Ein frohes Weihnachtsfest allerseits

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

frohe Weihnachten wünsche ich allerseits! Schließen wir an diesem besonderen Tag doch auch all jene Menschen in unsere Gedanken ein, die unsere Herzensenergie gut gebrauchen können. Entzünden wir die Kerzen, damit das Licht schon bald wieder jede Dunkelheit erhellt.

Was wäre Weihnachten ohne ein Weihnachtsgedicht?

Die klassischen Weihnachtsgedichte gehören einfach zum Weihnachtsfest dazu wie der Adventskranz, der Duft von frisch gebackenen Keksen oder die Geschenke am heiligen Abend. Ob “Knecht Ruprecht”, “Der Bratapfel” oder “Drauß vom Walde komm’ ich her”, sie alle wecken Kindheitserinnerungen. Die schöne Tradition, an Heiligabend ein Gedicht vor dem Weihnachtsbaum vorzutragen, zaubert eine besonders festliche Stimmung und bringt ein Glänzen in die Augen der Zuhörer. Meine Favoriten für heute sind: “Das Weihnachtsfest” von Theodor Storm und das Gedicht “O heiliger Abend” von dem etwas unbekannteren Karl von Gerok. Ich hoffe, die beiden Gedichte gefallen Ihnen ebenso wie mir.

Damit wünsche ich Ihnen ein wundervolles Fest voller schöner Überraschungen!

Frohe Weihnachten wünscht

Dörthe Huth

 

Frohe Weihnachten

Das Weihnachtsfest

Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken,
in märchenstiller Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich nieder,
anbetend, staunend muß ich stehn,
es sinkt auf meine Augenlider,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

Theodor Storm

O heiliger Abend,

mit Sternen besät,

wie lieblich und labend
dein Hauch mich umweht!
Vom Kindergetümmel,
vom Lichtergewimmel
auf schau ich zum Himmel
im leisen Gebet.

Da funkelt’s von Sternen
am himmlischen Saum,
da jauchzt es vom fernen,
unendlichen Raum.
Es singen mit Schalle
die Engelein alle,
ich lausche dem Halle,
mir klingt’s wie ein Traum.

O Erde, du kleine,
du dämmernder Stern,
dir gleichet doch keine
der Welten von fern!
So schmählich verloren,
so selig erkoren,
auf dir ist geboren
die Klarheit des Herrn!

Karl von Gerok

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