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Kraft und Energie durch Rituale

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Rituale geben uns Halt, wirken reinigend und ausgleichend, doch bewusst sind sie uns meist nicht. Dabei sind Rituale in die Gestaltung von Weihnachten, Ostern, Geburtstagen oder Hochzeiten eingebunden. Auch das gemeinsame Abendessen in der Familie, der sonntägliche Kirchgang oder dem Kind vor dem zu Bett gehen eine Geschichte vorzulesen, kann zum Ritual werden. Rituale gibt es in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen. In der Regel bringen sie Klarheit, Stabiität und beleben die Gemeinschaft. Auch im Coaching kann ein Loslass-Ritual hilfreich sein, längst überholte Lebensvorstellungen, falsche Überzeugungen oder andere Blockaden hinter sich zu lassen.

Der geheimnisvolle Begriff „Ritual“

Das Wort selbst stammt vom lateinischenWort „rītuālis“, was so viel bedeutet wie „den religiösen Brauch betreffend“. Genutzt wird das Wort seit dem 18. Jahrhundert, wird allerdings heute in sehr unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Die Psychologie versteht unter ritualisierten Handlungen schon das morgendliche Zähneputzen oder die Gutenachtgeschichte vor dem Zubettgehen für Kinder. Auch das monatliche Kegeln, der wöchentliche Kaffeeklatsch oder die Zigarettenpause sind ritualisierte Ereignisse. Sie verlaufen nach den immer gleichen Mustern, bieten den Menschen klare Regeln und fördern den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Das Wort Ritual wird mit diesen Ereignissen aber häufig nicht in Verbindung gebracht.

Zeremonien und Rituale

Religiöse Zeremonien wie die Hochzeit, Taufe oder Beerdigung laufen nach bestimmten Ritualen ab. Die Bekreuzigung, der Segen des Pfarrers oder die Besprengung mit Weihwasser sind ritualisierte Handlungen mit hohem symbolischen Wert. Ein Ritual läuft nach klaren Regeln ab, denn es ist wichtig, dass die Handlungen in einer bestimmten Reihenfolge durchgeführt werden. Diese Handlungsabfolgen haben eine wichtige symbolische Bedeutung und können in eine feierliche Zeremonie eingebunden sein. Festgelegte Worte, Gesten oder Handlungen begleiten das Geschehen. Besonders deutlich wird das beispielsweise an Weihnachten, bei einer Betriebsfeier oder der englischen Teezeremonie. Früher sind die Menschen an Weihnachten zuerst in die Kirche gegangen, haben dann zu Abend gegessen und anschließend die Geschenke verteilt. Bei vielen sind diese Abläufe noch heute Brauch. Selbst bei der Weihnachtsfeier in der Firma, zu der sich die Mitarbeiter versammeln, wird in der Regel zuerst eine Rede gehalten. Meist ist es der Chef oder jemand  in Leitungsfunktion, der zuerst die Ereignisse des letzten Jahres Revue passieren lässt, Danksagungen an die Mitarbeiter richtet und anschließend das gesellige Beisammensein mit dem Buffet eröffnet.

Rituale helfen, Ängste zu überwinden

Viele denken dabei eher an etwas Mystisches, Initiationsriten indigener Völker oder rituelle Beschwörungen. Tatsächlich halfen Rituale den Menschen schon vor langer Zeit, mit ihren Ängsten umzugehen. Die Anrufung der Elemente diente der Beschwichtigung von Naturkatastrophen, das Räuchern der Verbindung mit der geistigen Welt, das Auflegen der Hände zur Gesundung eines Kranken. Noch heute kann ein Ritual hilfreich sein, Phasen von Instabilität zu überwinden, Übergangszeiten zu gestalten und Heilung zu unterstützen. Bei einer Trennung beispielsweise, bei Trauer oder einer beruflichen Veränderung. Rituale ermöglichen, die Vergangenheit zu würdigen, loszulassen, was nicht zu ändern ist und sich auf Neues einzulassen. In einem geschützten Rahmen können Gefühle ihren Raum bekommen. Damit werden Rituale zu einer großen Hilfe bei der Bewältigung schwieriger Lebensereignisse. Schöne Beispiele dafür sind im Buch “Lass los und werde glücklich” beschrieben.

 

Kraft und Energie durch Rituale – Doerthe Huth

Wenn Sie etwas loslassen möchten, was nicht mehr in Ihr Leben passt oder eine Lebensphase aktiv verabschieden möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Die Gestaltung von Lebensübergängen findet bei mir sowohl im Coaching als auch in der Gestalttherapie oder der Supervision ihren Raum.

Ihre Dörthe Huth

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Ich vergebe. Der radikale Abschied vom Opferdasein – Die Methode von Colin C. Tipping

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

schwierige und schmerzhafte Erfahrungen aus der Vergangenheit belasten Menschen oft stark, deshalb haben sich schon viele Bücher mit dem Abschied vom Opferdasein beschäftigt. Ungerechtigkeit und Schmerz loszulassen ist nicht so einfach. Oft hadern wir mit unserem Schicksal und schwanken immer wieder zwischen dem Wunsch nach innerem Frieden sowie Gefühlen von Ungerechtigkeit und Rache. Nicht selten geht dies mit einem langwierigen psychotherapeutischen Prozess des Annehmens und Verzeihens einher. Mit etwas Abstand zum eigenen Erleben kann eine Art Neubeurteilung der Vergangenheit erfolgen, bei der wir aus einer gemeisterten schwierigen Situation einen Gewinn ziehen, unsere Stärken kennenlernen und reifen. Die radikale Vergebung geht noch darüber hinaus. Die spirituelle Grundannahme ist ein göttlicher Plan, der hinter allem steckt. Somit ist jede Erfahrung in unserem Leben ein Schritt weiter Richtung göttliche Vollkommenheit. Erschienen ist das Buch “Ich vergebe” in Deutschland im Jahr 2007 bei Kamphausen.

Colin C. Tipping : Ich vergebe – Der radikale Abschied vom Opferdasein. Kamphausen 2007.

Radikale Vergebung als Auflösung der energetischen Blockade

Der Begriff “radikal” stammt von radix = die Wurzel. Tipping geht davon aus, dass derjenige, der nicht radikal vergibt, eine energetische Blockade in seine Aura setzt. Denn starke Gefühle, die nicht ausgelebt werden, setzen sich fest und verhindern den freien Fluss von Lebensenergie. Zudem zieht eine energetische Blockade gleichzeitig weitere ähnliche Erfahrungen in unser Leben. Der Sinn liegt nach Tipping darin, die Erinnerung an das unterdrückte Gefühl zu erinnern, das es zu erlösen gilt.

Bei der radikalen Vergebung wird einerseits die festsitzende Energie der aktuellen Erfahrung erlöst und gleichzeitig alle damit einhergehenden unterdrückten Gefühlsregungen bis hin zur Urverletzung. Damit wird dann gleichzeitig die Wurzel dieser aktuellen Emotion aufgelöst. Doch gelingt es uns nur selten, die Gelegenheit zur Heilung zu erkennen, deshalb bleiben wir laut Tipping im „Opferland“ gefangen. Wir unterdrücken unsere Gefühle, um im Alltagsleben zu funktionieren.

Höher schwingen und die göttliche Ebene erfahren

Tipping erklärt sehr ausführlich, was Vergebung nicht ist. “Pseudovergebung” nennt er die Formen der Vergebung, die das Opferdasein nicht verringern. Beispiele für Pseudovergebung sind vergeben, vergessen oder entschuldigen, die mit der Unterdrückung von Gefühlen einhergehen. Die Vergebung aus der Gewissheit heraus, im Recht zu sein, sieht Tipping beispielsweise als Arroganz und nicht als echte Vergebung.

Die radikale Vergebung bezieht sich nicht auf die Vergangenheit sondern auf die Gegenwart. Man wechselt dabei die Betrachtungsebene und geht über die begrenzte Sichtweise menschlicher Erfahrungen hinaus auf die Ebene der göttlichen Wahrheit. Eine Ebene, die laut Tipping weit höher schwingt und auf der wir uns selbst als göttliches Wesen wahrnehmen können. Auf dieser Ebene gibt es weder Opfer noch Täter. Eine Welt ohne Bewertungen, auf der wir uns als spirituelles Wesen wahrnehmen können, das menschliche Erfahrungen macht.

Radikale Vergebung – Stärken und Schwächen

Immer wieder werden wir mit solchen Situationen konfrontiert, die vordergründig keinen Sinn ergeben, bis wir bereit sind, aus ihnen zu lernen. Der wichtigste Schritt zur radikalen Vergebung ist die Annahme, dass hinter unseren Lebensgeschichten die göttliche Vollkommenheit wirkt, dann gilt es, sich für die Kraft des Friedens zu entscheiden. Die Tipping-Methode ist ein ganz wunderbarer Ansatz, um mit zwischenmenschlichen Problemen, Schuldgefühlen oder Mobbingsituationen umzugehen. Schwierig wird es da, wo es um schwere Grenzüberschreitungen geht. Hinter einem Kindesmissbrauch einen göttlichen Plan anzunehmen, durch den das Kind etwas lernen soll, scheint fast schon absurd. Letztendlich kann Tipping dem Leser nicht verständlich machen, was er damit meint, dass auch solche Erfahrungen von Liebe getragen sind (S. 109). Was das Vollkommene an Erfahrungen wie Kindesmissbrauch, Körperverletzung oder anderen schweren Grenzüberschreitungen sein soll, bleibt Tippings Geheimnis.

Für wen sich die Methode der radikalen Vergebung eignet

“Ich vergebe” ist ein Buch für alle Menschen, die aus dem Opferdasein aussteigen möchten und etwas Mut mitbringen, sich auf einen zutiefst spirituellen Denkansatz einzulassen. Wer die Bereitschaft dazu mitbringt, hinter allem einen göttlichen und von Liebe getragenen Plan anzunehmen, wird für sein Leben wunderbare Anregungen, Denkanstöße und Veränderungsmöglichkeiten aus diesem Buch ziehen. Praktische Übungen, Listen, Abbildungen und Rituale ergänzen das Buch und erleichtern den Weg der radikalen Vergebung. Tipping bringt dem Leser seine Methode zudem über Fallbeispiele und eigene Erlebnisse nahe und ermutigt den Leser so Stück für Stück, sich auf diesen spirituellen Weg des Loslassens einzulassen. Die Methode der radikalen Vergebung ist in jedem Fall einen Versuch wert und das Buch “Ich vergebe” fast schon ein Muss für jeden Menschen, der bisher aus seinem Opferdasein noch nicht aussteigen konnte.

Neue Möglichkeiten entdecken

Wenn Sie einem Menschen nicht verzeihen oder vergeben können und das Ereignis dennoch loslassen möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Vereinbarung eines Coaching-Termins. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Ich würde mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen.

Ihre Dörthe Huth

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Vom Zauber der dunklen Zeit – Loslassen bei Gesang, Klavier und lichten Gedanken im Gesangstudio Dorsten

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Mit klassischer Musik und besinnlichen Worten begrüßen wir die dunkle Jahreszeit. Loslassen bei Gesang, Klavier und lichten Gedanken – das wollen wir am Abend des 23.11.2013 ab 19 Uhr in der besonderen Atmosphäre des Gesangsstudios auf der Marienstr. 51 in Dorsten. Auf das gemeinsame Event mit der Pianistin Hajime Umetani und der Sängerin Julia Nikolajczyk freue ich mich sehr. Es steht ganz unter dem Motto: “Vom Zauber der dunklen Zeit – Loslassen bei Gesang, Klavier und lichten Gedanken”. Der Eintritt beträgt 12 Euro pro Person, Voranmeldungen sind erbeten unter der Telefonnummer: 01577/1494551 oder per eMail über gesang-dorsten@web.de

Loslassen und die besinnliche Zeit begrüßen

Es heißt nun loslassen und endgültig Abschied nehmen von der Fülle des Sommers – zumindest für 2013. Wir tauchen ein in die kalte Jahreszeit, in der die Natur immer karger wird und wir uns zunehmend auf uns selbst besinnen.Die besinnliche Zeit bringt viel Gutes mit sich. Wir können uns einlassen auf die Gemütlichkeit bei Kaminfeuer und Kerzenschein, mit einem guten Buch zur Ruhe kommen und die wunderbaren Klänge der Musik genießen, während der unbehagliche Herbstwind um die Häuser fegt.

Gesang, Klavier und lichte Gedanken

Begleitet durch das ausdrucksstarke Klavierspiel von Hajime Umetani zu Melodien von Franz Schubert, Wolfgang Amadeus Mozart oder Richardt Strauß, kann sich die warme und kraftvolle Stimme der Mezzosopranistin Julia Nikolajczyk voll entfalten. Dazwischen stelle ich lichte Gedanken aus meinem gerade erschienenen Buch “Lass los und werde glücklich” vor, gebe Impulse für mehr Leichtigkeit im Leben gebe einen Einblick in eine berührende Meditation “Reise in dein Herz”. Die Mischung aus Musik, Gesang und Lesung verführt dazu, wohltuende Glücksmomente aufzunehmen. So können wir die dunkle Zeit genießen.

Das Abenprogramm im Überblick

Franz Schubert: Litanei zu Allerseelen Es-Dur; Frühlingstraum aus der Winterreise; Du bist die Ruh

Klavier Solo:  Etudes Tableaux op.33 von Serge Rachmaninoff

Robert Schumann: Mondnacht

Richard Strauss: Zueignung und Morgen

Klavier Solo: Liebestraum von Franz Liszt

Ambroise Thomas: Connais tu le pays ( Mignon)

Edvard Grieg: Solveigs Lied (Peer Gynt)

Klavier Solo: Clair de Lune von Claude Debussy

Wolfgang Amadeus Mozart: Alleluja aus dem Exsultate Jubilate

Zwischendurch Leseeinheiten aus:

-Lass los und werde glücklich. 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben. Südwest Verlag 2013.

-Sinnlichkeit. Drei geführte Meditationen für mehr liebevoll erotische Sinnlichkeit. Neptun24 2013.

-Einfach Liebe – doppelt Glück. Gondrom 2009.

Eine kurze Buchvorstellung als Video finden Sie hier: Lass los und werde glücklich

Die Künstlerinnen: Hajime Umetani, Julia Nikolajczyk und Dörthe Huth

Die in Japan geborene Pianistin Hajime Umetani lebt schon seit über 15 Jahren in Düsseldorf. Sie studierte in Japan Klavier und setzte ihr Aufbaustudium in Deutschland fort. Regelmäßig gibt sie Klavierkonzerte, spielt als Liedbegleitung und ist als Klavierlehrerin tätig. Auch hier in Dorsten gibt sie Klavierunterricht im Gesangsstudio von Julia Nikolajczyk. http://www.klavierduesseldorf.com/

Die Mezzosopranistin Julia Nikolajczyk studierte Gesang in Köln und New York und ist regelmäßig auf verschiedenen Bühnen zu sehen. Neben Engagements an der “Jungen Kammeroper Köln” kann sie auf Gastspiele in Koblenz, Düsseldorf und Toulouse zurück blicken. Zudem hat sie Erfahrungen als Chorleiterin und unterrichtet seit 2007 Gesang und Schauspiel in ihrem eigenen Studio für Gesang an der Marienstraße. http://www.julia-nikolajczyk.de/

Dörthe Huth beschäftigt sich in ihren Büchern, Seminaren und Coachings mit Themen rund um die Persönlichkeitsentwicklung. Nach Abschluss ihres Studiums der Germanistik und Psychologie hat sie sich unter anderem zur Gestalt- und Hypnotherapeutin weitergebildet. Sie unterstützt sie ihre Klienten darin, Belastendes loszulassen, um das eigene Potential voll zu entfalten. http://www.doerthe-huth.de/

Lichte Gedanken – Dörthe Huth

Für mich ist es in dieser wunderbaren Mischung aus Klavier, Gesang und Lesung habe ich noch nicht aus meinen Büchern gelesen, daher freue ich mich ganz besonders auf dieses Event aus einer Mischung von Klavier, Gesang und Lesung. Falls Sie genauso gespannt sind wie ich, sehen wir uns vielleicht am Abend des 23.11.2013 im Gesangstudio Dorsten. Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Dörthe Huth

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Der Hospizdienst Horizont begleitet Sterbende zu Hause in Berlin

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Krankheit, Leiden, Sterben und Tod sind Themenbereiche, mit denen sich die meisten von uns nicht so gerne beschäftigen. Da wir aber alle irgendwann in die Situation kommen, dass ein nahestehender Mensch stirbt oder wir uns selbst auf den eigenen Tod vorbereiten müssen, möchte ich Ihnen heute ein Projekt vorstellen, das im Fall der Fälle Sterbenden und ihren Angehörigen zur Seite steht: der Hospizdienst Horizont in Berlin.
Hospizarbeit ist die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen, insbesondere durch geeignete Pflege, kompetente Schmerztherapie und menschliche Zuwendung. Der Berliner „Hospizdienst Horizont“ unterstützt Sterbende und ihre Angehörigen in ihrem häuslichen Umfeld. Er gehört zum buddhistischen Zentrum „Bodhicharya Deutschland e.V.“, das sich auf einem denkmalgeschützten Gelände in Berlin-Friedrichshain befindet. Es ist eine Begegnungsstätte für Jung und Alt und bietet einen geschützten Raum für Schulungen, kulturellen Austausch und interreligiöse Dialoge. Geleitet wird das Projekt “Hospizdienst Horizont” von Miriam Pokora und Michaela Dräger. Wie Sterbende und ihre Angehörigen in ihrem häuslichen Umfeld bis zuletzt unterstützt werden können, erklärt Michaela Dräger im Interview.

 

Hospizdienst Horizont – Miriam Pokora und Michaela Dräger

Was ist ein Hospizdienst und gibt es einen Unterschied zum Hospiz?

Hospizdienst Horizont: Es gibt in Berlin 11 stationäre Hospize und 20 Hospizdienste. In einem stationären Hospiz können Menschen mit schwerer Krankheit wohnen und ihre letzte Lebenszeit verbringen. Es gibt dort in der Regel Einzelzimmer. Die Menschen bestimmen ihren Tagesablauf selbst, können sich mit Freunden und Angehörigen umgeben und sind dennoch gut  versorgt. Ein Hospizdienst wie wir es sind, arbeitet ambulant, das heißt die Klienten werden bei sich zu Hause betreut. Sehr oft besteht der Wunsch, in der vertrauten Umgebung bleiben und auch hier sterben zu können. Betroffene und Angehörige stellt das aber vor große Herausforderungen. „Was wird jetzt geschehen?“, fragen sie sich und „Können wir es überhaupt zu Hause schaffen?“. Hier sind Hospizdienste gefragt, die durch ausgebildete Helfer ehrenamtliche Unterstützung und Begleitung leisten. Fast immer ist die Situation schwierig und nicht jeder Betroffene hat die Kraft, sich wirklich mit seinem baldigen Sterben auseinandersetzen. Auch die Angehörigen erleben eine schwierige Zeit, die sie oft an ihre Grenzen bringt. Die Begleitung ist für die Betroffenen und Familien kostenlos. Dies ist wichtig und soll auch so bleiben.

Wie ist der Hospizdienst Horizont organisiert und welche konkrete Unterstützung bietet er für Betroffene?

Hospizdienst Horizont: Ein Hospizdienst besteht aus ein oder mehreren hauptamtlich angestellten Koordinatoren und geschulten ehrenamtlichen Helfern. Die Koordinatorin hat in erster Linie die Aufgabe, die Einrichtung zu leiten, für die Schulung der Ehrenamtlichen zu sorgen, Supervision für diese bereitzustellen und die Erstbesuche bei den Klienten durchzuführen. Dabei geht es darum, welche Unterstützung die Betroffenen sich wünschen und was sie brauchen. Manchmal werden Menschen völlig unversorgt aus dem Krankenhaus entlassen, dann muss erst einmal alles Notwendige organisiert werden. Von der Pflegestufe bis hin zum Pflegebett und sonstigen Hilfsmitteln. Es sind aber auch ganz persönliche Fragen, Probleme und Nöte, welche die Menschen beschäftigen, auch finanzielle Sorgen. Wir sehen uns als eine Art „All-Round-Dienstleister“ und versuchen wirklich jedem Problem Abhilfe zu verschaffen.

Wie unterstützen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer konkret?

Hospizdienst Horizont: Ist die Grundsituation geklärt, kommen die Ehrenamtlichen dazu. Wir überlegen dabei immer sehr genau, wer in welche Familie oder zu welcher Person passen könnte, so dass beide Seiten sich wohlfühlen und sich eine wertvolle Beziehung entwickeln kann. Unsere ehrenamtlichen Helfer unterstützen durch einfaches „Dasein“, Gespräche, Spaziergänge, Karten spielen, kleine Erledigungen oder bei der Organisation der „letzten Dinge“. In der Regel bleibt diese Beziehung bestehen bis die Person verstirbt. Dies ist eine Sicherheit, die schwerkranke Menschen oft nicht haben: dass da jemand ist, der wirklich bis zum Ende bleibt und auf den sie sich verlassen können. Jemand, der keine Berührungsängste hat und der dem Thema nicht ausweicht mit dem oft so gut gemeinten Satz: „Das wird schon wieder“. Jemand, der eine schwierige Situation aushalten kann, ohne gleich in Aktionismus zu verfallen. Jemand, der seine Hand reicht und mich nicht mehr los lässt, wenn ich gehalten werden will und jemand der mich Dinge selbst machen lässt, wenn ich mir allein noch helfen kann und möchte. Wir sagen immer die Ehrenamtlichen sind das „Herzstück“ unserer Arbeit.

Wer sind die Menschen, die sich an den Hospizdienst Horizont wenden?

Hospizdienst Horizont: Meist legen Krankenhäuser und Ärzte ihren Patienten nahe, sich an uns zu wenden. Ich bin immer wieder beeindruckt wie Menschen, mit solch harten Schicksalsschlägen und so viel Trauer und Schmerz umzugehen lernen und die Situationen bewältigen – bewältigen müssen. Jeder Klient ist auch jemand, von dem wir lernen können. Einige Situationen treffen uns ganz besonders. Da war zum Beispiel ein Vater, der eine junge Mutter mit einem behinderten Kind alleine lassen musste, ein Mann, der durch seine Krankheit nach und nach vollkommen eingeschränkt wurde und dem nichts mehr blieb als sein Augenzwinkern oder eine ältere Dame, die so gerne sterben wollte und sich jeden Tag fragte, warum sie nicht sterben konnte. Jede Begleitung ist unterschiedlich und dauert so lange, wie sie dauern muss. Manchmal werden wir zu Sitzwachen ins Pflegeheim gerufen und es sind nur noch Stunden, bis der Tod des Klienten eintritt;  manchmal sind es Wochen, Monate, die wir den Weg gemeinsam mit den Menschen gingen, in selteneren Fällen auch Jahre.

Wie wirkt der buddhistische Ansatz in der täglichen Hospizarbeit?

Hospizdienst Horizont: Die buddhistische Philosophie ist ein wichtiges „Werkzeug“ für die Arbeit im Hospizdienst. Unsere Begleiter und Begleiterinnen erlernen in der Schulung die Grundlagen der buddhistischen Geisteshaltung. Eine Haltung, die getragen ist von Mitgefühl und Anteilnahme sowie Toleranz und Wertschätzung für alle Lebewesen. Sie erlernen Meditationstechniken, die für die Betroffenen bei Bedarf hilfreich sein können. Die buddhistische Philosophie erklärt, wie wir uns, beziehungsweise den Zustand unseres Geistes verändern und entwickeln können. Dabei gehen wir davon aus, dass der Tod ein Übergang ist und das „reine Bewusstsein“, ein sehr subtiler Teil des Geistes, ewig fort besteht. Dies ist aber nicht „mein“ Geist oder „mein Ich“, welches weiter existiert. Im Gegenteil, man übt  sich darin, sich von all diesen Vorstellungen eines „Mein“ und „Mir“ zu lösen, um einen Zustand des „Frei-Seins“ zu erreichen, der auch zum Zeitpunkt des Sterben- Müssens sehr hilfreich ist. Dieser Zustand erlaubt es dem Betroffenen, friedvoll gehen zu können – was wir uns alle wünschen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Frau Dräger.

Die Website vom Hospizdienst Horizont ist hier zu finden: hospiz-horizont.de

Was bewegt Sie zu diesem Thema? Wie gehen Sie mit dem Thema Tod und Sterben um? Sie sind herzlich eingeladen, einen Kommentar mit Ihren Gedanken zu hinterlassen, Hinweise und Tipps zu ergänzen, damit auch andere Leserinnen und Leser davon profitieren.

Wenn Sie Kraft und Energie für eine schwere Zeit benötigen und einen persönlichen Coaching-Termin mit mir in Dorsten vereinbaren möchten, freue ich mich auch Ihren Anruf unter 02362/7877990 oder per eMail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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Der zeitlose Kalender: Lass los und werde glücklich. 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Loslassen tut gut, denn es befreit! Sei es das Ablegen alter Gewohnheiten, der Ausklang einer schwierigen Beziehung oder die Lösung aus einem belastenden Arbeitsumfeld. Aber auch die Distanzierung von einer Kränkung, einem Streit oder einem traurigen Ereignis tut häufig gut. Die Befreiung von solchen Altlasten ist für die meisten Menschen eine Erleichterung. Dennoch ist das Loslassen nicht nur mit guten Gefühlen verknüpft, meist fühlt es sich auch irgendwie schwer an, ist mit Unsicherheit, Ängsten und vielen Fragen verbunden. Wie das Loslassen dennoch gelingt und zu mehr Glück und Wohlbefinden führt, finden Sie ab sofort in meinem zeitlosen Kalender zum Aufstellen und Umblättern – mit wunderbaren Fotos, Texten und Inspirationen, der im Oktober 2013 im Südwest Verlag erschienen ist.

Lass los und werde glücklich: 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben

Klicken Sie auf das Cover und gewinnen Sie auf Amazon.de einen Eindruck davon, wie die wunderschönen Bilder und Inspirationen des Buches wirken!

Loslassen, damit das Leben leichter wird

Paradoxerweise hat man selbst oft den Eindruck, etwas verarbeitet zu haben, während andere Menschen an bestimmten Verhaltensweisen erkennen, dass wir nicht ganz im inneren Gleichgewicht sind. Wer an Unabänderlichem festhängt, wird innerlich verhärten, traurig werden oder verbittern. Dieses innere Ungleichgewicht lässt sich beispielsweise daran erkennen, dass wir zu stark emotional auf bestimmte Menschen oder Situationen reagieren, leicht kränkbar sind oder schnell wütend werden. Manchmal sind es Erinnerungen an längst vergangene Situationen, die uns noch blockieren. Das Gute erinnern wir zwar gern, doch an die unangenehmen, schmerzhaften Stellen, wollen wir uns lieber nicht heranwagen. Aber auch in der Gegenwart ist die Vergangenheit durch unsere Erinnerungen immer präsent. Wer sie Erinnerungen durch Schutzmechanismen in Schach halten muss, damit sie nicht schmerzen, zieht die Energie auch von der Lebensfreude ab. Es werden nicht nur die unangenehmen Gefühle geblockt sondern gleichzeitig wird Energie von der emotionalen Wohlfühlseite abgezogen. Der zeitlose Kalender “Lass los und werde glücklich. 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben” gibt viele Hinweise, Inspirationen und Hintergrundinformationen, um wieder Lebensfreude und Wohlbefinden zu spüren.

52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben

In einem Zustand von Glück und Lebensfreude ist es ganz einfach, den Moment zu genießen: In solchen Augenblicken steht die Zeit still, wir spüren eine innere Ruhe und sind frei von Bewertungen, Ängsten und Sorgen. Aber in diesen Zustand müssen wir erst einmal gelangen. Das Buch „Lass los und werde glücklich. 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben“ aus dem Südwest Verlag 2013 zeigt, wie wir durch sechs gezielte Schritte von der Wahrnehmung des eigenen Themas über das Loslassen voll und ganz in die Momente von Glück und Wohlbefinden eintauchen können. Die Seiten des zeitlosen Kalenders lassen sich immer genau an der Stelle aufschlagen, die einem gerade besonders wichtig ist. Schon beim Ansehen der wunderschönen Bilder kommen gute Gefühle auf. Zahlreiche Übungen, Inspirationen und Affirmationen helfen dabei, unnötigen Ballast über Bord zu werfen und Raum für Lebensfreude zu schaffen. Sie können Woche für Woche an innerer Stärke gewinnen und die kleinen und großen und Glücksmomente des Lebens wieder voll und ganz genießen!

Ermutigungen zu neuen Lebenssinn und Lebensfreude

In einigen Fällen wissen wir ganz genau, dass uns ein Neubeginn gut täte und abzulegen, was uns blockiert. Wir wissen meist genau, dass dazu das Loslassen alter Gewohnheiten, Beziehungen oder Verhaltensweisen notwendig wäre. Aber genau das schürt Ängste und macht das Herz schwer. Neben dem Wunsch, Belastendes loszulassen, gibt es meist gute Gründe an genau dem festzuhalten. Der Job ist vielleicht sterbenslangweilig – aber dafür bringt er jeden Monat ein verlässliches Gehalt. Die Liebe zum Partner ist vielleicht erloschen – aber die gemeinsame Vergangenheit, die Kinder  und das Haus verbinden beide Partner sehr wohl noch miteinander. Zum Loslassen brauchen wir eine Idee, wie die Zukunft aussehen könnte oder zumindest das Vertrauen darauf, dass schon alles irgendwie gut werden wird. Der zeitlose Kalender “Lass los und werde glücklich. 52 Impulse für ein freies und unbelastetes Leben” setzt genau an diesen Stellen an, ermutigt zum Neubeginn, hilft bei der Sinnsuche und vermittelt Kraft für den Weg der Lebensfreude.

Wenn Sie Ihr persönliches Glück nicht dem Zufall überlassen wollen, machen Sie sich mit diesem zeitlosen Kalender auf eine gezielte Veränderungsreise zu mehr Glück und Wohlbefinden.

Wenn Sie sich persönlich zu Ihrem Loslass-Thema beraten lassen möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Vereinbarung eines Coaching-Termins. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Ich würde mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen.

Ihre Dörthe Huth

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