Im Dialog mit den inneren Bildern

Liebe Leserin, lieber Leser,

Bilder, die wir vor unserem inneren Auge entstehen lassen, können gezielt eingesetzt werden, um Stress abzubauen, Schmerzen zu lenken oder andere Symptome zu steuern. Lassen wir in einem Zustand tiefer Entspannung angenehme innere Bilder zu, können wir mit ihnen in eine Art inneren Dialog treten. Im Coaching lenke ich diesen Vorgang ganz gezielt, damit Klienten dadurch ihre Blockaden loslassen und sich Denk- und Handlungsmöglichkeiten eröffnen können.

Gefühle sind wichtig

Gefühle kommen und gehen. Sie brauchen keine Rechtfertigung – und doch trauen wir uns häufig nicht, sie zuzulassen. Gerade Gefühle, die wir als unangenehm erleben und daher negativ bewerten, machen uns Angst. Hilflosigkeit, Ohnmacht, Schuld, Scham, Traurigkeit oder Ablehnung möchten wir nicht spüren und versuchen daher, unser Leben so unter Kontrolle zu bringen, nur die angenehmen Gefühle zu spüren.
Doch je mehr wir an die Seite schieben, verdrängen oder ignorieren, desto unbeweglicher werden wir. Der Widerstand, die Ereignisse anzunehmen, kostet Kraft. Und es geschieht etwas, das wir nicht wollten: die unterdrückten Gefühle, die wir so lange kontrolliert haben, übernehmen das Kommando, blockieren uns und engen uns ein. Häufig äußern wir das sogar metaphorisch, wie zum Beispiel: “Ich spüre einen Kloß im Hals”. Erst wenn wir beide Pole annehmen, die guten und die schlechten Gefühle, bleiben wir lebendig und schwimmen mit dem Fluss des Lebens. Veränderung geschieht durch Annehmen, loslassen und neu beginnen.

Innere Bilder für neue neuronale Bahnen im Gehirn

In meiner Arbeit führe ich Klienten sehr sanft zur Entstehung ihrer eigenen inneren Bilder, wobei sie jederzeit die Kontrolle über das Geschehen haben. In einem leichten bis mittleren Trancezustand, wie er beispielsweise im Tagtraum erlebt wird, gelingt es  leicht, innere Bilder entstehen zu lassen. Bilder sind die Sprache des Unbewussten und können zeigen, welche inneren Blockaden bestehen, welche Ängste und Befürchtungen eine Weiterentwicklung hemmen. Körperwahrnehmungen, Erinnerungen, Empfindungen und Symbole sind ein kreatives Potential, durch das diese Blockaden überwunden werden können und eine Veränderung erreicht werden kann. Erkenntnissen aus Medizin und Psychologie zufolge macht das Gehirn keinen Unterschied, ob eine Erfahrung in der Innenwelt oder in der Außenwelt gemacht wird. Eine neue Erfahrung verändert die neuronalen Wege im Gehirn.Innere Bilder entstehen im Gehirn und sind dort als Erfahrungen gespeichert. In einer bildlichen Vorstellung ist nicht nur das Bild selbst enthalten, sondern auch die dazugehörigen Gefühle einer Person, Gedanken, Erinnerungen und Handlungsimpulse. Im Dialog mit den inneren Bildern können wir uns all dies zunutze machen. Verändern sich die inneren Bilder, entstehen neue neuronale Bahnen im Gehirn.

Im Dialog mit den inneren Bildern
Im Dialog mit den inneren Bildern

Probieren Sie es selbst aus, innere Bilder entstehen zu lassen

Stellen Sie sich innerlich auf Entspannung ein und sorgen Sie dafür, dass Sie eine Weile ungestört sein können. Setzen oder legen Sie sich bequem hin, schließen Sie Ihre Augen und atmen einige Male tief ein und aus. Mit jedem Atemzug lassen Sie Ihre Alltagsgedanken ganz bewusst los, jedes Mal etwas mehr. Nun lassen Sie vor Ihrem inneren Auge angenehme innere Bilder entstehen. Stellen Sie sich zum Beispiel eine Szene wie die folgenden vor:

– Sie liegen am Strand und schauen ganz entspannt den azurblauen Wölkchen am Himmel hinterher

– Sie machen einen Herbstspaziergang, der kühle Wind wirbelt das bunte Laub auf, während die Sonne Ihr Gesicht angenehm wärmt

-Sie machen eine Bergwanderung und entschließen sich, an einem Gebirgssee mit kristallklarem Wasser Rast zu machen

Mit den positiven Bildern entspannt sich Ihr Geist und Ihr Körper, denn Sie suggerieren sich selbst Wohlbefinden. Lassen Sie ganz bewusst nur positive Bilder zu und genießen Sie die Stimmung und mit all den angenehmen Empfindungen. Beenden Sie diese Vorstellungsübung ganz in dem Wissen, dass Sie diese wohltuenden inneren Bilder jederzeit wieder entstehen lassen können.

Im Dialog mit den inneren Bildern

Aber wie entsteht nun ein Dialog mit den inneren Bildern? Eine Lebenserfahrung, die etwas im Gehirn bewirkt, beinhaltet die eigentliche Situation, das dazugehörige Gefühl, die Körperwahrnehmungen, Impulse, Reaktionen und die Interpretation des Kommunikationspartners. Im Dialog mit den inneren Bildern können wir all dies verändern und dadurch neue, positivere Erfahrungen ermöglichen. Wenn eine Erfahrung tief sitzt, sagen wir beispielsweise “Das steckt mir noch in den Knochen”. Was dahintersteckt, kann sehr unterschiedlich sein, weil Menschen Erlebnisse sehr unterschiedlich verarbeiten. Dabei kann es sich um eine körperliche Erkrankung handeln, einen Burnout, eine Kränkung oder ein traumatisches Erleben. Wenn es sinnvoll ist, greife ich im Coaching eine solche Metapher des Klienten auf und frage etwas genauer nach: wie fühlt sich das an, was da in Ihren Knochen steckt? Hat es eine Farbe oder eine Form? Wo spüren Sie es? Daraus ergeben sich wiederum neue Bilder, mit denen wir arbeiten können. Es ergeben sich neue Blickwinkel und einengende Denkmuster können sich weiten, damit andere Reaktionen möglich werden können. Der Dialog mit den inneren Bildern kann nicht nur helfen, Stress abzubauen und unterdrückten Gefühlen Raum geben, sondern er ermöglicht dem Gehirn, das Leben in glücklichere Bahnen zu lenken.

Wenn Sie sich anleiten lassen möchten, innere Bilder zu entwickeln oder Ihre Zukunft positiv beeinflussen möchten, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching mit mir. Rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990 oder schreiben mir eine eMail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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4 Gedanken zu „Im Dialog mit den inneren Bildern“

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