller, Liedermacher oder Bildhauer – die ausgewählten Künstler können die Zeit nutzen, um in Ruhe an ihren Werken zu arbeiten oder auch einfach, um sich zu erholen. Im Gegenzug bieten sie dafür in Soltau eine Mitmachwerkstatt an, eine Lesung, eine Musikveranstaltung, eine Ausstellung oder eine Diskussionsrunde. Eine Schreibwerkstatt mit dem Titel “Jeder Augenblick ist kostbar“, habe ich hier in der letzten Woche bereits durchgeführt. Mir hat das viel Freude gemacht und ich denke, den Teilnehmern auch. Darüber berichte ich dann in den nächsten Tagen, ebenso wie über meine Lesung, die hier noch am 22.02. in Soltau unter dem Titel “Liebe jeden Moment”  ansteht.

Spielemuseum

Soltau erkunden

Mittlerweile ist auch das Wetter besser geworden und ich habe mir hier in Soltau schon einiges angesehen. Ein Highlight hier vor Ort ist das Spielemuseum, in dem jede Menge Spielzeug aus den verschiedenen Jahrhunderten ausgestellt ist. Derzeit finden dort die Murmelwochen statt. Auf unterschiedlichsten Murmelbahnen kann man Murmeln gegeneinander antreten lassen, was einen Höllenkrach macht. Netterweise hat Frau Küster-Schmidt mich bei strahlendem Sonnenschein zu einem ganz wunderbaren Ausflug ins Pietzmoor mitgenommen. Während hier in der Stadt der Schnee schon wieder vollständig verschwunden ist, lag auf dem Moor noch eine Schneedecke, wodurch das Moor einen ganz märchenhaften  Zauber entfaltet hat. Es gibt aber noch jede Menge zu entdecken. In die Soltau Therme habe ich es beispielsweise noch nicht geschafft, aber ich habe ja auch noch ein bisschen Zeit.

Pietzmoor

Ganz herzlich bedanke ich mich bei allen Beteiligten, insbesondere Frau Küster-Schmidt und Familie Röder sowie allen Freunden der Soltauer Künstlerwohnung, die sich hier auf vielfältige Weise um mich bemühen, sowie allen anderen, die in irgendeiner Weise beteiligt sind, sowie dem hilfsbereiten Hausmeister oder den aufmerksamen Bibliothekarinnen der Bibliohek Waldmühle!

Damit wünsche ich noch eine schöne Woche,

Ihre Dörthe Huth

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Mein Aufenthaltsstipendium für die Soltauer Künstlerwohnung

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Woche geht es los zu meinem Aufenthaltsstipendium in der Soltauer Künstlerwohnung. Ich freue mich sehr auf diese Auszeit, um mich fernab aller üblichen Verpflichtungen einige Wochen ganz dem Schreiben zu widmen. Die Künstlerwohnung befindet sich über der Bibliothek Waldmühle und das ist für einen Bücherjunky wie mich genau das Richtige. Herzlichen Dank dafür an die Stadt Soltau und dem Freundeskreis der Künstlerwohnung!

Liebe jeden Moment – Dörthe Huth

Schreibworkshop “Jeder Augenblick ist kostbar” am 10.02.2017 in Soltau

Während des Aufenthaltes in Soltau biete ich zwei Veranstaltungen an. Unter dem Motto “Jeder Augenblick ist kostbar” findet am 10.02.2017 ein Schreibworkshop statt. Dazu eingeladen sind alle, die sich inspirieren lassen möchten, ihre Gedanken literarisch einzufangen. Dabei müssen die Texte keiner Form entsprechen. Es geht eher darum, sich durch Achtsamkeitsübungen, kleine Fantasiereisen und spielerische Impulse inspirieren zu lassen und in den Schreib-Flow zu gelangen. Dafür brauchen die Teilnehmer nicht mehr als Stift, Papier und die Lust auf´s Schreiben.

Lesung “Liebe jeden Moment” am 22.02.2017 in Soltau

Am 22.02.2017 biete ich die Lesung “Liebe jeden Moment“ an und führe die Zuhörer damit zu vielerlei Momenten, die der Seele guttun. Der gleichnamige Aufsteller, in dem sich meine Fotos und Texte ergänzen, erscheint in diesem Monat bei der Edition Forsbach und liefert vielfältige Impulse, das Leben auf kreative Weise zu genießen. Die Zuhörer tauchen während der Lesung in wohltuende Vorstellungsbilder ein, hören sinnliche Gedichte und unterhaltsame Geschichten. Streckenweise wird das Hörerlebnis durch einen virtuellen Sommerspaziergang ergänzt, bei dem Bilder mit einem Beamer an die Wand projiziert werden. Die Teilnehmer des Schreibworkshops sind eingeladen, sich an der Lesung zu beteiligen und ihre eigenen Texte zu präsentieren.

Ihre Dörthe Huth

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Achtsamkeitsübungen für zwischendurch

Alltagstaugliche Achtsamkeitsübungen für zwischendurch

Liebe Leserin, lieber Leser,
Achtsamkeit ist ein Prinzip, das aus dem Zen-Buddhismus in unsere westliche Welt herüber gekommen ist. In einem Zustand der Achtsamkeit nimmt man eine offene und akzeptierende Haltung ein. Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle dürfen einfach sein, sobald sie auftauchen und erfahren die volle Zuwendung ohne eine Bewertung. Das bedeutet, ganz im Hier und Jetzt zu sein und den Moment umfassend wahr zu nehmen und auch zu genießen. Die Psychotherapie nutzt die Achtsamkeit, denn sie hilft, den Gedankenstrom zu lenken. Da, wo man nicht abschalten kann, die Gedanken sich verselbständigen oder um das immer gleiche Thema kreisen.

30 Minuten Achtsamkeit - Dörthe Huth
30 Minuten Achtsamkeit – Dörthe Huth

30 Minuten Achtsamkeit
29. Februar 2016 erschienen
GABAL Verlag
Softback 96 Seiten
€ 8,90 (D) | € 9,20 (A).
ISBN: 978-3869367088
Blätterbare Leseprobe

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Abstand gewinnen durch Achtsamkeit

Die Wirkung der Achtsamkeitsübungen ist mittlerweile durch verschiedene psychologische Studien belegt, daher finden sie bei chronischen Erkrankungen, der Schmerzbewältigung oder der Stressreduktion Anwendung.

Während einer Achtsamkeitsübung gewinnt man Abstand zu äußeren und inneren Geschehnissen und kann einzelne Themen leichter loslassen. Im Kopf wird eine Beobachtungsperspektive eingenommen und der Gedankenstrom verlangsamt und fokussiert sich. Sogar starke Gefühlsregungen wie Angst, Wut oder Aggressivität werden nicht unterdrückt sondern tauchen auf, werden wahrgenommen, beobachtet und gewürdigt. Dadurch erfahren auch starke Gefühle eine Milderung. Die Wirkung von Achtsamkeitsübungen ist mittlerweile durch verschiedene psychologische und medizinische Studien belegt. Daher werden sie  nicht nur zum Stressabbau eingesetzt, sondern auch bei chronischen Erkrankungen, zur Schmerzlinderung, bei Ängsten und Deppressionen, bei der Borderline-Erkrankung oder als hilfreiche Ergänzung für Krebsbetroffene.

KLEINE ACHTSAMKEITSÜBUNGEN FÜR ZWISCHENDURCH

Suchen Sie sich eine bequeme Haltung im Sitzen oder Liegen und richten Ihre Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand im Raum. Nehmen Sie ihn achtsam wahr und lassen das Bild auf sich wirken. Das funktioniert selbst in der Mittagspause im Büro. Setzen Sie sich dazu bequem hin, stellen beide Beine auf den Boden und atmen einige Male tief ein und aus. Anschließend konzentriert man den Blick auf einen Punkt, beispielsweise auf die Blüte der Blume auf der Fensterbank oder auf einen Fleck auf einem Bild an der Wand. Wer sich ganz darauf einlässt und die Konzentration eine Zeit lang hält, bei dem beginnt der Punkt zu verschwimmen, der Geist wird einen Augenblick lang leer und gleichzeitig beginnt der Körper sich zu entspannen. Sie müssen nicht erst warten, bis sich eine Gelegenheit bietet, ganz abgeschottet und für sich allein eine solche Übung auszuprobieren. Der Alltag bietet dazu einige Gelegenheiten.

-Laufen Sie Wege zu Fuß, anstatt mit dem Auto zu fahren. Konzentrieren Sie sich dabei auf das Laufen an sich. Spüren Sie Ihren Fuß, wie sie den einen vor den anderen setzen, nehmen Sie Ihren Laufrhythmus wahr und konzentrieren Sie sich eine Weile auf Ihre Atmung. Nehmen Sie einfach wahr, wie ein neutraler Beobachter.

-Setzen Sie sich in der Mittagspause auf eine Bank im Park oder an einen See, schließen Sie eine Weile die Augen und konzentrieren sich ganz auf Ihre Sinne. Welche Geräusche sind um Sie herum? Können Sie Vogelstimmen hören oder das Rauschen eines Wassers? spüren Sie vielleicht die Sonne oder den Wind auf Ihrem Gesicht? Wie schmeckt die Luft?

-Wenn Sie häufiger im Stau stehen, können Sie zwischendurch auch einfach mal die Augen schließen und in sich selbst hinein hören: Wenn wir unser übliches Pensum an Arbeit und Privatverpflichtungen absolvieren, sind wir wenig achtsam. Achtsam zu sein, bedeutet sich einmal von den Alltagsroutinen auszuklinken. Schon kleine Achtsamkeitsübungen helfen dabei.

Wenn Sie persönlich angeleitet werden möchten, Achtsamkeitsübungen auszuprobieren, Vorstellungsübungen oder Entspannungsmöglichkeiten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Gerne können Sie mir auch Ihre Gedanken, Tipps und Anregungen einfach unten als Kommentar hinterlassen.
Damit wünsche ich eine achtsame Woche,
Ihre Dörthe Huth

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Die Kraft der Kriegsenkel – Das Buch von Ingrid Meyer-Legrand

Liebe Leserin, lieber Leser,
was haben die Genderbewegung, Ehen ohne Trauschein und Wohngemeinschaften mit dem 2. Weltkrieg zu tun? Die Generation der heute etwa 50 Jährigen ist als Kinder der Kriegskinder aufgewachsen. In Friedenszeiten und im Wohlstand groß geworden, kennen sie das Leid dieser Zeit und der Nachkriegszeit nur aus dem Geschichtsbuch, dem Fernseher oder Erzählungen von Eltern und Großeltern.  Dennoch haben die traumatischen Erlebnisse der Großeltern und Eltern Einfluss auf die Kriegsenkel. Nicht selten sind es langfristige Auswirkungen auf  das ganze familiäre System. In ihrem Buch “Die Kraft der Kriegsenkel” widmet sich Ingrid Meyer-Legrand diesen Auswirkungen und wie Kriegsenkel Kraft aus ihrer Familiengeschichte ziehen können. Besonders beeindruckend fand ich an diesem Buch, dass es dem Leser die Augen für vielfältige Zusammenhänge auf gesellschaftlicher, persönlicher und kultureller Ebene öffnet.

Ingrid Meyer-Legrand: Die Kraft der Kriegsenkel. Europa Verlag, München 2016. Hardcover, 250 Seiten, Preis: 18,99 Euro. ISBN-13: 978-3958900080

Generation Kriegsenkel

Durch die öffentliche Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Schrecken, rückte auch das Leid der einstigen Kriegs- und Flüchtlingskinder ins öffentliche Bewusstsein. „Lange Zeit durfte über das Leid dieser Kinder nicht gesprochen werden, denn im Land der Täter durfte es keine Opfer geben“, so Ingrid Meyer-Legrand (S. 14). Dabei war kaum eine Familie vor Flucht und Vertreibung oder anderen Schrecken des Krieges verschont geblieben. Lange konnten sich die Jahrgänge der 1950er bis 1980er Jahre viele Phänomene ihres Lebens nicht erklären. So zum Beispiel die “kalte Mutter”, den “cholerischen Vater”,  mangelnde Lebensfreude oder das Gefühl, nicht im eigenen Leben ankommen zu können. Erst mit dem Kriegsenkelkongress Mitte der 2000er Jahre und den ersten Debatten und Büchern zum Thema, wurde auch in der Öffentlichkeit deutlich, dass die Geschichte der Kriegsenkel eng verwoben mit der Geschichte der Kriegs- und Flüchtlingskinder des 2. Weltkrieges ist und dass bestimmte familiäre und gesellschaftliche Veränderungen auch auf die Auswirkungen des Krieges auf die folgenden Generationen zurückzuführen sind.

Die Kraft der Kriegsenkel

Kriegsenkel sind häufig von den Themen ihrer Eltern besetzt, insbesondere vom Leid, das ihnen widerfahren ist. Häufig hat schon früh eine Rollenumkehr stattgefunden, bei die Kinder die Rolle der Eltern übernehmen mussten. Anhand vieler Fallbeispiele, Interviewausschnitte und Sitzungsprotokolle werden typische Probleme der Kriegsenkel vorgestellt. Dazu bietet Ingrid Meyer-Legrand immer wieder auch Erklärungen an, wie bestimmte zeitliche Phänomene mit der Kriegsenkelthematik zusammenhängen. Dazu gehört die hohe Trennungsrate bei Paaren, die zeitweilig hohe Rate an Kinderlosen oder das Langzeitstudium bestimmter Jahrgänge, ebenso das Genderdenken oder auch das Mitgefühl für die derzeitigen Flüchtlinge. Die Autorin zeigt in vielen Beispielen auch, wie die Kriegsenkel durch die Reflexion ihrer Familiengeschichte bestimmte Erlebnisse aus Kindheit und Jugend anders einordnen und Kraft für ihr Leben schöpfen können. Auch ihre eigene Familiengeschichte erzählt sie in diesem Buch.

Über die Autorin

Ingrid Meyer-Legrand ist Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin und Heilpraktikerin (Psychotherapie) mit einer Praxis in Berlin und Brüssel. In den letzten Jahren hat sie bereits vielerlei Artikel  und Interviews zum Thema Kriegsenkel in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht. “Die Kraft der Kriegsenkel” ist ihr erstes Buch.
Seit vielen Jahren unterstützt Ingrid Meyer-Legrand ihre Klienten dabei herauszufinden, welche Rolle ihre Herkunftsfamilie spielt und wie das Potential der Familiengeschichte  zur Verwirklichung persönlicher Wünsche eingesetzt werden kann. Dazu bedient sie sich unter anderem der Methode des My Life Storyboard, die auch im Buch ausführlich und gut nachvollziehbar vorgestellt wird.

Fazit zum Buch “Die Kraft der Kriegsenkel”

Ganz besonders empfehlenswert finde das Buch “Die Kraft der Kriegsenkel” deshalb, weil es auf vielfältigen Ebenen gesellschaftsrelevante Bezüge und Verknüpfungen herstellt. Dazu versteht es Ingrid Meyer-Legrand gekonnt, Einzelschicksale in den großen Kontext der Kriegsenkel einzugliedern und dem Leser damit aus vielen kleinen Mosaiksteinchen ein umfassendes Bild der Kriegsenkel zusammenzufassen, ihrer Schwierigkeiten ebenso wie ihrer Kraft. Obwohl ich mich als Kriegsenkelin seit vielen Jahren mit diesem Thema beschäftige, habe ich in diesem Buch auch für mich persönlich einige neue Entdeckungen machen können und werde es sicherlich immer mal wieder zur Hand nehmen.

Ihre Dörthe Huth

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Das Buch rund um die Lebensfreude

30 Minuten Achtsamkeit

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