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Wie wird eigentlich die Persönlichkeit definiert?

Liebe Leserin, lieber Leser,
die Frage, was die menschliche Persönlichkeit ausmacht, wie sie entsteht und wie sie sich beschreiben lässt, beschäftigt Wissenschaftler bereits seit der Antike. Die Erkenntnisse von Philosophen, Ärzten, Psychologen und anderen Wissenschaftlern haben zu dem geführt, was wir heute über die Persönlichkeit wissen. Auch ich beschäftige mich schon seit Jahrzehnten damit, was die Persönlichkeit ausmacht, wie sie stark wird und wie wir die innere Stärke in schwierigen Zeiten aktivieren können.

Charaktereigenschaften

Eines der ältesten Persönlichkeitsmodelle hat Hippokrates entwickelt (460 bis 377 vor unserer Zeitrechnung). Er teilte Menschen in die vier verschiedenen Temperamentstypen ein, denen er bestimmte Charaktereigenschaften und auch Krankheitsneigungen zuordnete: sanguinisch, phlegmatisch, cholerisch und melancholisch. Heutige Modelle gehen davon aus, dass es die Persönlichkeit durch relativ stabile Eigenschaften (Dispositionen) bestimmt wird. Diese Eigenschaften sind teilweise genetisch in uns angelegt, teilweise durch die Sozialisation und Umwelt beeinflusst. Das betrifft beispielsweise die Eigenschaften, ob eine Person eher gesellig oder zurückhaltend ist, eher ängstlich oder zuversichtlich.

Persönlichkeitszüge sind relativ stabil

Bereits Babys reagieren sehr unterschiedlich auf neue Situationen. Während die einen neugierig und interessiert sind, reagieren andere eher erschreckt und ängstlich. Nach dem aktuellen Forschungsstand sind dies bereits recht stabile Persönlichkeitsmerkmale, die sich im Laufe des Lebens kaum verändern und wenn doch, dann mit großer Anstrengung. In der Forschung werden sie „Traits“ genannt, Persönlichkeitszüge. Diese Charakterzüge beschreiben das grundsätzliche Verhalten einer Person und sind über das ganze Leben in der Regel relativ stabil. Ein stark introvertierter Mensch, wird kaum zu einem Extrovertierten mutieren, ein sehr theoretischer Mensch nicht zum Praktiker werden oder ein sehr. Dennoch haben Lebensereignisse Einfluss auf die Persönlichkeit und können sie verändern.

Ich bin Ich

Noch immer gibt es keine einheitliche und allgemein anerkannte Definition dafür, was die Wissenschaft unter Persönlichkeit versteht. Laut Howard J. Pierce besteht sie hauptsächlich aus vier Kategorien: Charakterzüge, Erinnerungen, Fähigkeiten (Talente und Begabungen)  und physische Eigenschaften (wie Körper und Gewicht). Die Persönlichkeit setzt demnach aus festgelegten und veränderbaren Eigenschaften zusammen. Wie wir sind, wird einerseits durch unsere Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln bestimmt, gleichzeitig wirkt Genetik und Umwelt auf uns ein. Es besteht also eine Wechselwirkung zwischen dem, wie wir sind und dem, was wir erleben und wie wir es verarbeiten. Ich bin ich – aber für die Gestaltung dieses Ichs gibt es einen gewissen Spielraum. Wir können demnach unsere Persönlichkeit beeinflussen!

Wenn Sie in einem persönlichen Gespräch mehr über Ihre Persönlichkeit erfahren möchten oder sie stärken möchten, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching. Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, schicken Sie mir doch eine eMail oder rufen mich einfach an. Ich freue mich auf Sie!
Ihre Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Psychotherapie – an wen kann man sich wenden und wer zahlt?

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Bessere Selbstfürsorge – Tu dir gut!

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Kraft schöpfen, neue Energie sammeln und wieder durchstarten, sind wichtige Themen in Zeiten hoher Stressbelastung und Burnout. Unsere Gesellschaft verlangt nach immer mehr Leistung, ständiger Erreichbarkeit und Dauererfolgen. Aber wer sich selbst aufopfert, die eigenen Kräfte immer wieder überschreitet oder wichtige Bedürfnisse verleugnet, wird auf Dauer krank. Umso wichtiger ist es, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, innere Stärke zu aktivieren und gut für sich zu sorgen, damit wir trotz Alltagsstress, familiärer und beruflicher Dauerbelastung nicht über die eigenen Kräfte hinausgehen. Nur wer für sich selbst gut sorgen kann, ist auch in der Lage, gut für andere zu sorgen. Warum das so ist, lesen Sie hier. Gern schaue ich in einem persönlichen Coaching mit Ihnen, wie Sie Ihre Kraftquellen aktivieren können und mehr Motivation und Lebensfreude in den privaten und beruflichen Alltag bringen können.

Achtsam sein und Grenzen akzeptieren

Es gibt viele Situationen im Leben, die Stress verursachen und uns unter Druck setzen. Beispielsweise, wenn wir gefordert sind, Dinge zu tun, die wir mit uns selbst nicht so recht vereinbaren können. Bei unterschiedlichen Meinungen oder Bedürfnissen zwischen Eltern und Kindern, zwischen den Ehepartnern oder Chef und Angestelltem. Eine Zeit lang können solche Differenzen ausgehalten werden, „Augen zu und durch“ heißt es dann oder „Lächeln und Zähne zusammenbeißen“ oder bei einer Aufgabe die berühmte „die Faust in der Tasche“ machen. Hält diese Situation aber zu lange an, sollten wir für uns sorgen, indem wir beginnen, die Belastung zu verringern. Dazu muss ein Mensch seine Grenzen kennen, achtsam für sich selbst sein und die Fähigkeit aktivieren, „Nein“ zu sagen. Die Grenze im richtigen Moment zu setzen, ist aber oft gar nicht so leicht. Häufig fällt uns erst im Nachhinein auf, dass Ruhe, Rückzug oder Delegation schon viel früher notwendig gewesen wäre. Das Nein an der richtigen Stelle ist eine Sache der Gewohnheit und kann geübt werden. Aber dazu muss man erst einmal wahrnehmen, welche Bedürfnisse gerade wichtig sind und im Bedarfsfall für sich selbst einstehen können. Falls das bisher noch nicht ganz so schaffen, wie Sie es brauchen, helfen Ihnen die folgenden Anregungen hoffentlich weiter.

Eine wertschätzende Haltung

Selbstfürsorge ist anhand einer inneren Haltung erkennbar, die zeigt, dass ein Mensch achtsam und wertschätzend mit sich selbst umgeht, seine Gefühle und Bedürfnisse anerkennt, mit seinen Kräften haushaltet und sich bei Bedarf auch Unterstützung holt, um innerlich im Gleichgewicht zu bleiben. Geprägt wurde der Begriff durch den französischen Geisteswissenschaftlers Michel Foucault († 1984), der die Eigenverantwortung des Einzelnen betonte.
Gerade in sozialen Berufen ist Selbstfürsorge ein wichtiger Faktor. Anderen wirklich zu helfen setzt voraus, für sich selbst gut sorgen zu können. Die folgenden Bereiche sind besonders wichtig dabei:

  • Selbstbestimmung – individuell Wichtiges tun können
  • Selbstachtsamkeit – eigene Bedürfnisse wahrnehmen und äußern
  • Selbstwertgefühl – eigenen Fähigkeiten anerkennen und schätzen
  • Selbstakzeptanz – Stärken ebenso akzeptieren wie Schwächen und Grenzen
  • Entspannung und Genuss – für das eigene Wohlbefinden sorgen
Bessere Selbstfürsorge - Coaching mit Dörthe Huth
Bessere Selbstfürsorge – Coaching mit Dörthe Huth

Sorgen Sie gut für sich?

Wie sieht es denn nun bei Ihnen aus, sorgen Sie in all diesen Bereichen gut für sich? Oder schieben Sie Ihre Bedürfnisse immer wieder auf?
Nehmen Sie sich zwischendurch Zeit für sich selbst und denken einmal in Ruhe darüber nach, ob Sie ausreichend Schlaf bekommen, regelmäßig und gesund essen und trinken, zwischendurch ausreichend Erholung bekommen, Zeit in der Natur verbringen können oder mit Freunden? Überlegen Sie, was Ihnen in Ihrem Leben schon einmal Kraft gegeben hat und Sie lebendig und ausgelassen gemacht hat und holen Sie davon wieder mehr in Ihr Leben. Halten Sie auch nach neuen Lebensimpulsen Ausschau, sorgen Sie für Abwechslung, Zeitvertreib, der Freude macht und suchen Sie nach Menschen, mit denen Sie glücklich sein können.  Auch ein Coaching kann hilfreich sein, die Selbstfürsorge einmal ausgiebig zu reflektieren und Kraftquellen zu erschließen oder bei hartnäckigen Problemen auch eine Psychotherapie. Selbstfürsorge ist kein Programm, dass man abarbeiten kann, es ist ein achtsamer Umgang mit sich selbst.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, schicken Sie mir doch eine eMail oder rufen mich einfach an. Ich freue mich auf Sie! Ihre Dörthe Huth Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990.

Achten Sie gut auf sich, Ihre Dörthe Huth

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Neuerscheinung: Selbstheilung. Buch mit Übungs-CD

Liebe Leserin, lieber Leser,

eine Erkrankung kann ein einschneidendes Lebensereignis sein und den Betroffenen vor große Herausforderungen stellen. Man muss sich mit Verlusten arrangieren, Lebensvorstellungen aufgeben, medizinische Eingriffe überstehen, Schmerzen und Ängste durchstehen. Damit Betroffene leichter durch diese schwere Zeit kommen, habe ich das Buch “Selbstheilung” geschrieben.

Dörthe Huth: „Selbstheilung“ geschrieben, „Wie Sie das innere Tief überwinden, Resilienz aktivieren und Ihr Lebensgefühl verbessern“.

Schmerzen und Ängste in den Griff bekommen, Selbstheilungskräfte unterstützen

Gedanken und Gefühle haben einen weit größeren Anteil an unserer Gesundheit, als Wissenschaftler es lange für möglich hielten. Daher habe ich für dieses Buch all das zusammengetragen, was Forschung und Praxis an Wissen für den Heilungsprozess zur Verfügung stellen. Dazu habe ich unzählige Gespräche und Interviews mit Betroffenen geführt, ihre Gedanken mit aufgenommen und Fallbespiele aus meiner Praxis eingebracht. Die Kombination aus Hintergrundwissen, Fallbeispielen, Interviews und Übungen machen aus dem Buch einen verlässlichen Genesungsbegleiter. Buch und CD lenken den Fokus weg vom Kranksein hin zum Ganzwerden, dazu  Schmerzen in den Griff zu bekommen, Ängste zu bändigen und die Selbstheilungskräfte zu unterstützen.

Von Gesundheit bis Krankheit und Tod

Die elf Kapitel des Buches zeigen die Grenzen von Gesundheit und Krankheit auf, die Stärkung der Selbstverantwortung im Heilungsprozess, Selbstheilungsmöglichkeiten, den Abbau von Ängsten vor medizinischen Notwendigkeiten, die Akzeptanz des Todes als Teil des Lebens, den Umgang mit Gefühlen von Scham und Schuld im Hinblick auf die Erkrankung sowie Abgrenzungsstrategien, Hilfe für Helfer, Anleitungen zum Selbstcoaching und weiterführende Hilfsmöglichkeiten. Das mentale Übungsprogramm leitet den Leser an, all das in den Mittelpunkt des Bewusstseins zu rücken, was gut tut und hilft, ganzer zu werden. Jedes Kapitel ist so aufgebaut, dass nach einleitenden Gedanken ein Kapitelüberblick folgt, anschließend ein Fallbeispiel, Informationen, Hinweise und Möglichkeiten und das jeweilige Kapitel schließt mit einer Übung. Aber auch zwischendurch gibt es viele Anregungen, um selbst aktiv zu werden, wie beispielsweise das Anlegen eines persönlichen Heilungsbuches, mit dem jeder seinen Weg dokumentieren und verarbeiten kann.

Eigene Antworten auf Gesundheitsfragen finden

Lassen Sie sich durch das Buch inspirieren, Ihren eigenen Genesungsweg zu gehen, Trost zu finden und die schwersten Phasen des Lebens leichter durchzustehen. Finden Sie Ihre persönlichen Antworten auf Fragen wie: Wie kann ich ein neues Bewusstsein für Heilungsmöglichkeiten entwickeln? Wie kann ich Ängste abbauen und Schmerzen besser lenken? Wie kann ich meine Selbstheilungskräfte unterstützen? Wie kann ich wieder in mein natürliches Gleichgewicht von Körper, Seele und Geist finden? Das Buch ist selbstverständlich kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung, sondern eine ergänzende Unterstützung für die mentale Ebene.

Wenn Sie zur Buchvorstellung am 04. November 2014 persönlich vorbeikommen möchten oder sich durch eine Gesundheitscoaching unterstützen lassen möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinarung.

Ihre Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Ergebnisse aus der Resilienzforschung oder was macht uns stark?

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Basis für die Fähigkeiten zur Bewältigung von Krisen wird schon in der Kindheit gelegt, ist aber auch im Erwachsenenalter noch ausbaufähig. Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, schwierige und belastende Situationen erfolgreich zu meistern, Verluste, Misserfolge, Notsituationen und traumatisches Erleben zu bewältigen. In meiner Praxis ist die Aktivierung der inneren Stärke für eben solche Situationen immer wieder ein Thema. “Wie komme ich aus dieser Misere wieder heraus?” fragen meine Klienten beispielsweise oder “Wie kann ich dieses Ereignis hinter mir lassen?” Und so machen wir uns gemeinsam auf die Suche, persönliche Antworten zu finden.

Unterschiedlichkeiten in der Bewältigung schwieriger Situationen

Menschen sind sehr unterschiedlich. Eine unbedachte Kritik kann den einen tagelang ins Grübeln versetzen, während die gleiche Kritik bei einem anderen ungehört verhallt. Während der eine sich nach der Firmenpleite in den Alkohol flüchtet, ändert der andere seinen Lebensplan und startet voller Motivation noch einmal neu durch. Und nach dem Verlust eines geliebten Menschen landet der eine in der Depression, während ein anderer die Kraft findet, die Trauer zu bewältigen und seinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Von den Menschen, die wie ein Fels in der Brandung des Lebens stehen, will die Resilienzforschung lernen. Was macht uns stark? Welche Fähigkeiten gibt es, die es einem Menschen ermöglichen, schwierige Ereignisse zu meistern? Auf all diese Fragen sucht die Resilienzforschung Antworten.

Wie finden Menschen wieder zu Wohlbefinden und Glückserleben?

Lange Zeit hat sich die Psychologie der Erforschung seelischer Erkrankungen gewidmet. Mit der Positiven Psychologie kam eine neue Denkrichtung dazu. Man begann zu erkunden, welche Strategien Menschen in Krisenzeiten oder bei traumatischen Ereignissen nutzen, auf welche inneren und äußeren Ressourcen sie zugreifen und was sie stark macht. Ein erster Meilenstein in der Resilienzforschung geht auf eine Langzeitstudie in den 1950er Jahren zurück. Über vier Jahrzehnte begleitete die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner das Schicksal von 698 Jungen und Mädchen auf Kauai, deren Ausgangsposition für das Leben eher schlecht gelagert, von Armut, Vernachlässigung und Misshandlung geprägt war. Das Ergebnis war überraschend, denn ein Drittel der Kinder wuchs trotz der schlechten Bedingungen zu fürsorglichen, leistungsstarken und selbstbewussten Menschen heran, die sowohl einer Arbeit nachgingen als auch persönliche Beziehungen pflegten.
Nach und nach wendeten sich auch andere Forscher der Frage zu, was Kinder zu starken Menschen macht. Mit dem Aufkommen der Positiven Psychologie richtete sich der Blick der Forschung immer mehr darauf aus, wie Menschen zu Wohlbefinden und Glück finden.

Resilienz – Fähigkeiten, die schon in der Kindheit stark machen

In den unterschiedlichen Zeitschienen der Entwicklung haben Kinder ein unterschiedliches Ausmaß an Schutz- und an Risikofaktoren. Säuglinge sind beispielsweise besonders abhängig von der Fürsorge ihrer Bezugspersonen und besonders verletzlich. Die Fürsorge kann zu einem sicheren Bindungsverhalten führen und damit zu einem Schutzfaktor werden.
Resiliente Kinder entwickeln eine positive Lebenseinstellung und verstehen es, auf Dauer einen Nutzen aus schwierigen Situationen oder lebenskritischen Ereignissen zu ziehen. Sie haben die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, eigene Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen für ihr Handeln zu tragen. Sie suchen selbst nach Problemlösungen, setzen flexible Denkweisen ein und sehen Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln. Dadurch, dass sie einen Sinn hinter ihrem Tun erkennen können, sind sie zum Durchhalten motiviert.
Den Forschungsergebnissen zufolge sind Mädchen resilienter als Jungen, wobei bei beiden androgyne Verhaltens- und Persönlichkeitsmerkmale hervorstechen. Mädchen sind eher auf den Lösungsprozess fokussiert als auf das Problem selbst und bitten auch um Hilfe, wenn sie alleine nicht weiterkommen.

Im Erwachsenenalter die Resilienz stärken

Menschen sind lebenslang entwicklungsfähig und können grundsätzlich auch bis ins hohe Alter ihre Resilienz ausbauen. Zwar wird die Basis für ein gutes Resilienz-Fundament schon in der Kindheit gelegt, doch erwirbt man im Laufe des Lebens immer mehr soziale Erfahrungen und Kompetenzen. Im Vergleich zur Pubertät erweitert sich im Erwachsenenalter die Anpassungsfähigkeit. Man kann alte Erfahrungen auf neue Situationen übertragen und so die neuen Schwierigkeiten überwinden.

Obwohl das Leben mit zunehmendem Alter härter wird und von Schicksalsschlägen wie Krankheit oder dem Tod wichtiger Bezugspersonen geprägt ist, sind gerade ältere Menschen dazu in der Lage, diese schwierigen Ereignisse besser zu verkraften als junge Leute. Wer seine Resilienz als Erwachsener verbessern möchte, leistet in hohem Maße Persönlichkeitsentwicklung. Unter therapeutischer Anleitung ist das sicherlich einfacher als alleine im Trüben zu fischen.

Die resilienten Fähigkeiten trainieren und ausbauen

Häufig geht es darum, im Leben einen neuen Sinn zu finden, den Schicksalsschlägen eine andere Bedeutung zu geben, sie als Lernaufgaben zu verstehen, die gelöst werden können. Das Training gibt immer mal wieder einen Gedankenswitch vor, man lernt umzudenken, nach einer Erholungspause von einem belastenden Ereignis auch das Positive an einer negativen Entwicklung wahrzunehmen, sich an die neue Situation anzupassen und sie anders zu bewerten als bisher. In einem Training wird auf die Selbstwirksamkeit geachtet, darauf, dass das eigene Verhalten in der Welt etwas auslöst und die Ereignisse in eine gewünschte Richtung gelenkt werden können. Das stärkt das Selbstbewusstsein und motiviert, auf innere und äußere Ressourcen zuzugreifen, sich selbst zu helfen und die Hilfe anderer Menschen anzunehmen. Je mehr man die Glücksmomente des Lebens beobachtet, umso mehr wird man das Glück in sein Leben ziehen. Die humanistische Psychologie geht davon aus, dass viele grundlegende Fähigkeiten in uns angelegt sind, doch sind sie nicht bei allen Menschen jederzeit verfügbar. Aber das kann man trainieren.

Innere Stärke - Doerthe Huth

Wenn Sie Ihre innere Stärke in schwierigen Zeiten aktivieren wollen oder bei der Auflösung einer belastenden Situation begleitet werden möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching. Häufig führt der Lösungsweg über eine veränderte Haltung, zu einer besseren Gesprächsführung durch die Aktivierung der emotionalen Kompetenz.

Ihre Dörthe Huth

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Die heilsame Kraft der Vergebung – Verzeihen bedeutet loslassen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Kränkungen, Demütigungen, Enttäuschungen und andere Verletzungen können tiefe Wunden hinterlassen. Das kann einen Streit mit dem Nachbarn ebenso betreffen wie einen Seitensprung des Partners oder eine völlig unbedachte Äußerung der Kollegin. Ein guter Weg, einen Schlussstrich unter einen unangenehmen Vorfall zu setzen, ist das Verzeihen. Verzeihen und Loslassen haben viel miteinander zu tun. Wer verzeiht, lässt die Vorstellungen los, wie die Welt, andere Menschen oder Geschehnisse zu sein haben. Es bedeutet nicht, gut zu finden, was passiert ist, sondern die Verantwortung für das eigene Gefühlsleben zu übernehmen. Damit distanzieren wir uns innerlich und können die Dinge mit mehr Gelassenheit betrachten. Verzeihen befreit!

Die Opferrolle frisst Lebenskraft

Wenn eine Verletzung Narben hinterlässt, gährt noch lange danach die Wut in uns, die Enttäuschung, Verbitterung oder sogar Verzweiflung. Diese Gefühle sind jedoch in hohem Maße selbstschädlich. Wir untergraben den eigenen Selbstwert und verschwenden Energien auf eine Sache, mit der wir eigentlich nichts mehr zu tun haben möchten. Zwar kostet auch das aktive Verzeihen Kraft, wer aber in der Opferrolle stecken bleibt, wird seine Energien weiter auf das Leiden ausrichten. Jeden Tag an etwas zu denken, was man innerlich eigentlich abhaken und am liebsten vergessen würde, frisst Lebenskraft. Aber genau das tun wir, wenn wir uns immer wieder über einen anderen Menschen oder dessen Verhalten ärgern. Selbstverständlich haben Wut, Ärger und Enttäuschung auch ihre Berechtigung im Leben. Ab und zu bedarf es auch mal einer klaren Grenze, die ansonsten vielleicht von Kollegen, Familienmitgliedern oder anderen Mitmenschen übergangen wird. Schmerz und Verlust zu verarbeiten braucht seine Zeit. Vergebung bewirkt einen Selbstreinigungseffekt. Schon mit der klaren Entscheidung, jemandem etwas zu verzeihen, geht es einem gleich etwas besser.

Verzeihen ist ein Zeichen innerer Stärke

Verzeihen und vergeben wird häufig damit gleichgesetzt, ein Geschehen zu befürworten oder das Verhalten eines Menschen zu tolerieren. Verzeihen wird als Schwäche interpetiert, als Selbstverleugnung oder Resignation. Dabei ist die aufrichtige Bereitschaft zur Vergebung ein deutliches Zeichen innerer Stärke, zeugt von geistigem Tiefgang und persönlicher Reife. Es bedeutet, die Verletzung, die entstanden ist, an den Verursacher zurück zu geben und die eigene Belastung dadurch zu reduzieren. Dadurch entsteht mehr Freiheit für das eigene Denken, Fühlen und Handeln. Für das Verzeihen ist es notwendig, einmal von der eigenen Perspektive der Betroffenheit abzurücken und zu versuchen, sich in die Lage des anderen zu versetzen. Nur einen Moment lang sollten wir versuchen, uns in sein Denkgebäude einzufinden und seine Verletzungen zu sehen, aus denen heraus er agiert. Aus seiner Sichtweise kann das Geschehen nämlich schon ganz anders aussehen.

  • Was kann diesen Menschen wohl zu seinem Handeln veranlasst haben?
  • War die Aktion tatsächlich gegen Sie persönlich gerichtet?
  • War sie eventuell eine überzogene Reaktion auf Ihr Verhalten dem anderen gegenüber?
  • War sie wirklich ein vorsätzlicher, persönlicher Angriff, eine Beleidigung o.ä.?
Verzeihen heißt loslassen

Täter oder Opfer: Die Perspektive verändern

Wer sich entscheidet, der Beziehung noch eine Chance zu geben, sollte erst einmal die offene Aussprache suchen, in der die Gefühle von Enttäuschung, Wut oder Kränkung ihren Raum finden. Nicht selten haben sich die Ereignisse von zwei Seiten hochgeschaukelt, man selbst hat eine wie auch immer geartete Beteiligung an dem Vorfall oder war in diesem Moment der Auslöser. Häufig reicht es schon, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Vorfall von beiden Seiten zu beleuchten. Das schafft wieder ein Verständnis füreinander.Das Verständnis der Beteiligten füreinander vereinfacht es, wieder auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Häufig ist der andere sehr betroffen von den Auswirkungen seines Tuns und es findet sich wieder ein gemeinsamer Weg. In einem solchen Fall geschieht das Verzeihen nebenbei. Ist dies nicht der Fall, ist dies zumindest ein deutliches Signal, dass die Beziehung von da an anders weiterläuft als zuvor gehofft. Aufeinander zuzugehen und sich einander wieder anzunähern ist nicht immer so einfach. Manchmal fehlt es an geeigneten Ideen, daher sind im Folgenden einige Beispiele aufgelistet:

  • das offene Gespräch suchen
  • eine Grußkarte versenden
  • zum Essen einladen
  • eine SMS mit der Bereitschaft zur Versöhnung schicken
  • die Situationskomik in ein Gedicht bringen und per Mail versenden

Für sich selbst einstehen – mehr Persönlichkeit

Schwieriger ist es, wenn die Gegenseite uneinsichtig ist, mit Attacken, Grenzverletzungen oder Übergriffen noch weiter macht. Niemand muss sich alles einfach gefallen lassen. Schimpfen, meckern und motzen kann befreiend wirken. Aber dauerhaft die beleidigte Leberwurst oder den Übellaunigen zu spielen, während man innerlich hofft, dass der andere doch noch irgendwann reumütig um Verzeihung bittet, kostet viel Kraft, die dann für die schönen Seiten des Lebens fehlt. Selbst wenn wir es als sinnvoll erachten und es uns für jemanden sogar wünschen, können wir andere Menschen nicht verändern. Ansetzen kann jeder aber bei sich selbst. Die Dinge beispielsweise nicht so schwer zu nehmen, sich früher zu wehren oder innerlich wirklich mit einem Geschehnis abzuschließen.

Einem Menschen zu verzeihen, ist eine starke Geste. Es bedeutet, mit den eigenen unangenehmen Gefühlen abzuschließen, die damit verbunden sind und mit den Grübeleien darüber, warum und wieso er oder sie das gemacht hat. Verzeihen bedeutet loslassen, es lässt uns wachsen und setzt wieder Energien für die schönen Seiten des Lebens frei.

Grenzen schützen und verzeihen – kein Widerspruch

Wurden die eigenen Grenzen zu sehr verletzt und das eigene Recht mit Füßen getreten, sollte sich niemand scheuen, für sich selbst einzutreten. Gegen Beleidigungen, körperliche Übergriffe oder anderen Terror kann sich jeder wehren. Dazu ist es wichtig, sich Rat und Hilfe zu holen. Manchmal ist dafür ein Anwalt notwendig, ein Schiedsmann, der Betriebsrat o.ä. Stellen, die einem dazu verhelfen, dass Grenzen respektiert und gewahrt werden. Manche Vorkommnisse können so gravierend sein, dass ein Kontaktabbruch stattfindet. Dann ist es sinnvoll, sich nicht vom anderen, dessen Erklärungen oder seiner Reue abhängig zu machen. Das Verzeihen funktioniert auch einseitig und wirkt dennoch befreiend.

Wenn Sie einem Menschen nicht verzeihen oder vergeben können und das Ereignis dennoch loslassen möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Vereinbarung eines Coaching-Termins. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Ich würde mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen.

Ihre Dörthe Huth

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