Feedback – Rückmeldungen zur Persönlichkeitsentwicklung geben

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein Feedback ist eine besondere Form der Kommunikation. Es ist eine Rückmeldung zu einer Situation, zu einer Verhaltensweise oder einem Verlauf. Ein konstruktives Feedback kann sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben ein Anstoß zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit sein. Auf diese Weise wird deutlich, wie wir auf die Außenwelt wirken, was die eigenen Persönlichkeitseigenschaften, Verhaltensweisen oder Köpersprache bei anderen auslösen. Ich sehe ein Feedback daher als ein Geschenk. Menschen teilen sich Ihre persönliche Sicht auf die Ereignisse mit und schenken sich damit eine Chance zur Persönlichkeitsentwicklung.

Feedback im Beruf, der Familie und anderen Bereichen

Feedback zu geben ist im Beruf zwischen Chef und Mitarbeiter eine übliche Sache, wird in Teams zwischen Mitarbeitern genutzt oder bei Fortbildungen unter der Aufsicht des Seminarleiter geübt. Doch auch eine Lehrerin kann Schülern Feedback geben, Eltern der Lehrerin oder ein Klient seinem Coach – oder jeweils umgekehrt. Doch nicht immer wird Feedback gern gegeben und selten gern angenommen. Feedback kann einen Menschen unter Druck setzen, brüskieren und Widerstand auslösen. Ein unglücklich platziertes Feedback kann die Gefühle einer Person verletzen, eine Kränkung auslösen oder das Selbstbewusstsein schmälern. Unmut, Streit und Widerstand können aus einer Feedback-Situation resultieren, wenn der Feedback-Geber zu hart austeilt, der Feedback-Nehmer sich ungerecht behandelt fühlt oder sein Selbstbild untergraben wird. Hier sind ganz besonders emotionale Kompetenzen gefragt.

Feedback zum Wohle aller Beteiligten einsetzen

Um ein Feedback konstruktiv zum Wohle aller Beteiligten einzusetzen, sollten wir uns an einige Feedback-Regeln halten. Ein Feedback-Geber trägt eine hohe Verantwortung, denn er legt die Basis dafür, dass der Feedback-Nehmer die Rückmeldung annehmen kann. Wir sollten daher immer erst überlegen, was wir mit unserem Feedback erreichen wollen. Für den Feedback-Nehmer ist dieses Geschenk eine große Chance, sich selbst zu überprüfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, Fehler zu korrigieren und Erfolge gebührlich wahrzunehmen. Sie müssen dafür übrigens nicht erst warten, bis irgendetwas Kritikwürdiges passiert ist, auch ein Lob ist ein Feedback!

Da es keine Regeln im klassischen Sinne dafür gibt, sind nachfolgend einige Kommunikationshinweise für Feedback-Geber und Feedback-Nehmer aufgeführt.

Kommunikationshilfen für den Feedback-Geber

1. Ein Feedback wird direkt an die betreffende Person gerichtet – offen, ehrlich und wertschätzend.

2. Für ein Feedback sollten sich alle Beteiligten Zeit nehmen und in einer gelassenen Atmosphäre in Ruhe zusammen kommen.

3. Richten Sie Ihr Feedback direkt an die betreffende Person, ohne dass Unbeteiligte etwas davon mitbekommen. Seien Sie dabei offen und ehrlich und dem anderen gegenüber wertschätzend. Rückmeldungen werden in der Ich-Form gegeben. Damit soll die persönliche und auch subjektive Perspektive verdeutlicht werden (ich finde/ denke/ fühle …)

4. Übernehmen Sie die Verantwortung nicht nur für das, was Sie sagen, sondern auch wie Sie es sagen (Tonfall/ Gestik/ Mimik). Machen Sie sich dabei bewusst, ob Sie auf der Inhaltsebene bleiben.

5. Urteilen Sie nicht über die Person selbst und unterscheiden Sie deutlich zwischen Aussagen:

  • über die Situation/ das Setting
  • über das beobachtete Verhalten
  • über die in Ihnen entstandenen Gefühle

6. Geben Sie so früh wie möglich Feedback. Je dichter ein Feedback an ein aktuelles Geschehen gegeben wird, desto einfacher lassen sich Ärger und Missverständnisse aus dem Weg räumen und umso leichter ist es vom Empfänger zu verstehen. Warten Sie nicht erst, bis sich zu viel angestaut hat.

7. Überprüfen Sie, ob das, was Sie ausdrücken wollen auch für die betreffende Person verständlich ist. Ein Feedback sollte klar und einfach formuliert sein, durch zu viele Worte verliert sich die Wirkung

8. Eine konstruktive Kritik zu äußern, heißt konstruktive Vorschläge oder Ergänzungen zu machen, die erzielte Wirkung zu spiegeln und auch positive Aspekte zu benennen.

9. Wie haben Sie das gemacht? Geben Sie sich selbst Feedback zu Ihrem Feedback.

10 Eigene Ergänzungen: …..

Feedback ist nur ein Angebot

Nicht jeder Mensch ist offen für Feedback. Sie können daher zwar ein Angebot machen, wenn Sie aber merken, dass jemand nicht daran interessiert ist, sollten Sie es dem Betroffenen nicht aufdrängen. Auch wenn der Gesprächspartner wütend wird oder sich in Rage redet, ist es besser, auf eine passendere Gelegenheit zu warten. Wenn es um Kritik geht, eignet sich die Sandwich-Methode sehr gut: zwischen zwei Komplimente wird ein Kritikpunkt gepackt. Kompetent Feedback zu geben, ist ein Lernprozess. Je besser man weiß, worauf zu achten ist und je mehr Übung man darin hat, desto mehr wird die emotionale Kompetenz geschult. Wer kompetent Feedback geben kann, ist meist auch ein geschätzter Kommunikationspartner!

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Merkblatt Konstruktives Feedback

 

Wie Sie Feedback leichter annehmen können, lesen Sie gleich morgen im Folgeartikel: Feedback geben.

Die eigene Wirkung auf andere Menschen, wie man sich selbst einschätzt, den eigenen Körper erlebt und mit Gefühlen umgeht, kann auch sehr bewusst in einem Coaching oder einem Workshop erlebt werden. Falls Sie einmal Lust haben, Ihre emotionale Kompetenz gezielt zu schulen, würde ich mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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3 Gedanken zu „Feedback – Rückmeldungen zur Persönlichkeitsentwicklung geben“

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