Leitungskompetenz – führen mit Herz und Hirn

Liebe Leserin und lieber Leser,

viele Aufgaben im beruflichen Alltag können können nur von einer motivierten, leistungsstarken Gruppe bewältigt werden. Jedes Unternehmen wünscht sich motivierte Teams, Arbeits- und Projektgruppen, in der jedes Mitglied genau seine Aufgaben kennt und konstruktiv mit den anderen zusammenarbeitet, in der Austausch möglich ist und gegenseitige Hilfe. Denn das ist die Ausgangsbasis für ein effektives Arbeiten. Zwischen der Unternehmensleitung und dem Team steht meist ein Gruppen- oder Teamleiter, der zwischen den Anforderungen des Unternehmens und den Bedürfnissen des Teams vermittelt. Nicht immer eine leichte Aufgabe, denn die Leitung braucht dazu jede Menge Diplomatie, Fingerspitzengefühl und Führungsqualitäten. Damit eine Gruppe längerfristig effektiv arbeitet, braucht sie immer wieder neue Motivation und Herausforderung.

Führungsstil mit Herz und Hirn

Ein Teamleiter braucht einen Führungsstil mit Herz und Hirn, damit die Gruppe langfristig effektiv arbeitet, sich immer neu motivieren lässt und immer neue kreative Herausforderungen annimmt. Dazu kann es interessant sein, einmal den psychologischen Blick auf die Gruppe zu richten und ein Team als System zu begreifen. Dabei muss der Teamleiter in der Lage sein, die Aufmerksamkeit der Gruppenmitglieder auf sich zu lenken und sich dabei dennoch nicht allzu sehr in den Mittelpunkt zu stellen. Ein kompetenter Teamleiter unterstützt, ermutigt und schätzt seine Teilnehmer und hegt ein ehrliches Interesse an jeder einzelnen Person in seinem Team. Er sollte in der Lage sein, Erklärungen für inhaltliche Konzepte und funktionale Zusammenhänge anzubieten, damit die Gruppe das Verhalten des Vorgesetzten, die Unternehmenszusammenhänge und die Gruppendynamik nachvollziehen kann. Arbeitsprozesse zu strukturieren, Spielregeln zu vereinbaren, klare Grenzen zu setzen und auch mal einen Konflikt zu schlichten, sind ebenfalls wichtige Aufgaben eines Gruppenleiters.

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Signale, dass ein Team mehr Führung braucht

Braucht eine Gruppe mehr Führung, sendet sie meist deutliche Signale aus. Beispielsweise existiert ein Gruppenklima der Unzufriedenheit, Gruppenmitglieder nehmen nicht an den Teambesprechungen teil oder halten sich nicht an Vereinbarungen, die Arbeitsabläufe funktionieren nicht reibungslos oder es gibt Beschwerden aus anderen Abteilungen. Für solche Signale sollte ein Gruppenleiter achtsam sein und sich als Führungspersönlichkeit mehr einbringen. Dies kann ebenso notwendig werden, wenn neue Mitarbeiter dazu kommen, eine Umstrukturierung stattfindet oder die Ziele der Firma sich verändern. Je eher ein Teamleiter Schwierigkeiten anspricht und Lösungen forciert, umso eher wird der Fokus des Teams wieder auf Arbeitsprozessen liegen. Je länger ein Klima der Unzufriedenheit herrscht, umso schwieriger wird es, den Gruppenprozess wieder in eine positive Richtung zu lenken. Unternehmen, Team und Teamleiter – ein Gesamterfolg Für den Erfolg einer Gruppe ist die persönliche Kompetenz des Gruppenleiters und sein Verhalten zwar mitentscheidend, doch auch nicht alleine ausschlaggebend. Der Teamleiter ist auch abhängig von dem Unternehmen und dessen hierarchischen Strukturen, von den Befugnissen, die ihm eingeräumt werden sowie von den wirtschaftlichen Umständen und vom Zusammenspiel jeder einzelnen Person im Team. All dies sind Faktoren, die zum gemeinschaftlichen Erfolg eines Teams beitragen.

Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung

Für die Verbesserung der Teamarbeit kann einerseits ein Team-Coaching hilfreich sein, andererseits aber auch ein Einzel-Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung für den Teamleiter. Interaktionsübungen, Rollenspiele oder Experimente dienen der Verbesserung der Kooperationsfähigkeit, der Erweiterung der Führungskompetenz oder dem Perspektivwechsel. In einem solchen Einzel-Coaching kann der Teamleiter seine emotionale Intelligenz erweitern, lernen leichte zu delegieren, andere besser einzuschätzen, mehr zu strukturieren, deutlichere Ziele zu definieren oder klarere Grenzen zu setzen. All dies kommt wiederum dem Team, dessen Motivation und Effektivität zugute. Insofern ist das Nachdenken über ein Coaching durchaus lohnenswert.

Ihre Dörthe Huth

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2 Gedanken zu „Leitungskompetenz – führen mit Herz und Hirn“

  1. Gerade in den Soft-Skills brauche ich demnächst mal Nachhilfe. Seit ich ein kleines Team führe, zweifle ich immer mehr an mir. LG Mandy

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