Staubfänger, Dachbodenschätze und Kellerkinder – Loslassen macht glücklich

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

neulich hatte ich einen Abend ganz für mich alleine. Meine Tochter war mit Freunden unterwegs, mein Mann hatte einen Termin mit seinen Kollegen beim Fußball und selbst das Telefon blieb still. Auf Fernsehen hatte ich keine Lust, draußen war es trotz des Frühjahrs noch immer bitter kalt, der Winter wollte dieses Jahr ja einfach nicht enden. So beschloss ich, mir den Kamin anzumachen und eine der Kisten nach oben zu holen, die seit unserem Umzug nach Dorsten vor zwei Jahren bei uns im Keller unausgepackt stehen geblieben waren. Haben auch Sie solche Staubfänger, Dachbodenschätze und Kellerkinder bei sich herumstehen?

Dinge verlieren über die Zeit ihre Bedeutung

Schon lange vor dem Umzug habe ich Dinge aussortiert, die wir nicht mehr brauchen oder deren Zeit in unserer Familie abgelaufen ist, um den Umzugsaufwand so gering wie möglich zu halten. Kinderbücher zum Beispiel, die mein Kind nicht mehr haben möchte, haben wir weiterverschenkt, ein Fahrrad  und das Kettcar verkauft. Auch viele meiner alten Fachbücher haben den Umzug nicht mehr mitgemacht, einige sind von der Wissenschaft schon längst überholt worden. Kleidung, Gardinen, Schuhe, vieles ist in der Altkleidersammlung gelandet. Und trotz des ganzen Aussortierens gibt es im neuen Haus noch immer die ein oder andere Kiste, die seit dem Umzug unausgepackt in einem der Kellerregale herumsteht. Die Kiste, die ich auszupacken begann, enthielt alte Briefe aus meiner Kindheit. Ich war schon frühe eine sehr leidenschaftliche Briefeschreiberin. Im Schnitt durften diese Briefe etwa 30 Jahre alt sein. Ich hatte sie ganz vergessen und bei jedem Umzug ist sie einfach immer mitgezogen. Als Kind  nahm ich an einer Art Briefzirkel teil, bekam Vorschläge für Brieffreunde aus der ganzen Welt und tauschte mich mit Menschen aus dem Iran, Schweden, Canada oder England aus. Die meisten Briefe enthielten Grußkarten aus dem jeweiligen Land, manchmal auch ein Foto von der Gegend oder der dem Menschen, der mir die Post gesendet hatte. An diesem Tag begann ich auszusortieren, womit ich mich damals so intensiv beschäftigt hatte. Ich prüfte jeden Brief, doch kaum etwas davon hatte heute noch eine Bedeutung für mich. Viele Briefe, Postkarten und Fotos konnte ich aussortieren und wegschmeißen. Vieles hatte den gleichen Inhalt, manchmal behielt ich eine der Postkarten, aber den allergrößten Teil konnte ich einfach in der Altpapiertonne entsorgen. Im Kellerregal ist nun wieder Platz.

panta rhei – alles fließt

Das Leben verändert sich ständig, “panta rhei” – alles fließt”, sagte schon der griechische Philosoph Heraklit. Loslassen gehört zum Leben. Ständig lösen wir uns von Gegenständen, Situationen oder Menschen, und nehmen Neues in Empfang. Wir verabschieden das, was nicht mehr in unser Leben passt, was keinen Sinn mehr macht oder wir als Erinnerung in uns tragen und machen Platz für neue Erfahrungen. Meist bemerken wir diesen Loslass-Prozess nicht einmal und es geht ganz problemlos vonstatten. Aber manchmal lassen wir die Dinge viel zu lange liegen, obwohl sie ihren Nutzen, ihren Wert oder ihre Funktion verloren haben. dann stapeln sie sich in den Regalen, im Keller oder in der Garage und werden zu Staubfängern, Dachbodenschätzen und Kellerkindern. “Das war so teuer, das kann ich doch nicht einfach wegschmeißen”, denken sich viele oder “Das kann man doch sicher noch einmal gebrauchen” oder “Das kann ich doch nicht wegschmeißen, das war ein Geschenk”. Meist geschieht das, wenn unsere Gefühle mit diesen Dingen gekoppelt sind. Wir verbinden alte Erinnerungen mit ihnen, von denen wir uns nicht trennen können oder wollen. Aber diese Gefühle gehören der Vergangenheit an, wir halten sie dadurch am Leben, dass wir sie in die Dinge hineinprojizieren, die bei uns verstauben. Sich von ihnen zu lösen, bedeutet gleichzeitig, mit ihnen abzuschließen, mit ihnen ins Reine zu kommen und sich innerlich freier zu machen für die Gefühle im Hier und Jetzt. Viele erleben das Loslassen dann tatsächlich als einen befreienden Akt. Loslassen von altem Ballast ist ein bewusster Vorgang, er verhilft dazu, den Augenblick zu genießen, sich reinen Herzens am gegenwärtigen Moment zu erfreuen und einfach zu SEIN.

Lass los und werde glücklich: 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben

Ich freue mich sehr, dass dazu schon bald mein neues Buch erscheint, das beim Loslassen hilft – und zwar jeden Tag ein Stückchen mehr:” Lass los und werde glücklich: 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben“. Mit dem Wissen aus dem Buch, den Selbstchecks und Übungen kann sich jeder selbst auf den Weg machen, zu ergründen, warum er noch an Dingen oder Ereignissen festhält und sich von den sechs Schritten vom Festhalten über das Loslassen bis zum Glückszustand leiten lassen. Ein Weg zu mehr Selbstbewusstsein, der häufig mit der Verarbeitung von Kränkungen und dem Verzeihen verbunden ist, bevor eine Person innere Ruhe finden und ihr Glück wirklich genießen kann. Dabei ist das Glück kein erreichbarer Endzustand, in dem wir ein Dauerhochgefühl erleben. Wir können jedoch ein positives, stabiles Lebensgefühl entwickeln, das sich in einer grundlegenden Lebensfreude und Zufriedenheit ausdrückt.

Was sind Ihre Gedanken dazu? Was für Staubfänger, Dachbodenschätze und Kellerkinder haben Sie bei sich herumliegen? Wann sollten wir loslassen? In welchen Fällen sollten wir besser festhalten?

Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Tag,

Ihre Dörthe Huth

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