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Die Arbeit mit dem Inneren Kind – Neuentdeckung des Ich

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

früh angelegte Wertvorstellungen, Empfindungen, Verhaltensweisen und Selbstwertgefühle beeinflussen das Erwachsenendasein mehr, als den meisten Menschen bewusst ist. Befindlichkeit, Alltag, Partnerschaft oder Erziehung sind von den eigenen kindlichen Erfahrungen geprägt. Das „Innere Kind“ steht symbolisch für die Anteile der Psyche, in denen all dies Vergangene verankert ist. Die Arbeit mit dem inneren Kind wird in verschiedenen therapeutischen Schulen angewendet. Ich setze sie gerne bei Klienten ein, die sich mit Ihrer Vergangenheit aussöhnen wollen, aber auch um sich wieder lebendiger, kreativer und kraftvoller zu fühlen. Denn unser inneres Kind ist voller Freude, Motivation und Kreativität.

Das Innere Kind als Symbol für die Sehnsucht nach Anerkennung

Kinder zeigen viele Seiten, die im Laufe der Entwicklung nicht mehr so häufig in Erscheinung treten. Neugier, Lebendigkeit, Spontaneität, Kreativität und das Aufgehen im gegenwärtigen Augenblick, sind Eigenschaften, die häufig schon im Kindheitsalter abtrainiert werden. Eltern, Erzieher und Lehrer stellen Anpassungsforderungen. Sofern Kinder nicht erwartungsgemäß funktionieren, erfahren sie negative Bewertungen, Abwertungen oder gar Liebesentzug. In solchen Situationen entstehen Verletzungen oder Kränkungen, die lange überdauern können. Im Erwachsenenalter werden sie in neuen Zusammenhängen reaktiviert. Alte Ängste, nicht liebenswert zu sein, nicht dazu zu gehören oder abgelehnt zu werden, kommen auf. Erlebens- und Verhaltensweisen wie Eifersucht, leichte Kränkbarkeit, Beleidigt sein oder Trotz sind Beispiele dafür. Menschen, die rasch auf diese Weise reagieren, tun das aus ihrem ihrem verletzten kindlichen Anteil heraus. Wer das ändern möchte, kann sich mit seinem inneren Kind beschäftigen. Das Innere Kind steht gleichzeitig für die Sehnsucht des Erwachsenen nach Anerkennung, Bestätigung und Liebe, die nicht an Bedingungen geknüpft ist.

Die Arbeit mit dem inneren Kind
Die Arbeit mit dem inneren Kind

Eigene Erlebens- und Verhaltensmuster erkennen

Schmerzvolles oder traumatisches Erleben aus der Kindheit kann in unterschiedlichen Formen an die Oberfläche drängen, ohne dass es offensichtlich wird. Energielosigkeit, Ruhelosigkeit oder psychosomatische Symptome können die Folge sein. Manche Begroffene versuchen, das Innere Kind ganz zu verbannen. Gefühle wie Wut, Angst oder Liebe werden abgespalten oder zumindest unterdrückt. In Beratung und Therapie wird das häufig durch alte und unreflektierte Glaubensmuster deutlich. Wer beispielsweise in der Kindheit wenig Zuneigung und Bestärkung erfahren hat, tut später unbewusst alles dafür, eine Beziehung aufrecht zu erhalten. Häufig sogar weit über die eigenen Grenzen hinaus, was wiederum zu Abhängigkeiten und Manipulationen führen kann. Ein solcher Glaubenssatz könnte lauten:“Ich muss ganz viel tun, damit ich gemocht werde“. Sein Inhalt drückt sich wiederum über das Verhalten aus. Wer sich beispielsweise für andere aufopfert, sich erfolglos oder ständig missverstanden fühlt, für den bietet es sich an, die eigenen Glaubenssätze zu überprüfen und das Innere Kind zu stärken.

Wie die Heilung der Inneren Kinder geschieht

Das Ziel ist es, abgespaltene Gefühlsanteile wieder zuzulassen, sie in das Erwachsenen-Ich zu integrieren und Schmerzhaftes zu transformieren. Das ist ein längerer Prozess, bei dem das Innere Kind einer Person in verschiedenen Entwicklungsstadien wichtig werden kann. Es kann also durchaus mehrere Innere Kinder einer erwachsenen Person geben, die nachgenährt werden wollen. Diesen Inneren Kindern kann ein Innerer Erwachsener gegenüber gestellt werden, der die Kinder aufsucht, liebevoll betreut, Trost spendet und Verantwortung für sie übernimmt. Der Erwachsene wird sozusagen zur eigenen Betreuungsperson, die er in den verschiedenen Stadien seiner Kindheit gebraucht hätte.

Die Innere Kind Arbeit macht selbstbewusster, unabhängig von alten Glaubensmustern und damit auch von Ausbeutung und Manipulation anderer. Gefühle und Bedürfnisse müssen nicht mehr an den Rand der Wahrnehmung gedrängt werden. Angst und Wut darf ebenso wahrgenomen werden wie Sehnsüchte und Träume. Dies setzt Energie und Kraft für Veränderung frei und das Erwachsenen-Ich lässt sich neu definieren.

Wenn Sie Ihr Ich neu entdecken, Ihr inneres Kind stärken und sich wieder lebendig und frei fühlen wollen, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching.

Ihre Dörthe Huth

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Schwierige Menschen – eine Herausforderung

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Beziehungen sind wichtig, das wissen wir alle. Dennoch stoßen wir im Kontakt zu anderen Menschen immer wieder einmal an eine Grenze, an eine eigene Grenzen ebenso wie an fremde. Häufig hat es etwas mit unterschiedlichen Meinungen, Bedürfnissen, Lebenseinstellungen oder der Sensibilität zu tun, die sich bei zwei Menschen nicht so einfach vereinbaren lassen. So entstehen Konflikte in der Familie, auf der Arbeit, in der Nachbarschaft oder im Verein. Schwierige Menschen sind eine Herausforderung.


Dickschädel, Neurotiker und Egomanen

Nicht selten wundern wir uns über unsere Mitmenschen, über den Partner, die Mutter oder den Arbeitskollegen. Ihr Verhalten ist nicht immer einleuchtend, manchmal sogar erklärungsbedürftig oder unverständlich. Zu Schwierigkeiten kommt es in der Regel an den Beziehungs-Schnittstellen, da wo die eigenen Grenzen überschritten werden. Da, wo der Kontakt besonders wichtig ist, macht uns das zwischenmenschliche Konfliktpotential besonders zu schaffen. Da gibt es denjenigen, dem man nichts recht machen kann, mit denen keine einvernehmliche Regelung möglich ist, der ausschließlich auf der eigenen Position beharrt oder auch eigene Aggressionen an anderen abreagiert. Schwierig werden also in der Regel die Menschen wahrgenommen, mit denen keine Einigung möglich ist, die ärgerlich machen, benachteiligen oder kränken. Dazu gehören besonders Dickschädel, Egomanen und Neurotiker. Darüber hinaus gibt es den Bereich der „Persönlichkeitsstörungen“. Die Betroffenen werden von ihrer Umwelt als schwierig wahrgenommen, weil ihre Verhaltensweisen von der sozialen Norm abweichen und sie wenig flexibel in ihrem Verhalten sind. Manche sind sehr eigenbrötlerisch, andere für die Außenwelt nicht so recht einzuschätzen und andere haben nur ihre eigenen Ziele vor Augen. Schwierige Zeitgenossen gibt es also tatsächlich. Mit ihnen umzugehen, ohne sich selbst dabei aufzureiben, ist gar nicht so einfach.

An der Herausforderung wachsen – Grenzen setzen

Die Schwierigkeiten, die wir an anderen Menschen wahrnehmen, haben auch immer etwas mit uns selbst zu tun. Die Ursache ist nicht ausschließlich beim anderen zu suchen. So wird die Schwierigkeit zu einer persönlichen Wachstumschance. Allerdings ist das nicht immer so einfach. Eventuell ist ein Thema berührt, über das man sich selbst gar nicht im Klaren ist. Wenn andere Menschen beispielsweise immer wieder die persönlichen Grenzen missachten, ist das ein Paradebeispiel für die Herausforderung, selbst für eine bessere Abgrenzung zu sorgen. Das eigene Beziehungsthema heißt dann: Grenzen setzen – aber wie?

Interessant ist, dass nicht alle Menschen, die jemand als schwierig wahrnimmt, auch von anderen Menschen gleichermaßen als schwierig eingestuft werden. Wen der eine für „schwierig“ hält, mit dem kommt ein anderer ganz prima aus. Jeder von uns dürfte von einem anderen schon einmal als schwierig wahrgenommen worden sein. Niemand kann sich von falschen Vorstellungen freisprechen, von Fehlinterpretationen einer Situation, von Missverständnissen oder einer Verhaltensweise, die im Rückblick nicht korrekt erscheint.

Den eigenen Beziehungsthemen auf die Spur kommen

Menschen, die man selbst als schwierig erlebt, aktivieren negative Gefühle in uns, was wiederum zu einer erhöhten inneren Anspannung führt. So kann es leicht zu einer unkontrollierten, emotionalen Entladung kommen, bei sich jemand selbst nicht wiedererkennt. Das Gefühl von Hilflosigkeit macht es so schwer, adäquat zu reagieren.

Um den eigenen Beziehungsthemen auf die Spur zu kommen und damit wieder eine bessere Steuerung der Situation einzuleiten, lohnt es sich, den eigenen Anteil an den Schwierigkeiten herauszuarbeiten. Die Beschäftigung mit den Antworten auf die folgenden Fragen ist eine gute Vorbereitung auf zukünftige Situationen. Sie helfen, sich innerlich zu distanzieren und die Kontrolle über sich selbst zurück zu erlangen. Sie können die Fragen auch um ganz persönliche Aspekte ergänzen, damit sie zu Ihrer individuellen Situation passen.

Fragen, die der Bereinigung der Situation dienen

  • Was genau bewirkt der Mensch in mir, den ich als schwierig erlebe: er kränkt mich, macht mich wütend, ich fühle mich grundlos angegriffen, hilflos …
  • Arbeitet ein unerledigtes Thema in mir, das der „schwierige Mensch“ in mir aktiviert?
  • Erinnert mich der Mensch, den ich als schwierig empfinde, an jemanden, den ich kenne?
  • Geht mir das vielleicht öfter so, auch mit anderen Menschen?
  • Wie schaffe ich es in solchen Situationen eine innere Distanz herstellen?
  • Welche Vorstellungen müsste ich loslassen, um es mir einfacher zu machen?
  • Wie werde ich zukünftig mit diesem „schwierigen Menschen“ umgehen?

Vorbereitung auf zukünftige Situationen

Um sich nicht dem anderen ausgeliefert zu fühlen, ist es sinnvoll, sich auf eine schwierige Begegnung gut vorzubereiten. Atmen Sie zuvor erst einmal tief durch und nehmen etwas Abstand von Ihren Gefühlswallungen. Überlegen Sie sich eine Strategie, mit der Sie in Begegnung gehen und lassen Sie sich nicht provozieren. Manchmal braucht es eine Entladung, um eine klare Grenze zu setzen. Doch spätestens dann versuchen Sie sich zu distanzieren und von den überschäumenden Emotionen zu befreien. Wer auf dem Kopf steht, sieht die Welt aus einer völlig anderen Perspektive. Häufig reicht es schon, einen Schritt beiseite zu treten, um sich Zeit zu nehmen und ganz in Ruhe weitere Reaktionsmöglichkeiten zu überlegen.

Hinweise zum Umgang mit schwierigen Menschen
Schwierige Menschen und der Umgang mit ihnen

Wenn Sie mit einem schwierigen Zeitgenossen am Arbeitsplatz oder in Ihrer sonstigen Umgebung besser umgehen und neue Strategien überlegen möchten, um sich in der Begegnung nicht aufzureiben, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung für ein Coaching.

Gerne können Sie mir auch Ihre Meinung im Kommentarfeld unten hinterlassen. Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen, Ihre Sichtweisen und Lösungen.

Ihre Dörthe Huth

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Rückblick auf den Info-Abend Hochsensibilität in Dorsten

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

am Freitag Abend, dem 13.September 2013, fand hier in meiner Praxis in Dorsten-Holsterhausen der Info-Abend Hochsensibilität statt. In einem kleinen Kreis von sieben Personen ging es darum, wie die Hochsensibilität sich im Alltag bemerkbar macht, welche Schwierigkeiten sie mit sich bringt und welches Potential sie in sich birgt. Hochsensible Menschen nehmen sehr differenziert wahr, sie denken in größeren Zusammenhängen und ihre intuitive Seite ist meist ausgeprägt. Schnell wurde klar, dass diese Seiten auch bei den TeilnehmerInnen besonders stark erkennbar sind, die Welt für sie an vielen Stellen zu laut und zu grell ist.

Information, Austausch und Übungen zur Hochsensibilität

Ein besonderes Problem ist für viele daher eine schlechte Stimmung am Arbeitsplatz, in der Familie oder der Partnerschaft, denn hochsensible Personen (HSP) nehmen die Stimmungen ihrer Umgebung besonders stark auf. Um sich den Stimmungen anderer nicht ausgeliefert zu fühlen, den Stresspegel zu senken und sich zu zentrieren, haben wir daher nach Möglichkeiten geschaut, sich auf sich selbst zu besinnen, sich zu erden und zu fokussieren. Wir haben eine Übungen zur Körperwahrnehmung ausprobiert, Abgrenzungsmöglichkeiten ausgelotet und Achtsamkeitsübungen einbezogen.

Welche Unterstützung brauchen hochsensible Kinder?

Ein besonderes Anliegen war an diesem Abend der Umgang der TeilnehmerInnen mit ihren hochsensiblen Kindern. Welche Unterstützung können wir als Eltern geben?, wurde gefragt. Wo müssen wir uns eventuell mehr abgrenzen und loslassen? Und wie kann der für hochsensible Kinder manchmal doch recht schwierige Schulalltag bewältigt werden? Wie können die hochsensitiven Fähigkeiten der Kinder im Alltag gefördert werden? Dabei gab es viel gegenseitige Unterstützung und Ermunterung, auf die natürlichen Fähigkeiten der Kinder zu vertrauen.

Woher ziehen hochsensible Menschen ihre Energie?

Im Laufe des Abends wurde auch deutlich, dass die TeilnehmerInnen ihre Kraft und Energie besonders aus der Stille ziehen, aus Kunst-, Musik- und Naturerfahrungen.
Besonders schön fand ich dabei, dass sich alle mit ihren Reaktionsweisen schon im Vorfeld so intensiv auseinandergesetzt hatten, dass ein gegenseitiger Austausch von Bewältigungsstrategien möglich war und wir gemeinsam gleich eine ganze Sammlung zusammen bekamen. Natürlich gab es auch noch jede Menge Hinweise auf Bücher zum Thema Hochsensibilität und Persönlichkeitsentwicklung.

Insgesamt war es ein sehr schöner Abend mit sehr interessierten und engagierten TeilnehmerInnen. Über das positive Feedback habe ich mich sehr gefreut und werde sicherlich bald wieder mal ein Seminar zum Thema Hochsensibilität anbieten.

Falls Sie interessiert sind, ihre Sensitivität einmal im Einzel-Coaching etwas genauer unter die Lupe zu nehmen oder individuelle Strategien für sich selbst herauszuarbeiten, rufen Sie mich doch einfach an und machen einen Termin aus.Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Ich würde mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen.

Ihre Dörthe Huth

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Feedback – Rückmeldungen zur Persönlichkeitsentwicklung annehmen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

nachdem der vorige Artikel sich mit dem Geben von Feedback beschäftigt hat, geht es heute um das Annehmen persönlicher Rückmeldungen. Ein Feedback anzunehmen, bedeutet ein Geschenk anzunehmen. Sie wissen erst einmal nicht, was dieses Geschenkpaket enthält und ob Sie es gebrauchen können, gerade beim Zuhören befindet sich der Beschenkte daher in einer passiven Rolle des Empfängers. Ihre Aufgabe ist das aktive Zuhören und genau darin liegt auch die eigentliche Entwicklungschance.

Dem Feedback-Geber Raum geben

Unterstützendes Feedback ist wichtig. In schwierigen Situationen wie einem Konflikt mit einem Arbeitskollegen, einem Streit zwischen Ehepartnern, der Kränkung durch eine Person oder auch bei Selbstzweifeln, ist es hilfreich, sich Rückmeldungen von anderen Menschen einzuholen. Auch bei der Angst vor einer bestimmten Situation, vor einer falschen Beurteilung oder einer negativen Bewertung, kann ein konstruktives Feedback vorab hilfreich sein, sich auf die entsprechende Situation vorzubereiten. Ohne diese Außenperspektive schmoren wir im eigenen Saft, bleiben vielleicht im eigenen Denkgebäude stecken und machen es uns häufig schwerer, als es die Situation erfordert.

Kommunikationshinweise für Feedback-Nehmer

1.    Geben Sie dem Feedback-Geber Raum für seine Rückmeldungen.
2.    Sagen Sie eventuell, worüber Sie konkret Feedback haben wollen.
3.    Prüfen Sie, ob Sie die Aussagen verstanden haben und mit Ihrer Eigenwahrnehmung und Ihrem Verhalten in Verbindung bringen können.
4.    Fassen Sie die Aussagen Ihres Gegenüber in Ihren eigenen Worten zusammen: Sie meinen also, dass ich mich beim nächsten Mal mehr einbringen sollte.
5.    Distanzieren Sie sich innerlich, falls Vorwürfe kommen und bringen Sie das Gespräch wieder auf die Sachebene.
6.    Fragen Sie sich, was Sie aus diesem Feedback lernen können.
3.    Lassen Sie die Aussagen wirken, gerade wenn die Gefühlsebene betroffen ist. Beginnen Sie nicht sofort, sich zu verteidigen, wegzuargumentieren oder sich zu rechtfertigen. Fragen Sie bei verallgemeinernden Aussagen genau nach, welche konkreten Situationen mit „alle“, „man“ oder „immer“ gemeint sind.
1.    Teilen Sie Ihre Reaktion auf das Feedback mit. Was haben Sie als nützlich und hilfreich empfunden, womit können Sie gar nichts anfangen?
2.    Lassen Sie das Feedback eine Weile auf sich wirken und überlegen nach einigen Tagen erneut, was Sie aus dieser Feedbacksituation für sich mitnehmen.

Wohlwollendes Feedback hilft, die Persönlichkeit weiter zu entwickeln

Geben Sie daher dem Feedback-Geber Raum für seine Rückmeldung und lassen Sie auf sich wirken, was der andere sagt. Versuchen Sie diese andere Sichtweise nachzuvollziehen. Fragen Sie genau nach, wenn Sie etwas nicht verstehen, aber beginnen Sie keinesfalls, das Feedback wegzudiskutieren, weg zu argumentieren, sich zu rechtfertigen oder sich zu verteidigen. Manchmal wird es wichtig, Hintergrundinformationen zu geben oder eine Situation zu erklären. Sie selbst entscheiden, was für Sie dabei wichtig ist und ob Sie aus diesem Feedback etwas für sich ziehen.

In meinen Seminaren erlebe ich immer wieder, wie hilfreich ein wohlwollendes Feedback zur rechten Zeit ist. Im Einzel-Coaching stelle ich mich natürlich zur Verfügung, direkte Rückmeldungen zu geben, wie ich die Person erlebe, was ich zu Verhaltensweisen denke oder welche Einstellungen, Glaubenssätze und inneren Blockaden für mich zu erkennen sind. In einem Seminar übernehmen das häufig auch die Teilnehmer untereinander und unterstützen sich auf eine sehr wertschätzende Weise gegenseitig, häufig noch über das Seminar hinaus.

Bei Interesse an einem Coaching freue ich mich auf Ihren Anruf unter 02362/7877990 oder schicken Sie mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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Feedback – Rückmeldungen zur Persönlichkeitsentwicklung geben

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein Feedback ist eine besondere Form der Kommunikation. Es ist eine Rückmeldung zu einer Situation, zu einer Verhaltensweise oder einem Verlauf. Ein konstruktives Feedback kann sowohl im Berufsleben als auch im Privatleben ein Anstoß zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit sein. Auf diese Weise wird deutlich, wie wir auf die Außenwelt wirken, was die eigenen Persönlichkeitseigenschaften, Verhaltensweisen oder Köpersprache bei anderen auslösen. Ich sehe ein Feedback daher als ein Geschenk. Menschen teilen sich Ihre persönliche Sicht auf die Ereignisse mit und schenken sich damit eine Chance zur Persönlichkeitsentwicklung.

Feedback im Beruf, der Familie und anderen Bereichen

Feedback zu geben ist im Beruf zwischen Chef und Mitarbeiter eine übliche Sache, wird in Teams zwischen Mitarbeitern genutzt oder bei Fortbildungen unter der Aufsicht des Seminarleiter geübt. Doch auch eine Lehrerin kann Schülern Feedback geben, Eltern der Lehrerin oder ein Klient seinem Coach – oder jeweils umgekehrt. Doch nicht immer wird Feedback gern gegeben und selten gern angenommen. Feedback kann einen Menschen unter Druck setzen, brüskieren und Widerstand auslösen. Ein unglücklich platziertes Feedback kann die Gefühle einer Person verletzen, eine Kränkung auslösen oder das Selbstbewusstsein schmälern. Unmut, Streit und Widerstand können aus einer Feedback-Situation resultieren, wenn der Feedback-Geber zu hart austeilt, der Feedback-Nehmer sich ungerecht behandelt fühlt oder sein Selbstbild untergraben wird. Hier sind ganz besonders emotionale Kompetenzen gefragt.

Feedback zum Wohle aller Beteiligten einsetzen

Um ein Feedback konstruktiv zum Wohle aller Beteiligten einzusetzen, sollten wir uns an einige Feedback-Regeln halten. Ein Feedback-Geber trägt eine hohe Verantwortung, denn er legt die Basis dafür, dass der Feedback-Nehmer die Rückmeldung annehmen kann. Wir sollten daher immer erst überlegen, was wir mit unserem Feedback erreichen wollen. Für den Feedback-Nehmer ist dieses Geschenk eine große Chance, sich selbst zu überprüfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, Fehler zu korrigieren und Erfolge gebührlich wahrzunehmen. Sie müssen dafür übrigens nicht erst warten, bis irgendetwas Kritikwürdiges passiert ist, auch ein Lob ist ein Feedback!

Da es keine Regeln im klassischen Sinne dafür gibt, sind nachfolgend einige Kommunikationshinweise für Feedback-Geber und Feedback-Nehmer aufgeführt.

Kommunikationshilfen für den Feedback-Geber

1. Ein Feedback wird direkt an die betreffende Person gerichtet – offen, ehrlich und wertschätzend.

2. Für ein Feedback sollten sich alle Beteiligten Zeit nehmen und in einer gelassenen Atmosphäre in Ruhe zusammen kommen.

3. Richten Sie Ihr Feedback direkt an die betreffende Person, ohne dass Unbeteiligte etwas davon mitbekommen. Seien Sie dabei offen und ehrlich und dem anderen gegenüber wertschätzend. Rückmeldungen werden in der Ich-Form gegeben. Damit soll die persönliche und auch subjektive Perspektive verdeutlicht werden (ich finde/ denke/ fühle …)

4. Übernehmen Sie die Verantwortung nicht nur für das, was Sie sagen, sondern auch wie Sie es sagen (Tonfall/ Gestik/ Mimik). Machen Sie sich dabei bewusst, ob Sie auf der Inhaltsebene bleiben.

5. Urteilen Sie nicht über die Person selbst und unterscheiden Sie deutlich zwischen Aussagen:

  • über die Situation/ das Setting
  • über das beobachtete Verhalten
  • über die in Ihnen entstandenen Gefühle

6. Geben Sie so früh wie möglich Feedback. Je dichter ein Feedback an ein aktuelles Geschehen gegeben wird, desto einfacher lassen sich Ärger und Missverständnisse aus dem Weg räumen und umso leichter ist es vom Empfänger zu verstehen. Warten Sie nicht erst, bis sich zu viel angestaut hat.

7. Überprüfen Sie, ob das, was Sie ausdrücken wollen auch für die betreffende Person verständlich ist. Ein Feedback sollte klar und einfach formuliert sein, durch zu viele Worte verliert sich die Wirkung

8. Eine konstruktive Kritik zu äußern, heißt konstruktive Vorschläge oder Ergänzungen zu machen, die erzielte Wirkung zu spiegeln und auch positive Aspekte zu benennen.

9. Wie haben Sie das gemacht? Geben Sie sich selbst Feedback zu Ihrem Feedback.

10 Eigene Ergänzungen: …..

Feedback ist nur ein Angebot

Nicht jeder Mensch ist offen für Feedback. Sie können daher zwar ein Angebot machen, wenn Sie aber merken, dass jemand nicht daran interessiert ist, sollten Sie es dem Betroffenen nicht aufdrängen. Auch wenn der Gesprächspartner wütend wird oder sich in Rage redet, ist es besser, auf eine passendere Gelegenheit zu warten. Wenn es um Kritik geht, eignet sich die Sandwich-Methode sehr gut: zwischen zwei Komplimente wird ein Kritikpunkt gepackt. Kompetent Feedback zu geben, ist ein Lernprozess. Je besser man weiß, worauf zu achten ist und je mehr Übung man darin hat, desto mehr wird die emotionale Kompetenz geschult. Wer kompetent Feedback geben kann, ist meist auch ein geschätzter Kommunikationspartner!

Das Merkblatt “Konstruktives Feedback” steht für angemeldete Newsletterempfänger im internen Bereich zum Download zur Verfügung. Falls Sie noch nicht eingetragen sind, melden Sie sich gleich hier an: Newsletter für innere Stärke

Merkblatt Konstruktives Feedback

 

Wie Sie Feedback leichter annehmen können, lesen Sie gleich morgen im Folgeartikel: Feedback geben.

Die eigene Wirkung auf andere Menschen, wie man sich selbst einschätzt, den eigenen Körper erlebt und mit Gefühlen umgeht, kann auch sehr bewusst in einem Coaching oder einem Workshop erlebt werden. Falls Sie einmal Lust haben, Ihre emotionale Kompetenz gezielt zu schulen, würde ich mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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