Schlagwort-Archive: Psychotherapie

Wie das Krokodil zum Fliegen kam – Kurze Geschichten für alle Lebenslagen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Menschen erzählen sich seit jeher Geschichten. Geschichten dienen nicht nur der Unterhaltung, sie bieten uns auch Vorbilder. Indem wir beobachten, wie andere Charaktere reagieren, finden wir Orientierung, Hoffnung und Bestätigung. In der Seelsorge, Psychotherapie und Coaching werden Geschichten eingesetzt, weil sie uns erlauben, gedanklich bestimmte Situationen durchzuspielen und neue Wege auszuprobieren, ohne in der Realität Konsequenzen dafür tragen zu müssen. So können wir uns leichter an neue Situationen anpassen. Die AutorInnen des Buches  „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“ haben solche hilfreichen Geschichten aus ihrem beruflichen Alltag zusammengetragen. Die Geschichten eignen sich  sowohl für Therapeuten und Coaches, die Anregungen für die Arbeit mit ihren mit KlientInnen suchen, als auch für Geschichteninteressierte, die sich abseits des rationalen Denkens zu neuen Sichtweisen auf ihr Leben anregen lassen möchten.

Katharina Lamprecht, Stefan Hammel, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann: Wie das Krokodil zum Fliegen kam. 120 Geschichten, die das Leben verändern. Ernst Reinhardt Verlag 2015. ISBN 978-3-497-02506-0

Wie das Krokodil zum Fliegen kam
Wie das Krokodil zum Fliegen kam

Metaphern für neue Perspektiven

Das Buch ist in acht Kapitel gegliedert, deren Geschichten sich verschiedenen Lebensthemen widmen: 1. Auf Sinnsuche, 2. Gesundheit entdecken, 3. Das Glück kitzeln, 4. Freie Berufszeit – berufliche Freizeit, 5. Alleinsam- und Gemeinsamkeiten, 6. Jung und alt und viel dazwischen, 7. Selbstvertrauen wecken, 8. Loslassen mit Lust. Auf die ein oder andere Weise kommt jeder Mensch immer wieder einmal mit diesen Themen in Berührung. Die einzelnen Geschichten sind sehr kurz gehalten und haben nicht immer einen direkten Bezug zum jeweiligen Kapitelthema, sondern werden metaphorisch erzählt. Damit bleibt dem Leser überlassen, wie er die Inhalte mit seinem Leben verbindet und welche Schlussfolgerungen er daraus zieht. Allerdings haben die AutorInnen Stichwörter an den Beginn einer jeden Geschichte gesetzt, die deutlich machen, worum es in dieser Geschichte geht. Beispielsweise geht es in der Geschichte „Fruchtbarer Boden“ von Seit 96 um „Beruf, Perspektivwechsel, Respekt, Vertrauen, Vision, Vorurteile, Wertschätzung“. Am Ende jeder Geschichte haben die AutorInnen ein Fazit gesetzt, das die Metaphorik der Geschichten wieder auflöst. So heißt es am Ende der Geschichten „Die Kümelkatze“ unter anderem: Die Krümelkatze zeigt, dass man gut für sich sorgen und trotzdem geliebt werden kann.

Über die AutorInnen

In diesem Buch haben die AutorInnen therapeutisch wirksame Geschichten aus ihren unterschiedlichen Arbeitskontexten zusammengetragen. haben ihre Geschichten Katharina Lamprecht ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coach und Erzählerin mit eigener Praxis in Bruchköbel. Stefan Hammel arbeitet als Klinik- und Psychiatriepfarrer, Kinder-, Familien- und Hypnotherapeut sowie als Ausbilder für Psychotherapie und leitet das Institut für Hypnosystemische Beratung in Kaiserslautern. Adrian Hürzeler lebt im schweizerischen Reinach und ist Coach und Achtsamkeitstrainer mit eigener Praxis für Persönlichkeits- und Führungsentwicklung. Martin Niedermann Geschichtenerzähler, Coach und Dozent und lebt in Bern.

Fazit zu “Wie das Krokodil zum Fliegen kam”

Die „120 Geschichten, die das Leben verändern“ enthalten vielerlei Lebensweisheiten, die der Leser gerade deshalb gut annehmen und auf sich selbst übertragen kann, weil sie ihr Botschaften auf einer distanzierten, metaphorischen Ebene vermitteln. Gerade in schwierigen Situationen ist es hilfreich, sich vom konkreten Problem zu lösen, damit wir nicht in einer Sackgasse stecken bleiben, sondern den Blick für mögliche Lösungen weiten. Nicht jede Geschichte wird jeden Leser ansprechen, doch kann jede Geschichte eine „therapeutische Wirkung“ entfalten, wenn sie den Leser berührt. Es lohnt sich, nach dem Lesen einer Geschichte, erst einmal inne zu halten und seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen, bevor man sich anschließenden dem Fazit der AutorInnen zuwendet.
Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :)

Tragen Sie sich in den Verteiler ein - mit wertvollen Informationen und Übungen

* zwingend
Interesse

Weiterlesen

Psychotherapie

Kreatives Schreiben

Achtsamkeit

 

Wie das Gehirn die Seele macht

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit die Menschen damit begonnen haben, über sich und ihre Existenz nachzudenken, ist die Welt um sie herum voller Rätsel. Noch heute erscheinen uns die Zusammenhänge von Denken, Fühlen und Handeln häufig noch rätselhaft. Was genau hat eigentlich das Gehirn mit der Seele zu tun? Wie entsteht der Geist und das Bewusstsein? Und wie verläuft der Aufbau der Persönlichkeit? Die jüngsten Fortschritte der Neurowissenschaften lassen Rückschlüsse darauf zu, wie das Gehirn die Seele macht.

Gerhard Roth und Nicole Strüber: Wie das Gehirn die Seele macht. Hardcover, Klett-Cotta 2014. ISBN: 9783608948059. 22,95 Euro.

Gehirn, Seele, Geist, Verhalten

Der Philosoph Gerhard Roth und die Psychologin Nicole Strüber haben sich diesen Fragen in ihrem Buch „Wie das Gehirn die Seele macht“, gewidmet. Prof. Gerhard Roth lehrt am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen und wurde in der Zeitschrift Cicero im Oktober 2009 als der bedeutendste Naturwissenschaftler in Deutschland ausgezeichnet. Dr. Nicole Strüber ist ebenfalls am Institut für Hirnforschung in Bremen tätig und promovierte im Bereich der Entwicklungspsychologie. In ihrem Buch haben sie ihr Wissen gebündelt und führen den Leser darin zu einem besseren Verständnis der menschlichen Persönlichkeit als Träger des Seelischen. Ebenso steht die Entstehung psychischer Erkrankungen sowie der Wirksamkeit von Psychotherapie im Fokus des Buches.

Ein intensiver Einblick in die Erkenntnisse der Neurowissenschaften

In insgesamt zehn Kapiteln geben die beiden Autoren einen intensiven Einblick in den derzeitigen Wissensstand. Das Buch beginnt mit den Grundlagen, erklärt „Die Suche nach dem Sitz der Seele“, geht dann weiter zu „Gehirn und limbisches System“ sowie zu „Die Sprache der Seele: Neuromodulatoren, Neuropeptide und Neurohormone“. Weiter Geht es um „Die Entwicklung des Gehirns und der kindlichen Psyche“, „Persönlichkeit und ihre neurologischen Grundlagen“, „Das Bewusstsein, das Vorbewusste und das Unbewusste“. Das siebte Kapitel nimmt „Psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen“ ins Visier, es folgen „Psychotherapien“ sowie „Die Wirkungsweise von Psychotherapie aus Sicht der Neurowissenschaften“. Zum Schluss werden die Erkenntnisse noch einmal im Überblick zusammengefasst.

Tragen Sie sich in den Verteiler ein - mit wertvollen Informationen und Übungen

* zwingend
Interesse

Die Persönlichkeit und ihre Störungen

Roth und Strüber stellen ein neurobiologisch fundiertes Konzept der Persönlichkeit vor, einschließlich eines von ihnen entwickelten Modells der sechs psycho-neuronalen Grundsysteme. Sie beschäftigen sich mit Depressionen, Angststörungen, die posttraumatische Belastungsstörung, die Zwangsstörung und Persönlichkeitsstörungen inklusive der Borderline-Störung und der antisozialen Verhaltensstörung und beleuchten in diesem Zusammenhang auch die Wirkweisen der am weitesten verbreiteten Psychotherapierichtungen, nämlich der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, das sich für alle eignet, die sich tiefergehend mit den Zusammenhängen von Gehirn, Persönlichkeit und psychischen Störungen auseinandersetzen wollen.

Wenn Sie über das Lesen hinaus an der Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching oder einer Psychotherapie. Rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990 oder schreiben mir eine eMail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :)

Einfluss von Stress auf ein mögliches Suchtverhalten

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein Name ist Sabine Kurzeia und in meinem Gastbeitrag erkläre ich Ihnen heute, welchen Einfluss Stress auf das Suchtverhalten haben kann. Nach langjähriger Tätigkeit in der Personalarbeit bin ich nun seit Anfang des Jahres freiberuflich in der Psychologischen Beratung sowie der Suchtberatung tätig. Unter dem Dach der ADESSE GmbH biete ich gemeinsam mit anderen freiberuflicher Partnern Beratungsleistungen rund um die Gesundheitsprävention für Firmen und Privatpersonen an.

Zwischen familiären und beruflichen Anforderungen balancieren

unser aller Leben ist moderner, aber dennoch auch härter geworden. Trotz Wohlstand, geringerer körperlicher Belastung und allerlei technischer Entdeckungen die unser Leben eigentlich einfacher machen sollten, fühlen sich die Menschen heute ständig unter Druck. Schnelligkeit, Professionalität, Flexibilität sind heute mehr gefragt, denn je. Die Arbeitsbelastungen des Einzelnen nehmen nicht zuletzt auch durch die Globalisierung und dem damit verbundenen Kostendruck immer mehr zu. Die Angst um den Arbeitsplatz begleitet die Menschen. Währungskrisen und kriegerische Auseinandersetzungen stellen immer wieder eine Bedrohung für unser wirtschaftliches und seelisches Lebensgefüge dar. Viele Menschen haben auch zunehmend das Gefühl, den beruflichen und familiären Anforderungen nicht mehr genügen zu können und zu wenig  Zeit für sich selbst zu haben.

Alkohol und Beruhigungsmittel sind ein gefährlicher „Lösungsweg“

Mit aller Kraft wird versucht, einen Ausweg aus der unbefriedigenden Situation zu finden. Häufig werden Überstunden gemacht, um den Anforderungen des Jobs gerecht werden zu können. Nicht selten wird versucht, das Leistungsvermögen mit Aufputschmitteln zu unterstützen. Auch überlegt man, ob noch ein zweiter Job angenommen werden kann um die Familie finanziell besser zu stellen. Wenn alles Bemühen umsonst ist, steigt die Verzweiflung. Der Gedanke, es nicht zu schaffen, ist unerträglich. Das sich ständige drehende Karussell im Kopf wird mit Beruhigungsmitteln und/oder übermäßigem Alkoholgenuss für kurze Zeit angehalten. Ängste und Sorgen werden verdrängt. Doch schnell ist ein Punkt erreicht, an dem immer größere Mengen notwendig werden um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ein Übergang in den Suchtmittelmissbrauch erfolgt schleichend, aber unaufhaltsam. Ohne fachliche Unterstützung, lässt sich der Prozess dann nur selten stoppen.

Warum schaffen es viele Menschen dennoch, andere Wege für sich zu finden?

Jeder Mensch geht mit Stress anders um. Wichtig sind ein gutes soziales Netzwerk, ein positives Selbstbewusstsein, die Bereitschaft sich den Herausforderungen stellen zu wollen und aber auch einmal NEIN zu sagen. Wenn wir uns unserer persönlichen Bedürfnisse und Sensibilitäten bewusst werden und die uns zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten konsequenter nutzen, können wir den Stress und die psychische Belastung im Alltag besser bewältigen und unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessern.

Tipps zu einem besseren Umgang mit Stress

1. Achten und Beachten Sie sich selbst (besinnen Sie sich auf Ihre eigenen Stärken)

2. Sorgen Sie für eine gesunde und ausreichende Ernährung (kochen Sie mal wieder selbst)

3. Stärken Sie Ihr soziales Netzwerk (Familie, Freundeskreis, Vereinsleben)

4. Bringen Sie Ihr Berufs- und Privatleben in Einklang (prüfen Sie das Verhältnis zwischen Ihrer Arbeit und dem Rest Ihres Lebens – ist es noch im notwendigen Gleichgewicht?)

5. Fordern Sie die notwendige Unterstützung am Arbeitsplatz ein (Schulungen, technische Verbesserungen)

6. Bleiben Sie in Bewegung (Treppe statt Aufzug, gehen Sie häufiger mal zu Fuß, treiben Sie Sport)

7. Sprechen Sie Probleme im Arbeits- oder Privatleben an (ungelöste Probleme machen krank)

8. Genießen Sie Alkohol mit Verstand (jeden Abend ein Gläschen Wein/ Bier ist schon zu viel)

9. Nehmen Sie Medikament nur, wenn Ihr Arzt sie Ihnen ausdrücklich verordnet 10. Entspannen Sie sich (z.B. durch autogenes Training oder progressive Muskelentspannung)

Und wenn Sie bereits an einem Suchtmittelmissbrauch leiden?

Dann lassen Sie sich helfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie den Kontakt zu einem Psychologischen Berater / Psychotherapeuten. Gemeinsam finden Sie einen Ausweg. Es ist nie zu spät.

Möchten Sie mehr zu dem Thema erfahren? Dann besuchen Sie mich doch unter www.adesse-gmbh.de oder kontaktieren Sie mich unter info@adesse-gmbh.de

Ihre Sabine Kurzeia – Psychologische Beratung / Suchtberatung

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :)

Forschungsergebnisse aus der Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie von Christian Schubert

Liebe Leserin, lieber Leser,

Körper und Seele haben Einfluss aufeinander, doch inwieweit ist das wirklich derzeit nachweisbar und in welchen Bereichen? Das Buch „Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie“ von Christian Schubert hat die Forschungsergebnisse internationaler Wissenschaftler zusammengetragen und beleuchtet die Möglichkeiten, das Immunsystem nach aktuellem Wissensstand zu stärken und Kranke gezielt bei der Gesundung zu unterstützen. Ein empfehlenswertes Grundlagenwerk für Mediziner, psychotherapeutisch Tätige und wissenschaftlich Interessierte.

Christian Schubert (Hrsg.): Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie. Schattauer 2014. 423 Seiten. ISBN 9783794530465. 79,99 EUR

Der Einfluss immunologischer Faktoren

Verbindungen zwischen dem Nervensystem, dem Immunsystem, dem endokrinen System und weiteren Systemen des Körpers sind unbestritten. Auch dass es einen Einfluss immunologischer Faktoren auf unser Denken und Fühlen gibt und psychosoziale Bedingungen das Immunsystem beeinträchtigen können. Doch ebenso müssten solche Einflüsse auch stärkend wirken können. Bei den meisten psychotherapeutischen Einsätzen steht die Beseitigung von Konflikten und Hemmungen im Vordergrund. Dabei könnten eventuell immunologische Funktionen über Hypnose, Entspannung, Visualisierungen oder das Hören von Musik verbessert werden. Ist die Immunaktivität gezielt durch psychologische und psychotherapeutische Interventionen beeinflussbar? Und was davon ist wissenschaftlich belegbar? Spannende Fragen, welche das Buch “Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie zu beantworten versucht.

Psychoimmunologie

Der Begriff der Psychoimmunologie wurde 1964 von George Solomon geprägt, doch dauerte es noch viele Jahre, bis sich die interdisziplinären Ergebnisse der Psychoneuroimmunologie in der klinischen Medizin etablieren konnten. Zunehmend hat sich die medizinische Forschung um Antworten bemüht. Die Beiträge in „Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie“ sind dabei wichtige Bausteine. Beginnend mit den biologischen Grundlagen der Immunologie liefert das Buch internationale Erkenntnisse aus klinischen Forschungen, experimentellen Studien und therapeutischen Interventionen. Ergebnisse aus der Stressforschung finden dabei ebenso ihren Platz wie Entzündungskrankheiten, Krebs oder HIV. Thematische Schwerpunkte des Buches sind im Überblick folgende:

  •     Immunologische Grundlagen und deren Bedeutung für Infektionen, Wundheilung, Krebs, Allergien und Autoimmunkrankheiten
  •     Auswirkungen von psychischer Be- und Entlastung auf immunologische Aktivität und, umgekehrt, von Immunaktivität auf Erleben und Verhalten
  •     Immunologische Wirksamkeit unterschiedlicher psychologischer und psychotherapeutischer Verfahren
  •     Methoden und Perspektiven zukünftiger Forschung

Psychotherapieforschung der Zukunft

Nach etwa 60 Jahren Psychotherapieforschung ist der psychotherapeutische Prozess heute noch immer weitgehend eine Blackbox. Wir wissen wenig über die Dynamik menschlicher Veränderungsprozesse, sowohl was das Erleben und Verhalten von Patienten, als auch biologische Prozesse betrifft . Mit „Der psychotherapeutische Prozess – Einblicke in die Selbstorganisation Bio- Psycho- sozialer Systeme” gibt Günther Schiepeck von der Privatuniversität Salzburg einen Überblick . Ihm zufolge stehen an einer neuen Ära der Prozessforschung, wenn Datenerhebungen auf breiter Basis erfolgen können, Systemmodelle formalisiert werden und biologische Marker zur Erfassung von Therapieprozessen eingesetzt werden. „Wir sind dabei, in der Blackbox psychotherapeutischer Prozesse Licht anzuzünden”, so Schiepeck (S. 370). Dass Psychotherapie wirksam ist, wurde bereits in vielen Studien bestätigt. Ein Kapitel beschäftigt sich ausgiebig mit „Hypnose, Imaginationen, Selbstregulierung und Immunaktivität“. Die US-amerikanischen Mediziner Howard R. Hall und Karen Olness beschreiben Studien und ihre Ergebnisse, die darauf hinweisen, dass es sich bei der Anwendung von Hypnose und Imagination basierten Verfahren zur Regulierung der Immunaktivität um einen sehr komplexen Prozess handelt, der spezifische Veränderungen bewirken kann. Die Selbstregulation hängt aber von dem Einzelnen ab und auch von der Art der Intervention.

Fazit zum Buch

Christian Schubert hat mit “Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie” ein Grundlagenwerk zum besseren Verständnis für ein überaus komplexes Forschungsfeld geschaffen. Der Arzt, Psychologe und Psychotherapeut leitet das Labor für Psychoimmunologie an der Klinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck und widmet sich der Entwicklung eines integrativen Ansatzes für die Psychosomatik. Das umfassende Fachbuch zeugt nicht nur von der wissenschaftlichen Aurichtung des Autors sondern auch von seiner praktischen Erfahrung in der Psychotherapie. Ein empfehlenswertes Grundlagenwerk, das die Augen einerseits für dei Vielzahl der Einflussfaktoren öffnet und andererseits fü die Möglichkeiten, das Immunsystem nach dem aktuellen Stand der Forschung zu stärken.

Immunsystem stärken - Dörthe Huth

Wenn Sie im Ruhrgebiet zu Hause sind und die Wirkung von innerer Bilder selbst erfahren möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Imaginationen, Achtsamkeitsübungen oder eine Kurzentspannung sind für Meisten effektiv wirksame Hilfestellungen. Sie erreichen mich unter: 02362/7877990 oder schicken Sie mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Gerne können Sie mir auch Ihre Gedanken, Tipps und Anregungen einfach unten als Kommentar hinterlassen.

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :) Falls Sie den kostenlosen Newsletter noch nicht erhalten, können Sie sich einfach hier eintragen.

Die Selbstheilungskräfte stärken

Liebe Leserin, lieber Leser,

Körper, Geist und Seele stehen in ständiger Wechselwirkung. Auch Nerven-, Hormon- und Immunsystem beeinflussen sich gegenseitig, dafür gibt es mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Belege. Bestimmte Einflüsse können unser Denken und Fühlen verändern, das Immunsystem schwächen oder stärken. Daran sollten wir nicht nur im Falle einer Erkrankung denken, sondern auch vorbeugend etwas dafür tun. Welchen Anteil die Psyche dabei hat, erfahren Sie in diesem Überblick.

Der Einfluss immunologischer Faktoren

Das interdisziplinäre Forschungsfeld der Psychoneuroimmunologie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen von Psyche, Nervensystem und Immunsystem. Verbindungen zwischen dem Nervensystem, dem Immunsystem, dem endokrinen System und weiteren Systemen des Körpers sind mittlerweile nachgewiesen. Von dem Moment unserer Zeugung an bis zu unserem Tod folgt unser Leben einer Reihe von immunologischen Schritten. Dazwischen geschieht Erfahrung, Lernen und Wachstum. Auf Körperebene entstehen Zellen, interagieren miteinander, verschmelzen, weisen sich ab oder zerstören sich sogar. Die Vielfalt all dieser Interaktionen formt ein komplexes Netzwerk, das entscheidend auf die Immunaktivität einwirkt. Jedoch ist das Gesamtsystem hochkomplex und durch unzählige Faktoren beeinflussbar. Die Psyche, das soziale Umfeld, lebenskritische Ereignisse und viele weitere Faktoren haben Einfluss auf uns. Derzeit sind aber weder alle Aus- und Wechselwirkungen erfassbar, noch die Zusammenhänge vollumfänglich überprüfbar.

Depressionen, Ängste und Stress schwächen die Immunabwehr

Depressionen, Stress oder Ängste schwächen den Organismus und gehen mit einer Veränderung der Immunabwehr einher. Durch verschiedene Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass überwiegend negative Einstellungen und Gefühle die Effektivität des Immunsystems an verschiedenen Stellen schwächen können. In der Folge werden Infektionen nicht mehr so schnell und effektiv bekämpft. Die Auswirkungen sind vielfältig und ergeben derzeit noch kein einheitliches Bild, das verallgemeinernde Schlussfolgerungen zulässt. Jede Menge Funktionen und Wechselwirkungen gilt es noch zu erforschen. Die Psychoneuroimmunologie befindet sich noch in einem Stadium der Grundlagenforschung. Ein aktuelles Bild über die internationale Forschungslandschaft bietet derzeit das Fachbuch “Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie” von Christian Schubert aus dem Schattauer Verlag.

Selbstheilungskräfte aktivieren

Ebenso wie negative Einflüsse zu Erkrankungen führen können, müssten wir positive Einflüsse zur Stärkung der Gesundheit nutzen können.  Dies erklärt auch die Wirkung heilsamer psychischer Prozesse durch Anleitungen spezifischer Methoden, die sich nachweislich auf körperliche Funktionen auswirken. Dazu gehören beispielsweise die Meditation, Entspannungsverfahren oder Hypnose. Bei den meisten psychotherapeutischen Einsätzen steht die Beseitigung von Konflikten im Vordergrund. Eine Verbesserung der immunologischen Funktionen kann nach neueren Forschungsergebnissen neben der Anwendung der zuvor genannten Verfahren auch über die Integration von Visualisierungen und der Stärkung psychischer Einflussfaktoren erfolgen. Auch Persönlichkeitseigenschaften wie Optimismus, Selbstwert und Selbstwirksamkeit sind hilfreich bei der Anregung der Selbstheilungskräfte sowie positive Gefühle und sichere soziale Bindungen. Dies alles dient nicht nur der Aktivierung der Selbstheilungskräfte im Falle einer Erkrankung sondern sollte uns vor allem im Hinblick auf die Vorbeugung aktiv werden lassen.

Selbstheilung - Dörthe Huth

Wenn Sie aus dem Raum Dorsten kommen und die Wirkung von innerer Bilder zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte selbst erfahren möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Imaginationen, Achtsamkeitsübungen oder eine Kurzentspannung sind wohltuende Erfahrungen. Sie erreichen mich unter: 02362/7877990 oder schicken Sie mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Gerne können Sie mir auch Ihre Gedanken, Tipps und Anregungen einfach unten als Kommentar hinterlassen.

Ihre Dörthe Huth

PS: Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, erzählen Sie es doch bitte Ihren auch Ihren Freunden auf Facebook, Twitter und Co :) Falls Sie den kostenlosen Newsletter noch nicht erhalten, können Sie sich einfach hier eintragen.