Die Arbeit mit dem Inneren Kind – Neuentdeckung des Ich

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

früh angelegte Wertvorstellungen, Empfindungen, Verhaltensweisen und Selbstwertgefühle beeinflussen das Erwachsenendasein mehr, als den meisten Menschen bewusst ist. Befindlichkeit, Alltag, Partnerschaft oder Erziehung sind von den eigenen kindlichen Erfahrungen geprägt. Das „Innere Kind“ steht symbolisch für die Anteile der Psyche, in denen all dies Vergangene verankert ist. Die Arbeit mit dem inneren Kind wird in verschiedenen therapeutischen Schulen angewendet. Ich setze sie gerne bei Klienten ein, die sich mit Ihrer Vergangenheit aussöhnen wollen, aber auch um sich wieder lebendiger, kreativer und kraftvoller zu fühlen. Denn unser inneres Kind ist voller Freude, Motivation und Kreativität.

Das Innere Kind als Symbol für die Sehnsucht nach Anerkennung

Kinder zeigen viele Seiten, die im Laufe der Entwicklung nicht mehr so häufig in Erscheinung treten. Neugier, Lebendigkeit, Spontaneität, Kreativität und das Aufgehen im gegenwärtigen Augenblick, sind Eigenschaften, die häufig schon im Kindheitsalter abtrainiert werden. Eltern, Erzieher und Lehrer stellen Anpassungsforderungen. Sofern Kinder nicht erwartungsgemäß funktionieren, erfahren sie negative Bewertungen, Abwertungen oder gar Liebesentzug. In solchen Situationen entstehen Verletzungen oder Kränkungen, die lange überdauern können. Im Erwachsenenalter werden sie in neuen Zusammenhängen reaktiviert. Alte Ängste, nicht liebenswert zu sein, nicht dazu zu gehören oder abgelehnt zu werden, kommen auf. Erlebens- und Verhaltensweisen wie Eifersucht, leichte Kränkbarkeit, Beleidigt sein oder Trotz sind Beispiele dafür. Menschen, die rasch auf diese Weise reagieren, tun das aus ihrem ihrem verletzten kindlichen Anteil heraus. Wer das ändern möchte, kann sich mit seinem inneren Kind beschäftigen. Das Innere Kind steht gleichzeitig für die Sehnsucht des Erwachsenen nach Anerkennung, Bestätigung und Liebe, die nicht an Bedingungen geknüpft ist.

Die Arbeit mit dem inneren Kind
Die Arbeit mit dem inneren Kind

Eigene Erlebens- und Verhaltensmuster erkennen

Schmerzvolles oder traumatisches Erleben aus der Kindheit kann in unterschiedlichen Formen an die Oberfläche drängen, ohne dass es offensichtlich wird. Energielosigkeit, Ruhelosigkeit oder psychosomatische Symptome können die Folge sein. Manche Begroffene versuchen, das Innere Kind ganz zu verbannen. Gefühle wie Wut, Angst oder Liebe werden abgespalten oder zumindest unterdrückt. In Beratung und Therapie wird das häufig durch alte und unreflektierte Glaubensmuster deutlich. Wer beispielsweise in der Kindheit wenig Zuneigung und Bestärkung erfahren hat, tut später unbewusst alles dafür, eine Beziehung aufrecht zu erhalten. Häufig sogar weit über die eigenen Grenzen hinaus, was wiederum zu Abhängigkeiten und Manipulationen führen kann. Ein solcher Glaubenssatz könnte lauten:“Ich muss ganz viel tun, damit ich gemocht werde“. Sein Inhalt drückt sich wiederum über das Verhalten aus. Wer sich beispielsweise für andere aufopfert, sich erfolglos oder ständig missverstanden fühlt, für den bietet es sich an, die eigenen Glaubenssätze zu überprüfen und das Innere Kind zu stärken.

Wie die Heilung der Inneren Kinder geschieht

Das Ziel ist es, abgespaltene Gefühlsanteile wieder zuzulassen, sie in das Erwachsenen-Ich zu integrieren und Schmerzhaftes zu transformieren. Das ist ein längerer Prozess, bei dem das Innere Kind einer Person in verschiedenen Entwicklungsstadien wichtig werden kann. Es kann also durchaus mehrere Innere Kinder einer erwachsenen Person geben, die nachgenährt werden wollen. Diesen Inneren Kindern kann ein Innerer Erwachsener gegenüber gestellt werden, der die Kinder aufsucht, liebevoll betreut, Trost spendet und Verantwortung für sie übernimmt. Der Erwachsene wird sozusagen zur eigenen Betreuungsperson, die er in den verschiedenen Stadien seiner Kindheit gebraucht hätte.

Die Innere Kind Arbeit macht selbstbewusster, unabhängig von alten Glaubensmustern und damit auch von Ausbeutung und Manipulation anderer. Gefühle und Bedürfnisse müssen nicht mehr an den Rand der Wahrnehmung gedrängt werden. Angst und Wut darf ebenso wahrgenomen werden wie Sehnsüchte und Träume. Dies setzt Energie und Kraft für Veränderung frei und das Erwachsenen-Ich lässt sich neu definieren.

Wenn Sie Ihr Ich neu entdecken, Ihr inneres Kind stärken und sich wieder lebendig und frei fühlen wollen, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching.

Ihre Dörthe Huth

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