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Wie das Krokodil zum Fliegen kam – Kurze Geschichten für alle Lebenslagen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Menschen erzählen sich seit jeher Geschichten. Geschichten dienen nicht nur der Unterhaltung, sie bieten uns auch Vorbilder. Indem wir beobachten, wie andere Charaktere reagieren, finden wir Orientierung, Hoffnung und Bestätigung. In der Seelsorge, Psychotherapie und Coaching werden Geschichten eingesetzt, weil sie uns erlauben, gedanklich bestimmte Situationen durchzuspielen und neue Wege auszuprobieren, ohne in der Realität Konsequenzen dafür tragen zu müssen. So können wir uns leichter an neue Situationen anpassen. Die AutorInnen des Buches  „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“ haben solche hilfreichen Geschichten aus ihrem beruflichen Alltag zusammengetragen. Die Geschichten eignen sich  sowohl für Therapeuten und Coaches, die Anregungen für die Arbeit mit ihren mit KlientInnen suchen, als auch für Geschichteninteressierte, die sich abseits des rationalen Denkens zu neuen Sichtweisen auf ihr Leben anregen lassen möchten.

Katharina Lamprecht, Stefan Hammel, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann: Wie das Krokodil zum Fliegen kam. 120 Geschichten, die das Leben verändern. Ernst Reinhardt Verlag 2015. ISBN 978-3-497-02506-0

Wie das Krokodil zum Fliegen kam
Wie das Krokodil zum Fliegen kam

Metaphern für neue Perspektiven

Das Buch ist in acht Kapitel gegliedert, deren Geschichten sich verschiedenen Lebensthemen widmen: 1. Auf Sinnsuche, 2. Gesundheit entdecken, 3. Das Glück kitzeln, 4. Freie Berufszeit – berufliche Freizeit, 5. Alleinsam- und Gemeinsamkeiten, 6. Jung und alt und viel dazwischen, 7. Selbstvertrauen wecken, 8. Loslassen mit Lust. Auf die ein oder andere Weise kommt jeder Mensch immer wieder einmal mit diesen Themen in Berührung. Die einzelnen Geschichten sind sehr kurz gehalten und haben nicht immer einen direkten Bezug zum jeweiligen Kapitelthema, sondern werden metaphorisch erzählt. Damit bleibt dem Leser überlassen, wie er die Inhalte mit seinem Leben verbindet und welche Schlussfolgerungen er daraus zieht. Allerdings haben die AutorInnen Stichwörter an den Beginn einer jeden Geschichte gesetzt, die deutlich machen, worum es in dieser Geschichte geht. Beispielsweise geht es in der Geschichte „Fruchtbarer Boden“ von Seit 96 um „Beruf, Perspektivwechsel, Respekt, Vertrauen, Vision, Vorurteile, Wertschätzung“. Am Ende jeder Geschichte haben die AutorInnen ein Fazit gesetzt, das die Metaphorik der Geschichten wieder auflöst. So heißt es am Ende der Geschichten „Die Kümelkatze“ unter anderem: Die Krümelkatze zeigt, dass man gut für sich sorgen und trotzdem geliebt werden kann.

Über die AutorInnen

In diesem Buch haben die AutorInnen therapeutisch wirksame Geschichten aus ihren unterschiedlichen Arbeitskontexten zusammengetragen. haben ihre Geschichten Katharina Lamprecht ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coach und Erzählerin mit eigener Praxis in Bruchköbel. Stefan Hammel arbeitet als Klinik- und Psychiatriepfarrer, Kinder-, Familien- und Hypnotherapeut sowie als Ausbilder für Psychotherapie und leitet das Institut für Hypnosystemische Beratung in Kaiserslautern. Adrian Hürzeler lebt im schweizerischen Reinach und ist Coach und Achtsamkeitstrainer mit eigener Praxis für Persönlichkeits- und Führungsentwicklung. Martin Niedermann Geschichtenerzähler, Coach und Dozent und lebt in Bern.

Fazit zu “Wie das Krokodil zum Fliegen kam”

Die „120 Geschichten, die das Leben verändern“ enthalten vielerlei Lebensweisheiten, die der Leser gerade deshalb gut annehmen und auf sich selbst übertragen kann, weil sie ihr Botschaften auf einer distanzierten, metaphorischen Ebene vermitteln. Gerade in schwierigen Situationen ist es hilfreich, sich vom konkreten Problem zu lösen, damit wir nicht in einer Sackgasse stecken bleiben, sondern den Blick für mögliche Lösungen weiten. Nicht jede Geschichte wird jeden Leser ansprechen, doch kann jede Geschichte eine „therapeutische Wirkung“ entfalten, wenn sie den Leser berührt. Es lohnt sich, nach dem Lesen einer Geschichte, erst einmal inne zu halten und seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen, bevor man sich anschließenden dem Fazit der AutorInnen zuwendet.
Ihre Dörthe Huth

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Psychotherapie

Kreatives Schreiben

Achtsamkeit

 

Übung: Die sechs Denkhüte nach Edward de Bono

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Fähigkeit, verschiedene Standpunkte einnehmen zu können, kann in Problemsituationen sehr ausgesprochen hilfreich sein. Die unterschiedlichen Blickwinkel lassen Raum für andere Lösungsansätze, als die, die wir gewöhnlich nutzen. Die „sechs Denkhüte“ ist eine Übung, die in den 1980er Jahren von Edward de Bono entwickelt wurde und 1986 in seinem Buch “The six thinking hats” (Penguin) vorgestellt wurde. Die Denkhüte können sowohl für sich allein als auch im Coaching, in Gruppen oder Teams eingesetzt werden.

Die sechs Denkhüte für unterschiedliche Denkansätze

Die sechs Denkhüte sind ein interessantes Hilfsmittel, das den Perspektivwechsel erleichtert und die Fähigkeit trainiert, flexibel auf Situationen zu reagieren. Dabei werden die unterschiedlichen Denkweisen von verschiedenfarbigen Hüten symbolisiert. Jeder Hut entspricht einem charakteristischen Blickwinkel, wodurch verschiedene Perspektiven auf ein und denselben Sachverhalt möglich werden: kreativ, kritisch, neutral etc. Je nachdem, welchen Hut man sich aufsetzt, sieht man die Welt auf eine ganz spezielle Weise. Wenn Sie eine Lösung zu einer privaten oder beruflichen Fragestellung suchen, können Sie nacheinander jeden der Hüte aufsetzen und das Problem aus der ganz speziellen Sicht dieses Hutes betrachten. So erhalten Sie verschiedene Perspektiven, können sich ein umfassendes Bild machen und daraus die besten Lösungsmöglichkeiten aussuchen.

Edward de Bono sah dabei die folgenden sechs Hüte vor:

Der weiße Hut: Steht für analytisches Denken, die Konzentration auf Tatsachen und Objektivität. Bei dieser Perspektive zählen Fakten, Emotionen bleiben außen vor. Gerade zu Beginn ist diese Perspektive sinnvoll, um sich einen neutralen Überblick zu verschaffen.

Der rote Hut: Steht für eine subjektive Haltung, es zählen Gefühle, die Intuition und die persönliche Meinung. Hoffnungen, Zweifel, Freude oder Angst, all dies gehört ebenso dazu, wie all das, was man noch nicht ganz konkret in Worte fassen kann.

Der schwarze Hut: Steht für das kritische Denken, für Skepsis und Risikoeinschätzung. Möglichst objektiv sollen hierbei die negativen Aspekte herausgearbeitet werden, sachliche Argumente, die gegen einen bestimmten Lösungsweg sprechen.

Der gelbe Hut: Steht für Optimismus und die Entdeckung der positiven Seiten einer Sache. Mit ihm werden realistische Hoffnungen formuliert, erstrebenswerte Ziele und andere Aspekte, die für die Problemlösung auf eine bestimmte Weise sprechen.

Der grüne Hut: Steht für Kreativität, Ideen und konstruktive Lösungsmöglichkeiten. Kritik ist hier unerwünscht, auch verrückte Ideen bekommen hier ihren Raum.

Der blaue Hut: Steht für den Überblick, für Kontrolle und für die Organisation des gesamten Denkprozesses. Man blickt von einem übergeordneten Punkt auf den gesamten Prozess, kann Ergebnisse überblicken. Der blaue Hut sollte daher am Ende aufgesetzt werden.

Viel Freude beim Ausprobieren wünscht

Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Sich selbst und andere besser einschätzen

Selbstfürsorge – Tu dir gut!

Feedback

Selbstcoaching mit dem Johari-Fenster – Selbst- und Fremdbild vergleichen

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Bild, das wir von uns im Laufe unseres Lebens von uns selbst machen, wird in der Psychologie das Selbstbild genannt und entspricht nicht immer dem, was andere von uns wahrnehmen, dem sogenannten Fremdbild. Oft wollen wir uns ganz anders präsentieren, als wir es nach außen hin tun. Die Präsentation weist Lücken auf und kann daher in der Kommunikation mit anderen Probleme bereiten, zu Enttäuschungen führen, Kränkungen den Weg bereiten und Missverständnisse provozieren. Eine gute Übung, einmal zu überprüfen, wie Selbst- und Fremdbild miteinander verbunden sind, wurde von den amerikanischen Sozialpsychologen, Joseph Luft und Harry Ingham von der University of California entwickelt: Das Johari-Fenster. Das Johari-Fenster ist ein wunderbares Werkzeug, um die Selbst- und Fremdwahrnehmung miteinander abzugleichen.

Die vier Bereiche beim Johari-Fenster

A: ist der öffentliche Bereich, der alle Aspekte unseres Verhaltens beinhaltet, die uns selbst und den anderen bekannt sind, und in dem unser Handeln frei von Ängsten und Vorbehalten erscheint. Diesen Bereich kennt die Familie beispielsweise, das Arbeitsteam oder die Golfgruppe.

B: ist der Bereich, in dem Der blinde Fleck sitzt also den Anteil unseres Verhaltens, den wir selbst wenig kennen, den andere Menschen dagegen recht deutlich wahrnehmen durch Vorurteile, Zuneigungen und Abneigungen oder bestimmte Verhaltensweisen. Dieser blinde Fleck wird anderen häufig durch Gestik oder Tonfall deutlich und kann das Gespräch blockieren oder den Ablauf von Teamprozessen. Da ist zum Beispiel die nach außen hin starke Frau, die ihre Freundin immer wieder vor den Männern warnt. Der Teamleiter, der sich die Gleichstellung von Mann und Frau auf die Fahnen geschrieben hat und dennoch vom Kopiermäuschen redet. Oder die innere Ablehnung eines Menschen, den man eigentlich gar nicht kennt. Unsere “Blinden Flecken” nehmen Raum ein, obwohl wir sie nicht wahrnehmen. Unsere blinden Flecken lenken von dem ab, was wir eigentlich sein und zeigen wollen.

C: ist der Bereich der Privatperson und umfasst den Bereich der Zurückhaltung, also jene Aspekte unseres Denkens und Handelns, die wir vor anderen bewusst verbergen wollen: unsere “heimlichen Wünsche”, unsere “empfindlichen Stellen”, quasi die “private Person”. Durch Vertrauen und Sicherheit zu anderen kann dieser Bereich erheblich eingegrenzt werden.

D: umfasst den unbewussten Bereich, der weder uns noch anderen unmittelbar zugänglich ist. Verborgene Talente und Begabungen können hier ebenso schlummern wie traumatische Erlebnisse.

Je nachdem, wie gut wir uns selbst kennen und wie hoch das Vertrauen zu anderen Menschen ist, sind die einzelnen Bereiche A bis D größer oder kleiner.

Feedback einholen erfordert etwas Mut

Sich die entsprechenden Rückmeldungen einzuholen erfordert Mut. Warum? Weil sie andere Menschen um ein Feedback bitten müssen. Wie andere uns wahrnehmen, können wir uns nicht selbst erschließen. Wie wir auf einen anderen Menschen wirken, sollten wir von diesem selbst erfragen. Dabei sind wir auf ein wohlwollendes Feedback angewiesen, denn nur dann können wir eine solche Rückmeldung auch annehmen. Suchen Sie sich daher jemanden, der Ihre Bitte um Rückmeldung nicht zum Anlass nimmt, Ihnen gleich die Konflikte der letzten zehn Jahre um die Ohren zu hauen. Es erfordert Mut zu fragen, Mut die Wahrnehmung des anderen anzuhören und Mut, diese Wahrnehmung auch gelten zu lassen. Deshalb gelingen solche Rückmeldungen manchmal einfacher in Seminaren, in denen Seminarleiter, ein Therapeut oder Supervisor den Feedback-Prozess steuert. In den Supervisionen und Seminaren erlebe ich immer wieder, dass die Arbeit mit dem Johari-Fenster meinen TeilnehmerInnen sogar richtig Spaß macht. Wenn Sie einen Menschen in Ihrer Nähe haben, der Ihnen ein solche wohlwollende und dennoch ganz ehrliche Rückmeldung geben kann, fangen Sie doch gleich heute einmal damit an. Fragen Sie Ihren Partner, wie er Sie wahrnimmt oder eine Freundin. Versuchen Sie die Rückmeldung als Geschenk zu begreifen, nicht als eine Kritik. Ein Feedback ist das Geschenk, sich selbst einmal durch andere Augen zu sehen.

Sinn und Ziel der Johari-Übung im Überblick

Diese Übung mit dem Johari-Fenster dient dazu, die verschiedenen Anteile in uns zu vereinen, Fähigkeiten und Ressourcen der eigenen Persönlichkeit entsprechend zu spüren und für andere deutlich sichtbar zu machen. Die Ziele sind dabei:

  • mehr Bewusstheit über unser derzeitiges „wer bin ich“ zu erlangen
  • sich zu vergegenwärtigen, wie andere uns wahrnehmen
  • einen Abgleich von Selbst- und Fremdbild zu erstellen
  • versteckte Fähigkeiten oder blinde Flecken offen zu legen, um sie in die Persönlichkeit zu integrieren
  • die Punkte zu verdeutlichen, an denen Sie mehr innere Stärke gebrauchen können
  • uns einen Schubs zu geben, die aktuelle Lernaufgabe anzugehen

Durch den Abgleich von Selbstbild und Fremdbild kann sich der „unbewusste Bereich“ verkleinern. Wenn „Feedback“ angenommen und konstruktiv reflektiert wird. Gleichzeitig wird dann der “offene” Bereich vergrößert. Das kann positive Veränderungen in der Beziehungen zu anderen Menschen führen, da die Wirkung (das Fremdbild) vermehrt den Absichten (dem Selbstbild) entspricht.
Relevant für Rückmeldungen sind vor allem Quadrant B und D. Je kleiner diese Bereiche, umso selbstbewusster ist ein Mensch, umso mehr Klarheit strahlt er nach außen aus und umso stabiler wird auch der eigene Selbstwert. Denn alle vier Bereiche stehen in Wechselwirkung zueinander.

Fangen Sie für sich an: was würde der andere über mich sagen?

Wenn Sie sich noch nicht trauen, den Kumpel zu fragen, die Arbeitskollegin oder den Partner, dann fangen Sie erst einmal für sich an. Nehmen Sie sich Stift und Zettel und malen Sie sich das Joharifenster auf. Denken Sie sich eine Person, die Ihnen angenehm ist und überlegen Sie sich, was diese Person wohl über Sie sagen würde. Aber bitte: Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Versuchen Sie, sich wirklich aus der Perspektive des anderen zu betrachten, damit die Übung auch wirklich hilft, stärker zu werden.

  • Meine Tochter würde vermutlich über mich sagen …
  • Mein Arbeitskollege denkt wahrscheinlich über mich …
  • Meine Katze würde vermutlich über mich sagen …
  • Mein Hund würde vermutlich über mich sagen …

Ein Übungsdokument zum Ausdrucken und Bearbeiten finden Sie im internen Bereich, der eingetragenen Newsletterempfängern vorbehalten ist. Tragen Sie sich direkt hier ein: Eintrag in den Newsletter. Im internen Bereich stehen Ihnen noch mehr Downloads zur Verfügung.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Sie zum aktuellen Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild inspiriert. Berichten Sie mir doch von Ihren Erfahrungen: Wie ist die Übung bei Ihnen angekommen? Wie hat sie gewirkt? Macht sie sich schon im Kontakt zu anderen Menschen bemerkbar? Ich freue mich, wenn Sie mir eine persönliche Nachricht hinterlassen oder auch direkt unter dem Eintragsformular für den Newsletter. Ich bin stets bemüht, Anregungen, Wünsche und Erfahrungen einfließen zu lassen.

Herzliche Grüße sendet

Ihre Dörthe Huth

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Die Persönlichkeit stärken

Wie ist eigentlich die Persönlichkeit definiert?

Persönlichkeitsstörungen

 

 

Meditation im Anzug – Mit Achtsamkeit in Führung

Liebe Leserin, lieber Leser,

während früher Sinnsuchende, Esoteriker oder Hippies ihren Weg über die Stille suchten, ist Achtsamkeit und Meditation heute inmitten unserer Gesellschaft angekommen. Psychologie und Coaching nutzen es längst, nun hat Achtsamkeit auch das Business erreicht. IT-Dienstleister, Automobilkonzerne, Versicherungen und Banken lassen sich zunehmend auf Achtsamkeit ein, Führungskräfte nutzen die Mittagspause, um in sich zu gehen oder am Schreibtisch einige Minuten abzuschalten. Das Buch „Mit Achtsamkeit in Führung“ berichtet über den Zugang zur Meditation und was sie für Unternehmen bringt.

Paul J. Kohtes, Nadja Rosmann: Mit Achtsamkeit in Führung. Was Meditation für Unternehmen bringt. Klett-Cotta 2014. Hardcover, 276 Seiten. ISBN: 9783608948653. 29,95 Euro.

Achtsam für Mensch, Unternehmen und Gesellschaft

Achtsamkeit ist nicht nur eine Haltung, sondern auch eine Voraussetzung, um Bedürfnisse von Mensch, Unternehmen und Gesellschaft zu erkennen und Veränderungen konstruktiv anzugehen.  Seit einigen Jahren hat sie zunehmend in die Psychologie und ins Coaching Eingang gefunden und ist mittlerweile auch im Management angekommen. Während es auf Führungsebene darum geht, immer höhere Leistungen zu erzielen und immer größere Gewinne zu machen, setzt der Trend zur Achtsamkeit einen ganz anderen Schwerpunkt. Meditation geschieht in der Innenwelt eines Menschen, mit der sich Unternehmen den beiden Autoren zufolge bisher so gut wie gar nicht beschäftigen. Aber der Gedanke von höher, schneller und weiter bringt offenbar nicht die endgültige Lösung aller Probleme. Daher ist der Zugang über die Innenwelt längst überfällig. Er fokussiert neben der Führungskräfteentwicklung und der Potentialentfaltung des Einzelnen das betriebliche Gesundheitsmanagement und die Burnoutprophylaxe. Kohtes und Rosmann zufolge lassen sich aus der Haltung von Achtsamkeit heraus neue Antworten für die Herausforderungen der aktuellen Unternehmenswelt entwickeln. Daher liegt ihnen daran, mit ihrem Buch konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Achtsamkeit im Führungskontext aufzuzeigen.

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Über die Autoren Paul Kohtes und Nadja Rosmann

Die beiden Autoren sehen Meditation als systematisch einsetzbares Tool in der Personal- und Führungskräfteentwicklung. Paul Kohtes gründete mit 28 Jahren eine der erfolgreichsten deutschen PR-Agenturen, wurde zum führenden Berater für Unternehmenskommunikation und gründete die „Identity Foundation“. Der heute über 60 Jährige entdeckte im Laufe der Zeit die Zen-Meditation für sich, gab darin später selbst Schulungen und leitet bis heute Zen-Seminare für Führungskräfte. Die Kulturanthropologin Nadja Rosmann (Jg. 1972) beschäftigt sich seit ihrem Studium mit Identitätsforschung, insbesondere mit der Identität in der Arbeitswelt sowie mit Meditation. Für die Stiftung Identity Foundation realisiert sie wissenschaftliche Studien rund um das Thema Identität und ist als Redakteurin für unterschiedliche Magazine tätig. Gemeinsam mit Paul Kohtes organisiert sie seit 2010 den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress „Meditation und Wissenschaft“.

Zugangswege und Umsetzungsmöglichkeiten für Unternehmen

Das Buch ist in zwei große Teile untergliedert. Im ersten Teil geht es um „Perspektiven und Zugangswege“. Darin wird beschrieben, was unter Achtsamkeit und Meditation überhaupt zu verstehen ist und welche Wirkungen es auf den Menschen und Unternehmen haben könnte. Es werden wissenschaftliche Erkenntnisse beschrieben und der Aufbau von Achtsamkeitsschulungen beschrieben.
Im zweiten Teil geht es um „Best Practices“, also die Möglichkeiten zur konkreten Umsetzung von Achtsamkeit und Meditation in Unternehmen. Dabei gehen die Autoren auf die Unterschiede ein, die ein spirituelle Ausrichtung mit sich bringt und einer solchen, die für Unternehmen relevant ist.
Für tiefergehend Interessierte werden am Ende Kontaktadressen, Meditationszentren sowie Links zu relevanten Forschungsarbeiten genannt. zur Vertiefung  etc. veröffentlicht, um den Reisenden die Möglichkeit zu geben, auch im Anschluss an die Lektüre sich weiter in das Thema Achtsamkeit zu vertiefen.

Fazit: was Meditation für Unternehmen bringt

Das Praktizieren von Achtsamkeit verändert die Wahrnehmung, erweitert das Bewusstsein und hilft gleichzeitig, sich zu fokussieren. Die Neurowissenschaften belegen, dass deutliche Effekte auf medizinischer, physiologischer, kognitiver, sozialer und emotionaler Ebene bewirkt werden können Das Buch ist von wissenschaftlichen Erkenntnissen ebenso durchzogen wie von Praxisbeispielen und dem Sinn von Achtsamkeit im Unternehmenskontext. Es bestärkt Führungskräfte darin, Achtsamkeit im eigenen Betrieb zu implementieren und richtete sich daher besonders an Personalentwickler, Manager, Entscheider auf Unternehmensseite und an Coaches und Trainer, die in ihren Schulungen Achtsamkeit und Meditation vermitteln. Insgesamt ein lesenswertes Buch, dessen Gedanken die Gesundheit von Mitarbeitern ebenso unterstützen, wie die Gesundheit von Unternehmen und Gesellschaft.

Wenn Sie Achtsamkeit und Meditation einmal selbst ausprobieren möchten, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching oder einem der Erlebnisabende. Rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990 oder schreiben mir eine eMail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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Hinweise zum Weiterlesen:

Achtsamkeitsübungen für zwischendurch

Abschalten

Drei Meditationen – Sinnlichkeit

Wie man Stress abbaut und Entspannung zur Gewohnheit wird

 

 

Bessere Selbstfürsorge – Tu dir gut!

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Kraft schöpfen, neue Energie sammeln und wieder durchstarten, sind wichtige Themen in Zeiten hoher Stressbelastung und Burnout. Unsere Gesellschaft verlangt nach immer mehr Leistung, ständiger Erreichbarkeit und Dauererfolgen. Aber wer sich selbst aufopfert, die eigenen Kräfte immer wieder überschreitet oder wichtige Bedürfnisse verleugnet, wird auf Dauer krank. Umso wichtiger ist es, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, innere Stärke zu aktivieren und gut für sich zu sorgen, damit wir trotz Alltagsstress, familiärer und beruflicher Dauerbelastung nicht über die eigenen Kräfte hinausgehen. Nur wer für sich selbst gut sorgen kann, ist auch in der Lage, gut für andere zu sorgen. Warum das so ist, lesen Sie hier. Gern schaue ich in einem persönlichen Coaching mit Ihnen, wie Sie Ihre Kraftquellen aktivieren können und mehr Motivation und Lebensfreude in den privaten und beruflichen Alltag bringen können.

Achtsam sein und Grenzen akzeptieren

Es gibt viele Situationen im Leben, die Stress verursachen und uns unter Druck setzen. Beispielsweise, wenn wir gefordert sind, Dinge zu tun, die wir mit uns selbst nicht so recht vereinbaren können. Bei unterschiedlichen Meinungen oder Bedürfnissen zwischen Eltern und Kindern, zwischen den Ehepartnern oder Chef und Angestelltem. Eine Zeit lang können solche Differenzen ausgehalten werden, „Augen zu und durch“ heißt es dann oder „Lächeln und Zähne zusammenbeißen“ oder bei einer Aufgabe die berühmte „die Faust in der Tasche“ machen. Hält diese Situation aber zu lange an, sollten wir für uns sorgen, indem wir beginnen, die Belastung zu verringern. Dazu muss ein Mensch seine Grenzen kennen, achtsam für sich selbst sein und die Fähigkeit aktivieren, „Nein“ zu sagen. Die Grenze im richtigen Moment zu setzen, ist aber oft gar nicht so leicht. Häufig fällt uns erst im Nachhinein auf, dass Ruhe, Rückzug oder Delegation schon viel früher notwendig gewesen wäre. Das Nein an der richtigen Stelle ist eine Sache der Gewohnheit und kann geübt werden. Aber dazu muss man erst einmal wahrnehmen, welche Bedürfnisse gerade wichtig sind und im Bedarfsfall für sich selbst einstehen können. Falls das bisher noch nicht ganz so schaffen, wie Sie es brauchen, helfen Ihnen die folgenden Anregungen hoffentlich weiter.

Eine wertschätzende Haltung

Selbstfürsorge ist anhand einer inneren Haltung erkennbar, die zeigt, dass ein Mensch achtsam und wertschätzend mit sich selbst umgeht, seine Gefühle und Bedürfnisse anerkennt, mit seinen Kräften haushaltet und sich bei Bedarf auch Unterstützung holt, um innerlich im Gleichgewicht zu bleiben. Geprägt wurde der Begriff durch den französischen Geisteswissenschaftlers Michel Foucault († 1984), der die Eigenverantwortung des Einzelnen betonte.
Gerade in sozialen Berufen ist Selbstfürsorge ein wichtiger Faktor. Anderen wirklich zu helfen setzt voraus, für sich selbst gut sorgen zu können. Die folgenden Bereiche sind besonders wichtig dabei:

  • Selbstbestimmung – individuell Wichtiges tun können
  • Selbstachtsamkeit – eigene Bedürfnisse wahrnehmen und äußern
  • Selbstwertgefühl – eigenen Fähigkeiten anerkennen und schätzen
  • Selbstakzeptanz – Stärken ebenso akzeptieren wie Schwächen und Grenzen
  • Entspannung und Genuss – für das eigene Wohlbefinden sorgen
Bessere Selbstfürsorge - Coaching mit Dörthe Huth
Bessere Selbstfürsorge – Coaching mit Dörthe Huth

Sorgen Sie gut für sich?

Wie sieht es denn nun bei Ihnen aus, sorgen Sie in all diesen Bereichen gut für sich? Oder schieben Sie Ihre Bedürfnisse immer wieder auf?
Nehmen Sie sich zwischendurch Zeit für sich selbst und denken einmal in Ruhe darüber nach, ob Sie ausreichend Schlaf bekommen, regelmäßig und gesund essen und trinken, zwischendurch ausreichend Erholung bekommen, Zeit in der Natur verbringen können oder mit Freunden? Überlegen Sie, was Ihnen in Ihrem Leben schon einmal Kraft gegeben hat und Sie lebendig und ausgelassen gemacht hat und holen Sie davon wieder mehr in Ihr Leben. Halten Sie auch nach neuen Lebensimpulsen Ausschau, sorgen Sie für Abwechslung, Zeitvertreib, der Freude macht und suchen Sie nach Menschen, mit denen Sie glücklich sein können.  Auch ein Coaching kann hilfreich sein, die Selbstfürsorge einmal ausgiebig zu reflektieren und Kraftquellen zu erschließen oder bei hartnäckigen Problemen auch eine Psychotherapie. Selbstfürsorge ist kein Programm, dass man abarbeiten kann, es ist ein achtsamer Umgang mit sich selbst.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, schicken Sie mir doch eine eMail oder rufen mich einfach an. Ich freue mich auf Sie! Ihre Dörthe Huth Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990.

Achten Sie gut auf sich, Ihre Dörthe Huth

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