Konflikte verstehen und überwinden

Liebe Leserin, lieber Leser,

überall da, wo Menschen miteinander in Kontakt sind, kommt es zu Konflikten. In beruflichen und privaten Zusammenhängen sind immer wieder Differenzen, Spannungen und Unstimmigkeiten zu beobachten. Ein Leben ganz ohne Konflikte gibt es nicht, sie sind eine ganz normale und alltägliche Angelegenheit. Während man Konflikte früher als überflüssig betrachtete, gelten sie heute als unvermeidbar und notwendig, besonders für die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen. Dieser Artikel hilft, ein Konfliktgeschehen besser zu verstehen und mögliche Ansätze, den Konflikt zu überwinden.

Konflikte und ihre Ursachen

Das Wort Konflikt wurde vom lateinischen Wort “confligere” abgeleitet, das soviel heißt wie zusammenstoßen, streiten oder kämpfen. Im Allgemeinen spricht man dann von einem Konflikt, wenn zwei Elemente gleichzeitig erstrebenswert erscheinen, die miteinander unvereinbar sind. Die gegensätzlichen Strebungen werden als störend und blockierend erlebt. Unvereinbarkeiten können beispielsweise in den Bereichen Denken, Wahrnehmen, Fühlen oder Wollen liegen. Beispielsweise:

•    wenn der Kompost direkt auf der Zaungrenze zum Nachbarn aufgebaut wird

•    wenn ein Elternteil sich kaum um das gemeinsame Kind kümmert

•    wenn ein Lehrer einen Schüler vor der Klasse bloßstellt

•    wenn der eine Kollege die Arbeit des anderen mit übernehmen muss.

Der Sinn von Konflikten

Konflikte leiten Veränderungen ein und verdeutlichen Unterschiede. Sie dienen dazu, den Status Quo zu erhalten, aber auch Ansichten auszutauschen, Meinungen zu hinterfragen oder Widersprüche zu überdenken. Dies kann zu neuen Erkenntnissen führen, offensichtliche Unterschiede überwinden und einen neuen Konsens schaffen. Eine neue Sichtweise kann als kreative Lösung integriert werden. Grundsätzlich gilt, je länger ein Konfliktgeschehen andauert, umso schwieriger ist die Auflösung. Ein Konfliktgeschehen aufzulösen bedeutet auch, die eventuell anstehenden Veränderungen zuzulassen und wieder Freiraum für Kreativität und Motivation zu schaffen.

Konfliktbeteiligte und Konfliktverlauf

An einem Konfliktgeschehen sind meist zwei Parteien beteiligt. Zwei Menschen, zwei Abteilungen der gleichen Firma oder zwei Nachbarfamilien. Ein Konflikt wandelt sich im Laufe der Zeit und wird durch die Handlungen der Beteiligten härter. Sofern er nicht aufgelöst wird, kann es zu einer Eskalation des Konfliktgeschehens kommen und die Fronten verhärten zunehmend. Bei Konflikten zwischen zwei Parteien wird anfänglich häufig ein Beteiligter durch den anderen beeinträchtigt. Dabei ist irrelevant, ob die jeweilige Gegenseite dies absichtlich oder unabsichtlich tut. Anfangs wird ein Konflikt häufig nur von einer Partei konflikthaft wahrgenommen werden. Zum Beispiel

Vor der Lösung eines Konfliktes steht die Konfliktdiagnose

Um einen Konflikt anzugehen und aktiv gestalten zu können, sind vor allem Offenheit und Mut gefragt, Respekt vor dem anderen und Einfühlungsvermögen. Eine erfolgreiche Handhabung von Konflikten setzt die Bewusstheit über eigene Gefühle und Reaktionsweisen auf Konflikte voraus. Vor der Handhabung eines Konfliktes steht jedoch die Konfliktdiagnose. Dazu einige Fragen, die dazu gestellt werden können:

•    Was ist eigentlich der Konflikt?

•    Wer ist an dem Konflikt beteiligt?

•    Wie lange besteht der Konflikt bereits?

•    Welchen Anteil habe ich an dem Konflikt?

•    Welche Anteile hat die Gegenseite an dem Konflikt?

•    Welche Bedingungen erhalten den Konflikt aufrecht?

 Die persönliche Wertung des Konfliktgeschehens

Jeder Mensch besitzt aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen gegenüber Konflikten bestimmte Einstellungen und reagiert dementsprechend. Häufig ist man sich seiner Verhaltensmuster jedoch nicht bewusst. Unbewusste Einstellungen legen unser Verhalten in Konfliktsituationen fest und verhindern häufig eine Konfliktlösung. Die Handhabung von Konflikten wird so im Alltag nicht unbedingt von dem Bedarf der Situation bestimmt und damit einer möglichst wirksamen Konfliktlösung, sondern vielmehr von persönlichen Gefühlen, Motiven und erlernten Verhaltensmustern.

Konflikte verstehen - Dörthe Huth

Das eigene Konfliktverhalten identifizieren

Wer sein eigenes Konfliktdenken und Konfliktverhalten überprüfen möchte, sollte so ehrlich wie möglich sein. Es geht darum, zu realisieren, wie man tatsächlich denkt und handelt, nicht wie man sein möchte. Wer allein nicht weiterkommt, sollte sich nicht scheuen, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Von der Supervision über ein Coaching bis hin zur Mediation gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, sich unabhängige Rückmeldungen von außen zu holen. Durch die Reflexion der eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen wird deutlich, was die Auflösung eines Konfliktgeschehens behindert. Gleichzeitig kann man unter Anleitung neue Denkstrukturen und Verhaltensweisen erproben.

Wenn Sie für sich selbst einen Konflikt klären möchten und dabei Unterstützung durch eine Coaching suchen, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Rufen Sie einfach an oder senden Sie mir eine eMail: 02362/7877990.

Ihre Dörthe Huth

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4 Gedanken zu „Konflikte verstehen und überwinden“

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