Schlagwort-Archive: Kränkung

Kränkungen verstehen und leichter verarbeiten

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kränkungen sind in meiner Praxis ein häufiges Thema. Manche Kränkungen treffen einen Menschen wie aus dem Hinterhalt, bleiben über viele Jahre erhalten und stecken wie ein Stachel im Fleisch. Der Betroffene fühlt sich verletzt, gedemütigt, zurückgewiesen, ungerecht behandelt und völlig unbedeutend. Die meisten empfinden in einer Kränkungssituation die Abwertung ihrer gesamten Persönlichkeit. Das macht sich nicht nur seelisch bemerkbar, sondern kann sogar körperliche Symptome verursachen. Im Coaching erarbeiten wir ganz gezielt, was die Kränkung eigentlich ausmacht und betrachten sie aus einer neuen Perspektive, damit sie leichter verarbeitet werden kann.

Je selbstbewusster umso weniger kränkbar

Zu einem Kränkungsgeschehen gehören mindestens zwei Menschen. Einer, der kränkt und einer, der sich kränken lässt. Nicht immer ist dem Kränkenden bewusst, was er mit seinen Worten oder Gesten beim anderen anrichtet. Doch geht es manchen Menschen tatsächlich darum, einen anderen klein zu machen oder ihn zu verletzten. Vielleicht um sich selbst zu erhöhen, besser dazustehen oder um sich selbst für eine erlebte Kränkung zu rächen. In manchen Fällen geht einer Kränkung ein Konfliktgeschehen voraus, das die Betroffenen gar nicht bewusst miteinander in Verbindung bringen. Besonders deutlich wird das an einigen Beispielen, die für manche Menschen eine Kränkung darstellen, für andere jedoch nicht. Den einen Partner trifft es beispielsweise schwer, weil der andere den gemeinsamen Hochzeitstag vergessen hat. Ein anderer ist sofort gekränkt, wenn jemand die Gewichtszunahme anspricht und wieder ein anderer, wenn jemand die nicht bestandene Prüfung bemerkt.

Individuelle Einstellungen und Denkmuster

Die Bedingungen, die aus einem Ereignis eine Kränkungsreaktion werden lassen, beziehen sich auf drei Bereiche: die Situation, die Menschen und die persönliche Kränkungsverarbeitung. Eine Situation wird meist dann als kränkend empfunden, wenn sie ein altes Thema berührt, das bisher nicht ausreichend verarbeitet und abgeschlossen wurde. Ein persönliches Thema, für das man empfindlich ist und empfänglich für Kritik und Kränkung. Je mehr dieser “wunde Punkt” verdrängt wird, umso leichter ist eine Person an eben dieser Stelle kränkbar. Und je wichtiger der Mensch und die Situation, umso leichter wird die Kränkung auf fruchtbaren Boden fallen. Der vergessene Hochzeitstag kann beispielsweise nur dann zu einer Kränkung werden, wenn sich der Partner auch  auch sonst in der Beziehung oder im Leben vernachlässigt fühlt. Die Bemerkung über die Gewichtszunahme emfpindet derjenige als kränkend, der mit seinem Gewicht selbst nicht im Reinen ist. Und wer dadurch gekränkt ist, dass jemand die nicht bestandene Prüfung anspricht, wird sich wahrscheinlich ohnehin für unfähig halten. Ein Kränkungsgeschehen braucht einen Nährboden, auf dem es gedeihen kann.

Verbitterung durch eine tief empfundene Kränkung

Die Persönlichkeit mancher Menschen ist so angelegt, dass sie durch ein Kränkungserleben chronisch verbittern. Ausgelöst durch einen Bruch in der Lebensgeschichte, wie durch eine falsche Beschuldigung, ein Mobbinggeschehen oder eine andere Ungerechtigkeit, drehen sich ihre Gedanken im Kreis. Sie werden von Rachegedanken getrieben, von Wut und Zorn, sind motivationslos, deprimiert und neigen zu Suizid. „Verbitterungsstörung“ wird dieses Verhalten neuerdings genannt, zu der Wissenschaftler im Jahr 2009 gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung zu einer internationalen Konferenz eingeladen haben. Die Erforschung der Verbitterungsstörung befindet sich allerdings noch in den Kinderschuhen. Bisher ist nur klar, dass sich diese Form des Kränkungserlebens bei bestimmten Persönlichkeiten als besonders hartnäckig erweisen. Normalerweise sind Menschen  widerstandsfähig genug, um selbst schwere Kränkungen mit der Zeit zu verarbeiten.

Kränkungsreaktionen

Vier Grundgefühle bestimmen bei Kränkungen unser emotionales Erleben: Schmerz, Angst, Scham und Wut. Diese Gefühle schützen uns und setzen gleichzeitig eine Grenze. Meist versucht man jedoch diese unangenehmen Gefühle zu verdrängen, anstatt sie wahrzunehmen, anzuerkennen und auszudrücken. Und man beginnt, die echten Kränkungsgefühle durch andere Gefühlsvarianten zu ersetzen. Beispielsweise durch Rückzug, Beleidigtsein, Minderwertigkeitsgefühle, Rachegelüste oder Empörung. Diese Kränkungsreaktionen haben anfangs eine entlastende und schützende Funktion. Im Laufe der Zeit aber wird meist deutlich, dass die Kränkungsreaktion eventuell auch den Verlust einer Beziehung mit sich bringt.

Kränkungen - Dörthe Huth

Kränkungserleben auflösen

Wer häufiger mit Kränkungen zu tun hat, sollte sich fragen, welche alten, nicht abgeschlossenen Themen er als wunde Punkte noch mit sich herumträgt. Sie machen empfindlich und leicht kränkbar und setzen einen unter Spannung. Ein Betroffener sollte versuchen, die speziellen Denkmuster und Einstellungen herauszufinden, die einer Kränkung den Boden bereiten. Man kann durchaus lernen, Kränkungssituationen anders einzuschätzen, um die Situation so erleben zu können, um nicht mehr darunter zu leiden.
Wer die individuellen Einstellungen und Denkmuster herausfindet, die mit der Kränkung verbunden sind, kann Kränkungssituationen anders betrachten. Betroffene können sich allein auf die Suche machen, sich über Ratgeber zu innerer Stärke leiten lassen, durch ein Persönlichkeitstraining oder bei schwereren Kränkungsreaktionen auch durch eine Psychotherapie. Sowohl die Verletzbarkeit als auch das Leiden unter solchen Situationen könnte dadurch verringert werden. Das Ziel ist es, von der persönlichen Betroffenheit wieder zu einem distanzierteren, situationsbezogenen Erleben zu gelangen. Dadurch weitet sich der Blick für das Kränkungsgeschehen und es stehen mehr Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung als bisher.

Wenn Sie Ihren Frieden mit einer Kränkung machen möchten und dabei Unterstützung durch eine Coaching haben möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Rufen Sie einfach an oder senden Sie mir eine eMail: 02362/7877990.

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :) Und falls Sie noch nicht für den kostenfreien Kurs zum Selbstlernen angemeldet sind, tragen Sie sich gleich hier ein: Ihr Geschenk

Persönlichkeitsstörungen – schwierige Verhaltensweisen verstehen

Liebe Leserin und lieber Leser,
Menschen, die unter einer Persönlichkeitsstörung leiden, erleben die Welt deutlich anders als die Mehrheit der Bevölkerung. Durch dieses andere Erleben legen sie Verhaltensweisen an den Tag, die auf die Mitmenschen manchmal befremdlich wirken und daher auf Ablehnung stoßen. Betroffene werden oft als schwierige Menschen erlebt. Dieser Artikel nähert sich dem Phänomen der Persönlichkeitsstörungen und gibt einen ersten Überblick.

Die übersteigerte Ausprägungen von Eigenschaften

Persönlichkeitsstörungen sind weit verbreitet, etwa 10 Prozent der Allgemeinbevölkerung sollen die diagnostischen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung erfüllen. Beginnend in der Kindheit und Jugend, durchziehen sie das ganze Erwachsenenalter und umfassen tief verwurzelte Auffälligkeiten im Wahrnehmen, Denken und Fühlen des Betroffenen sowie in der Beziehungsgestaltung zu anderen Menschen. Die Muster sind überdauernd und zeigen sich in verschiedenen Situationen. In der Regel ist die psychosoziale Anpassung erschwert und führt zu Leiden.

Zu jeder der Persönlichkeitsstörungen gehört die übersteigerte Ausprägung einer üblichen menschlichen Eigenschaft. Beispielsweise werden Äußerungen anderer sehr einseitig nach dem typischen Schema der Persönlichkeitsstörung fehlinterpretiert. Als Kränkungen beispielsweise oder als Abwertungen der eigenen Person gegenüber, so dass der Betroffene immer wieder durch seine Umwelt bestätigt bekommt, dass er nicht zählt, nicht liebenswert ist oder nicht akzeptiert wird.

Ab wann handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung?

Die Bandbreite der Persönlichkeit und ihrer Störungen ist groß, sie reicht von einem eigenwilligen Persönlichkeitsstil, selbstbewusst und ehrgeizig, bis zu einer egozentrischen, einer extrem misstrauischen oder einer emotional-instabilen Persönlichkeit. Aber auch die exzentrischen, kontaktfreudigen Paradiesvögel mit einem Hang zu situationsunangemessenen Provokationen und Aggressionen können in das Raster einer Persönlichkeitsstörung gehören, ebenso wie Menschen mit einem extrem ausgeprägten Perfektionsdrang, die gar nicht anders können, als ständig alles zu kontrollieren und dabei von starken Selbstzweifeln geplagt sind.

Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sollte einem Fachmann überlassen werden. In der Diagnostik psychischer Störungen richtet man sich weltweit vorrangig nach zwei Kassifikationssystemen. In Deutschland wird hauptsächlich die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene International Classification of Diseases (ICD-10) genutzt, es gibt aber auch noch das sehr viel feinere Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), das von der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (APA) herausgegeben wird.

Kriterien für eine Störung der Persönlichkeit

Eine Persönlichkeitsstörung sollte nach Fiedler 2007 nur dann diagnostiziert werden, wenn

  • der Betroffene auch tatsächlich unter der eigenen Persönlichkeit leidet
  • das Risiko einer Verschlimmerung zu erwarten ist
  • sich daraus weitere psychische Beeinträchtigungen ergeben könnten oder
  • Konflikte mit Recht und Gesetz entstehen.

Ist dies nicht der Fall, sind auffällige Persönlichkeitsmerkmale nicht als “Störungen” zu bewerten.

Persönlichkeitsstörung als Schutz

Die Wissenschaft ist sich über die Entstehung von Persönlichkeitsstörungen noch nicht ganz einig. Ebensowenig, wie man sich darüber einig ist, ab wann genau Persönlichkeitseigenschaften als Störungen zu werten sind. Einigkeit besteht nur darüber, dass die Entstehung einer Persönlichkeitsstörung auf komplexe Wechselwirkungen von Anlage- und Umweltfaktoren zurückzuführen ist. Die sozialen Bedingungen, unter denen ein Mensch aufwächst, traumatische Ereignisse in Kindheit und Jugend, all dies können Faktoren sein, die eine Persönlichkeitsstörung begünstigen. Gleichzeitig gibt es aber auch sogenannte Schutzfaktoren, wie ein liebevoller und konsequenter Erziehungsstil, gute Beziehungen sowie ein unterstützendes soziales Netzwerk, welche die Problematik einer Persönlichkeitsstörung mildern können. Professor Rainer Sachse geht von der Annahme aus, dass sich bei einem Menschen, der eine Persönlichkeitsstörung entwickelt hat, über die Zeit bestimmte Schemata ausgebildet haben, welche den Betroffenen vor zwischenmenschlichen Belastungssituationen schützen.

Das Umfeld leidet mit

Viele Menschen, deren Diagnose eine Persönlichkeitsstörung ist, empfinden ihre Verhalten im zwischenmenschlichen Bereich vordergründig als angemessen. Mehr Leidensdruck hat meist das Umfeld, das unter dem extremen Geiz, dem extremen Misstrauen, den extremen Stimmungsschwankungen oder dem extremen Gekränktsein leidet. Der Leidensdruck der Betroffenen ist eher diffus und für sie selbst nicht konkret festzumachen. Im Vordergrund steht meist das Leiden unter den Reaktionsweisen anderer Menschen. Oder auch das Leiden an den eigenen Ängsten, depressiven Symptomen oder Suchtverhalten, die eine Persönlichkeitsstörung meist begleiten. Insgesamt ist bei den Betroffenen daher wenig Veränderungsmotivation vorhanden. Was dabei als störend an einem Menschen empfunden wird, ist einerseits abhängig von der Bewertung anderer sowie von der jeweiligen Kultur. Die Übergänge zwischen dem, was noch toleriert und akzeptiert ist und was nicht, sind fließend. Bei einer Therapie steht für die Betroffenen selbst daher meist die Behandlung der Begleitsymptome im Vordergrund.

Therapie der Persönlichkeitsstörung

Der Druck, eine Psychotherapie zu durchlaufen, geht meist eher von den Angehörigen aus als von den Betroffenen selbst. Folgt man dem Gedanken, dass die Persönlichkeitsstörung sich als eine Art Schutzsystem entwickelt hat, wird verständlich, dass viele Betroffene eine Veränderung als Bedrohung empfinden. So kann auch die Psychotherapie als Angriff bewertet werden, gegen die sich ein Mensch abschotten und verteidigen muss. Doch gerade mit dem richtigen Therapeuten kann die therapeutische Beziehung als ein geschützter Übungsraum für neue Erfahrungen dienen. Bisherige Schemata können in diesem Schutzraum überprüft und langsam angepasst werden. Der Therapeut wirkt motivierend, unterstützend und stärkend, sodass der Klient den Mut zur Veränderungsbestrebungen aufbringen kann. Ziel ist es, die starren Erlebens- und Verhaltensstereotypien des Betroffenen zu erweitern, um flexibler reagieren zu können. Meist wird wegen der Begleitsymptome eine unterstützende medikamentöse Therapie eingesetzt. Der fachliche Rat eines Arztes ist dabei unerlässlich.

Die Persönlichkeit und ihre Störungen
Die Persönlichkeit und ihre Störungen

Wenn Sie sich über einen schwierigen Zeitgenossen in Ihrer Familie oder an Ihrem Arbeitsplatz ärgern und bei der Auflösung dieser schwierigen Situation begleitet werden möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching. Häufig führt der Lösungsweg über eine veränderte Haltung, zu einer besseren Gesprächsführung durch die Aktivierung der emotionalen Kompetenz.

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, teilen Sie doch diesen Link bitte auch mit Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :)

Feedback – Rückmeldungen zur Persönlichkeitsentwicklung geben

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein Feedback ist eine besondere Form der Kommunikation. Es ist eine Rückmeldung zu einer Situation, zu einer Verhaltensweise oder einem Verlauf. Ein konstruktives Feedback kann sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben ein Anstoß zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit sein. Auf diese Weise wird deutlich, wie wir auf die Außenwelt wirken, was die eigenen Persönlichkeitseigenschaften, Verhaltensweisen oder Köpersprache bei anderen auslösen. Ich sehe ein Feedback daher als ein Geschenk. Menschen teilen sich Ihre persönliche Sicht auf die Ereignisse mit und schenken sich damit eine Chance zur Persönlichkeitsentwicklung.

Feedback im Beruf, der Familie und anderen Bereichen

Feedback zu geben ist im Beruf zwischen Chef und Mitarbeiter eine übliche Sache, wird in Teams zwischen Mitarbeitern genutzt oder bei Fortbildungen unter der Aufsicht des Seminarleiter geübt. Doch auch eine Lehrerin kann Schülern Feedback geben, Eltern der Lehrerin oder ein Klient seinem Coach – oder jeweils umgekehrt. Doch nicht immer wird Feedback gern gegeben und selten gern angenommen. Feedback kann einen Menschen unter Druck setzen, brüskieren und Widerstand auslösen. Ein unglücklich platziertes Feedback kann die Gefühle einer Person verletzen, eine Kränkung auslösen oder das Selbstbewusstsein schmälern. Unmut, Streit und Widerstand können aus einer Feedback-Situation resultieren, wenn der Feedback-Geber zu hart austeilt, der Feedback-Nehmer sich ungerecht behandelt fühlt oder sein Selbstbild untergraben wird. Hier sind ganz besonders emotionale Kompetenzen gefragt.

Feedback zum Wohle aller Beteiligten einsetzen

Um ein Feedback konstruktiv zum Wohle aller Beteiligten einzusetzen, sollten wir uns an einige Feedback-Regeln halten. Ein Feedback-Geber trägt eine hohe Verantwortung, denn er legt die Basis dafür, dass der Feedback-Nehmer die Rückmeldung annehmen kann. Wir sollten daher immer erst überlegen, was wir mit unserem Feedback erreichen wollen. Für den Feedback-Nehmer ist dieses Geschenk eine große Chance, sich selbst zu überprüfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, Fehler zu korrigieren und Erfolge gebührlich wahrzunehmen. Sie müssen dafür übrigens nicht erst warten, bis irgendetwas Kritikwürdiges passiert ist, auch ein Lob ist ein Feedback!

Da es keine Regeln im klassischen Sinne dafür gibt, sind nachfolgend einige Kommunikationshinweise für Feedback-Geber und Feedback-Nehmer aufgeführt.

Kommunikationshilfen für den Feedback-Geber

1. Ein Feedback wird direkt an die betreffende Person gerichtet – offen, ehrlich und wertschätzend.

2. Für ein Feedback sollten sich alle Beteiligten Zeit nehmen und in einer gelassenen Atmosphäre in Ruhe zusammen kommen.

3. Richten Sie Ihr Feedback direkt an die betreffende Person, ohne dass Unbeteiligte etwas davon mitbekommen. Seien Sie dabei offen und ehrlich und dem anderen gegenüber wertschätzend. Rückmeldungen werden in der Ich-Form gegeben. Damit soll die persönliche und auch subjektive Perspektive verdeutlicht werden (ich finde/ denke/ fühle …)

4. Übernehmen Sie die Verantwortung nicht nur für das, was Sie sagen, sondern auch wie Sie es sagen (Tonfall/ Gestik/ Mimik). Machen Sie sich dabei bewusst, ob Sie auf der Inhaltsebene bleiben.

5. Urteilen Sie nicht über die Person selbst und unterscheiden Sie deutlich zwischen Aussagen:

  • über die Situation/ das Setting
  • über das beobachtete Verhalten
  • über die in Ihnen entstandenen Gefühle

6. Geben Sie so früh wie möglich Feedback. Je dichter ein Feedback an ein aktuelles Geschehen gegeben wird, desto einfacher lassen sich Ärger und Missverständnisse aus dem Weg räumen und umso leichter ist es vom Empfänger zu verstehen. Warten Sie nicht erst, bis sich zu viel angestaut hat.

7. Überprüfen Sie, ob das, was Sie ausdrücken wollen auch für die betreffende Person verständlich ist. Ein Feedback sollte klar und einfach formuliert sein, durch zu viele Worte verliert sich die Wirkung

8. Eine konstruktive Kritik zu äußern, heißt konstruktive Vorschläge oder Ergänzungen zu machen, die erzielte Wirkung zu spiegeln und auch positive Aspekte zu benennen.

9. Wie haben Sie das gemacht? Geben Sie sich selbst Feedback zu Ihrem Feedback.

10 Eigene Ergänzungen: …..

Feedback ist nur ein Angebot

Nicht jeder Mensch ist offen für Feedback. Sie können daher zwar ein Angebot machen, wenn Sie aber merken, dass jemand nicht daran interessiert ist, sollten Sie es dem Betroffenen nicht aufdrängen. Auch wenn der Gesprächspartner wütend wird oder sich in Rage redet, ist es besser, auf eine passendere Gelegenheit zu warten. Wenn es um Kritik geht, eignet sich die Sandwich-Methode sehr gut: zwischen zwei Komplimente wird ein Kritikpunkt gepackt. Kompetent Feedback zu geben, ist ein Lernprozess. Je besser man weiß, worauf zu achten ist und je mehr Übung man darin hat, desto mehr wird die emotionale Kompetenz geschult. Wer kompetent Feedback geben kann, ist meist auch ein geschätzter Kommunikationspartner!

Das Merkblatt “Konstruktives Feedback” steht für angemeldete Newsletterempfänger im internen Bereich zum Download zur Verfügung. Falls Sie noch nicht eingetragen sind, melden Sie sich gleich hier an: Newsletter für innere Stärke

Merkblatt Konstruktives Feedback

 

Wie Sie Feedback leichter annehmen können, lesen Sie gleich morgen im Folgeartikel: Feedback geben.

Die eigene Wirkung auf andere Menschen, wie man sich selbst einschätzt, den eigenen Körper erlebt und mit Gefühlen umgeht, kann auch sehr bewusst in einem Coaching oder einem Workshop erlebt werden. Falls Sie einmal Lust haben, Ihre emotionale Kompetenz gezielt zu schulen, würde ich mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :)

Staubfänger, Dachbodenschätze und Kellerkinder – Loslassen macht glücklich

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

neulich hatte ich einen Abend ganz für mich alleine. Meine Tochter war mit Freunden unterwegs, mein Mann hatte einen Termin mit seinen Kollegen beim Fußball und selbst das Telefon blieb still. Auf Fernsehen hatte ich keine Lust, draußen war es trotz des Frühjahrs noch immer bitter kalt, der Winter wollte dieses Jahr ja einfach nicht enden. So beschloss ich, mir den Kamin anzumachen und eine der Kisten nach oben zu holen, die seit unserem Umzug nach Dorsten vor zwei Jahren bei uns im Keller unausgepackt stehen geblieben waren. Haben auch Sie solche Staubfänger, Dachbodenschätze und Kellerkinder bei sich herumstehen?

Dinge verlieren über die Zeit ihre Bedeutung

Schon lange vor dem Umzug habe ich Dinge aussortiert, die wir nicht mehr brauchen oder deren Zeit in unserer Familie abgelaufen ist, um den Umzugsaufwand so gering wie möglich zu halten. Kinderbücher zum Beispiel, die mein Kind nicht mehr haben möchte, haben wir weiterverschenkt, ein Fahrrad  und das Kettcar verkauft. Auch viele meiner alten Fachbücher haben den Umzug nicht mehr mitgemacht, einige sind von der Wissenschaft schon längst überholt worden. Kleidung, Gardinen, Schuhe, vieles ist in der Altkleidersammlung gelandet. Und trotz des ganzen Aussortierens gibt es im neuen Haus noch immer die ein oder andere Kiste, die seit dem Umzug unausgepackt in einem der Kellerregale herumsteht. Die Kiste, die ich auszupacken begann, enthielt alte Briefe aus meiner Kindheit. Ich war schon frühe eine sehr leidenschaftliche Briefeschreiberin. Im Schnitt durften diese Briefe etwa 30 Jahre alt sein. Ich hatte sie ganz vergessen und bei jedem Umzug ist sie einfach immer mitgezogen. Als Kind  nahm ich an einer Art Briefzirkel teil, bekam Vorschläge für Brieffreunde aus der ganzen Welt und tauschte mich mit Menschen aus dem Iran, Schweden, Canada oder England aus. Die meisten Briefe enthielten Grußkarten aus dem jeweiligen Land, manchmal auch ein Foto von der Gegend oder der dem Menschen, der mir die Post gesendet hatte. An diesem Tag begann ich auszusortieren, womit ich mich damals so intensiv beschäftigt hatte. Ich prüfte jeden Brief, doch kaum etwas davon hatte heute noch eine Bedeutung für mich. Viele Briefe, Postkarten und Fotos konnte ich aussortieren und wegschmeißen. Vieles hatte den gleichen Inhalt, manchmal behielt ich eine der Postkarten, aber den allergrößten Teil konnte ich einfach in der Altpapiertonne entsorgen. Im Kellerregal ist nun wieder Platz.

panta rhei – alles fließt

Das Leben verändert sich ständig, “panta rhei” – alles fließt”, sagte schon der griechische Philosoph Heraklit. Loslassen gehört zum Leben. Ständig lösen wir uns von Gegenständen, Situationen oder Menschen, und nehmen Neues in Empfang. Wir verabschieden das, was nicht mehr in unser Leben passt, was keinen Sinn mehr macht oder wir als Erinnerung in uns tragen und machen Platz für neue Erfahrungen. Meist bemerken wir diesen Loslass-Prozess nicht einmal und es geht ganz problemlos vonstatten. Aber manchmal lassen wir die Dinge viel zu lange liegen, obwohl sie ihren Nutzen, ihren Wert oder ihre Funktion verloren haben. dann stapeln sie sich in den Regalen, im Keller oder in der Garage und werden zu Staubfängern, Dachbodenschätzen und Kellerkindern. “Das war so teuer, das kann ich doch nicht einfach wegschmeißen”, denken sich viele oder “Das kann man doch sicher noch einmal gebrauchen” oder “Das kann ich doch nicht wegschmeißen, das war ein Geschenk”. Meist geschieht das, wenn unsere Gefühle mit diesen Dingen gekoppelt sind. Wir verbinden alte Erinnerungen mit ihnen, von denen wir uns nicht trennen können oder wollen. Aber diese Gefühle gehören der Vergangenheit an, wir halten sie dadurch am Leben, dass wir sie in die Dinge hineinprojizieren, die bei uns verstauben. Sich von ihnen zu lösen, bedeutet gleichzeitig, mit ihnen abzuschließen, mit ihnen ins Reine zu kommen und sich innerlich freier zu machen für die Gefühle im Hier und Jetzt. Viele erleben das Loslassen dann tatsächlich als einen befreienden Akt. Loslassen von altem Ballast ist ein bewusster Vorgang, er verhilft dazu, den Augenblick zu genießen, sich reinen Herzens am gegenwärtigen Moment zu erfreuen und einfach zu SEIN.

Lass los und werde glücklich: 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben

Ich freue mich sehr, dass dazu schon bald mein neues Buch erscheint, das beim Loslassen hilft – und zwar jeden Tag ein Stückchen mehr:” Lass los und werde glücklich: 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben“. Mit dem Wissen aus dem Buch, den Selbstchecks und Übungen kann sich jeder selbst auf den Weg machen, zu ergründen, warum er noch an Dingen oder Ereignissen festhält und sich von den sechs Schritten vom Festhalten über das Loslassen bis zum Glückszustand leiten lassen. Ein Weg zu mehr Selbstbewusstsein, der häufig mit der Verarbeitung von Kränkungen und dem Verzeihen verbunden ist, bevor eine Person innere Ruhe finden und ihr Glück wirklich genießen kann. Dabei ist das Glück kein erreichbarer Endzustand, in dem wir ein Dauerhochgefühl erleben. Wir können jedoch ein positives, stabiles Lebensgefühl entwickeln, das sich in einer grundlegenden Lebensfreude und Zufriedenheit ausdrückt.

Was sind Ihre Gedanken dazu? Was für Staubfänger, Dachbodenschätze und Kellerkinder haben Sie bei sich herumliegen? Wann sollten wir loslassen? In welchen Fällen sollten wir besser festhalten?

Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Tag,

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :)

 

 

 

Online-Coaching – eine Alternative

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
heute möchte ich Ihnen eine Möglichkeit vorstellen, ein individuelles Coaching in Anspruch zu nehmen, ohne dabei vor die Tür zu gehen: ein Online-Coaching! Coachings über das Internet erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Sie sind eine wunderbare Ergänzung zu einem Präsenzcoaching, können aber auch eine Alternative für jemanden sein, der beruflich stark eingebunden, viel auf Reisen geht oder einfach zu weit entfernt ist. Geeignet kann es aber auch für diejenigen sein, die gesundheitlich eingeschränkt sind und den Weg zu mir nach Dorsten nicht schaffen können.

Coaching per Bildschirm

Ein Online-Coaching kann direkt vom Computer am Arbeitsplatz aus durchgeführt werden, von zu Hause aus oder vom Hotel. Dazu brauchen Sie nur einen Computer mit Kamera, einen Internetzugang und die Anmeldung auf der jeweiligen Online-Plattform. Meine Klient und ich können uns dann über den Bildschirm sehen und direkt miteinander sprechen. Häufig geht es um sehr konkrete berufliche oder persönliche Fragen und Problemstellungen. Meine Klienten fragen häufig nach einer möglichst schnellen „Lösung“ für ihr  Thema, ihr Problem oder ihr Ärgernis. Das ist anders als bei einer Psychotherapie, die einen „Patienten“, bei dem ein Krankheitsbild besteht, über einen längeren Zeitraum begleitet. Auch im Online-Coaching geht es ebenso wie im Präsenzcoaching häufig um punktuelle Belastungen, wie beispielsweise einen Konflikt in der Familie, ein Kommunikationsproblem mit Kollegen, eine berufliche Neuorientierung oder die Balance von Familie und Beruf.

Mögliche Fragestellungen:

  • Wie kann ich den Konflikt mit meinem Arbeitskollegen auf friedliche Art und Weise beilegen?
  • Ich fühle mich dauernd müde und abgespannt, der Job läuft nicht rund, woran liegt das und wie kann ich wieder mehr Motivation bekommen?
  • Ich fühle mich dauernd gehetzt und unter Strom, alle wollen etwas von mir. Wie kann ich mich besser abgrenzen und besser für mich sorgen?

Tragen Sie sich in den Verteiler ein - mit wertvollen Informationen und Übungen

* zwingend
Interesse

Ressourcen aktivieren und Lösungen entwickeln

Es kann darum gehen, sich Zukunftsängsten zu stellen, Kränkungen zu überwinden oder Stress abzubauen. Ziel ist es, die eigenen Ressourcen zu aktivieren, um den Herausforderungen des Lebens gelassener begegnen, Kränkungen und Rückschläge besser wegzustecken und für die aktuelle Herausforderung einen besseren Blick für die möglichen Lösungen zu entwickeln. Das Online-Coaching bietet den fachkompetenten Außenblick auf eine spezielle Herausforderung sowie die entsprechenden Übungen und Bewältigungsmöglichkeiten dazu. Sie lernen, überholte Vorstellungen zu erkennen und loszulassen, die Umstände anzunehmen, innere Stärke zu aktivieren und die eigene Situation positiv zu beeinflussen.

Der Ablauf eines Online-Coachings

Der Ablauf ist ähnlich wie im Face-to-Face-Coaching. Nach der Schilderung des persönlichen Themas folgt eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustands. Es werden Zielvorstellungen herausgearbeitet, Lösungsmöglichkeiten erwogen und Selbstbegrenzungen aufgedeckt. Meine Aufgabe ist es durch gezielte Fragestellungen, Übungen und Feedback zu strukturieren und bei der Lösungsfindung zu helfen, damit Sie weiterkommen und das Beste aus Ihrer Situation machen. Schon die Entscheidung für ein Coaching setzt oftmals Lösungsenergie frei. Plötzlich richtet sich der Fokus auf Veränderung aus und die Bewusstheit für Lösungsmöglichkeiten wächst.

Ich hoffe, damit konnte ich Ihnen einen Eindruck zu meinen Online-Coachings vermitteln. Für Nachfragen und Anmeldungen erreichen Sie mich unter der Telefonnummer: 02362 7877990. Weitere Termine zu Erlebnisabenden, Lesungen oder anderen Aktionen finden Sie hier: Termine

Ich freue mich auf Sie,

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :)

Zum Weiterstöbern:

Wann ist es an der Zeit für ein Coaching?