Löwenzahn mit der ganzen Familie sammeln, verarbeiten und genießen

Liebe Leserin, lieber Leser,

über eine lange Zeit des Jahres blüht er leuchtend gelb und dennoch ist der Löwenzahn in den meisten Gärten ein ungeliebter Gast. Er gilt als Unkraut und ist doch eine Heilpflanze, gesund und vielseitig verwendbar. Im Frühjahr bis in den Herbst bedecken leuchtend gelbe Blüten ganze Wiesen und Weiden, deshalb wird der Löwenzahn auch Kuhblume genannt wird. Wer mag, kann sich Anregungen für die eigene Küche holen. Löwenzahn zu verarbeiten und zu genießen, kann ein richtiger Familienspaß werden. Er ist leicht zu finden und einzusammeln und auch ganz einfach zu verwenden.

Taraxacum officinale – der Löwenzahn und seine Heilwirkung

Löwenzahn gedeiht am liebsten auf feuchten Wiesen, an Ackerrändern oder am Wegesrand. Seine Blütezeit erstreckt sich vom Frühjahr bis in den Herbst. Der Korbblütler wird mit lateinischem Namen als Taraxacum officinale bezeichnet. Seine Blätter sind länglich gezackt, der Stängel ist von einer goldgelben strahlenförmigen Blüte gekrönt. Etwa 15 bis 30 cm hoch wächst der Löwenzahn, aber manche Pflanzen bringen es sogar auf bis zu 50 cm. Die Pflanze enthält nicht nur viele Vitamine sondern auch viele Bitterstoffe, die auch als milchige Flüssigkeit aus dem Stängel des Löwenzahn austreten und die eigentliche Heilwirkung des ausmachen. Die Bitterstoffe wirken harntreibend und regen den Fettstoffwechsel an. Aber es gibt noch mehr positive Eigenschaften, Löwenzahn wirkt entschlackend, stärkt die Abwehrkräfte und hemmt den Appetit. Als Bestandteil kommt der Löwenzahn in vielen Arzneimitteln vor, insbesondere seine Blätter und Wurzeln werden dazu verwendet. Dem Löwenzahn wird im Allgemeinen eine regulierende Wirkung nachgesagt. Aber Achtung, er sollte wie andere Heilpflanzen auch nur in kleinen Mengen konsumiert werden, denn in Einzelfällen können die Wirkstoffe zu Bauchschmerzen oder Durchfall führen.

Löwenzahn - Rezepte

 

Löwenzahn in der modernen Küche

Blätter, Blüten und Wurzeln des Löwenzahn sind schmackhaft und wurden in früheren Zeiten häufig als Gemüse, Salat oder Tee verwendet. In der modernen Küche ist die Vielseitigkeit des Löwenzahns fast schon in Vergessenheit geraten. Die gezackten Blätter können als Salat angerichtet werden, dazu passt fast jedes Dressing. Aber auch als Ergänzung zu Mischsalat oder einem Tomatensalat sind die jungen Löwenzahnblätter eine prima Ergänzung. Das Ganze kann dann noch mit essbaren Blüten, wie denen der Gänseblümchen dekoriert werden. Die feinen Blütenknospen des Löwenzahn lassen sich dünsten, so wie anderes Gemüse auch. Nach dem Sammeln und Waschen etwas abtropfen lassen und mit etwas Margarine oder Butter und Knoblauch in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und einfach genießen, zum Beispiel als Gemüse zu Kartoffeln oder Nudeln.

 

Löwenzahnhonig im Glas
Löwenzahnhonig im Glas

Löwenzahn-Sirup selbst gemacht – ein Spaß mit Kindern

Kinder sind ganz leicht für Löwenzahnsirup zu begeistern. Er schmeckt als Süßmittel im Tee, als Spritzer auf dem Eis und sogar auf dem Brötchen. Selbstgebackenem Kuchen, Keksen oder auch Salatdressings und Saucen gibt der Löwenzahnhonig das gewisse Etwas. Der Sirup wird aus den goldgelben Blüten des Löwenzahn hergestellt. Man braucht dazu ein schönes großes Glas, möglichst mit Deckel, Zucker und jede Menge Löwenzahnblüten. Zuerst wird der Löwenzahn gesammelt, gewaschen und von Blättern und Stielen befreit. Dann werden abwechselnd die Blüten und der Zucker in ein hohes Glas geschichtet. Das Glas mit den Blüten sieht wunderschön aus und wird einige Wochen als Dekoration stehen gelassen. Mit der Zeit entsteht ein bräunlicher Sud, der dann mit einer geviertelten Zitrone oder einer Vanilleschote in einen Kochtopf gibt und solange kochen lässt, bis der Sud eingedickt ist. Dann wird alles durch ein Sieb gegossen und in Gläser gefüllt.

Löwenzahnhonig
Löwenzahnsirup

Zutaten für den Löwenzahnhonig auf einen Blick:

  • 4 gehäufte Hände voll Löwenzahn-Blüten
  • 1 kg Zucker
  • 1 unbehandelte Zitrone und je nach Geschmack
  • 1 Vanilleschote

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Löwenzahn-Limonade

Löwenzahn-Limonade lässt sich ganz einfach herstellen, indem man eine Hand voll gesammelter Löwenzahnblüten mit zwei Scheiben Zitrone in eine Teekanne gibt und mit siedendem Wasser übergießt. Geben Sie nach Bedarf Zucker dazu und lassen Sie die Limonade kalt werden. Je nach Geschmack kommen dann noch Eiswürfel dazu oder ein Paar Blätter Zitronenmelisse, schon ist die Sommererfrischung fertig. Natürlich ist sie nicht mit künstlich hergestellten Limonaden zu vergleichen, denn das natürliche Aroma des Löwenzahns ist eher fein und blumig. Es kann also sein, dass nicht alle Kinder bei diesem doch etwas ungewohnten Geschmack gleich Hurrah schreien.

Natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, den Löwenzahn zu genießen, als Tee zum Beispiel oder als Kaffeeersatz, dazu wurde er in Notzeiten nämlich genutzt.

Damit wünsche ich Ihnen mit Ihrer Familie ein fröhliches Sammeln von Löwenzahnblüten- und Blättern. Und wenn Sie mögen, schreiben Sie mir doch demnächst von Ihren Erfahrungen 😉

Ihre Dörthe Huth

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3 Gedanken zu „Löwenzahn mit der ganzen Familie sammeln, verarbeiten und genießen“

  1. Lieber Frank Koebsch,
    vielen Dank für den Hinweis auf Ihre wunderbaren Bilder, eine tolle Ergänzung! Ganz besonders gefällt mir das Aquarell “Das Gelb des Löwenzahns” 🙂
    Lieben Gruß,
    Dörthe Huth

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