Psychosomatik – oder wie die Seele den Körper beeinflusst

Liebe Leserin und lieber Leser,
normalerweise machen sich Menschen wenig Gedanken um ihren Körper. Es ist selbstverständlich, dass er funktioniert, leistungsfähig ist und den Anforderungen gerecht wird. Organe, Nervensystem und Hormone einer Person sind miteinander in ständigem Austausch und erfüllen ihre Aufgaben unabhängig von deren bewusstem Mitwirken. Gerät das Zusammenspiel aber aus dem Gleichgewicht, äußert sich dies ist in Form von Symptomen. Körper und Psyche sind untrennbar miteinander verbunden und reagieren aufeinander.

Dörthe Huth: Selbstheilung. Wie Sie das innere Tief überwinden, Resilienz aktivieren und Ihr Lebensgefühl verbessern. amondis Verlag 2014. Buch mit Übungs-CD. ISBN-13: 978-3943036015. 24,99 Euro

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Wie Körper und Geist zusammenhängen

Aber nicht immer bringt der Besuch beim Arzt auch einen schlüssigen Befund. Bei etwa einem Viertel der Patienten kann trotz körperlicher Beschwerden keine organische Ursache festgestellt werden. Betroffene ziehen von Arzt zu Arzt, aber ihr Beschwerden, Sorgen und Fragen bleiben bestehen. Wird auf Dauer keine somatische Ursache gefunden, kann eine psychosomatische Problematik dahinter stecken.

Was bedeutet eigentlich psychosomatisch?

Psychosomatisch bedeutet, dass körperliche Symptome eine seelische Ursachen haben können. Auch Gefühle können krank machen, seelisch Belastendes im Körper festsetzen. Aus Zukunftsängsten werden Kopfschmerzen, aus beruflicher Dauerüberforderung  Rückenschmerzen oder aus Versagensängsten eine chronische Magen-Schleimhautentzündung. Die Wechselwirkung zwischen Körper und Seele sind bereits in dem Wort “Psychosomatik” enthalten. Psyche ist altgriechisch und steht für Atem oder Seele, Soma bedeutet Körper. Im Alltag liegt beides häufig sehr eng beieinander, doch schenken wir diesen interaktiven Vorgängen zwischen Körper und Seele kaum Beachtung. Dabei ist jede unserer Tätigkeiten von einem Gefühl begleitet und das wiederum von einer körperlichen Reaktion. Das Treffen zweier Verliebter ist von Freude und Herzklopfen begleitet und wirkt daher wohltuend auf den Organismus. Eine hohe Arbeitsbelastung kann dagegen hilflos machen und lässt den Blutdruck ansteigen. Der Lärm aus der Nachbarwohnung macht wütend und führt durch die angespannte Lage zu Muskelverspannungen.

Auch unangenehme Gefühle wolllen beachtet werden

Viele negative Gefühle sind nicht so offensichtlich, wie die oben genannten Beispiele. Angst vor Ablehnung im Team, die Befürchtung, Anforderungen nicht erfüllen zu können, gedemütigt oder beleidigt zu werden, sind nicht immer offensichtlich und wir lassen sie auch nicht so gerne zu. Wird ein unangenehmes Gefühl aber nicht ausreichend gewürdigt, versucht es anders an die Oberfläche zu dringen. Der Tinnitus, das nächtliche Zähneknirschen oder die Schlafstörungen können als Ruf der Seele verstanden werden, auf sich aufmerksam zu machen. Möglichkeiten, besser auf den Ruf der Seele zu hören, finden sich in meinem Buch “Lass los und werde glücklich“.

Psychosomatik - Dörthe Huth

Die psychosomatische Sichtweise als Möglichkeit

Wer die Diagnose psychosomatische Erkrankung erhält, fühlt sich oft falsch verstanden und fehl diagnostiziert. Oft bleibt bei Patient und Angehörigen die Frage, ob es sich wirklich um eine Krankheit handelt oder alles nur Einbildung ist. Gerade bei dem Wort Psychosomatik zeigen viele Menschen wenig Verständnis.  Oft werden psychosomatische Erkrankungen belächelt oder gar abgewertet. Dabei handelt es sich tatsächlich um ein real empfundenes Leiden, die Schmerzen „tun tatsächlich weh“, auch wenn sie seelisch verursacht sind.

Wenn Ärzte keine organische Ursache finden können oder Therapien bei keine Linderung bringen, versuchen Sie doch einmal, die psychosomatische Sichtweise dazu zu nehmen. Allerdings sollte man sich auch davor hüten, in jedem körperlichen Symptom gleich eine seelische Ursache zu suchen. In so manchen Fällen ergibt sich nach vielen Jahren doch noch ein körperlicher Befund. In einem persönlichen Gespräch lässt sich die psychosomatische Seite einer Erkrankung gut herausarbeiten. Bei Interesse freue ich mich auf einen Anruf zur Terminvereinarung unter: 02362 7877990 oder schicken Sie mir eine eMail.

Damit wünsche ich eine schöne Woche,

Ihre Dörthe Huth

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Weitere Heilpraktiker, Therapeuten und Mediziner zur Psychosomatik finden Sie auf dem Portal: Psychosomatik 24

 

 

 

8 Gedanken zu „Psychosomatik – oder wie die Seele den Körper beeinflusst“

  1. Genau, liebe Frau Huth, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Da wird einem jahrelang gesagt, dass man sich das alles einbildet und plötzlich steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter, nur hat sie keiner erkannt. Vielleicht haben Sie ja noch mehr Informationen, vor allem daran, was man selbst machen kann, dass es einem besser geht.

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  3. Ein wichtiges Thema. Ich bin jahrelang auf der Suche nach Hilfe wegen Kopfschmerzen gewesen. Ich brauchte lange, um zu erkennen, wie sehr Stress mich beeinflusst. Der Kopfschmerz kommt, wenn der Druck nachlässt. Jetzt kann ich das Wort psychosomatisch annehmen, denn es hat seinen Schrecken verloren, seitdem ich den Kreislauf von Körper und Seele verstehe.

  4. Egal wo ich hier auch stöbere, es sind immer wieder interessante Beiträge. Die Zusammenhänge waren mir so nicht klar, ich dachte eigentlich, psychosomatisch bedeutet ohne irgendeinen Grund. Aber dass die Psyche wirklich körperliche Reaktionen auslösen kann, ist auch logisch 😉

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