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Selbsterfahrung – Sich selbst und andere besser einschätzen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein gut angeleiteter Selbsterfahrungsprozess bietet die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und andere Menschen besser einschätzen zu können. In sozialen, therapeutischen und medizinischen Ausbildungen ist die Selbsterfahrung ein wichtiger Baustein der beruflichen Kompetenz. Aber auch zur Persönlichkeitsentwicklung oder als Ergänzung einer Einzeltherapie bietet ein angeleiteter Selbsterfahrungsprozess eine gute Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und andere Menschen besser einschätzen zu lernen. Selbsterfahrung leitet dazu an, sich das eigene Verhalten bewusst zu machen, Kompetenzen auszubauen, die eigene Sensibilität zu erkunden oder klarere Grenzen zu setzen. Selbsterfahrung findet in der Regel im Gruppensetting statt, ist aber auch in Einzelsitzungen möglich.

Selbsterfahrung in der Gruppe

In einer Selbsterfahrungsgruppe dreht sich alles um die Wahrnehmung, das soziale Miteinander sowie um die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Jeder Teilnehmer einer Selbsterfahrungsgruppe erfährt sich selbst durch die Gruppe in Beziehung zu anderen. Es kommt zu Konflikten, Übertragungsphänomenen und intensivem Gefühlserleben. Durch den angeleiteten Selbsterfahrungsprozess erlebt man die Interaktion mit anderen Menschen ganz bewusst und auch alle damit verbundenen Gefühle. Dabei geht man davon aus, dass sich die grundsätzlichen Schwierigkeiten einer Person mit anderen Menschen in einem solchen Gruppenprozess wiederholen. Schließlich sind unsere alten Erfahrungen aus der Kindheit, noch heute prägend für unseren Lebensweg und jede neue Entscheidung, die wir treffen. Unsere grundsätzlichen Kommunikationsmuster aufzudecken, Konfliktstrategien zu identifizieren und die eigenen Grenzen kennenzulernen, bietet den Teilnehmern eines gruppendynamischen Selbsterfahrungsprozesses eine enorme Chance zur persönlichen Weiterentwicklung.

Selbsterfahrung für Menschen in sozialen Berufen

Neben der Vermittlung theoretischen Wissens ist die Selbsterfahrung ein wichtiger Ausbildungsbestandteil für angehende Psychologische Berater, Coaches, Erzieher und Lehrer sowie Sozialarbeiter. Besonders Menschen, die mit anderen Menschen intensiv arbeiten, sollten sich in ihrer Rolle erproben, bevor sie mit Schülern, Klienten und Patienten umgehen. Auch ein angehender Therapeut sollte sich selbst einmal in der Rolle als „Patient“ oder als „Klient“ erlebt haben. Gerade in der Rollenumkehrung erfährt man die Hoffnungen, Befürchtungen, Widerstände und Lösungsfindungsprozesse der späteren Klienten auch einmal selbst. Wahrnehmungen, Erleben und Gefühle, die sich in der Selbsterfahrung einstellen, werden früher oder später auch in der Arbeit mit Patienten und Klienten auftreten. Wut, das Ausblenden wichtiger Themen, Langeweile oder die besondere Anziehungskraft eines Menschen im beruflichen Kontext müssen reflektiert werden, um einem anderen Menschen gerecht werden zu können. Ansonsten überlagern eigene Einstellungen und Verhaltensweisen das Anliegen eines Klienten. Die eigene Therapeuten-Identität kann unter Anleitung ausgebaut, erprobt und gegebenenfalls verändert werden.

Inhalte von Selbsterfahrungsgruppen

Die Ausbildungskandidaten können in Selbsterfahrungsgruppen sich ihres eigenen Konfliktpotentials bewusst werden, ihre Motivation für die berufliche Entwicklung abklären und die eigenen Grenzen zwischen beruflichen und privaten Inhalten abklopfen. Im Gruppensetting können sich die Teilnehmer dem stellen, was die Gruppe ihnen spiegelt. Im Gruppenkontext, in dem sich gruppendynamische Prozesse entfalten, gilt es, das Konfliktpotential der Gruppe für die eigene Entwicklung zu nutzen. Mit der Entwicklung eines guten Gruppenklimas und der Stärkung eines Wir-Gefühls wird vieles möglich. Dabei werden sehr unterschiedliche und vielfältige Methoden angewendet. Möglich sind Rollenspiele, Fragebögen, Interaktionsübungen oder auch Videoaufzeichnungen. Die Selbsterfahrung kann auch therapeutische Methoden nutzen, wie zum Beispiel Konfrontationsübungen, den Ausbau von Selbstfürsorge, Stärketraining, Fragebögen zu Befindlichkeiten oder Perspektivwechselübungen. So werden die eigenen Intentionen, Denk- und Handlungsweisen aufgedeckt.

Einige Beispiele für Themen der Selbsterfahrung

  • Die Wirkung auf andere Menschen: Wie wirke ich auf andere? Welches sind erwünschte und welches unerwünschte Auswirkungen?
  • Die Auseinandersetzung mit Selbstzweifeln: Bin ich für meinen Beruf überhaupt geeignet? Bin ich mit meinen Entscheidungen zufrieden?
  • Die Entdeckung blinder Flecken: Welche Anteile will ich nicht sehen oder ausklammern? Welche meiner Persönlichkeitsanteile sind mir unangenehm oder widersprechen meinem Selbstbild?
  • Die Körperwahrnehmung: Wie erlebe ich mich in meinem Körper? Wo sind meine körperlichen Grenzen? Wie viel Nähe ist mir angenehm und ab wann wird sie unangenehm?
  • Die Entdeckung und Aufdeckung der eigenen Grundhaltungen: Nach welchen Grundsätzen und Regeln lebe ich? Welche Verhaltensmuster zeige ich nach außen? Was davon will ich ablegen und was davon behalten?
  • Die Entdeckung der Traumwelt: Was sagen mir meine Träume? Was haben die Trauminhalte und Symbole mit mir zu tun? Warum träume ich überhaupt?

Befürchtungen der Teilnehmer in Selbsterfahrungsprozessen

Teilnehmer von Selbsterfahrungsgruppen haben immer wieder Befürchtungen, ein „Opfer“ der Gruppe oder des Gruppenleiters zu werden. Es sind Vorstellungen vom Ausgeliefertsein und der Machtlosigkeit, die vielen zu schaffen macht. Dies ist natürlich auch eine Projektion eigener aggressiver Impulse. Viele haben Befürchtungen vor einem elend langen Schweigeprozess, Bloßstellungen oder als „Sündenbock“ herhalten zu müssen. Das Gruppensetting aktiviert in einigen Teilnehmern zum Teil auch alte, kindliche Ängste, von der Gruppe abgelehnt oder gar ganz ausgeschlossen zu werden. Oder man könne durch die persönlichen Offenherzigkeiten die Kritik, den Spott oder die Verachtung der anderen auf sich ziehen. All diese Ängste tragen wir in uns, sind aber bestrebt, sie zu rationalisieren oder ganz beiseite zu schieben. Solche Befürchtungen führen dazu, dass schwierige, problembehaftete Themen in Selbsterfahrungsprozessen gemieden werden. Aus der Geschichte vieler Menschen heraus, werden solche Befürchtungen verständlich. Doch wenn eine Selbsterfahrung ihren Sinn haben soll, sollten auch die unbequemen und ungeliebten Gefühle, Einstellungen und Denkmuster ihren Raum finden.

Soziale Kompetenz - Dörthe Huth

Ein wohlwollendes Gruppenklima als Voraussetzung

Um sich selbst erfahren zu wollen und sich alten Verletzungen stellen zu können, ist unbedingt ein gutes, wohlwollendes Gruppenklima erforderlich. Ein verlässlicher Gruppenleiter ebenso, der in schwierigen Situationen die Rolle des Hilfs-Ichs eines Teilnehmers übernimmt. Besonders da, wo der sich-selbst-Erfahrende in seinem persönlichen Erlebensprozess keine ausreichenden Grenzen ziehen kann, hilft der Gruppenleiter weiter. Er ist dazu da, die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Defizite und das schwierige Erleben zu lenken, sondern auch auf Lösungen, auf Auswege und die Rückkehr zu den guten Gefühlen. In längeren und intensiven Selbsterfahrungsprozessen können dabei auch härtere Töne an die Oberfläche kommen, die Tränen fließen und die Wut eine Zeit lang bleiben. In einem wohlwollenden und förderlichen Gruppenklima wird dies möglich. Viele Teilnehmer werden dann bemerken, dass beispielsweise ihre Aggressivität gegen andere Menschen gar nicht so vernichtend wirkt, wie sie vielleicht dachten. Und wenn doch einmal der Ton neben der Spur entlang läuft, kann die Gruppe jeden Einzelnen auffangen. Denn in einem guten Gruppenprozess ist jeder Einzelne ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft. Aggressive Impulse, Fehler und Missverständnisse gehören dann einfach zum Lernprozess dazu.

Wenn Ihr soziale Kompetenz erweitern möchten und ein professionelles Coaching buchen möchten, eine Konfliktsituation auflösen wollen oder ein Problem für sich klären möchten,  freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung.

Ihre Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Erfolgreich netzwerken

Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht sind Sie schon vielfach vernetzt, dann haben Sie sich bereits gut eingerichtet. Falls nicht, beginnen Sie doch einfach damit herauszufinden, welche Art von Verbindungen zu anderen Ihnen im gut tut. Gemeinschaft macht stark! Je authentischer Networking betrieben wird, umso wertvollere Netzwerke entstehen, von denen alle Seiten profitieren. Auch für Einzelunternehmer ist das Netzwerken eine interessante Herausforderung und Unterstützung.

Gemeinschaft macht stark

Wir Menschen sind soziale Wesen und suchen die Gemeinschaft, denn so ganz ohne die Verbindung zu anderen kommen wir im Leben nicht gut aus. Verbundenheit entsteht über ähnliche Lebenseinstellungen, berufliche Ziele oder das gleiche Erfahrungsfeld. So auch bei der Zugehörigkeit zu einem Netzwerk. Familienmitglieder, Arbeitskollegen, Freunde oder Vereinsmitglieder sind durch gemeinsame Interessen miteinander verbunden und helfen sich daher gerne untereinander. Viele weitere Netzwerkmöglichkeiten kommen hinzu, je nach Interesse und Kontaktbedarf des Einzelnen. Ein solches Netzwerk bietet auch eine Unterstützung, auf die man im Fall der Fälle zurückgreifen kann.

Netzwerke als Chance

In den letzten Jahren erhält auch das soziale Netzwerken einen immer höheren Stellenwert. Gerade für selbständige Freiberufler und andere Einzelunternehmer sowie Existenzgründer bietet das Networking eine große Chance. Wer eine Dienstleistung verkaufen möchte, einen neuen Auftrag an Land ziehen oder sich als Experte einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren will, braucht Kontakte. Neben den Netzwerken für Existenzgründer gibt es auch Vernetzung über den jeweiligen Berufsverband, die IHK oder den Unternehmerstammtisch vor Ort. Plattformen wie Twitter, Facebook, LinkedIn oder Xing sind Webangebote, auf denen berufliche Beziehungen auf überregionaler Ebene geknüpft werden können. Sie sind vor allem dann interessant, wenn man Kontakte aufbaut und sich dort aktiv mit Rat und Tat einbringt. Auf diese Weise erfolgen Empfehlungen durch andere Beteiligte.

Selbständige in sozialen Netzwerken

Wer einen Zahnarzt, einen Coach oder einen Physiotherapeuten sucht, verlässt sich meist sehr viel lieber auf eine Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis, als auf einen Eintrag im Branchenbuch. Daher ist das Netzwerken auch für Berater, Therapeuten und Coaches ein wichtiges Thema. Als Einzelunternehmer arbeiten sie meist allein, haben aber wichtige Entscheidungen über Investitionen, Marketingmaßnahmen oder andere Zukunftspläne zu treffen. Manchen Selbstständigen ist diese Art zu arbeiten zu isoliert, sie wünschen sich den Austausch mit Gleichgesinnten. Direkt vor Ort ist das häufig gar nicht so einfach, weil der Konkurrenzgedanke dem Netzwerken im Wege stehen kann. In den letzten Jahren hat das soziale Netzwerken daher einen immer höheren Stellenwert für Selbständige eingenommen. Ein virtueller Zusammenschluss von Gleichgesinnten, der sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite steht, tut nicht nur gut sondern liefert auch sehr spezifische Informationen aus erster Hand.

Ein Netzwerk lebt vom Geben und Nehmen

Jedes Netzwerk lebt von der Gegenseitigkeit. Wer nur profitieren will, kostenlos Informationen und Unterstützung erhalten will, untergräbt den Netzwerkgedanken. Vor dem Nehmen steht das Geben, Antworten auf Fragen von anderen, Unterstützung und Hilfsbereitschaft. Bei all den Möglichkeiten, die sich durch die sozialen Netzwerke eröffnen, ist es wichtig, sich auf die Netzwerke zu fokussieren, in denen ein Interessierter wirklich gerne unterwegs ist.

Netzwerken - Dörthe Huth

Wenn Sie als Coach, Berater oder Therapeut im Ruhrgebiet leben und arbeiten, biete ich Ihnen mit der Supervision ein Forum für Austausch und gegenseitige Unterstützung. Bei Interesse freue ich ich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung unter: 02362 7877990 oder per eMail.

Ihre Dörthe Huth

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Der VFP – ein Verband für alle psychologischen Berufsgruppen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

der “Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater” (VfP) hat sich in den letzten Jahren zum größten Zusammenschluss entwickelt, der alle psychologisch tätigen Berufsgruppen umfasst. Das Wohl seiner Mitglieder hat er stets im Blick behalten, denn kaum ein anderer Verband bietet so viel an Leistung und Engagement. Der rasch wachsende Verband hat zum aktuellen Stand im November 2013 bereits 8.260 Mitglieder und monatlich kommen etwa 10 bis 20 Neue dazu, denn der Verband überzeugt durch seinen mitgliedernahen und engagierten Einsatz.

VfP – ein Verband mit Serviceangebot für Mitglieder

Vernetzung tut gut! Der VfP vertritt seine Mitglieder, gibt fachliche und rechtliche Hilfestellung für die Praxisführung und bietet kostenreduzierte Fortbildungen. Neben einer Serviceline für Mitglieder unterstützt der VfP die Bildung regionaler Arbeitskreise und Chatforen zu aktuellen berufspolitischen Themen. Er bietet Unterstützung bei der Existenzgründung sowie günstige Tarife für berufliche Versicherungen. Zudem kooperiert der VfP mit anderen Berufs- und Fachverbänden und setzt sich als berufspolitische Vertretung bei Behörden ein. Mitglieder erhalten viermal im Jahr die verbandseigene Zeitschrift „Freie Psychotherapie“, die neben reichhaltigen Informationen zu Recht und Gesetz auch interessante neben psychologischen und psychotherapeutischen Fachartikeln sowie reichhaltigen Informationen zu Recht und Gesetz auch Beiträge der Mitglieder, Erfolgsgeschichten und Fallberichte beinhaltet.

Die Anfänge – Anerkennung für den Psychologischen Berater

Hervorgegangen ist der Verband aus den Ausbildungsteilnehmern der Paracelsus-Schulen und die Nähe daher auch noch immer sehr deutlich. Der VfP war ein Forum für Absolventen, Berufseinsteiger der Heilpraktikerausbildungen und Ausbildungen als Psychologischer Berater sowie der Praktizierenden. Als Weiterqualifizierungsmöglichkeit beteiligte sich der VfP an der Ausgestaltung des BVG Urteils von 1993, das die Heilpraktikererlaubnis, eingeschränkt auf den Bereich der Psychotherapie einführte. Damit bekamen die Psychologischen Berater die Möglichkeit, sich für die Ausübung von Psychotherapie zu legitimieren. Zudem führte der Vfp im Jahr 2004 eine interne Zertifizierung ein. Ein “Geprüfter Psychologischer Berater” erhält damit ein Gütesiegel des Verbandes, das auch nach außen deutlich erkennbar ist, anerkannt wird und zu einem neuen Selbstbewusstsein der Psychologischen Berater führen soll.

Die Herausforderungen im Gesundheitswesen meistern

Der VfP stellt sich den Herausforderungen der Umbrüche im gesamten Gesundheitsbereich und verklärt die Situation für seine Mitglieder nicht. So machen die beiden Mit-Herausgeber der Verbandszeitschrift “Freie Psychotherapie“, Eckart W. Martin und Dr. Werner Weishaupt im Vorwort zur Ausgabe 04/2010 deutlich: “Es ist abzusehen, dass bei steigendem Kostendruck bei den gesetzlichen Kassen auch in Zukunft das Hauptgewicht der Arbeit unserer Mitglieder in der Beratung und Behandlung von Selbstzahlern und privat Versicherten und eher in der Beratung und Lebenshilfe als in der therapeutischen Intervention im Krankheitsfall liegen wird. Immer mehr Menschen nehmen die Verantwortung für ihr seelisches Wohlbefinden in die eigenen Hände – und finden dabei psychologischen Berater oder Heilpraktiker für Psychotherapie den besseren und flexibleren Partner als im “Kassen- Psychotherapeuten” oder “Kassen-Arzt”, die sich mit seiner therapeutischen Kompetenz und Kreativität allzu oft in der Sackgasse der wissenschaftlichen Psychotherapie unter Kassenbürokratie fest rennt”.

Quellen und weiterführende Links: www.vfp.de

Vfp - Dörthe Huth

Auch Meine erste psychologische Ausbildung habe ich auch an der Paracelsus Schule gemacht, damals noch neben dem Studium in Düsseldorf unter der Leitung von Dr. Müller-Schoppen. Es war eine gute Basis, um einen Überblick über gängige Beratungs- und Therapieverfahren zu erhalten und etwas Übung im Vorgehen zu gewinnen. Es folgten noch viele weitere Aus- und Fortbildungen, denn wer sich einmal auf den Weg gemacht hat, kann eine Fülle bereichernde Methoden und Techniken entdecken, die Persönlichkeit zu entwickeln.

Falls Sie noch nicht so recht wissen, wohin Ihr beruflicher Weg Sie führen kann, kann ein Coaching ein ganzes Stück Klarheit bringen. Auf Ihre Terminanfrage unter der Telefonnummer 02362/7877990 freue ich mich oder per eMail über das Kontaktformular. Gemeinsam finden wir die für Sie effektiven Methoden, Übungen und Strategien für mehr Glück und Lebensfreude im privaten oder beruflichen Alltag.

Ihre Dörthe Huth

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Schüchterne Kinder stärken


Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Eltern erhalten häufig sehr pauschale Ratschläge zur Erziehung, welche den unterschiedlichen Temperamenten der Kinder nicht gerecht werden. Doch jedes Kind ist einzigartig und gerade für ein sensibles oder zurückgezogenes Kind sind viele solcher allgemeinen Ratschläge nutzlos oder sogar kontraproduktiv. Als Mutter eines schüchternen Kindes ist diese Problematik der Autorin Doris Schüler hinreichend bekannt. Motiviert durch ihre eigenen Erfahrungen hat sie sich mit der Temperamentenlehre auseinandergesetzt, psychologisches Wissen rund um das Thema Schüchternheit gesammelt und pädagogische Erkenntnisse gewonnen. So konnte sie ihrem Kind helfen, die Schüchternheit zu überwinden. “Schüchterne Kinder stärken. Wie sie Ängste überwinden, ihre Gaben entdecken und die Persönlichkeit entfalten” ist 2011 erschienen, umfasst 224 Seiten und kostet 19,90 Euro. Es ist gleichzeitig das erste Buch im Amondis Verlag und auch als eBook zu haben.

Den Zugang zu schüchternen Kindern finden

Für die Leser hat Doris Schüler die Methoden gebündelt, welche besonders gut für die Beratung von Eltern schüchterner Kinder geeignet sind. Ihre Einsichten und persönlichen Erfahrungen hat sie mit ihrem Buch in eine sehr strukturierte und verständliche Form gebracht und damit anderen Eltern leicht zugänglich gemacht. Neben dem Wissen, welches die Autorin vermittelt, ist das Buch von vielen Fallbeispielen durchzogen, Probleme werden dadurch sehr anschaulich. Fragen zur Vertiefung regen die Eltern an, über sich und ihr Kind nachzudenken, die gemeinsamen Kommunikationsmuster zu hinterfragen und immer wieder einen positiven Blick zur Stärkung auf das Kind zu richten. Die Fallbeispiele sind grau unterlegt, während die Fragen zu Vertiefung durch einen Balken auf der linken Seite gekennzeichnet sind. Die Rubrik “Auf den Punkt gebracht” ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und durch ein Kästchen abgesetzt. So erhält der Leser sehr schnell einen strukturierten Überblick über den Aufbau des Buches.

Die Säulen zur Stärkung schüchterner Kinder

Zwei Kapitel beschäftigen sich mit den Ausprägungen und den Ursachen von Schüchternheit beschreiben den aktuellen Stand der Temperamentsforschung. Im Anschluss daran gibt die Autoren zahlreiche Anregungen und Gedankenanstöße zur Stärkung schüchterner Kinder. Auch hochsensible Charaktere wurden bei den Überlegungen berücksichtigt. Diese sind in sechs Säulen gegliedert mit denen das Kind gestärkt werden kann. Die erste Säule ist ein gesundes Selbstgefühl, das durch Anerkennung, Lob und viele Glücksmomente entsteht. Mit der zweiten Säule wird das Selbstvertrauen gestärkt, durch Mut, Erfolgserlebnisse und Mitspracherecht. Die dritte Säule beschreibt Möglichkeiten, das Selbstmanagement zu erlernen, mit Stress und Misserfolgen umzugehen. Bei der vierten Säule geht es um das Training sozialer Fertigkeiten und die fünfte Säule zeigt, wie soziale Ängste abgebaut werden können. Die sechste Säule behandelt das gemeinsame Wachstum von Eltern und Kind und berücksichtigt besonders die Bedürfnisse der Eltern.

Doris Schüler und der Amondis Verlag

Dr. Doris Schüler ist Umeltingenieurin und Mutter zweier Kinder. Sie hat sich als Elterncoach und Psychologische Beraterin weitergebildet und im Jahr 2011 gemeinsam mit Alexander Weber den Amondis Verlag gegründet. Alexander Weber hat neben seinem BWL-Studium intensiv mit Studiotechnik und elektronischer Musik beschäftigt und experimentiert gerne in seinem eigenen Tonstudio in Südhessen. Er war als leitender Redakteur bei einem Musikmagazin beschäftigt, hat 2006 ein Fachbuch über den Einsatz von Audio-Plug-ins im GC Carstensen Verlag veröffentlicht und ein Jahr später seinen eigenen Verlag gegründet. Sein quickstart Verlag gibt musikalisches Wissen in kompakter Form heraus und bietet gleichzeitig eBooks und eLearning.

Fazit zum Buch

Der Autorin ist ein rundum gutes Buch gelungen, das Eltern ihren Anteil an den Entwicklungsmöglichkeiten ihres Kindes aufzeigt und gleichzeitig die Individualität jedes Kindes hervorhebt. Es leitet Eltern an, ihr Kind besser zu verstehen, es an wichtigen Stellen zu stärken und so zur positiven Persönlichkeitsentwicklung beizutragen. Die Struktur des Buches hilft bei der Selbstreflektion ebenso wie bei der Auswahl der richtigen Unterstützungsmöglichkeiten. Haupttenor ist dabei, dass jedes Kind selbst die besten Lösungen für sich finden kann und auch selbst seine Interessen wählt. Erwachsene müssen daher ein altersgerechtes Mitspracherecht gewähren und ganz genau auf die Fähigkeiten und Talente ihres Kindes schauen, damit es seinem Temperament entsprechend entwickeln kann.

Wenn auch Sie Ihre Schüchternheit oder die Ihres Kindes einmal genauer unter die Lupe nehmen wollen, bin ich in meiner Praxis in Dorsten gerne für Sie da.

Ihre Dörthe Huth

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Psychologischer Berater – Ausbildung und Berufsbild


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Berufsbild “Psychologischer Berater” und “Heilpraktiker für Psychotherapie” hat sich mittlerweile fest etabliert. Hier gibt es einen Überblick über Ausbildung, Arbeitsbereiche und Berufsbild.

Viele Menschen suchen neben ihrem Beruf nach einer Möglichkeit, sich psychologisch weiterzubilden und ihr Wissen an andere Menschen weiterzugeben. So hat sich in den letzten Jahren das Berufsbild “Psychologischer Berater” und “Heilpraktiker für Psychotherapie” etabliert. Viele Personaler, Marketer und Berater schätzen diese Weiterbildung zur Anwendung innerhalb ihrer Tätigkeitsbereiche. Doch bieten beide Berufsbilder ebenso die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis selbständig zu machen.

Arbeitsfelder Psychologischer Berater

Psychologische Berater finden ihre Arbeitsfelder in den Bereichen der allgemeinen Lebenshilfe, wie Konfliktbewältigung, Zielfindung und Zielerreichung oder bei Partnerschafts- oder Erziehungsproblemen. Sie bieten Begleitung zu Lösungen, helfen bei der Ideenfindung oder sind auf die Persönlichkeitsentwicklung hin ausgerichtet. Stressreduktion, die Balance von Arbeit, Familie und Beruf, das Coaching von Personal, Kommunikationsstörungen, all dies sind Arbeitsfelder Psychologischer Berater. Viele psychologische Berater nutzen ihr Wissen innerhalb ihres Berufsfeldes, um sich weiterzuentwickeln, Kunden, Klienten und Mitarbeiter besser einschätzen oder leiten zu können. Es gibt allerdings eine wichtige Einschränkung: Der Psychologische Berater darf ausschließlich psychisch gesunde Klienten beraten. Da, wo ein psychisches Leiden deutlich wird, wie zum Beispiel ein Burnout, braucht der Behandler eine heilkundliche Zulassung als Arzt oder Psychotherapeut oder auch als Heilpraktiker für Psychotherapie. Für den Heilpraktiker für Psychotherapie besteht zudem die Möglichkeit, mit privaten Krankenkassen auf der Basis des Heilpraktikergesetzes abzurechnen.

Das Interesse an der Psychologie aus der Arbeitspraxis heraus

Psychologische Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Viele haben ein Hochschulstudium als Hintergrund, kommen beispielsweise aus den Geistes- oder Ingenieurs- oder Wirtschaftswissenschaften. Andere haben eine qualifizierte Ausbildung als Krankenschwester, Pharmazeutisch-technische Assistentin, als Kosmetikerin oder Bürokauffrau. Ihnen allen ist gemein, dass sie begonnen haben, sich intensiv mit der Psychologie rund um sich selbst, ihre Arbeit, Kunden und Familie zu beschäftigen.

Viele haben ihre Ausbildung zum Psychologischen Berater und die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie neben ihrem Beruf absolviert, für manche ist es aber auch ein willkommener Auftakt für den beruflichen Wiedereinstieg nach der Kinderpause. Die Basisqualifikationen sind ebenso unterschiedlich wie das Weiterbildungsrepertoire der Einzelnen. Viele der Psychologischen Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie bilden sich unermüdlich weiter und haben zum Teil noch weitere „große“ psychotherapeutische Ausbildungen. Beliebt sind unter anderem die Ausbildungen in Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Transaktionsanalyse, Neurolinguistisches Programmieren oder Systemische Therapie.

Inhalte der Ausbildung zum Psychologischen Berater

Die Ausbildung zum Psychologischen Berater werden durch Heilpraktikerschulen und Institute angeboten. Mittlerweile gibt es auch Fernlehrgänge oder organisierte Online-Studiengänge über das Internet. Je nach Qualifikation des Anbieters und der Voraussetzungen, die man selbst mitbringt, können die Qualitätsstandards der Ausbildung erheblich voneinander abweichen. Zu einer guten, theoretisch fundierten und praxisorientieren Ausbildung zum Psychologischen Berater gehören umfangreiche Kenntnisse. Grundlagenwissen über die allgemeine und die klinische Psychologie sowie über verschiedene Psychotherapieverfahren gehören ebenso dazu wie körperliche Zusammenhänge, Beratungsmodelle oder Störungswissen.

Die Schulung der eigenen Persönlichkeit

Die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit ist eine wichtige Voraussetzung, den Beruf qualitativ hochwertig ausüben zu können. Die Basis dazu bildet ein positives Welt- und Menschenbild, das einen wohlwollender und förderlichen Beratungs- und Therapieprozess ermöglicht. Es braucht Übung und Zeit, bis man andere Menschen nicht einfach nach den eigenen Vorstellungen bewertet. Auch professionelle Empathie stellt sich nicht auf Anhieb ein, sondern muss unter Anleitung trainiert werden, bis die Bedürfnisse des Klienten wahrgenommen und in passende Worte gefasst werden können. Dazu bedarf es einer liebevollen Annahme der Gefühlswelt des Klienten, auch wenn diese überschäumend, angstvoll oder lethargisch erscheint.

Klienten kompetent leiten

Psychologische Berater sollten auch wissen, wann man welche Intervention braucht und was in speziellem Fall ein Lösungsansatz sein könnte. Wie führt man auf professionelle Art und Weise den Klienten zur eigenen Lösungsfindung und wie weit kann man gehen, ohne den anderen zu überfordern? Wie kann man die eigenen Grenzen schützen, ohne dass das auf Kosten des Klienten geht? All dies sind wichtige Punkte, die bearbeitet sein sollten, bevor man mit anderen Menschen in die intensive Arbeit eintaucht. Die praktische Umsetzung der Lerninhalte sollte daher in der Ausbildung einen hohen Stellenwert einnehmen. Übungsgruppen, Selbsterfahrung und Arbeit unter Supervision befähigen am besten zur praktischen Arbeit mit Klienten. In der Regel schließt die Ausbildung mit einer Kenntnisüberprüfung und einer Abschlussarbeit ab.

Die Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie

Nach der Weiterbildung als psychologischer Berater bietet es sich an, auch die Überprüfung durch das Gesundheitsamt abzulegen, um die Tätigkeit in eine gesetzlich geregelte Form zu bringen. Wer als Psychologischer Berater Psychotherapie ausüben möchte, braucht eine Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie durch das zuständige Gesundheitsamt. Dies geschieht in der Regel durch eine mündliche und schriftliche Überprüfung der Kenntnisse. Die Gesundheitsämter legen unterschiedliche Anforderungen und Kriterien für die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie an. Allgemeingültig ist jedoch, dass die Anwärter mindestens 25 Jahre alt sein müssen und mindestens einen Hauptschulabschluss nachweisen müssen. Die Prüfungsmaßstäbe sind in den letzten Jahren angestiegen, denn die Behandlung psychischer Leiden ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Die Gesundheitsämter überprüfen daher sehr genau, ob die notwendigen Fachkenntnisse vorhanden und abrufbar sind.

Die Grenzen zwischen psychologischer Beratung und Psychotherapie

Die Grenzen sind zwischen psychologischer Beratung und Psychotherapie sind häufig fließend. Daher ist es für Psychologische Berater und Heilpraktiker (Psychotherapie) unbedingt notwendig, die Grenzen ihrer Behandlungsmöglichkeiten genau zu kennen. Um Stress auf der Arbeit zu reduzieren, kann ein psychologischer Berater seinem Klienten beispielsweise mit Gesprächen, begleitenden Übungshinweisen und Tipps zur Stressbewältigung helfen. Liegt der Grund jedoch tiefer und ist ein psychisches Leiden im Hintergrund, vielleicht sogar eine Angsterkrankung oder Depression, ist der Psychologische Berater verpflichtet, den Klienten an die richtige Behandlungsstelle weiterzuleiten. Bestimmte Erkrankungen erfordern eine medikamentöse Therapie und damit einen Arzt. Allgemeinhin sind Psychologische Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie an die gleiche Sorgfaltspflicht gebunden, wie Mediziner und Psychotherapeuten.

Nun hoffe ich, Sie konnten einen guten Überblick gewinnen. Und falls Sie eine kompetente Begleitung brauchen, bin ich in meiner Praxis in Dorsten gern als Heilpraktikerin (Psychotherapie) gerne für Sie da und und unterstütze ich Sie durch Supervision gern bei Ihrem beruflichen Werdegang, beim Praxisaufbau oder der Therapieplanung. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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