Einfluss von Stress auf ein mögliches Suchtverhalten

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein Name ist Sabine Kurzeia und in meinem Gastbeitrag erkläre ich Ihnen heute, welchen Einfluss Stress auf das Suchtverhalten haben kann. Nach langjähriger Tätigkeit in der Personalarbeit bin ich nun seit Anfang des Jahres freiberuflich in der Psychologischen Beratung sowie der Suchtberatung tätig. Unter dem Dach der ADESSE GmbH biete ich gemeinsam mit anderen freiberuflicher Partnern Beratungsleistungen rund um die Gesundheitsprävention für Firmen und Privatpersonen an.

Zwischen familiären und beruflichen Anforderungen balancieren

unser aller Leben ist moderner, aber dennoch auch härter geworden. Trotz Wohlstand, geringerer körperlicher Belastung und allerlei technischer Entdeckungen die unser Leben eigentlich einfacher machen sollten, fühlen sich die Menschen heute ständig unter Druck. Schnelligkeit, Professionalität, Flexibilität sind heute mehr gefragt, denn je. Die Arbeitsbelastungen des Einzelnen nehmen nicht zuletzt auch durch die Globalisierung und dem damit verbundenen Kostendruck immer mehr zu. Die Angst um den Arbeitsplatz begleitet die Menschen. Währungskrisen und kriegerische Auseinandersetzungen stellen immer wieder eine Bedrohung für unser wirtschaftliches und seelisches Lebensgefüge dar. Viele Menschen haben auch zunehmend das Gefühl, den beruflichen und familiären Anforderungen nicht mehr genügen zu können und zu wenig  Zeit für sich selbst zu haben.

Alkohol und Beruhigungsmittel sind ein gefährlicher „Lösungsweg“

Mit aller Kraft wird versucht, einen Ausweg aus der unbefriedigenden Situation zu finden. Häufig werden Überstunden gemacht, um den Anforderungen des Jobs gerecht werden zu können. Nicht selten wird versucht, das Leistungsvermögen mit Aufputschmitteln zu unterstützen. Auch überlegt man, ob noch ein zweiter Job angenommen werden kann um die Familie finanziell besser zu stellen. Wenn alles Bemühen umsonst ist, steigt die Verzweiflung. Der Gedanke, es nicht zu schaffen, ist unerträglich. Das sich ständige drehende Karussell im Kopf wird mit Beruhigungsmitteln und/oder übermäßigem Alkoholgenuss für kurze Zeit angehalten. Ängste und Sorgen werden verdrängt. Doch schnell ist ein Punkt erreicht, an dem immer größere Mengen notwendig werden um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ein Übergang in den Suchtmittelmissbrauch erfolgt schleichend, aber unaufhaltsam. Ohne fachliche Unterstützung, lässt sich der Prozess dann nur selten stoppen.

Warum schaffen es viele Menschen dennoch, andere Wege für sich zu finden?

Jeder Mensch geht mit Stress anders um. Wichtig sind ein gutes soziales Netzwerk, ein positives Selbstbewusstsein, die Bereitschaft sich den Herausforderungen stellen zu wollen und aber auch einmal NEIN zu sagen. Wenn wir uns unserer persönlichen Bedürfnisse und Sensibilitäten bewusst werden und die uns zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten konsequenter nutzen, können wir den Stress und die psychische Belastung im Alltag besser bewältigen und unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessern.

Tipps zu einem besseren Umgang mit Stress

1. Achten und Beachten Sie sich selbst (besinnen Sie sich auf Ihre eigenen Stärken)

2. Sorgen Sie für eine gesunde und ausreichende Ernährung (kochen Sie mal wieder selbst)

3. Stärken Sie Ihr soziales Netzwerk (Familie, Freundeskreis, Vereinsleben)

4. Bringen Sie Ihr Berufs- und Privatleben in Einklang (prüfen Sie das Verhältnis zwischen Ihrer Arbeit und dem Rest Ihres Lebens – ist es noch im notwendigen Gleichgewicht?)

5. Fordern Sie die notwendige Unterstützung am Arbeitsplatz ein (Schulungen, technische Verbesserungen)

6. Bleiben Sie in Bewegung (Treppe statt Aufzug, gehen Sie häufiger mal zu Fuß, treiben Sie Sport)

7. Sprechen Sie Probleme im Arbeits- oder Privatleben an (ungelöste Probleme machen krank)

8. Genießen Sie Alkohol mit Verstand (jeden Abend ein Gläschen Wein/ Bier ist schon zu viel)

9. Nehmen Sie Medikament nur, wenn Ihr Arzt sie Ihnen ausdrücklich verordnet 10. Entspannen Sie sich (z.B. durch autogenes Training oder progressive Muskelentspannung)

Und wenn Sie bereits an einem Suchtmittelmissbrauch leiden?

Dann lassen Sie sich helfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie den Kontakt zu einem Psychologischen Berater / Psychotherapeuten. Gemeinsam finden Sie einen Ausweg. Es ist nie zu spät.

Möchten Sie mehr zu dem Thema erfahren? Dann besuchen Sie mich doch unter www.adesse-gmbh.de oder kontaktieren Sie mich unter info@adesse-gmbh.de

Ihre Sabine Kurzeia – Psychologische Beratung / Suchtberatung

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