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Woran unser Gesundheitssystem krankt. Enteignet von Sonia Mikich

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie viele andere, hat auch die erfolgreich Journalistin Sonia Mikich hat auf sehr schmerzhafte Weise Erfahrungen mit unserem Gesundheitssystem gemacht. Die Frau, deren Gesicht vielen aus der ARD-Reihe Monitor bekannt ist, war früher Kriegsreporterin, ist heute Inlandschefin des WDR und hat sich in vielen Ausnahmensituationen behauptet. Doch einmal mit Schmerzen im Krankenhaus gelandet, erlebt sie sich dem Gesundheitsbetrieb hilflos und ausgeliefert – und ist ganz sicher kein Einzelfall. Mit ihrem Buch “Enteignet: Warum uns der Medizinbetrieb krank macht”, gibt sie all denen eine Stimme, die ungehört bleiben.
Sonia Mikich (Herausgeberin): Enteignet: Warum uns der Medizinbetrieb krank macht. C. Bertelsmann Verlag im April 2013. 19,99 Euro als Hardcover. ISBN: 978-3570101599

Sonia Mikic – Warum uns der Medizinbetrieb krank macht

Wer die Schwächen des Gesundheitssystems nicht am eigenen Leib erfährt, kann sich kaum vorstellen, was in Deutschland möglich ist. Sonia Mikich steht stellvertretend für viele andere, die sich nicht wehren können oder deren Stimme ungehört verhallt. Gemeinsam mit ihren Co-Autoren, dem Betriebswirt Jan Schmitt und der Medizinjournalistin Ursel Sieber, legt sie dem Medizinbetrieb den Finger auf seine wunden Stellen. Das Fazit des Buches ist: Unser Medizinsystem macht krank. Als Sonia Mikic mit schweren Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wird, folgen unzählige Untersuchungen und mehrere Operationen. Eine eindeutige Diagnose kann nicht gestellt werden und lange Zeit geht es ihr auch nicht besser. Es folgen fünf Monate medizinischer Irrungen und Wirrungen, Komplikationen und Fahrlässigkeiten. Die taffe Reporterin fühlt sich als Kranke völlig entmündigt und gelangt schließlich zu der Erkenntnis: Im deutschen Gesundheitssystem kann man nur mit Glück gesund werden.

Die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund der medizinischen Hilfsleistungen?

In ihrem Buch “Enteignet. Warum der Medizinbetrieb krank macht” lassen die die AutorInnen Fachleute zu Wort kommen.  Es geht um die Strukturen der Krankenhäuser, ihre Wirtschaftslage, Kommunikationsweisen, Arbeitsverhältnisse und das Selbstverständnis des Personals. Warum weiß im Krankenhaus der eine nicht, was der andere tut? Warum werden Patienten entmündigt und verängstigt? Warum hören Ärzte so wenig zu, was Patienten sagen? Schwachstellen, Mißtände und Ungereimtheiten werden genau unter die Lupe genommen. Die Autoren zeigen mit “Enteignet”, wie Behörden durch widersprüchliche Anforderungen die Verbesserung der Versorgung lähmen, inwieweit Lobby und Geld die Medizin regiert, falsche Kollegialität unter Ärzten oder wie selbst die Pflege zu einer Gefahr für den Patienten werden kann.  Neben den Sonia Mikich, Jan Schmitt und Ursel Sieber kommt eine bunte Mischung von Experten zu Wort. So zum Beispiel ein Arzt, der aus dem Medizinbetrieb ausgestiegen ist, ein Zivi, Pflegende, ein Klinikpfarrer und ein Sozialethiker sowie ein Anwalt und ein Patientenfürsprecher. Die Interviews, Protokolle und Berichte der Beteiligten stellen eine Auswahl dar, sicherlich gäbe es noch mehr mögliche Perspektiven.

Verbesserungsvorschläge für die medizinische Versorgung

Zu viele unnötige Untersuchungen und Operationen, zu hohe Arbeitsbelastungen für das Personal, unklare Abstimmungen untereinander und viele andere Defizite sind im deutschen Medizinwesen zu finden. Das Buch von Mikich, Sieber und Schmitt wirft viele Fragen auf, die auf Beantwortung drängen. Neben den Hinweisen auf die Schwachstellen des Systems sind viele Hinweise auf wichtige Verbesserungsmöglichkeiten enthalten. Unter anderem sind es Forderung nach einer klareren Unterscheidbarkeit von notwendiger medizinischer Leistung und überflüssigen Wellnessangeboten, nach mehr Patientenmündigkeit oder struktureller Klarheit. “Enteignet. Warum uns der Medizinbetrieb krank macht” ist ein wichtiges Buch, denn irgendwann erwischt es vielleicht auch Sie.

Supervision - Doerthe Huth

Wenn Sie mit Ihrem medizinischen Team, als Arzt oder Therapeut eine Supervision zur Verbesserung der eigenen Leistungen suchen, freue ich mich auf Ihren Anruf unter: 02362/7877990 oder auf Ihre eMail.

Ihre Dörthe Huth

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Die Arbeit mit dem Inneren Kind – Neuentdeckung des Ich

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

früh angelegte Wertvorstellungen, Empfindungen, Verhaltensweisen und Selbstwertgefühle beeinflussen das Erwachsenendasein mehr, als den meisten Menschen bewusst ist. Befindlichkeit, Alltag, Partnerschaft oder Erziehung sind von den eigenen kindlichen Erfahrungen geprägt. Das „Innere Kind“ steht symbolisch für die Anteile der Psyche, in denen all dies Vergangene verankert ist. Die Arbeit mit dem inneren Kind wird in verschiedenen therapeutischen Schulen angewendet. Ich setze sie gerne bei Klienten ein, die sich mit Ihrer Vergangenheit aussöhnen wollen, aber auch um sich wieder lebendiger, kreativer und kraftvoller zu fühlen. Denn unser inneres Kind ist voller Freude, Motivation und Kreativität.

Das Innere Kind als Symbol für die Sehnsucht nach Anerkennung

Kinder zeigen viele Seiten, die im Laufe der Entwicklung nicht mehr so häufig in Erscheinung treten. Neugier, Lebendigkeit, Spontaneität, Kreativität und das Aufgehen im gegenwärtigen Augenblick, sind Eigenschaften, die häufig schon im Kindheitsalter abtrainiert werden. Eltern, Erzieher und Lehrer stellen Anpassungsforderungen. Sofern Kinder nicht erwartungsgemäß funktionieren, erfahren sie negative Bewertungen, Abwertungen oder gar Liebesentzug. In solchen Situationen entstehen Verletzungen oder Kränkungen, die lange überdauern können. Im Erwachsenenalter werden sie in neuen Zusammenhängen reaktiviert. Alte Ängste, nicht liebenswert zu sein, nicht dazu zu gehören oder abgelehnt zu werden, kommen auf. Erlebens- und Verhaltensweisen wie Eifersucht, leichte Kränkbarkeit, Beleidigt sein oder Trotz sind Beispiele dafür. Menschen, die rasch auf diese Weise reagieren, tun das aus ihrem ihrem verletzten kindlichen Anteil heraus. Wer das ändern möchte, kann sich mit seinem inneren Kind beschäftigen. Das Innere Kind steht gleichzeitig für die Sehnsucht des Erwachsenen nach Anerkennung, Bestätigung und Liebe, die nicht an Bedingungen geknüpft ist.

Die Arbeit mit dem inneren Kind
Die Arbeit mit dem inneren Kind

Eigene Erlebens- und Verhaltensmuster erkennen

Schmerzvolles oder traumatisches Erleben aus der Kindheit kann in unterschiedlichen Formen an die Oberfläche drängen, ohne dass es offensichtlich wird. Energielosigkeit, Ruhelosigkeit oder psychosomatische Symptome können die Folge sein. Manche Begroffene versuchen, das Innere Kind ganz zu verbannen. Gefühle wie Wut, Angst oder Liebe werden abgespalten oder zumindest unterdrückt. In Beratung und Therapie wird das häufig durch alte und unreflektierte Glaubensmuster deutlich. Wer beispielsweise in der Kindheit wenig Zuneigung und Bestärkung erfahren hat, tut später unbewusst alles dafür, eine Beziehung aufrecht zu erhalten. Häufig sogar weit über die eigenen Grenzen hinaus, was wiederum zu Abhängigkeiten und Manipulationen führen kann. Ein solcher Glaubenssatz könnte lauten:“Ich muss ganz viel tun, damit ich gemocht werde“. Sein Inhalt drückt sich wiederum über das Verhalten aus. Wer sich beispielsweise für andere aufopfert, sich erfolglos oder ständig missverstanden fühlt, für den bietet es sich an, die eigenen Glaubenssätze zu überprüfen und das Innere Kind zu stärken.

Wie die Heilung der Inneren Kinder geschieht

Das Ziel ist es, abgespaltene Gefühlsanteile wieder zuzulassen, sie in das Erwachsenen-Ich zu integrieren und Schmerzhaftes zu transformieren. Das ist ein längerer Prozess, bei dem das Innere Kind einer Person in verschiedenen Entwicklungsstadien wichtig werden kann. Es kann also durchaus mehrere Innere Kinder einer erwachsenen Person geben, die nachgenährt werden wollen. Diesen Inneren Kindern kann ein Innerer Erwachsener gegenüber gestellt werden, der die Kinder aufsucht, liebevoll betreut, Trost spendet und Verantwortung für sie übernimmt. Der Erwachsene wird sozusagen zur eigenen Betreuungsperson, die er in den verschiedenen Stadien seiner Kindheit gebraucht hätte.

Die Innere Kind Arbeit macht selbstbewusster, unabhängig von alten Glaubensmustern und damit auch von Ausbeutung und Manipulation anderer. Gefühle und Bedürfnisse müssen nicht mehr an den Rand der Wahrnehmung gedrängt werden. Angst und Wut darf ebenso wahrgenomen werden wie Sehnsüchte und Träume. Dies setzt Energie und Kraft für Veränderung frei und das Erwachsenen-Ich lässt sich neu definieren.

Wenn Sie Ihr Ich neu entdecken, Ihr inneres Kind stärken und sich wieder lebendig und frei fühlen wollen, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching.

Ihre Dörthe Huth

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Schwierige Menschen – eine Herausforderung

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Beziehungen sind wichtig, das wissen wir alle. Dennoch stoßen wir im Kontakt zu anderen Menschen immer wieder einmal an eine Grenze, an eine eigene Grenzen ebenso wie an fremde. Häufig hat es etwas mit unterschiedlichen Meinungen, Bedürfnissen, Lebenseinstellungen oder der Sensibilität zu tun, die sich bei zwei Menschen nicht so einfach vereinbaren lassen. So entstehen Konflikte in der Familie, auf der Arbeit, in der Nachbarschaft oder im Verein. Schwierige Menschen sind eine Herausforderung.


Dickschädel, Neurotiker und Egomanen

Nicht selten wundern wir uns über unsere Mitmenschen, über den Partner, die Mutter oder den Arbeitskollegen. Ihr Verhalten ist nicht immer einleuchtend, manchmal sogar erklärungsbedürftig oder unverständlich. Zu Schwierigkeiten kommt es in der Regel an den Beziehungs-Schnittstellen, da wo die eigenen Grenzen überschritten werden. Da, wo der Kontakt besonders wichtig ist, macht uns das zwischenmenschliche Konfliktpotential besonders zu schaffen. Da gibt es denjenigen, dem man nichts recht machen kann, mit denen keine einvernehmliche Regelung möglich ist, der ausschließlich auf der eigenen Position beharrt oder auch eigene Aggressionen an anderen abreagiert. Schwierig werden also in der Regel die Menschen wahrgenommen, mit denen keine Einigung möglich ist, die ärgerlich machen, benachteiligen oder kränken. Dazu gehören besonders Dickschädel, Egomanen und Neurotiker. Darüber hinaus gibt es den Bereich der „Persönlichkeitsstörungen“. Die Betroffenen werden von ihrer Umwelt als schwierig wahrgenommen, weil ihre Verhaltensweisen von der sozialen Norm abweichen und sie wenig flexibel in ihrem Verhalten sind. Manche sind sehr eigenbrötlerisch, andere für die Außenwelt nicht so recht einzuschätzen und andere haben nur ihre eigenen Ziele vor Augen. Schwierige Zeitgenossen gibt es also tatsächlich. Mit ihnen umzugehen, ohne sich selbst dabei aufzureiben, ist gar nicht so einfach.

An der Herausforderung wachsen – Grenzen setzen

Die Schwierigkeiten, die wir an anderen Menschen wahrnehmen, haben auch immer etwas mit uns selbst zu tun. Die Ursache ist nicht ausschließlich beim anderen zu suchen. So wird die Schwierigkeit zu einer persönlichen Wachstumschance. Allerdings ist das nicht immer so einfach. Eventuell ist ein Thema berührt, über das man sich selbst gar nicht im Klaren ist. Wenn andere Menschen beispielsweise immer wieder die persönlichen Grenzen missachten, ist das ein Paradebeispiel für die Herausforderung, selbst für eine bessere Abgrenzung zu sorgen. Das eigene Beziehungsthema heißt dann: Grenzen setzen – aber wie?

Interessant ist, dass nicht alle Menschen, die jemand als schwierig wahrnimmt, auch von anderen Menschen gleichermaßen als schwierig eingestuft werden. Wen der eine für „schwierig“ hält, mit dem kommt ein anderer ganz prima aus. Jeder von uns dürfte von einem anderen schon einmal als schwierig wahrgenommen worden sein. Niemand kann sich von falschen Vorstellungen freisprechen, von Fehlinterpretationen einer Situation, von Missverständnissen oder einer Verhaltensweise, die im Rückblick nicht korrekt erscheint.

Den eigenen Beziehungsthemen auf die Spur kommen

Menschen, die man selbst als schwierig erlebt, aktivieren negative Gefühle in uns, was wiederum zu einer erhöhten inneren Anspannung führt. So kann es leicht zu einer unkontrollierten, emotionalen Entladung kommen, bei sich jemand selbst nicht wiedererkennt. Das Gefühl von Hilflosigkeit macht es so schwer, adäquat zu reagieren.

Um den eigenen Beziehungsthemen auf die Spur zu kommen und damit wieder eine bessere Steuerung der Situation einzuleiten, lohnt es sich, den eigenen Anteil an den Schwierigkeiten herauszuarbeiten. Die Beschäftigung mit den Antworten auf die folgenden Fragen ist eine gute Vorbereitung auf zukünftige Situationen. Sie helfen, sich innerlich zu distanzieren und die Kontrolle über sich selbst zurück zu erlangen. Sie können die Fragen auch um ganz persönliche Aspekte ergänzen, damit sie zu Ihrer individuellen Situation passen.

Fragen, die der Bereinigung der Situation dienen

  • Was genau bewirkt der Mensch in mir, den ich als schwierig erlebe: er kränkt mich, macht mich wütend, ich fühle mich grundlos angegriffen, hilflos …
  • Arbeitet ein unerledigtes Thema in mir, das der „schwierige Mensch“ in mir aktiviert?
  • Erinnert mich der Mensch, den ich als schwierig empfinde, an jemanden, den ich kenne?
  • Geht mir das vielleicht öfter so, auch mit anderen Menschen?
  • Wie schaffe ich es in solchen Situationen eine innere Distanz herstellen?
  • Welche Vorstellungen müsste ich loslassen, um es mir einfacher zu machen?
  • Wie werde ich zukünftig mit diesem „schwierigen Menschen“ umgehen?

Vorbereitung auf zukünftige Situationen

Um sich nicht dem anderen ausgeliefert zu fühlen, ist es sinnvoll, sich auf eine schwierige Begegnung gut vorzubereiten. Atmen Sie zuvor erst einmal tief durch und nehmen etwas Abstand von Ihren Gefühlswallungen. Überlegen Sie sich eine Strategie, mit der Sie in Begegnung gehen und lassen Sie sich nicht provozieren. Manchmal braucht es eine Entladung, um eine klare Grenze zu setzen. Doch spätestens dann versuchen Sie sich zu distanzieren und von den überschäumenden Emotionen zu befreien. Wer auf dem Kopf steht, sieht die Welt aus einer völlig anderen Perspektive. Häufig reicht es schon, einen Schritt beiseite zu treten, um sich Zeit zu nehmen und ganz in Ruhe weitere Reaktionsmöglichkeiten zu überlegen.

Hinweise zum Umgang mit schwierigen Menschen
Schwierige Menschen und der Umgang mit ihnen

Wenn Sie mit einem schwierigen Zeitgenossen am Arbeitsplatz oder in Ihrer sonstigen Umgebung besser umgehen und neue Strategien überlegen möchten, um sich in der Begegnung nicht aufzureiben, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching.

Gerne können Sie mir auch Ihre Meinung im Kommentarfeld unten hinterlassen. Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen, Ihre Sichtweisen und Lösungen.

Ihre Dörthe Huth

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Liebeskummer – was hilft, wenn die erste große Liebe endet?

Hallo und herzlich willkommen,

Du bist zwischen 13 und 23 Jahren und hast Liebeskummer? Dein Freund oder Deine Freundin hat mit dir Schluss gemacht? Gerade dachtest Du noch alles sei in Ordnung und nun herrscht Funkstille am Handy, Facebook zeigt den Beziehungsstatus „Single“ und auch über Whattsapp kommt eine ähnliche Statusmeldung? Vielleicht möchte er oder sie plötzlich nur noch ein guter Kumpel sein, aber Deine Gefühle lassen sich nicht so leicht abstellen? Die erste Beziehung dauert häufig nur kurz, doch sie hinterlässt bei vielen ein Chaos in der Seele. Es ist ohnehin eine aufregende Zeit, in der viel los ist: da gibt es den großen Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, den Druck von Seiten der Schule und der Eltern, und Du selbst hast noch keine richtige Vorstellung davon, wie Deine Zukunft aussehen könnte. Und mitten in diese Zeit platzt auch noch der Liebeskummer. Deshalb ist hier einiges zusammengetragen, was Dir durch diese schwerige Zeit helfen kann. Wenn Du selbst noch einen hilfreichen Tipp für andere Jugendliche hast, schreibe ihn doch bitte gleich unten in das Kommentarfeld. Andere in einer ähnlichen Situation sind sicherlich froh, hier noch weitere Hinweise zu finden.

 

Mädels und Jungs gehen anders mit ihrem Liebeskummer um

Die Trennung vom Freund oder der Freundin ist für Jugendliche eine Extremsituation, denn sie befürchten, den anderen für immer zu verlieren. Jungs leiden ebenso wie Mädchen unter Liebeskummer, aber sie gehen anders damit um. Während sich Jungs eher verschließen und die Dinge mit sich alleine ausmachen, vertrauen sich Mädchen meist ihrer besten Freundin an und trauern eine ganze Weile. Schneller als Mädchen wollen sich Jungs wieder besser fühlen, gehen eher wieder mit anderen raus und sind auch schneller wieder bereit, eine neue Beziehung einzugehen. Aber auch Mädchen werden nach einigen Tagen oder Wochen wieder offener. Manchmal findet man Trost bei jemandem aus der Clique, aber dabei solltet ihr aufpassen, dass ihr nicht plötzlich eure freundschaftlichen Gefühle mit Verliebtheit verwechselt. Besser ist es, erst einmal Beziehungs-Abstand zu halten und sich nicht sofort auf die Nächste / den Nächsten einzulassen, bis Du mit deinen Gefühlen wieder klar bist. Schließlich möchte niemand nur ein Notnagel sein. Aber irgendwann ist es so weit und Du kannst auf die schöne gemeinsame Zeit mit Deinem Ex / Deiner Ex zurückschauen ohne dabei zu leiden.

Kopfkino und Gedankenkarussell abstellen

Dein Ex hat eine Neue bzw. deine Ex einen Neuen? Versuch die Gedanken daran zu stoppen. Dich mit der Neuen / dem Neuen zu vergleichen bringt nichts. Du bist einzigartig! Und du bist auch ohne einen Freund / eine Freundin ein wertvoller Mensch! Erst einmal könnte es dir helfen, alles für eine Zeit aus deinem Sichtkreis zu räumen, was Dich an Deinen Ex / Deine Ex erinnert. Fotos und Geschenke kannst du erst einmal in eine Kiste packen und in den Keller bringen, anderen Kram vielleicht sogar direkt im Mülleimer entsorgen. Bei dieser Gelegenheit kannst Du gleich dein Zimmer aufräumen und in eine neue Ordnung bringen. Die äußere Ordnung bringt auch wieder ein klein bisschen mehr innere Ordnung in Deine Gedanken, außerdem bist du beschäftigt. Wenn die Gedanken an Deinen Ex / Deine Ex sich Dir immer wieder aufdrängen, dann schreib ruhig einmal auf, was Du schon immer blöd an ihm / ihr fandest, was Dich genervt hat. Da gibt es sicher einiges. Du kannst auch alle Deine Gedanken in ein Gedicht fassen oder in einem Brief aufschreiben, ohne diesen abzusenden. Eine Zeit lang ist es besser, keinen Kontakt zueinander zu pflegen. Lösch die Telefonnummer, den Whatsapp-Kontakt und halte auch bei Facebook Abstand. Wenn Du am Leben Deines Ex / Deiner Ex nicht mehr teil hast, wird Deine Leidensgefahr geringer. Vielleicht könnt ihr später wieder Freunde werden, aber erst einmal braucht ihr Distanz voneinander, bis sich beide Seiten entliebt haben. Erst dann könnt ihr euch auf einer neuen Ebene begegnen, in Freundschaft zum Beispiel.

Deine Gefühle sind wichtig – lass sie raus!

Deine Gefühle sind wichtig. Bestimmt möchtest Du gar nicht traurig sein, aber wenn Dir zum Weinen ist, dann lass doch die Tränen einfach mal laufen. Besser, Du weinst Dich richtig aus, als dass Enttäuschung, Wut und Traurigkeit sich in Dir festsetzen. Wer über seinen Kummer spricht, kann ihn besser verarbeiten. Triff Dich zwischendurch mit einer Freundin oder einem Freund, mit dem Du über all das reden kannst. Das bringt Dir zwar deinen Liebsten / deine Liebste nicht zurück, aber Du bekommst etwas mehr Abstand dazu. Lass Dir erzählen, wie es anderen gegangen ist, wie sie mit ihren Gefühlen umgegangen sind und was ihnen bei Liebeskummer geholfen hat. Lass Dich zwischendurch ruhig mal ablenken, geht gemeinsam raus ins Café, in die Disco, zum Billard spielen oder shoppen. Das bringt Dir für einen Moment sogar etwas Spaß und erinnert dich daran, dass es auch noch andere wichtige Menschen in deinem Leben gibt. Für stillere Charaktere eignen sich auch Bücher. Geh in die Bibliothek und lies Liebesromane, auch Ratgeber für Jugendliche können eine Orientierung sein. Auch wenn Du möglichst alles alleine regeln willst, könnten doch deine Deine Eltern oder Geschwister in  diesem Fall eine Stütze sein und Dich aufmuntern. Wenn Du das Gefühl hast, dass Dich eigentlich niemand so recht versteht, vertraue Deine Gedanken einem Tagebuch an. Gerade wenn Dein Kopf Karussell fährt, hilft das Schreiben, um sich selbst zu sortieren. Auch Musik ist ein Weg, Gefühle rauszulassen.

Eine kleine Auswahl an Liedern bei Liebeskummer

Stell Dir Deine eigene Lieste zusammen und passe sie immer wieder an deine Gefühlslage an. Es gibt viele traurige Lovesongs, mit denen Du so richtig im Liebeskummer versinken und Deine Enttäuschung verarbeiten kannst. Wenn die Zeit gekommen ist, kannst Du zu Liedern wechseln, die Dich wieder etwas aufmuntern, motivieren und Dir dabei helfen, in eine fröhlichere Phase zu kommen. Such Dir die Lieder heraus, die für Dich momentan am besten sind. Neben den Klassikern wie “Feel” von Robbie Williams, “My heart will go on” von Celine Dion, “Flugzeuge im Bauch” von Herbert Grönemeyer oder “Nothing else matters” von Metallica gibt es ja auch noch jede Menge aktuelle Ohrwürmer zu den unterschiedlichsten Stimmungen ganz nach Deinem Geschmack:

•Doors down – Here without you

•Pink – Fucking perfect

•Christina Perry – Jar of hearts

•Eamon – Fuck it

•Backstreet Boys – In a world like this

•Christina Stürmer -Scherbenmeer

•Evanescence – My Immortal

•Sia – Breathe me

•Kay One – Das Spiel

•Snow Patrol – Chasing Cars

Tu etwas für Dein Selbstbewusstsein – Deine Erfahrungen machen Dich stark

Dein Selbstbewusstsein ist im Keller? Erinnere Dich daran, was für ein liebenswerter, hilfsbereiter und netter Mensch Du bist. Was sind deine Qualitäten? Du weißt es momentan nicht so genau, dann frag einen deiner Kollegen. Nimm Dich wichtig! Tu etwas für Deine Seele, mach einen Selbstverteidigungskurs, geh joggen, melde Dich zum kreativen Schreiben an oder zum Malkurs. Mit den Kontakten und Interessen kommen auch wieder Zukunftswünsche auf und mehr Offenheit. Du bist stark genug, diese schwere Zeit zu überstehen und wirst dadurch noch stärker werden. Wenn Du so weit bist, dass Du mit etwas Distanz auf die Beziehung schauen kannst, überlege Dir, was schief gelaufen ist und was du aus heutiger Sicht anders machen würdest. Vielleicht hast Du Dich zu schnell auf Deine Ex / Deinen Ex eingelassen, ohne genau zu prüfen. Vielleicht hast Du Dich nicht so ganz für ihn bzw. für sie entscheiden, oder konntest nicht mitteilen, wie Du eure Beziehung gerne gehabt hättest, was dir Angst macht oder was dir vielleicht peinlich war. Vielleicht hast Du zu viel dem anderen überlassen, hast Dich zu viel von Gerüchten beeinflussen lassen, warst zu eifersüchtig oder konntest einfach nicht genug Vertrauen aufbauen. Überleg Dir, was Du beim nächsten Mal anders machen möchtest und was Dir für eine Beziehung grundsätzlich wichtig ist. Diese Einsichten machen Dich auf jeden Fall reifer und stärker.

Lass nicht zu, dass der Liebeskummer Dich fertig macht

Lass nicht zu, dass der Liebeskummer Dich auffrisst, Freundschaften, Schule, Ausbildung oder Familie auf die Probe stellt. Wenn Du das Gefühl bekommst, Dich selbst nicht mehr leiden zu können, einsam zu sein, Dich ritzen zu wollen oder dich mit Alkohol zu betäuben, ist es an der Zeit, Dich an Menschen zu wenden, die sich mit diesem Dingen auskennen. Zum Beispiel kannst Du bei einer Beratungsstelle Unterstützung bekommen oder “Die Nummer gegen Kummer” wählen, die es in Deutschland kostenlos gibt und ganz anonym. Am anderen Ende der Leitung kümmert sich ein Mitarbeiter montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr um die Sorgen und Nöte von Jugendlichen. Die Telefonnummer ist die (0800) 11 10 33.

Falls Du aus der Nähe von Dorsten bist und dich ein Thema hast, das Dich belastet, ruf mich ruhig an oder schreib mir eine eMail. In einigen Fällen kann auch für Jugendliche ein Coaching sinnvoll sein oder ein kleiner Workshop. In dieser Rubrik “Für junge Menschen” wird es auf dem Blog für Innere Stärke nicht so oft Beiträge geben, aber wenn Dir ein Thema am Herzen liegt, dann lass es mich wissen. Ruf mich einfach an unter 02362/7877990 oder schick mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Deine Dörthe Huth

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Feedback – Rückmeldungen zur Persönlichkeitsentwicklung geben

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein Feedback ist eine besondere Form der Kommunikation. Es ist eine Rückmeldung zu einer Situation, zu einer Verhaltensweise oder einem Verlauf. Ein konstruktives Feedback kann sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben ein Anstoß zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit sein. Auf diese Weise wird deutlich, wie wir auf die Außenwelt wirken, was die eigenen Persönlichkeitseigenschaften, Verhaltensweisen oder Köpersprache bei anderen auslösen. Ich sehe ein Feedback daher als ein Geschenk. Menschen teilen sich Ihre persönliche Sicht auf die Ereignisse mit und schenken sich damit eine Chance zur Persönlichkeitsentwicklung.

Feedback im Beruf, der Familie und anderen Bereichen

Feedback zu geben ist im Beruf zwischen Chef und Mitarbeiter eine übliche Sache, wird in Teams zwischen Mitarbeitern genutzt oder bei Fortbildungen unter der Aufsicht des Seminarleiter geübt. Doch auch eine Lehrerin kann Schülern Feedback geben, Eltern der Lehrerin oder ein Klient seinem Coach – oder jeweils umgekehrt. Doch nicht immer wird Feedback gern gegeben und selten gern angenommen. Feedback kann einen Menschen unter Druck setzen, brüskieren und Widerstand auslösen. Ein unglücklich platziertes Feedback kann die Gefühle einer Person verletzen, eine Kränkung auslösen oder das Selbstbewusstsein schmälern. Unmut, Streit und Widerstand können aus einer Feedback-Situation resultieren, wenn der Feedback-Geber zu hart austeilt, der Feedback-Nehmer sich ungerecht behandelt fühlt oder sein Selbstbild untergraben wird. Hier sind ganz besonders emotionale Kompetenzen gefragt.

Feedback zum Wohle aller Beteiligten einsetzen

Um ein Feedback konstruktiv zum Wohle aller Beteiligten einzusetzen, sollten wir uns an einige Feedback-Regeln halten. Ein Feedback-Geber trägt eine hohe Verantwortung, denn er legt die Basis dafür, dass der Feedback-Nehmer die Rückmeldung annehmen kann. Wir sollten daher immer erst überlegen, was wir mit unserem Feedback erreichen wollen. Für den Feedback-Nehmer ist dieses Geschenk eine große Chance, sich selbst zu überprüfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, Fehler zu korrigieren und Erfolge gebührlich wahrzunehmen. Sie müssen dafür übrigens nicht erst warten, bis irgendetwas Kritikwürdiges passiert ist, auch ein Lob ist ein Feedback!

Da es keine Regeln im klassischen Sinne dafür gibt, sind nachfolgend einige Kommunikationshinweise für Feedback-Geber und Feedback-Nehmer aufgeführt.

Kommunikationshilfen für den Feedback-Geber

1. Ein Feedback wird direkt an die betreffende Person gerichtet – offen, ehrlich und wertschätzend.

2. Für ein Feedback sollten sich alle Beteiligten Zeit nehmen und in einer gelassenen Atmosphäre in Ruhe zusammen kommen.

3. Richten Sie Ihr Feedback direkt an die betreffende Person, ohne dass Unbeteiligte etwas davon mitbekommen. Seien Sie dabei offen und ehrlich und dem anderen gegenüber wertschätzend. Rückmeldungen werden in der Ich-Form gegeben. Damit soll die persönliche und auch subjektive Perspektive verdeutlicht werden (ich finde/ denke/ fühle …)

4. Übernehmen Sie die Verantwortung nicht nur für das, was Sie sagen, sondern auch wie Sie es sagen (Tonfall/ Gestik/ Mimik). Machen Sie sich dabei bewusst, ob Sie auf der Inhaltsebene bleiben.

5. Urteilen Sie nicht über die Person selbst und unterscheiden Sie deutlich zwischen Aussagen:

  • über die Situation/ das Setting
  • über das beobachtete Verhalten
  • über die in Ihnen entstandenen Gefühle

6. Geben Sie so früh wie möglich Feedback. Je dichter ein Feedback an ein aktuelles Geschehen gegeben wird, desto einfacher lassen sich Ärger und Missverständnisse aus dem Weg räumen und umso leichter ist es vom Empfänger zu verstehen. Warten Sie nicht erst, bis sich zu viel angestaut hat.

7. Überprüfen Sie, ob das, was Sie ausdrücken wollen auch für die betreffende Person verständlich ist. Ein Feedback sollte klar und einfach formuliert sein, durch zu viele Worte verliert sich die Wirkung

8. Eine konstruktive Kritik zu äußern, heißt konstruktive Vorschläge oder Ergänzungen zu machen, die erzielte Wirkung zu spiegeln und auch positive Aspekte zu benennen.

9. Wie haben Sie das gemacht? Geben Sie sich selbst Feedback zu Ihrem Feedback.

10 Eigene Ergänzungen: …..

Feedback ist nur ein Angebot

Nicht jeder Mensch ist offen für Feedback. Sie können daher zwar ein Angebot machen, wenn Sie aber merken, dass jemand nicht daran interessiert ist, sollten Sie es dem Betroffenen nicht aufdrängen. Auch wenn der Gesprächspartner wütend wird oder sich in Rage redet, ist es besser, auf eine passendere Gelegenheit zu warten. Wenn es um Kritik geht, eignet sich die Sandwich-Methode sehr gut: zwischen zwei Komplimente wird ein Kritikpunkt gepackt. Kompetent Feedback zu geben, ist ein Lernprozess. Je besser man weiß, worauf zu achten ist und je mehr Übung man darin hat, desto mehr wird die emotionale Kompetenz geschult. Wer kompetent Feedback geben kann, ist meist auch ein geschätzter Kommunikationspartner!

Das Merkblatt “Konstruktives Feedback” steht für angemeldete Newsletterempfänger im internen Bereich zum Download zur Verfügung. Falls Sie noch nicht eingetragen sind, melden Sie sich gleich hier an: Newsletter für innere Stärke

Merkblatt Konstruktives Feedback

 

Wie Sie Feedback leichter annehmen können, lesen Sie gleich morgen im Folgeartikel: Feedback geben.

Die eigene Wirkung auf andere Menschen, wie man sich selbst einschätzt, den eigenen Körper erlebt und mit Gefühlen umgeht, kann auch sehr bewusst in einem Coaching oder einem Workshop erlebt werden. Falls Sie einmal Lust haben, Ihre emotionale Kompetenz gezielt zu schulen, würde ich mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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