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Emotionale Intelligenz – die Basis für Erfolg und Zufriedenheit

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen, deren Motive und Verhaltensweisen zu verstehen, war für den Menschen einst überlebenswichtig. Neben der Intelligenz eines Lebewesens spielen also offensichtlich auch noch die Emotionen eine entscheidende Rolle, denn auch emotionale Intelligenz erfordert komplexe Verarbeitungsprozesse im Gehirn. Lange Zeit galt der Intelligenz-Quotient (IQ) als der Maßstab für den Erfolg eines Menschen, doch in den letzten Jahren wird der Bedeutung der emotionalen Intelligenz ein immer höherer Stellenwert beigemessen. Emotionale Fähigkeiten sind mindestens ebenso wichtig, wie andere Fähigkeiten. Besonders in der Wirtschaft, bei der Auswahl von teamfähigen Mitarbeitern und Führungskräften wird der Emotionalen Kompetenz ein hoher Stellenwert beigemessen. Und eben weil diese Kompetenzen so wichtig ist, beschäftige ich mich in meinen Büchern, Vorträgen und Seminaren auch immer wieder mit  diesem Themen wie: Achtsamkeit, Lebensfreude und Loslassen …

Lebensfreude - Belastendes loslassen und der Seele neue Kraft geben. Dörthe Huth, Junfermann Verlag 2016.
Lebensfreude – Dörthe Huth

Lebensfreude
Belastendes loslassen und der Seele neue Kraft geben
160 Seiten, kartoniert
Format: 17.0 x 24.0 cm
Erschienen im Oktober 2016
ISBN: 978-3-95571-494-9
19,90 € inkl. MwSt.

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Emotionale Intelligenz nach Daniel Goleman

Populär wurde das Konzept „Emotionale Intelligenz“ (EI) in den 1990er Jahren durch das das gleichnamige Buch von Daniel Goleman. Der Begriff tauchte allerdings auch schon früher auf. Bereits im Jahr 1920 hat der Intelligenzforscher Edward Thorndike den Begriff “Soziale Intelligenz” verwendet, um die Fähigkeit eines Menschen zu beschreiben, andere richtig verstehen und anleiten zu können. So versteht auch Goleman unter Emotionaler Intelligenz die Fähigkeit, Gefühle bei sich selbst und anderen richtig einschätzen und beeinflussen zu können. Darin sah er eine Voraussetzung für den beruflichen Erfolg und Führungskompetenz. Neben dem IQ begann der EQ von sich Reden zu machen und es wurde immer deutlicher, dass Menschen über ganz verschiedene Intelligenzen verfügen. Allerdings sehen nicht alle Wissenschaftler in der Emotionalen Intelligenz ein Konzept, sondern glauben, dass sie sich aus der Mischung erlernbarer Fähigkeiten und den sogenanten „Big Five“ ergibt, den grundlegenden Dimensionen unserer Persönlichkeit. Zur Messung der EI wurde das Emotional Competence Inventory (ECI) entwickelt, das wie ein Persönlichkeitstest aufgebaut ist. Immerhin sind sich alle einige, dass bei jedem Menschen eine genetische Veranlagung für die Ausprägung emotionaler Kompetenz besteht, einen anderen Teil machen die Erfahrungen in Kindheit und Jugend aus, aber auch bis ins hohe Alter lässt sich die emotionale Kompetenz noch fördern.

30 Minuten Achtsamkeit - Dörthe Huth
30 Minuten Achtsamkeit – Dörthe Huth

30 Minuten Achtsamkeit

29. Februar 2016 erschienen

GABAL Verlag

Softback 96 Seiten

€ 8,90 (D) | € 9,20 (A).

ISBN: 978-3869367088

Blätterbare Leseprobe

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So zeigt sich emotionale Intelligenz in Alltag und Beruf zeigt

Die Emotionale Intelligenz umfasst eine ganze Reihe von Fähigkeiten und Kompetenzen, wie Kommunikationsfähigkeit, Mitgefühl, Menschlichkeit, Taktgefühl, also all das, was wir unter Herzensbildung verstehen. Im Alltag zeigt sich eine hohe emotionale Intelligenz durch einen guten Kontakt zu anderen Menschen, die Pflege von Freundschaften, innere Ausgeglichenheit und die Fähigkeit, im Konfliktfall lösungsorientiert zu denken und zu handeln und durch einen Kompromiss die Bedürfnisse aller Beteiligten miteinzubeziehen. Gegenseitige Akzeptanz, zuhören und sich gelten lassen, sind Kennzeichen emotionaler Kompetenz. Aber nicht nur der Umgang mit anderen spielt bei der EQ eine Rolle, sondern auch der Umgang mit sich selbst und den eigenen Emotionen, die Fähigkeit zur Selbststeuerung, Selbstberuhigung, Selbstmotivation oder die Selbsteinschätzung über eigenen Stärken und Schwächen. All dies ist natürlich nicht nur für das Privatleben relevant sondern ganz besonders auch für das Arbeitsleben, deshalb hat sich das Denken rund um die EI in der Wirtschaft so stark verbreitet. Viele Unternehmen wählen ihre Mitarbeiter mittlerweile ganz besonders nach ihren sozialen und emotionalen und sozialen Eigenschaften aus. Laut Goleman ermöglicht die Emotionale Intelligenz eine Verbesserung des Arbeitsklimas, der Mitarbeitermotivation und der Produktivität eines Unternehmens.

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Selbsterfahrung – Sich selbst und andere besser einschätzen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein gut angeleiteter Selbsterfahrungsprozess bietet die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und andere Menschen besser einschätzen zu können. In sozialen, therapeutischen und medizinischen Ausbildungen ist die Selbsterfahrung ein wichtiger Baustein der beruflichen Kompetenz. Aber auch zur Persönlichkeitsentwicklung oder als Ergänzung einer Einzeltherapie bietet ein angeleiteter Selbsterfahrungsprozess eine gute Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und andere Menschen besser einschätzen zu lernen. Selbsterfahrung leitet dazu an, sich das eigene Verhalten bewusst zu machen, Kompetenzen auszubauen, die eigene Sensibilität zu erkunden oder klarere Grenzen zu setzen. Selbsterfahrung findet in der Regel im Gruppensetting statt, ist aber auch in Einzelsitzungen möglich.

Selbsterfahrung in der Gruppe

In einer Selbsterfahrungsgruppe dreht sich alles um die Wahrnehmung, das soziale Miteinander sowie um die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Jeder Teilnehmer einer Selbsterfahrungsgruppe erfährt sich selbst durch die Gruppe in Beziehung zu anderen. Es kommt zu Konflikten, Übertragungsphänomenen und intensivem Gefühlserleben. Durch den angeleiteten Selbsterfahrungsprozess erlebt man die Interaktion mit anderen Menschen ganz bewusst und auch alle damit verbundenen Gefühle. Dabei geht man davon aus, dass sich die grundsätzlichen Schwierigkeiten einer Person mit anderen Menschen in einem solchen Gruppenprozess wiederholen. Schließlich sind unsere alten Erfahrungen aus der Kindheit, noch heute prägend für unseren Lebensweg und jede neue Entscheidung, die wir treffen. Unsere grundsätzlichen Kommunikationsmuster aufzudecken, Konfliktstrategien zu identifizieren und die eigenen Grenzen kennenzulernen, bietet den Teilnehmern eines gruppendynamischen Selbsterfahrungsprozesses eine enorme Chance zur persönlichen Weiterentwicklung.

Selbsterfahrung für Menschen in sozialen Berufen

Neben der Vermittlung theoretischen Wissens ist die Selbsterfahrung ein wichtiger Ausbildungsbestandteil für angehende Psychologische Berater, Coaches, Erzieher und Lehrer sowie Sozialarbeiter. Besonders Menschen, die mit anderen Menschen intensiv arbeiten, sollten sich in ihrer Rolle erproben, bevor sie mit Schülern, Klienten und Patienten umgehen. Auch ein angehender Therapeut sollte sich selbst einmal in der Rolle als „Patient“ oder als „Klient“ erlebt haben. Gerade in der Rollenumkehrung erfährt man die Hoffnungen, Befürchtungen, Widerstände und Lösungsfindungsprozesse der späteren Klienten auch einmal selbst. Wahrnehmungen, Erleben und Gefühle, die sich in der Selbsterfahrung einstellen, werden früher oder später auch in der Arbeit mit Patienten und Klienten auftreten. Wut, das Ausblenden wichtiger Themen, Langeweile oder die besondere Anziehungskraft eines Menschen im beruflichen Kontext müssen reflektiert werden, um einem anderen Menschen gerecht werden zu können. Ansonsten überlagern eigene Einstellungen und Verhaltensweisen das Anliegen eines Klienten. Die eigene Therapeuten-Identität kann unter Anleitung ausgebaut, erprobt und gegebenenfalls verändert werden.

Inhalte von Selbsterfahrungsgruppen

Die Ausbildungskandidaten können in Selbsterfahrungsgruppen sich ihres eigenen Konfliktpotentials bewusst werden, ihre Motivation für die berufliche Entwicklung abklären und die eigenen Grenzen zwischen beruflichen und privaten Inhalten abklopfen. Im Gruppensetting können sich die Teilnehmer dem stellen, was die Gruppe ihnen spiegelt. Im Gruppenkontext, in dem sich gruppendynamische Prozesse entfalten, gilt es, das Konfliktpotential der Gruppe für die eigene Entwicklung zu nutzen. Mit der Entwicklung eines guten Gruppenklimas und der Stärkung eines Wir-Gefühls wird vieles möglich. Dabei werden sehr unterschiedliche und vielfältige Methoden angewendet. Möglich sind Rollenspiele, Fragebögen, Interaktionsübungen oder auch Videoaufzeichnungen. Die Selbsterfahrung kann auch therapeutische Methoden nutzen, wie zum Beispiel Konfrontationsübungen, den Ausbau von Selbstfürsorge, Stärketraining, Fragebögen zu Befindlichkeiten oder Perspektivwechselübungen. So werden die eigenen Intentionen, Denk- und Handlungsweisen aufgedeckt.

Einige Beispiele für Themen der Selbsterfahrung

  • Die Wirkung auf andere Menschen: Wie wirke ich auf andere? Welches sind erwünschte und welches unerwünschte Auswirkungen?
  • Die Auseinandersetzung mit Selbstzweifeln: Bin ich für meinen Beruf überhaupt geeignet? Bin ich mit meinen Entscheidungen zufrieden?
  • Die Entdeckung blinder Flecken: Welche Anteile will ich nicht sehen oder ausklammern? Welche meiner Persönlichkeitsanteile sind mir unangenehm oder widersprechen meinem Selbstbild?
  • Die Körperwahrnehmung: Wie erlebe ich mich in meinem Körper? Wo sind meine körperlichen Grenzen? Wie viel Nähe ist mir angenehm und ab wann wird sie unangenehm?
  • Die Entdeckung und Aufdeckung der eigenen Grundhaltungen: Nach welchen Grundsätzen und Regeln lebe ich? Welche Verhaltensmuster zeige ich nach außen? Was davon will ich ablegen und was davon behalten?
  • Die Entdeckung der Traumwelt: Was sagen mir meine Träume? Was haben die Trauminhalte und Symbole mit mir zu tun? Warum träume ich überhaupt?

Befürchtungen der Teilnehmer in Selbsterfahrungsprozessen

Teilnehmer von Selbsterfahrungsgruppen haben immer wieder Befürchtungen, ein „Opfer“ der Gruppe oder des Gruppenleiters zu werden. Es sind Vorstellungen vom Ausgeliefertsein und der Machtlosigkeit, die vielen zu schaffen macht. Dies ist natürlich auch eine Projektion eigener aggressiver Impulse. Viele haben Befürchtungen vor einem elend langen Schweigeprozess, Bloßstellungen oder als „Sündenbock“ herhalten zu müssen. Das Gruppensetting aktiviert in einigen Teilnehmern zum Teil auch alte, kindliche Ängste, von der Gruppe abgelehnt oder gar ganz ausgeschlossen zu werden. Oder man könne durch die persönlichen Offenherzigkeiten die Kritik, den Spott oder die Verachtung der anderen auf sich ziehen. All diese Ängste tragen wir in uns, sind aber bestrebt, sie zu rationalisieren oder ganz beiseite zu schieben. Solche Befürchtungen führen dazu, dass schwierige, problembehaftete Themen in Selbsterfahrungsprozessen gemieden werden. Aus der Geschichte vieler Menschen heraus, werden solche Befürchtungen verständlich. Doch wenn eine Selbsterfahrung ihren Sinn haben soll, sollten auch die unbequemen und ungeliebten Gefühle, Einstellungen und Denkmuster ihren Raum finden.

Soziale Kompetenz - Dörthe Huth

Ein wohlwollendes Gruppenklima als Voraussetzung

Um sich selbst erfahren zu wollen und sich alten Verletzungen stellen zu können, ist unbedingt ein gutes, wohlwollendes Gruppenklima erforderlich. Ein verlässlicher Gruppenleiter ebenso, der in schwierigen Situationen die Rolle des Hilfs-Ichs eines Teilnehmers übernimmt. Besonders da, wo der sich-selbst-Erfahrende in seinem persönlichen Erlebensprozess keine ausreichenden Grenzen ziehen kann, hilft der Gruppenleiter weiter. Er ist dazu da, die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Defizite und das schwierige Erleben zu lenken, sondern auch auf Lösungen, auf Auswege und die Rückkehr zu den guten Gefühlen. In längeren und intensiven Selbsterfahrungsprozessen können dabei auch härtere Töne an die Oberfläche kommen, die Tränen fließen und die Wut eine Zeit lang bleiben. In einem wohlwollenden und förderlichen Gruppenklima wird dies möglich. Viele Teilnehmer werden dann bemerken, dass beispielsweise ihre Aggressivität gegen andere Menschen gar nicht so vernichtend wirkt, wie sie vielleicht dachten. Und wenn doch einmal der Ton neben der Spur entlang läuft, kann die Gruppe jeden Einzelnen auffangen. Denn in einem guten Gruppenprozess ist jeder Einzelne ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft. Aggressive Impulse, Fehler und Missverständnisse gehören dann einfach zum Lernprozess dazu.

Wenn Ihr soziale Kompetenz erweitern möchten und ein professionelles Coaching buchen möchten, eine Konfliktsituation auflösen wollen oder ein Problem für sich klären möchten,  freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung.

Ihre Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Konflikte verstehen und überwinden

Liebe Leserin, lieber Leser,

überall da, wo Menschen miteinander in Kontakt sind, kommt es zu Konflikten. In beruflichen und privaten Zusammenhängen sind immer wieder Differenzen, Spannungen und Unstimmigkeiten zu beobachten. Ein Leben ganz ohne Konflikte gibt es nicht, sie sind eine ganz normale und alltägliche Angelegenheit. Während man Konflikte früher als überflüssig betrachtete, gelten sie heute als unvermeidbar und notwendig, besonders für die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen. Dieser Artikel hilft, ein Konfliktgeschehen besser zu verstehen und mögliche Ansätze, den Konflikt zu überwinden.

Konflikte und ihre Ursachen

Das Wort Konflikt wurde vom lateinischen Wort “confligere” abgeleitet, das soviel heißt wie zusammenstoßen, streiten oder kämpfen. Im Allgemeinen spricht man dann von einem Konflikt, wenn zwei Elemente gleichzeitig erstrebenswert erscheinen, die miteinander unvereinbar sind. Die gegensätzlichen Strebungen werden als störend und blockierend erlebt. Unvereinbarkeiten können beispielsweise in den Bereichen Denken, Wahrnehmen, Fühlen oder Wollen liegen. Beispielsweise:

•    wenn der Kompost direkt auf der Zaungrenze zum Nachbarn aufgebaut wird

•    wenn ein Elternteil sich kaum um das gemeinsame Kind kümmert

•    wenn ein Lehrer einen Schüler vor der Klasse bloßstellt

•    wenn der eine Kollege die Arbeit des anderen mit übernehmen muss.

Der Sinn von Konflikten

Konflikte leiten Veränderungen ein und verdeutlichen Unterschiede. Sie dienen dazu, den Status Quo zu erhalten, aber auch Ansichten auszutauschen, Meinungen zu hinterfragen oder Widersprüche zu überdenken. Dies kann zu neuen Erkenntnissen führen, offensichtliche Unterschiede überwinden und einen neuen Konsens schaffen. Eine neue Sichtweise kann als kreative Lösung integriert werden. Grundsätzlich gilt, je länger ein Konfliktgeschehen andauert, umso schwieriger ist die Auflösung. Ein Konfliktgeschehen aufzulösen bedeutet auch, die eventuell anstehenden Veränderungen zuzulassen und wieder Freiraum für Kreativität und Motivation zu schaffen.

Konfliktbeteiligte und Konfliktverlauf

An einem Konfliktgeschehen sind meist zwei Parteien beteiligt. Zwei Menschen, zwei Abteilungen der gleichen Firma oder zwei Nachbarfamilien. Ein Konflikt wandelt sich im Laufe der Zeit und wird durch die Handlungen der Beteiligten härter. Sofern er nicht aufgelöst wird, kann es zu einer Eskalation des Konfliktgeschehens kommen und die Fronten verhärten zunehmend. Bei Konflikten zwischen zwei Parteien wird anfänglich häufig ein Beteiligter durch den anderen beeinträchtigt. Dabei ist irrelevant, ob die jeweilige Gegenseite dies absichtlich oder unabsichtlich tut. Anfangs wird ein Konflikt häufig nur von einer Partei konflikthaft wahrgenommen werden. Zum Beispiel

Vor der Lösung eines Konfliktes steht die Konfliktdiagnose

Um einen Konflikt anzugehen und aktiv gestalten zu können, sind vor allem Offenheit und Mut gefragt, Respekt vor dem anderen und Einfühlungsvermögen. Eine erfolgreiche Handhabung von Konflikten setzt die Bewusstheit über eigene Gefühle und Reaktionsweisen auf Konflikte voraus. Vor der Handhabung eines Konfliktes steht jedoch die Konfliktdiagnose. Dazu einige Fragen, die dazu gestellt werden können:

•    Was ist eigentlich der Konflikt?

•    Wer ist an dem Konflikt beteiligt?

•    Wie lange besteht der Konflikt bereits?

•    Welchen Anteil habe ich an dem Konflikt?

•    Welche Anteile hat die Gegenseite an dem Konflikt?

•    Welche Bedingungen erhalten den Konflikt aufrecht?

 Die persönliche Wertung des Konfliktgeschehens

Jeder Mensch besitzt aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen gegenüber Konflikten bestimmte Einstellungen und reagiert dementsprechend. Häufig ist man sich seiner Verhaltensmuster jedoch nicht bewusst. Unbewusste Einstellungen legen unser Verhalten in Konfliktsituationen fest und verhindern häufig eine Konfliktlösung. Die Handhabung von Konflikten wird so im Alltag nicht unbedingt von dem Bedarf der Situation bestimmt und damit einer möglichst wirksamen Konfliktlösung, sondern vielmehr von persönlichen Gefühlen, Motiven und erlernten Verhaltensmustern.

Konflikte verstehen - Dörthe Huth

Das eigene Konfliktverhalten identifizieren

Wer sein eigenes Konfliktdenken und Konfliktverhalten überprüfen möchte, sollte so ehrlich wie möglich sein. Es geht darum, zu realisieren, wie man tatsächlich denkt und handelt, nicht wie man sein möchte. Wer allein nicht weiterkommt, sollte sich nicht scheuen, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen. Von der Supervision über ein Coaching bis hin zur Mediation gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, sich unabhängige Rückmeldungen von außen zu holen. Durch die Reflexion der eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen wird deutlich, was die Auflösung eines Konfliktgeschehens behindert. Gleichzeitig kann man unter Anleitung neue Denkstrukturen und Verhaltensweisen erproben.

Wenn Sie für sich selbst einen Konflikt klären möchten und dabei Unterstützung durch eine Coaching suchen, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Rufen Sie einfach an oder senden Sie mir eine eMail: 02362/7877990.

Ihre Dörthe Huth

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Introvertiert oder extrovertiert, leise oder laut?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kennen Sie Ihre Tendenz, sind Sie eher introvertiert oder extrovertiert? Gehören Sie eher zu den leisen Menschen oder eher zu den lauten? In unserer lauten Welt erhalten meist die Extrovertierten den Vorzug. Doch hat sich die Wissenschaft in den letzten Jahren intensiv um beide Ausprägungen bemüht und auch die Vorzüge der stillen Charaktere herausgearbeitet. Das Wissen über die jeweilige Anlage und die gegenseitige Akzeptanz kann private und berufliche Zusammenleben zwischen Introvertierten und Extrovertierten bereichern.

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Jeder Mensch hat seine Wohlfühllautstärke

Etwa 75 von 100 Personen sind extrovertiert, also eher laute Persönlichkeiten. Nur 25 Prozent sind introvertiert, also eher stille Persönlichkeiten. Die Lauten wirken auf andere meist attraktiver, klüger, beruflich erfolgreicher und beliebter. Dass die Leisen da nicht selten als Außenseiter fühlen, ist nicht überraschend. Doch haben Introvertierte durchaus ihre besonderen Qualitäten; Vorausgesetzt, die Leisen akzeptieren, dass sie leiser sind als viele andere und sich die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, in denen sie ihre Fähigkeiten zum Ausdruck bringen können. Zudem müssen sie gut mit ihren Energien haushalten und sich immer wieder Rückzugsmöglichkeiten zugestehen. Es tut gut, die individuelle Wohlfühllautstärke zu beachten und sich gegen äußere Reize entsprechend abzuschotten. Anders bei den Extrovertierten, denn sie brauchen die Außenreize, um sich wohlzufühlen.

Ob leise oder laut ist genetisch vorprogrammiert

Ob wir eher extrovertiert oder introvertiert sind, ist genetisch vorprogrammiert. Erziehung, Lebensstil und Kultur beeinflussen allerdings unsere Persönlichkeit. Offenbar unterscheiden sich die Gehirne Extrovertierter und Introvertierter, denn das Blut bei den Lauten einen kurzen Weg nehmen, bei den Stillen dagegen lang und verzweigt sein. Außerdem fließt bei ihnen mehr Blut ins Gehirn, was bedeutet, dass sie stärker von innen heraus gereizt werden.  Die Reize von Außen regen die Freisetzung der Botenstoffe Adrenalin und Dopamin an, wonach Extrovertierte „süchtig“ sein können. Zudem wirkt Dopamin bei ihnen später und kürzer als bei stillen Menschen. Bei den Leisen ist ein anderer Botenstoff wirksam, das Acethylcholin. Anders als bei den Extrovertierten gehen den Stillen die Außenreize an die Nerven, weil im Innern schon so viel passiert.

Introvertiert - Doerthe Huth

Akzeptanz zwischen Extrovertierten und Introvertierten macht das Leben leichter

Weil im beruflichen Kontext meist die Extrovertierten herausstechen, brauchen Introvertierte Raum, um ihre Ideen einbringen zu können. Ihnen geht es um die Sache an sich, ohne großes Drumherum. Beide Temperamete könnten also voneinander profitieren. Voraussetzung dafür ist die gegenseitige Akzeptanz. Je mehr wir über die Temperamente erfahren, umso leichter wird das gegenseitige Verständnis und auch das Verständnis jedes Einzelnen für sich selbst. So wie die Autorin des Buches „Still“ es prophezeit hat, sind in den letzten Jahren viele Bücher zum Thema Introversion veröffentlicht worden, die das Zusammenleben lauter und leiser Charaktere im Privat- und Berufsleben erleichtern wollen. So kann ein besseres Verständnis beider Seiten füreinander entstehen.

Wenn Sie sich selbst ein bisschen besser kennen lernen und mit anderen besser klar kommen möchten, buchen Sie doch den Workshop zum Loslassen oder gönnen sich ein Einzelcoaching und nehmen Ihre Tendenz zur Introversion oder Extrosion einmal genauer unter die Lupe. Ich freue mich auf Ihren Anruf oder senden Sie mir einfach eine eMail: 02362/7877990.

Ihre Dörthe Huth

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Wie wir Kinder in Probleme einbeziehen, ohne sie zu überfordern

Liebe Leserin und lieber Leser,

wir leben in einer Zeit wunderbarer Möglichkeiten und dennoch inmitten gravierender Schwierigkeiten. Unsere Kinder reifen zwischen den Polen von Markenklamotten und Leistungsdruck auf der einen Seite sowie Geldnot und sozialer Ausgrenzung auf der anderen Seite heran. Eine Welt voller Gegensätze und Ungerechtigkeiten, durch die auch bei Eltern eine gravierende Verunsicherung entstehen kann. In meiner Praxis geht es daher auch immer wieder um die Fragen von Eltern, die nicht so recht wissen, wie sie Ihrem Kind eine bestimmte Situation erklären können: Wie kann ich meinem Kind die Trennung von meinem Mann erklären? Welches sind kindgerechte Worte für den Tod des Opas? Wie managen wir den Umzug, ohne dass mein Kind unter dem Verlust seiner Freunde leidet? All dies sind Fragen, die Eltern in Umbruchssituationen beschäftigen.

Kindern den Weg ins Leben zu zeigen

Die Verantwortung für die emotionale Entwicklung des Kindes liegt hauptsächlich in der Verantwortung der Eltern. Eltern haben die Aufgabe, ihren Kindern den Weg ins Leben zu zeigen, ihnen die schönen Seiten des Lebens ebenso vertraut zu machen, wie mit Niederlagen, Enttäuschungen und Ungerechtigkeiten umzugehen. Manchmal meinen Eltern, sie könnten ihrem Kind die Erklärung einer Situation nicht zumuten. Gerade Eltern, die von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Trennung und anderen Problemen betroffen sind, erleben eine starke Verunsicherung. Abgesehen von den eigenen Nöten und Sorgen, wissen sie oft nicht, ob und inwieweit sie ihr Kind in ihre Schwierigkeiten mit einbeziehen sollen. “Ist die Situation einem Kind überhaupt zuzumuten?”, fragen Eltern im Coaching oder “Sollen wir unser Kind mit solchen Problemen überhaupt belasten?”. Doch das Kind lebt in der Regel inmitten dieser Situation. Es fühlt sie, es spürt sie und bekommt meist mehr mit, als wir Erwachsene denken. Häufig sind Eltern selbst zu betroffen von der eigenen Situation und wissen einfach nicht, wie sie mit all dem umgehen sollen. Es ist nicht so leicht, einem Kind die familiären Schwierigkeiten und deren Auswirkungen zu erklären, wenn man selbst noch nicht so recht damit umzugehen weiß.

Kinder bekommen familiäre Spannungen mit

Gerade bei einem akuten Schicksalsschlag sitzt der Schmerz bei manch einem zu tief, als dass er darüber überhaupt sprechen möchte. Dann auch noch kindgerechte Worte zu finden, ist nicht immer so leicht. Dennoch ist es gerade in solchen Situationen wichtig, Kinder in die familiäre Situation mit einzubeziehen. Natürlich können Kinder noch nicht genau abschätzen, welche Auswirkungen die Probleme der Eltern nach sich ziehen. Kinder haben nicht das gleiche Wissen über die Welt, wie wir Erwachsene. Aber sie bekommen schon sehr früh die gedrückte Stimmung zu Hause mit, die Traurigkeit der Eltern oder die Dauerspannung, die in der Luft liegt. All dies belastet nicht nur den direkt betroffenen Elternteil sondern die ganze Familie.

Kinder machen sich schon früh Gedanken über sich und die Welt

Viele 7 Jährige machen sich bereits weitreichende Gedanken. Das zeigt sich beispielweise darin, dass sie tolle Ausreden erfinden können aber auch Ähnlichkeiten von Dingen oder Situationen erkennen und erklären können. Obwohl der Satzbau noch recht einfach ist, können Kinder bereits Ende des 5. Lebensjahres das, was sie erlebt haben in zeitlich richtiger Reihenfolge einordnen. Sie beginnen Situationen im Rollenspiel oder im Puppenspiel nachzuerleben. So lernen sie, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, die Gefühle anderer zu erfassen und eine Situation komplexer zu begreifen. Kinder bekommen also mehr mit, als wir denken und sollten über die internen Ereignisse in der Familie daher auch eher informiert sein, als die Welt um sie herum.

Wie Kinder gut einbezogen werden können

Kinder sollten auf keinen Fall den dauernden Streitereien über Geld oder Jobsuche ausgesetzt sein, aber sie sollten im Ergebnis altersgerecht über die Situation der Eltern informiert sein. Wer dies nicht tut, läuft Gefahr, dass ein Kind die schlechte Stimmung auf sich bezieht. Wie kann man einem Kind die Situation erklären?

  • den richtigen Zeitpunkt abpassen: in Ruhe, mit Zeit und ungestört
  • klare Worte für die schwierige Situation finden
  • die damit verbundenen Gefühle ausdrücken
  • optimistisch in die Zukunft schauen: wir finden einen Weg!
  • trotzdem realistisch sein: wir können dieses Jahr keinen Urlaub machen …
  • Mut machen: wir werden trotzdem schöne Dinge zusammen unternehmen
  • Dem Kind die Erlaubnis geben, mit seinen Freunden Spaß haben zu dürfen

Inseln der Freude in den Alltag integrieren

Erwachsene neigen dazu, in einer schwierigen Lage das ganze Leben schwarz sehen. Manchmal sind die seelischen Belastungen auch so groß, dass unter der Last der Probleme kaum Antrieb, Motivation und Kraft da ist, sich noch mit den Kindern zu beschäftigen. Bleiben Sie in einem solchen Fall nicht mit sich und Ihren Problemen allein, sondern suchen Sie sich Hilfe. Das vertrauensvolle Gespräch mit Freunden kann ein Anfang sein, aber auch die Telefonseelsorge, eine Beratungsstelle oder ein Coaching. Bitten Sie Verwandte, Nachbarn oder Freunde für eine Zeit mit einspringen, damit die Kinder nicht vor dem Fernseher sich allein überlassen bleiben. Kinder brauchen Inseln der Freude im Alltag!

An den Herausforderungen des Lebens wachsen

Wird zu Hause offen mit Problemen umgegangen, zeugt dies von Elternkompetenz und es profitieren im Bestfall alle Familienmitglieder davon. Sowohl jedes einzelne Familienmitglied als auch der Zusammenhalt untereinander wird dadurch enorm gestärkt. Wenn aber die emotionalen Aufgaben der Familie totgeschwiegen, unter den Teppich gekehrt oder unter einer rosaroten Fassade verdeckt werden, wird ein Kind nicht gut auf das Leben vorbereitet. Auswirkungen auf das spätere Leben können sein, dass das Kind als Erwachsener später Schwierigkeiten ignoriert oder Probleme nicht besprechen kann. Besser ist für ein Kind, an den Herausforderungen des Lebens altersgerecht zu wachsen – und ihm dies zu ermöglichen, dafür sind wir Eltern da.

Wie kann man Kinder in Probleme einbeziehen - ohne sie zu überfordern?
Wie kann man Kinder in Probleme einbeziehen – ohne sie zu überfordern?

 

Wenn Sie sich in Erziehungsfragen sicherer werden möchten, mit einem Familiengeheimnis offener umgehen möchten oder bei der Auflösung einer belastenden Situation begleitet werden möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching.

Ihre Dörthe Huth

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