Kreative Ideen für das Tagebuch, Erfolgsbuch oder Heilungsbuch

Liebe Leserin, lieber Leser,

Erlebnisse schriftlich festzuhalten ist nicht nur nützlich, um ganz bewusst auf die aktuellen Lebensereignisse zu schauen, sondern auch um wertvolle Erkenntnisse daraus zu ziehen, Erfolge zu steuern oder sich bei einer Erkrankung mental auf Genesung zu programmieren. Ein solches Tagebuch kann dabei helfen, schädliche Muster in der eigenen Lebensführung zu erkennen und die Lösungsmöglichkeiten zielgerichtet anzugehen. Die Ziele können sehr unterschiedlich sein:  vom Erfolgstagebuch, über ein Traumtagebuch oder ein Heilungsbuch bis hin zu einem Glückstagebuch ist einfach alles möglich. Das Schreiben erlaubt uns, Abstand zum Alltag zu gewinnen, die Gedanken zu sortieren und uns auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist.

Zur Videoanleitung für kreative Ideen: Mein Heilungsbuch

So kommen Sie in den Schreibfluss

In der Jugendzeit haben viele Menschen schon einmal ein Tagebuch geführt. Später gerät das regelmäßige Schreiben dann meist in Vergessenheit. Dabei ist es eine tolle Sache, nach einigen Jahren noch einmal in den früheren Gedanken zu schwelgen. Schließlich vergessen wir vieles oder bringen die Ereignisse später durcheinander. In einem selbst angelegten Tagebuch kann man auch später noch blättern, die Ereignisse aus damaliger Sicht Revue passieren zu lassen oder über die  Zukunftsgedanken von damals staunen. Um wieder in den Schreibfluss zu kommen, hilft es, sich selbst Schreibaufgaben zu stellen und eine Weile regelmäßig zu schreiben. Es gibt keine Regeln, an die sich der Schreiber halten muss.  Wie das  Tagebuch geführt wird, kann sehr unterschiedlich sein.  Meist geht es darum, Gedanken, Gefühle und Möglichkeiten festzuhalten und sich selbst dabei zu strukturieren. Wortwahl, Satzbau und Grammatik sind nicht wichtig, schließlich schreibt jeder für sich selbst und nicht für andere. Wenige Minuten täglich reichen schon aus, um wieder in einen regelmäßigen Schreibfluss zu gelangen. Natürlich werden auch wieder Zeiten kommen, in denen das Schreiben zu kurz kommt, das ist aber nicht weiter tragisch, denn Sie können jederzeit wieder loslegen.

Eine andere Perspektive wählen

Üblicherweise beschreiben wir in einem Tagebuch die eigene Situation. Es geht um das, was einen gerade beschäftigt, die Arbeit, die Familie, die Vergangenheit oder die Zukunft. Schreiben Sie Ihren Tagebucheintrag doch einmal aus der Sicht eines anderen. Sie können aus der Sicht eines Beobachters Ihr Erleben niederschreiben, aus der Sicht Ihres Hundes oder Ihrer Katze, aus der Sicht einer imaginären Freundin. So wird das eigene Erleben aus der Distanz betrachtet und kann neu bewertet werden. Wie würde wohl eine andere Person Ihre Lebenssituation sehen? Beschreiben Sie alles aus dem Blickwinkel des anderen: Erfolge, Arbeit, Beziehungen, Kinder, finanzielle Situation oder sozialer Status …

Das Erleben gezielt positiv bewerten

Wenn sich öfter negative Gedanken in den Vordergrund schieben, Sie an Ihre Erfolge nicht so recht glauben können oder die Zukunft düster sehen, versuchen Sie doch einmal über die Sprache direkten Einfluss auf Ihr Befinden zu nehmen. Sammeln Sie über Tag Ihre negativen Gedanken und schreiben Sie diese auf. Verwandeln Sie jeden dieser Sätze, indem Sie die negativ besetzen Wörter durch positivere Ausdrücke ersetzen. Auf diese Weise steuern Sie sich selbst zu einem lösungsorientierten Denken. Hier finden Sie einige Verwandlungsbeispiele:

  • Ich fühle mich mit der Situation überfordert – Ich fühle mich durch die Situation herausgefordert
  • Das geht nicht  –  eine Alternative könnte sein
  • Ich habe ein Problem – Ich habe ein Anliegen
  • Ich bin faul- Ich bin erholungsbedürftig

Das Befinden in Bildern ausdrücken

Manchmal ist es einfacher, das Befinden nicht in Worten auszudrücken sondern in Bildern. Sie können beispielsweise Abbildungen, Überschriften oder Textteile aus Zeitschriften ausreißen und in Ihr Tagebuch einkleben. Persönliche Fotos, ein Kussmund, ein Büschel Haare oder ein Fingerabdruck – eben alle Dingen, die Ihnen gerade zur Verfügung stehen und die Sie in Ihrem Entwicklungsprozess Dazu können Sie Symbole einzeichnen, die Ihnen zu Ihrer aktuellen Situation einfallen, bunte Farbtupfer dazu malen oder Naturmaterialien einkleben. Allerdings geht es nicht darum, etwas “Schönes” entstehen zu lassen, sondern um die Verarbeitung des persönlichen Erlebens. Eine solche Collage ist eine kreative Verarbeitungsmöglichkeit und daher ebenso effektiv wie das Schreiben.

Briefe schreiben

Anstelle eines Tagebucheintrags können Sie auch einen Brief an eine Person in Ihr Buch schreiben. In einem Brief oder vielleicht sogar täglichen Briefen kann all das ausgedrückt werden, was man sich vielleicht nicht zu sagen traut oder was man einem Menschen nicht mehr sagen kann, weil er bereits verstorben ist. Wut, Trauer, Enttäuschung, all dies kann man sich in so einem Brief von der Seele schreiben. Ein solcher Brief könnte eines Tages auch abgeschickt werden, er kann aber auch einfach als Tagebucheintrag stehen bleiben. Auch wenn das zwischenmenschliche Problem damit nicht gelöst wird, findet damit eine Verarbeitung der Situation und der dazugehörigen Gefühle statt. Beginnen Sie so, wie Sie auch die reale Person in einem Brief ansprechen würden: “Hallo Jan” oder “Liebe Tante Luise” …

Intuitives Schreiben zur Problemlösung

Beim intuitiven Schreiben sollten Sie sich vorab eine Fragestellung zu dem Thema überlegen, das Sie momentan am meisten beschäftigt. Zentrieren Sie sich, dann nehmen Sie einige tiefe Atemzüge und beginnen einmal die Frage in die Mitte des Blattes zu schreiben. Nun schreiben Sie wahllos alle Begriffe rund um die Frage, die Ihnen gerade zu diesem Thema durch den Kopf gehen. Wenn sich gleich Sätze formen, ist das auch in Ordnung. Wahrscheinlich werden Sie die Antwort auf Ihre Frage längst kennen, wenn Sie sich nicht selbst begrenzen. Wenn Ihnen nichts mehr einfällt, schauen Sie noch einmal auf Ihr Blatt, ob sich eine Antwort aus den Begriffen und Sätzen ergibt. Falls nicht, schlafen Sie eine Nacht darüber und lassen das Blatt am nächsten Morgen auf sich wirken. Sie können auch in den nächsten Tagen immer wieder ergänzen, was Ihnen noch dazu einfällt, häufig müssen sich Ratio und Intuition erst mit der Lösung arrangieren.

Nun wünsche ich Ihnen viel Kreativität, egal, ob Sie mit den Tagebucheinträgen nur Ihre Gedanken sortieren möchten, Ihre Erfolge dokumentieren wollen oder die Glücksmomente des Lebens für später festhalten wollen. Wenn Sie fest zum Schreiben entschlossen sind und es dennoch nicht so recht funktionieren will, lassen Sie sich in einem Seminar oder in einem Coaching anleiten. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, in den Schreibfluss zu kommen und in einem individuellen Coaching finden wir auf jeden Fall den Raum dafür.

Damit wünsche ich einen kreativen Schreibfluss, 

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :) Und falls Sie noch nicht im kostenlosen Mailverteiler sind, tragen Sie sich direkt hier ein: Ihr Geschenk

Ein Gedanke zu „Kreative Ideen für das Tagebuch, Erfolgsbuch oder Heilungsbuch“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.