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Identität und Persönlichkeit – 21 Therapiekarten zum Buch „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“

Liebe Leserin, lieber Leser,

Geschichten wirken auf die Seele. In der Psychotherapie, der Seelsorge und im Coaching helfen sie Klienten, auf neue Lösungswege zu kommen und sich damit leichter an neue Situationen anzupassen. Die Autoren des Buches „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“, haben solche hilfreichen Geschichten aus ihrem beruflichen Alltag zusammengetragen. Nun wurde das Buch um ein Kartenset zu Identität und Persönlichkeit ergänzt. Die Fotokarten eignen sich für Therapeuten, Berater, Coaches und Sozialarbeiter, die ihren Klienten abseits des rationalen Denkens zu neuen Sichtweisen anregen möchten.

21-therapiekartten-identitaet-und-persoenlichkeitKatharina Lamprecht, Stefan Hammel, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann: Wie das Krokodil zum Fliegen kam: 21 Therapiekarten zu Identität und Persönlichkeit. Reinhardt Verlag 2016. Therapiekarten DIN A6, farbig. ISBN: 978-3-497-02644-9. [D] 24,90

Metaphern und kurze Geschichten mit Farbfotos und Anleitung

Geschichten haben eine lange Tradition und werden in allen Teilen der Welt seit Urzeiten erzählt. Wofür man sie braucht, warum man sie erzählen sollte, welchen Effekt sie haben und wie man sie einsetzt, haben die AutorInnen in ihrem Buch „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“ bereits sehr ausführlich beschrieben. Wer das Buch kennt, braucht also keine große Anleitung, um auch die „21 Therapiekarten Identität und Persönlichkeit“ einsetzen zu können. Dennoch liegen diesem Kartenset auch einige Karten bei, die den Einsatz der Bilder und der Geschichten genauer erklären. Es gibt „Vorschläge und Ideen, wie Sie die Karten einsetzen können“, ebenso Ideen für „Gruppensetting, Seminare“ und wie man sie „Zu Hause“ einsetzen kann. Eine zusätzliche Karte ist als Stichwortverzeichnis angelegt, um thematisch schnell fündig zu werden, wenn man beispielsweise ein Bild und eine Geschichte zum Thema Depression, Familie oder Liebe sucht. Die restlichen Karten sind so aufgebaut, dass die auf der Vorderseite ein Foto im Querformat mit unterschiedlichen Motiven, wie Gießkannen, Gummistiefeln, Wasser oder Walnüssen zeigen – und auf der Rückseite ist eine Geschichte zu finden, wie beispielsweise „Störenfried“, „Mit Begeisterung scheitern“ oder „Die kluge Ente“. Die Karten bieten allen, die im therapeutischen oder sozialen Rahmen mit anderen anderen Menschen arbeiten, eine schöne Ergänzung zum üblichen Vorgehen. Der visuelle Eindruck über die Karten regt die Fantasie an und kann Wege abseits der üblichen Lösungsversuche neue Denkwege eröffnen.

21-therapiekarten-identitaet-und-persoenlichkeit-cover

Über die Autoren der 21 Therapiekarten

Katharina Lamprecht ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coach und Erzählerin mit eigener Praxis in Bruchköbel. Stefan Hammel arbeitet als Klinik- und Psychiatriepfarrer, Kinder-, Familien- und Hypnotherapeut sowie als Ausbilder für Psychotherapie und leitet das Institut für Hypnosystemische Beratung in Kaiserslautern. Adrian Hürzeler lebt im schweizerischen Reinach und ist Coach und Achtsamkeitstrainer mit eigener Praxis für Persönlichkeits- und Führungsentwicklung. Martin Niedermann Geschichtenerzähler, Coach und Dozent und lebt in Bern. Mittlerweile haben die AutorInnen ein weiteres Therapiekartenset im Reinhardt-Verlag zum Thema “Beruf und Work-Life-Balance” veröffentlicht.

Ihre Dörthe Huth

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Selbstcoaching mit dem Johari-Fenster – Selbst- und Fremdbild vergleichen

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Bild, das wir von uns im Laufe unseres Lebens von uns selbst machen, wird in der Psychologie das Selbstbild genannt und entspricht nicht immer dem, was andere von uns wahrnehmen, dem sogenannten Fremdbild. Oft wollen wir uns ganz anders präsentieren, als wir es nach außen hin tun. Die Präsentation weist Lücken auf und kann daher in der Kommunikation mit anderen Probleme bereiten, zu Enttäuschungen führen, Kränkungen den Weg bereiten und Missverständnisse provozieren. Eine gute Übung, einmal zu überprüfen, wie Selbst- und Fremdbild miteinander verbunden sind, wurde von den amerikanischen Sozialpsychologen, Joseph Luft und Harry Ingham von der University of California entwickelt: Das Johari-Fenster. Das Johari-Fenster ist ein wunderbares Werkzeug, um die Selbst- und Fremdwahrnehmung miteinander abzugleichen.

Die vier Bereiche beim Johari-Fenster

A: ist der öffentliche Bereich, der alle Aspekte unseres Verhaltens beinhaltet, die uns selbst und den anderen bekannt sind, und in dem unser Handeln frei von Ängsten und Vorbehalten erscheint. Diesen Bereich kennt die Familie beispielsweise, das Arbeitsteam oder die Golfgruppe.

B: ist der Bereich, in dem Der blinde Fleck sitzt also den Anteil unseres Verhaltens, den wir selbst wenig kennen, den andere Menschen dagegen recht deutlich wahrnehmen durch Vorurteile, Zuneigungen und Abneigungen oder bestimmte Verhaltensweisen. Dieser blinde Fleck wird anderen häufig durch Gestik oder Tonfall deutlich und kann das Gespräch blockieren oder den Ablauf von Teamprozessen. Da ist zum Beispiel die nach außen hin starke Frau, die ihre Freundin immer wieder vor den Männern warnt. Der Teamleiter, der sich die Gleichstellung von Mann und Frau auf die Fahnen geschrieben hat und dennoch vom Kopiermäuschen redet. Oder die innere Ablehnung eines Menschen, den man eigentlich gar nicht kennt. Unsere “Blinden Flecken” nehmen Raum ein, obwohl wir sie nicht wahrnehmen. Unsere blinden Flecken lenken von dem ab, was wir eigentlich sein und zeigen wollen.

C: ist der Bereich der Privatperson und umfasst den Bereich der Zurückhaltung, also jene Aspekte unseres Denkens und Handelns, die wir vor anderen bewusst verbergen wollen: unsere “heimlichen Wünsche”, unsere “empfindlichen Stellen”, quasi die “private Person”. Durch Vertrauen und Sicherheit zu anderen kann dieser Bereich erheblich eingegrenzt werden.

D: umfasst den unbewussten Bereich, der weder uns noch anderen unmittelbar zugänglich ist. Verborgene Talente und Begabungen können hier ebenso schlummern wie traumatische Erlebnisse.

Je nachdem, wie gut wir uns selbst kennen und wie hoch das Vertrauen zu anderen Menschen ist, sind die einzelnen Bereiche A bis D größer oder kleiner.

Feedback einholen erfordert etwas Mut

Sich die entsprechenden Rückmeldungen einzuholen erfordert Mut. Warum? Weil sie andere Menschen um ein Feedback bitten müssen. Wie andere uns wahrnehmen, können wir uns nicht selbst erschließen. Wie wir auf einen anderen Menschen wirken, sollten wir von diesem selbst erfragen. Dabei sind wir auf ein wohlwollendes Feedback angewiesen, denn nur dann können wir eine solche Rückmeldung auch annehmen. Suchen Sie sich daher jemanden, der Ihre Bitte um Rückmeldung nicht zum Anlass nimmt, Ihnen gleich die Konflikte der letzten zehn Jahre um die Ohren zu hauen. Es erfordert Mut zu fragen, Mut die Wahrnehmung des anderen anzuhören und Mut, diese Wahrnehmung auch gelten zu lassen. Deshalb gelingen solche Rückmeldungen manchmal einfacher in Seminaren, in denen Seminarleiter, ein Therapeut oder Supervisor den Feedback-Prozess steuert. In den Supervisionen und Seminaren erlebe ich immer wieder, dass die Arbeit mit dem Johari-Fenster meinen TeilnehmerInnen sogar richtig Spaß macht. Wenn Sie einen Menschen in Ihrer Nähe haben, der Ihnen ein solche wohlwollende und dennoch ganz ehrliche Rückmeldung geben kann, fangen Sie doch gleich heute einmal damit an. Fragen Sie Ihren Partner, wie er Sie wahrnimmt oder eine Freundin. Versuchen Sie die Rückmeldung als Geschenk zu begreifen, nicht als eine Kritik. Ein Feedback ist das Geschenk, sich selbst einmal durch andere Augen zu sehen.

Sinn und Ziel der Johari-Übung im Überblick

Diese Übung mit dem Johari-Fenster dient dazu, die verschiedenen Anteile in uns zu vereinen, Fähigkeiten und Ressourcen der eigenen Persönlichkeit entsprechend zu spüren und für andere deutlich sichtbar zu machen. Die Ziele sind dabei:

  • mehr Bewusstheit über unser derzeitiges „wer bin ich“ zu erlangen
  • sich zu vergegenwärtigen, wie andere uns wahrnehmen
  • einen Abgleich von Selbst- und Fremdbild zu erstellen
  • versteckte Fähigkeiten oder blinde Flecken offen zu legen, um sie in die Persönlichkeit zu integrieren
  • die Punkte zu verdeutlichen, an denen Sie mehr innere Stärke gebrauchen können
  • uns einen Schubs zu geben, die aktuelle Lernaufgabe anzugehen

Durch den Abgleich von Selbstbild und Fremdbild kann sich der „unbewusste Bereich“ verkleinern. Wenn „Feedback“ angenommen und konstruktiv reflektiert wird. Gleichzeitig wird dann der “offene” Bereich vergrößert. Das kann positive Veränderungen in der Beziehungen zu anderen Menschen führen, da die Wirkung (das Fremdbild) vermehrt den Absichten (dem Selbstbild) entspricht.
Relevant für Rückmeldungen sind vor allem Quadrant B und D. Je kleiner diese Bereiche, umso selbstbewusster ist ein Mensch, umso mehr Klarheit strahlt er nach außen aus und umso stabiler wird auch der eigene Selbstwert. Denn alle vier Bereiche stehen in Wechselwirkung zueinander.

Fangen Sie für sich an: was würde der andere über mich sagen?

Wenn Sie sich noch nicht trauen, den Kumpel zu fragen, die Arbeitskollegin oder den Partner, dann fangen Sie erst einmal für sich an. Nehmen Sie sich Stift und Zettel und malen Sie sich das Joharifenster auf. Denken Sie sich eine Person, die Ihnen angenehm ist und überlegen Sie sich, was diese Person wohl über Sie sagen würde. Aber bitte: Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Versuchen Sie, sich wirklich aus der Perspektive des anderen zu betrachten, damit die Übung auch wirklich hilft, stärker zu werden.

  • Meine Tochter würde vermutlich über mich sagen …
  • Mein Arbeitskollege denkt wahrscheinlich über mich …
  • Meine Katze würde vermutlich über mich sagen …
  • Mein Hund würde vermutlich über mich sagen …

Ein Übungsdokument zum Ausdrucken und Bearbeiten finden Sie im internen Bereich, der eingetragenen Newsletterempfängern vorbehalten ist. Tragen Sie sich direkt hier ein: Eintrag in den Newsletter. Im internen Bereich stehen Ihnen noch mehr Downloads zur Verfügung.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Sie zum aktuellen Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild inspiriert. Berichten Sie mir doch von Ihren Erfahrungen: Wie ist die Übung bei Ihnen angekommen? Wie hat sie gewirkt? Macht sie sich schon im Kontakt zu anderen Menschen bemerkbar? Ich freue mich, wenn Sie mir eine persönliche Nachricht hinterlassen oder auch direkt unter dem Eintragsformular für den Newsletter. Ich bin stets bemüht, Anregungen, Wünsche und Erfahrungen einfließen zu lassen.

Herzliche Grüße sendet

Ihre Dörthe Huth

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Die Persönlichkeit stärken

Wie ist eigentlich die Persönlichkeit definiert?

Persönlichkeitsstörungen

 

 

Wie wird eigentlich die Persönlichkeit definiert?

Liebe Leserin, lieber Leser,
die Frage, was die menschliche Persönlichkeit ausmacht, wie sie entsteht und wie sie sich beschreiben lässt, beschäftigt Wissenschaftler bereits seit der Antike. Die Erkenntnisse von Philosophen, Ärzten, Psychologen und anderen Wissenschaftlern haben zu dem geführt, was wir heute über die Persönlichkeit wissen. Auch ich beschäftige mich schon seit Jahrzehnten damit, was die Persönlichkeit ausmacht, wie sie stark wird und wie wir die innere Stärke in schwierigen Zeiten aktivieren können.

Charaktereigenschaften

Eines der ältesten Persönlichkeitsmodelle hat Hippokrates entwickelt (460 bis 377 vor unserer Zeitrechnung). Er teilte Menschen in die vier verschiedenen Temperamentstypen ein, denen er bestimmte Charaktereigenschaften und auch Krankheitsneigungen zuordnete: sanguinisch, phlegmatisch, cholerisch und melancholisch. Heutige Modelle gehen davon aus, dass es die Persönlichkeit durch relativ stabile Eigenschaften (Dispositionen) bestimmt wird. Diese Eigenschaften sind teilweise genetisch in uns angelegt, teilweise durch die Sozialisation und Umwelt beeinflusst. Das betrifft beispielsweise die Eigenschaften, ob eine Person eher gesellig oder zurückhaltend ist, eher ängstlich oder zuversichtlich.

Persönlichkeitszüge sind relativ stabil

Bereits Babys reagieren sehr unterschiedlich auf neue Situationen. Während die einen neugierig und interessiert sind, reagieren andere eher erschreckt und ängstlich. Nach dem aktuellen Forschungsstand sind dies bereits recht stabile Persönlichkeitsmerkmale, die sich im Laufe des Lebens kaum verändern und wenn doch, dann mit großer Anstrengung. In der Forschung werden sie „Traits“ genannt, Persönlichkeitszüge. Diese Charakterzüge beschreiben das grundsätzliche Verhalten einer Person und sind über das ganze Leben in der Regel relativ stabil. Ein stark introvertierter Mensch, wird kaum zu einem Extrovertierten mutieren, ein sehr theoretischer Mensch nicht zum Praktiker werden oder ein sehr. Dennoch haben Lebensereignisse Einfluss auf die Persönlichkeit und können sie verändern.

Ich bin Ich

Noch immer gibt es keine einheitliche und allgemein anerkannte Definition dafür, was die Wissenschaft unter Persönlichkeit versteht. Laut Howard J. Pierce besteht sie hauptsächlich aus vier Kategorien: Charakterzüge, Erinnerungen, Fähigkeiten (Talente und Begabungen)  und physische Eigenschaften (wie Körper und Gewicht). Die Persönlichkeit setzt demnach aus festgelegten und veränderbaren Eigenschaften zusammen. Wie wir sind, wird einerseits durch unsere Wahrnehmung, Denken, Fühlen und Handeln bestimmt, gleichzeitig wirkt Genetik und Umwelt auf uns ein. Es besteht also eine Wechselwirkung zwischen dem, wie wir sind und dem, was wir erleben und wie wir es verarbeiten. Ich bin ich – aber für die Gestaltung dieses Ichs gibt es einen gewissen Spielraum. Wir können demnach unsere Persönlichkeit beeinflussen!

Wenn Sie in einem persönlichen Gespräch mehr über Ihre Persönlichkeit erfahren möchten oder sie stärken möchten, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching. Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, schicken Sie mir doch eine eMail oder rufen mich einfach an. Ich freue mich auf Sie!
Ihre Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Zum Video-Vortrag über innere Stärke auf Youtube

Psychotherapie – an wen kann man sich wenden und wer zahlt?

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Wie das Gehirn die Seele macht

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit die Menschen damit begonnen haben, über sich und ihre Existenz nachzudenken, ist die Welt um sie herum voller Rätsel. Noch heute erscheinen uns die Zusammenhänge von Denken, Fühlen und Handeln häufig noch rätselhaft. Was genau hat eigentlich das Gehirn mit der Seele zu tun? Wie entsteht der Geist und das Bewusstsein? Und wie verläuft der Aufbau der Persönlichkeit? Die jüngsten Fortschritte der Neurowissenschaften lassen Rückschlüsse darauf zu, wie das Gehirn die Seele macht.

Gerhard Roth und Nicole Strüber: Wie das Gehirn die Seele macht. Hardcover, Klett-Cotta 2014. ISBN: 9783608948059. 22,95 Euro.

Gehirn, Seele, Geist, Verhalten

Der Philosoph Gerhard Roth und die Psychologin Nicole Strüber haben sich diesen Fragen in ihrem Buch „Wie das Gehirn die Seele macht“, gewidmet. Prof. Gerhard Roth lehrt am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen und wurde in der Zeitschrift Cicero im Oktober 2009 als der bedeutendste Naturwissenschaftler in Deutschland ausgezeichnet. Dr. Nicole Strüber ist ebenfalls am Institut für Hirnforschung in Bremen tätig und promovierte im Bereich der Entwicklungspsychologie. In ihrem Buch haben sie ihr Wissen gebündelt und führen den Leser darin zu einem besseren Verständnis der menschlichen Persönlichkeit als Träger des Seelischen. Ebenso steht die Entstehung psychischer Erkrankungen sowie der Wirksamkeit von Psychotherapie im Fokus des Buches.

Ein intensiver Einblick in die Erkenntnisse der Neurowissenschaften

In insgesamt zehn Kapiteln geben die beiden Autoren einen intensiven Einblick in den derzeitigen Wissensstand. Das Buch beginnt mit den Grundlagen, erklärt „Die Suche nach dem Sitz der Seele“, geht dann weiter zu „Gehirn und limbisches System“ sowie zu „Die Sprache der Seele: Neuromodulatoren, Neuropeptide und Neurohormone“. Weiter Geht es um „Die Entwicklung des Gehirns und der kindlichen Psyche“, „Persönlichkeit und ihre neurologischen Grundlagen“, „Das Bewusstsein, das Vorbewusste und das Unbewusste“. Das siebte Kapitel nimmt „Psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen“ ins Visier, es folgen „Psychotherapien“ sowie „Die Wirkungsweise von Psychotherapie aus Sicht der Neurowissenschaften“. Zum Schluss werden die Erkenntnisse noch einmal im Überblick zusammengefasst.

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Die Persönlichkeit und ihre Störungen

Roth und Strüber stellen ein neurobiologisch fundiertes Konzept der Persönlichkeit vor, einschließlich eines von ihnen entwickelten Modells der sechs psycho-neuronalen Grundsysteme. Sie beschäftigen sich mit Depressionen, Angststörungen, die posttraumatische Belastungsstörung, die Zwangsstörung und Persönlichkeitsstörungen inklusive der Borderline-Störung und der antisozialen Verhaltensstörung und beleuchten in diesem Zusammenhang auch die Wirkweisen der am weitesten verbreiteten Psychotherapierichtungen, nämlich der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, das sich für alle eignet, die sich tiefergehend mit den Zusammenhängen von Gehirn, Persönlichkeit und psychischen Störungen auseinandersetzen wollen.

Wenn Sie über das Lesen hinaus an der Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching oder einer Psychotherapie. Rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990 oder schreiben mir eine eMail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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SchreibArt – Für Freunde der schönen Handschrift

Liebe Leserin, lieber Leser,

im Computerzeitalter kommt der Handschrift eine besondere Bedeutung zu. Sich ihr auf kreative Weise zu nähern ist besonders interessant, da viele von uns seit Schulzeiten kaum noch handschriftlich geübt sind. Im Berufsleben ersetzt der Computer die Handschrift immer mehr. Dabei ist die Handschrift jedes Menschen Ausdruck der Persönlichkeit und eine Form der ganz persönlichen Kommunikation. Die Künstlerin Sigrid Artmann führt in ihrem Buch SchreibArt durch viele interessante Schriftexperimente, zeigt, wie die Handschrift geschult werden kann und wie die Verbindung zwischen Schrift und Bild gelingt. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich wieder einmal mit ihrer Handschrift auseinandersetzen und diese auf kreative Weise weiterentwickeln wollen.

Sigrid Artmann: Schreibart. Kalligraphische Schrift-Experimente. TOPP 6296, 2014.  Hardcover, 128 Seiten, 21 * 28 cm. ISBN 9783772462962. 19,99 Euro.

Kalligraphische Schriftexperimente

Die Handschrift jedes Menschen ist einzigartig, unverwechselbar und seine besondere Art sich schriftlich auszudrücken. Eine interessante Handschrift ist eine Frage des Stils, sie hat Charakter und hinterlässt Eindruck. „Wer etwas zu sagen hat, braucht eine eigene Handschrift“, meint die Autorin und widmet sich dieser im ersten Kapitel ihres Buches. Sie leitet den Leser dazu an, mit Schriften zu spielen, verschiedene Stifte auszuprobieren, Linien und Formen zu folgen. Dazu ist nicht viel nötig, nur das richtige Schreibgerät, Papier und Lust auszuprobieren. Dazu kommen spielerische Komponenten, welche die Autorin als Mut zum Murks bezeichnet. Das Spiel mit Abklatschbildern und Schriften oder Wortartsammlungen. Durch die Übungsanleitungen bekommt der Leser mehr Bewusstsein für sein Schriftbild, lernt es zu variieren und neu zu gestalten.

Die Weiterentwicklung der Handschrift – Kalligraphie

Im zweiten großen Kapitel leitet die Autoren zum Linienspiel und üben verschiedenster Buchstabenvariationen an, um die kalligraphische Handschrift zu entwickeln. Die Kalligraphie ist eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Handschrift. Der Unterschied zwischen der kalligraphischen Handschrift und der klassischen Kalligraphie besteht darin, dass ein freieres Schreiben möglich ist und ein sehr dynamisches Schriftbild entsteht. So kann der schreibende seinen eigenen Schriftcharakter entwickeln. Dabei geht Sigrid Artmann auch auf Arbeitsgeräte ein, wie die Speedball-Feder, mit der die Tinte auch bei höherer Schreibgeschwindigkeit besser fließen kann. Denn beim Schreiben mit der kalligraphischen Handschrift spielt die richtige Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle. Das Buch beinhaltet zahlreiche Buchstaben- und Wortvarianten sowie Wort-Bildkombinationen und weist dem Leser den Weg zur eigenen Formensprache.

Schriftbilder gestalten mit Sigrid Artmann

So richtig künstlerisch wird es da, wo Schrift und Bild aufeinandertreffen. Durch farbige Hintergründe und einen bildhaften Aufbau wird der Text in Szene gesetzt. So können Kleckse auf Papier zum Ausgangspunkt der Gestaltung werden und interessante Bildserien entstehen. Dabei ist die Autorin der Ansicht: „Schön kann jeder“ und ermutigt den Leser lieber dazu, mutig zu sein und Ungewohntes umzusetzen. Beispielsweise zeigt sie, wie gestalterische Brüche genutzt werden können, leitet zum Lettering an und stellt vor, wie „Prinzessinnenpost“, „PAPP-APPS“ oder „Streetart“ gestaltet werden kann. So richtet die Autorin ihr Buch auch an „Künstler, infizierte Schriftenthusiasten, Wortwechsler und Buchstabenliebhaber … und solche, die es noch werden wollen“.

Wenn Sie sich einen kreativen Schub wünschen, an Ihrer Kommunikation arbeiten möchten oder sich mehr Leistungsfähigkeit wünschen, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching mit mir. Rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990 oder schreiben mir eine eMail über das Kontaktformular.

Eine kreative Zeit wünscht Dörthe Huth

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Zum Weiterlesen:

Handgeschriebene Briefe und Postkarten

Kreative Ideen für das Tagebuch

Persönlichkeit