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Das Buch von Devora Zack erklärt Networking für leise Menschen

Liebe Leserin, lieber Leser,
nicht alle Menschen mögen Partys, Smalltalk und das Netzwerken. Gerade Introvertierte fühlen sich in Gesellschaft schnell unwohl und eine oberflächliche Kontaktpflege ist ihnen lästig. Auf der anderen Seite ist das Netzwerken ungemein wichtig. Die US-amerikanische Netzwerkexpertin Devora Zack meint, dass sich Introvertierte deshalb so ungeschickt anstellen, weil sie sich an Empfehlungen orientieren, die nicht für sie gedacht sind. Passendere Empfehlungen hat sie in einem Buch “Networking für Networking-Hasser” zusammengetragen.

Devora Zack: Networking für Networking-Hasser. GABAL. 3. Auflage 2013. Hardcover. ISBN: 9783869363332. 24,90 €

Networking für Networking-Hasser

Netwerkpflege ist die Kunst, Kontakte zu knüpfen und damit der Schlüssel zum Erfolg. Dabei profitieren die Meisten vom Networking, wenn sie sich ihrer Persönlichkeit entsprechend darum bemühen. Laut Devora Zack hat jemand, der davon überzeugt ist, nicht netzwerken zu können, im Laufe der Zeit meist falsche Überzeugungen ausgebildet. Er befolgt die falschen Regeln und lastet den Misserfolg sich selbst an. Netzwerken ist aber in vielen Varianten eine wichtige Voraussetzung, um das eigene Potential entfalten zu können. Wer eine Dienstleistung verkaufen möchte, einen neuen Job finden, Aufträge an Land ziehen, seinen Traum verwirklichen oder die Welt verbessern, der braucht Kontakte. Je authentischer Networking betrieben wird, umso wertvollere Netzwerke entstehen, von denen alle Seiten profitieren.

Authentisch netzwerken

Devora Zack arbeitet als Beraterin in eigener Firma und unterrichtet als Dozentin Kommunikation, Unternehmensführung und Networking. Ihre jahrelange Erfahrung ist in ihr Buch “Networking für Networking-Hasser” auf sehr praktische Weise eingeflossen. Es leitet den Leser humorvoll durch die insgesamt 12 Kapitel zu Erkenntnissen, wie eine Netzwerkpflege der eigenen Persönlichkeit entsprechend funktionieren kann. Mit Hilfe eines Tests kann der Leser ermitteln, ob sein Temperament mit seinem Handeln übereinstimmt. Es ist weniger wichtig, ob eine Person introvertiert, extrovertiert oder zentrovertiert ist, sondern ob sie authentisch agiert. Es folgt ein Crashkurs zu Introversion und Extroversion sowie die Entmystifizierung verstaubter Regeln. Zack zufolge unterscheidet sich die Art der Netzwerkpflege in einem zentralen Punkt: Extrovertierte setzen auf Quantität. Introvertierte setzen auf Qualität.

Zwischen Qualität und Quantität

“Wenn Sie introvertiert sind, gratuliere ich Ihnen; Sie sind bestens aufgestellt, um alle Arten von Netzwerker-des-Jahres-Preisen abzuräumen”, so die Autorin (S. 62). Sie sieht das das Leben als eine einzige große Networkinggelegenheit. Dementsprechend leitet sie den Leser durch Informationen, Tabellen und Checklisten zu Einsichten und rüstet ihn mit einem Erste-Hilfe-Koffer für Networking-Events aus. Das Buch ist voller Hinweise, wie das Netzwerken der eigenen Persönlichkeit entsprechend eingesetzt werden kann und eignet sich besonders für diejenigen, die mit einem humorvollen Blick auf sich selbst schauen möchten.

Erfolgreich netzwerken - Dörthe Huth

 

Das Netzwerken ist auch für Berater, Therapeuten und Coaches ein wichtiges Thema. Wenn Sie im Ruhrgebiet leben und arbeiten, biete ich Ihnen mit der Supervision ein Forum zur gegenseitigen Unterstützung beim Praxisaufbau, beim Sichtbar werden als Experte oder einfach nur zum Austausch untereinander. Bei Interesse freue ich ich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung unter: 02362 7877990 oder per eMail.

Ihre Dörthe Huth

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Intros und Extros. Sylvia Löhken beschreibt in ihrem Buch, wie sie voneinander profitieren

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie können die leisen und die lauten Menschen am besten miteinander umgehen, wo sie doch so verschieden sind? Der eine mag es laut und bunt, der andere ruhig und vorsichtig, und dann gibt es noch die dazwischen. Zu welcher Gruppe der Einzelne gehört, ist nicht jedem klar, denn Sozialkompetenz, Führungsstärke oder Herzlichkeit wurde lange mit dem Ideal der Extroversion verbunden. In den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung dieser Eigenschaften allerdings zugunsten der Introvertierten verschoben. Intros wie Extros haben jeweils ihre eigenen Stärken und auch ihre ganz eigenen Hürden.

Sylvia Löhken: Intros und Extros. Wie sie miteinander umgehen und voneinander profitieren. GABAL 2014. ISBN: 9783869365497. 24,90 € mit E-Book inside.

Introvertierte, Extrovertierte und Zentrovertierte

Der Ratgeber von Sylvia Löhken sorgt für Klarheit und Orientierung. Mit ihrem zweiten Buch “Intros und Extros. Wie sie miteinander umgehen und voneinander profitieren” hat sie ein wichtiges gesellschaftliches Thema auf eine sehr praktische Art und Weise bearbeitet. Die acht Kapitel des Buches führen den Leser ausgehend von den Besonderheiten der Persönlichkeit über die Gemeinschaft, in der wir leben bis zu beruflichen Schnittstellen. Die 359 Seiten des Buches sind sehr übersichtlich aufbereitet und enthalten jede Menge Beispiele, Übersichtslisten und Expertenstimmen. Stellen, die besondere Hinweise für Intros, Extros oder Zentros beinhalten, sind durch gesonderte Symbole gekennzeichnet.

Die neurologische Basis von Intros und Extros erklärt die Unterschiede

Als Zentros werden diejenigen bezeichnet, die sich in der Mitte der beiden Pole von Intro- und Extroversion befinden. All diese Persönlichkeiten haben ihre ganz eigenen Stärken und Probleme. Die Autorin macht das anhand einer tabellarischen Gegenüberstellung der biologischen Unterschiede beider Gruppen deutlich. Die Unterschiede reichen von der elektrischen Aktivität über die Länge der Nervenbahnen bis hin zu den Botenstoffen. Der jeweiligen Gegenüberstellung folgt immer ein ein Fazit. Auf diese Weise kann die die Ursache von Verhaltensunterschieden wissenschaftlich fundiert nachvollzogen werden. So lassen sich auch Schwierigkeiten in der Kommunikation oder im Zusammenleben besser verstehen. Immer wieder bietet das Buch die Möglichkeit zur Selbstreflektion durch Übersichtstabellen und Zusammenfassungen.

Gleiches erreichen – auf andere Weise

Diese Überschrift leitet den zweiten großen Teil ab der Mitte des Buches ein, der sich damit beschäftigt, wie Intros und Extros handeln. Im Vordergrund steht dabei, Ziele der eigenen Persönlichkeit entsprechend zu verfolgen. Dabei wird der Sport ebenso zum Thema, wie die Kommunikation oder Führungsqualitäten. “Intros und Extros. Wie sie miteinander umgehen und voneinander profitieren” ist ein lohnenswertes Buch für alle, die das Zusammenleben zwischen Intros und Extros verstehen und erleichtern möchten. Die Autorin Sylvia Löhken berät und begleitet Menschen seit über zehn Jahren als Coach. Diese Erfahrung aus der Praxis ist dem Buch von Anfang bis Ende anzumerken.

Der zusätzliche Pluspunkt: kostenloses E-Book inside

Der GABAL Verlag hat das Buch zusätzlich mit einem Gratis E-Book ausgestattet. Das ist für mich ein großer zusätzlicher Pluspunkt. Wer der Anleitung des Buches folgt, bekommt zusätzlich die personalisierte Version des E-Books per eMail zugesandt. Wunderbar einfach ist es für alle, die sich bereits Erfahrung mit E-Books und deren unterschiedlichen Formaten haben. Alle anderen benötigen dazu ein Programm, mit dem das E-Book in eine lesbare Form für den Computer oder den eReader gebracht werden kann. Kostenlose Programme stehen zum Download zur Verfügung und deren Installation ist auch nicht schwieirg. Entsprechende Links sind in der Mail mit dem Downloadlink des E-Books enthalten. “Intros und Extros” kann auch ausschließlich in digitaler Form erworben werden, das E-Book kostet etwas weniger als das Buch, 20,99 €.

Intros und Extros - Dörthe Huth

Wenn Sie sich selbst ein bisschen besser verstehen möchten, überholte Vorstellungen von sich selbst loslassen möchten oder sich in einem Workshop zum Loslassen mit anderen austauschen möchten freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Oder senden Sie mir einfach eine eMail: 02362/7877990.

Ihre Dörthe Huth

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Introvertiert oder extrovertiert, leise oder laut?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Kennen Sie Ihre Tendenz, sind Sie eher introvertiert oder extrovertiert? Gehören Sie eher zu den leisen Menschen oder eher zu den lauten? In unserer lauten Welt erhalten meist die Extrovertierten den Vorzug. Doch hat sich die Wissenschaft in den letzten Jahren intensiv um beide Ausprägungen bemüht und auch die Vorzüge der stillen Charaktere herausgearbeitet. Das Wissen über die jeweilige Anlage und die gegenseitige Akzeptanz kann private und berufliche Zusammenleben zwischen Introvertierten und Extrovertierten bereichern.

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Jeder Mensch hat seine Wohlfühllautstärke

Etwa 75 von 100 Personen sind extrovertiert, also eher laute Persönlichkeiten. Nur 25 Prozent sind introvertiert, also eher stille Persönlichkeiten. Die Lauten wirken auf andere meist attraktiver, klüger, beruflich erfolgreicher und beliebter. Dass die Leisen da nicht selten als Außenseiter fühlen, ist nicht überraschend. Doch haben Introvertierte durchaus ihre besonderen Qualitäten; Vorausgesetzt, die Leisen akzeptieren, dass sie leiser sind als viele andere und sich die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, in denen sie ihre Fähigkeiten zum Ausdruck bringen können. Zudem müssen sie gut mit ihren Energien haushalten und sich immer wieder Rückzugsmöglichkeiten zugestehen. Es tut gut, die individuelle Wohlfühllautstärke zu beachten und sich gegen äußere Reize entsprechend abzuschotten. Anders bei den Extrovertierten, denn sie brauchen die Außenreize, um sich wohlzufühlen.

Ob leise oder laut ist genetisch vorprogrammiert

Ob wir eher extrovertiert oder introvertiert sind, ist genetisch vorprogrammiert. Erziehung, Lebensstil und Kultur beeinflussen allerdings unsere Persönlichkeit. Offenbar unterscheiden sich die Gehirne Extrovertierter und Introvertierter, denn das Blut bei den Lauten einen kurzen Weg nehmen, bei den Stillen dagegen lang und verzweigt sein. Außerdem fließt bei ihnen mehr Blut ins Gehirn, was bedeutet, dass sie stärker von innen heraus gereizt werden.  Die Reize von Außen regen die Freisetzung der Botenstoffe Adrenalin und Dopamin an, wonach Extrovertierte „süchtig“ sein können. Zudem wirkt Dopamin bei ihnen später und kürzer als bei stillen Menschen. Bei den Leisen ist ein anderer Botenstoff wirksam, das Acethylcholin. Anders als bei den Extrovertierten gehen den Stillen die Außenreize an die Nerven, weil im Innern schon so viel passiert.

Introvertiert - Doerthe Huth

Akzeptanz zwischen Extrovertierten und Introvertierten macht das Leben leichter

Weil im beruflichen Kontext meist die Extrovertierten herausstechen, brauchen Introvertierte Raum, um ihre Ideen einbringen zu können. Ihnen geht es um die Sache an sich, ohne großes Drumherum. Beide Temperamete könnten also voneinander profitieren. Voraussetzung dafür ist die gegenseitige Akzeptanz. Je mehr wir über die Temperamente erfahren, umso leichter wird das gegenseitige Verständnis und auch das Verständnis jedes Einzelnen für sich selbst. So wie die Autorin des Buches „Still“ es prophezeit hat, sind in den letzten Jahren viele Bücher zum Thema Introversion veröffentlicht worden, die das Zusammenleben lauter und leiser Charaktere im Privat- und Berufsleben erleichtern wollen. So kann ein besseres Verständnis beider Seiten füreinander entstehen.

Wenn Sie sich selbst ein bisschen besser kennen lernen und mit anderen besser klar kommen möchten, buchen Sie doch den Workshop zum Loslassen oder gönnen sich ein Einzelcoaching und nehmen Ihre Tendenz zur Introversion oder Extrosion einmal genauer unter die Lupe. Ich freue mich auf Ihren Anruf oder senden Sie mir einfach eine eMail: 02362/7877990.

Ihre Dörthe Huth

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Wenn die Haut zu dünn ist – Buchvorstellung

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
die Welt differenzierter und intensiver wahrnehmen als viele andere, bringt nicht nur Vorteile mit sich. Besonders diejenigen, die nichts über ihre Hochsensibilität wissen, leiden oftmals unter dem Anderssein. Denn gleichzeitig sind sie verletzlicher, geraten leichter unter Stress und belasten sich mit Selbstzweifeln. Das Buch von Rolf Sellin “Wenn die Haut zu dünn ist. Hochsensibilität – vom Manko zum Plus” will helfen, die eigene Wahrnehmung besser steuern zu lernen und einen effektiveren Selbstschutz aufzubauen. Das Buch ist 2011 im Kösel Verlag erschienen und kostet 15.99 €.

Hochsensibilität – vom Manko zum Plus

So wie vielen andere “High Sensitive Person” (HSP), die erst spät von ihrer Besonderheit erfahren, erging es auch dem Autor. Mit großer Erleichterung entdeckte er eines Tages durch ein Buch von Elaine Aaron seine Hochsensibilität. Der ehemalige Architekt Rolf Sellin hat sich durch psychologische Aus- und Weiterbildungen mit der eigenen Hochsensibilität auseinandergesetzt und Strategien entwickelt, auf eine kreative und förderliche Weise damit umzugehen. Heute ist er als Heilpraktiker (Psychotherapie) tätig und leitet das HSP-Institut in Stuttgart. Die speziellen Erfordernisse und psychischen Besonderheiten von hochsensiblen Personen berücksichtigt er dabei auf besondere Weise. Dabei sieht er die Wahrnehmung und das Körperempfinden als zentralem Ausgangspunkt. persönlichen Wachstums Hochsensibler.

Anpassung an die Norm bringt Probleme für die HSP mit sich

Viele Hochsensible wünschen sich “normal” zu sein und orientieren sich daher an anderen. Das wiederum kann zur Unterdrückung der eigenen Sensibilität und Körperwahrnehmungen führen sowie zur Unterdrückung eigener Bedürfnisse. Auf Dauer stellt sich ein niedriger Selbstwert ein sowie ein Kräfteverlust, der dazu führt, dass die HSP die eigenen Grenzen nicht mehr schützen kann, mit Entscheidungsschwierigkeiten zu kämpfen hat und Konflikte scheut. Chronische Beschwerden tauchen häufig gerade dann auf, wenn Hochsensible sich selbst und ihre Wahrnehmungen übergeht. Dazu gibt Sellin den Lesern Reflexionen, praktische Übungen und Beispiele an die Hand. Über Übungen zur Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Körpergefühl können die eigenen Grenzen entwickelt und geschützt werden, die Konfliktfähigkeit ausgebaut und die Beziehungsfähigkeit verbessert werden.

Leichter leben im Alltag – als HSP

Im Grund handelt das ganze Buch davon, wie Hochsensible den Alltag ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen können und überhöhte Forderungen an sich selbst loslassen können. Der Autor beschreibt im Kapitel “Leichter leben im Alltag”, dass viele HSPs wenige Freundschaften pflegen, die dafür jedoch häufig sehr intensiv sind. Das Thema Partnerschaft und Erziehung erhält ebenso Raum wie Beruf und Spiritualität.

Sellin schreibt am Ende seines Buches: “Immer wieder stehen wir vor der Wahl, zu leiden oder bewusst zu leben und unser Bewusstsein zu entwickeln. Und das in jedem Augenblick. Doch dann werden wir reichlich belohnt: War die Hochsensibilität zuvor ein Manko für uns, so wird sie zum Plus, das unser Leben und auch das Leben der anderen bereichert”. Insgesamt ist das Buch ein solides Grundlagenbuch zum Phänomen Hochsensibilität, das viele Fallbeispiele, Selbstreflexionsmöglichkeiten und Übungsanleitungen enthält.

Wenn Sie Ihre Feinfühligkeit, Empathiefähigkeit und Stressresistens einmal in persönlichen Sitzungen näher beleuchten möchten oder auch einfach nur etwas mehr Leichtigkeit in Ihr Leben bringen wollen, bin ich in meiner Praxis in Dorsten gerne für Sie da und helfe Ihnen durch entsprechende Übungen, Erklärungen und Strategien für innere Stärke. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Gerne können Sie mir auch Ihre Gedanken, Tipps und Anregungen einfach unten als Kommentar hinterlassen.

Ihre Dörthe Huth

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Hochsensibel – zwischen tiefen Gefühlen und Reizüberflutung

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Woche steht ganz unter dem Motto “Hochsensibilität”, ein Thema, das in meiner Praxis bei Klienten immer wieder auf großes Interesse stößt. Deshalb habe ich mich entschieden, diesen Artikel, der bisher nur angemeldeten Nutzern in meinem eBook “Das Geheimnis innerer Stärke” zugänglich war, hier auf dem Blog allen zugänglich zu machen. Neben dem heutigen Überblick folgt gleich morgen ein Interview mit dem Vorsitzenden des Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. (IFHS) sowie einige Buchempfehlungen zum Thema in den folgenden Tagen. So können Sie im Laufe der Woche einen tieferen Einblick in Thema gewinnen, Ihre Sensibilität besser einschätzen und Hinweise auf weitergehende Informationsmöglichkeiten nutzen. Einen ersten Eindruck bekommen Sie auch mit diesem Video.

Hochsensibilität im Überblick

hochsensible Menschen nehmen ihre Umwelt intensiver wahr als andere. Geräusche und Gerüche aber auch andere Sinnesqualitäten und Gefühle werden besonders intensiv erlebt. Durch die Hypersensitivität sind diese Menschen meist sehr verletzlich und stressanfällig. Zuerst beschrieben wurde die „Highly Sensitive Person“ (HSP) Ende der 90er Jahre von der US-Psychologin Elain. Als selbst Betroffene verallgemeinerte sie anfangs die Eigenschaften der HSP sehr stark. Doch verhalf ihr Engagement dazu, dass dem Phänomen der Hochsensibilität überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Wissenschaft und Therapie begannen sich mit der Hochsensiblität, die auch als Hypersensibilität oder Hochsensitivität bezeichnet wird, zu beschäftigen. Heute geht man davon aus, dass etwa 20 Prozent der Bevölkerung hochsensibel sind. Viele Betroffene wissen jedoch nichts über die Hochsensibilität und können weder ihre Symptome einordnen, noch ist ihnen ihr Potential bewusst. Um eine Einschätzung gewinnen zu können, stellt Elaine Aaron in ihrem Buch “Sind Sie hochsensibel” einen Test zur Verfügung. Daneben finden sich noch andere Einschätzungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel der Test von George Parlow, der direkt online ausgewertet wird.

Unterschiedliche Ausprägungen von Empfindsamkeit

Unser heutiger Begriff von Sensibilität entstammt ursprünglich dem Lateinischen “sensibilis”, was so viel bedeutet wie „der Empfindung fähig“. Der Empfindung fähig sind wir in der Regel alle, die Ausprägung der Sensibilität ist jedoch von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Sie hängt ab von der Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen, wie unsere Wahrnehmungsfilter im Gehirn funktionieren, wie wir genetisch ausgestattet sind, welche Umwelt uns unser Leben lang umgeben hat und mit welchen Ereignissen wir in unserem Leben bereits konfrontiert wurden.


Sensibel zu sein ist nicht nur Hochsensiblen vorbehalten, die Sensibilität hat bei HSP einfach eine andere Ausprägung. Ebenfalls ist es nicht nur Normalsensiblen oder Niedersensiblen vorbehalten, sich „unsensibel“ zu Verhalten. Auch Hochsensible, die noch gar nicht wissen, dass Sie über diese Fähigkeiten verfügen oder damit nicht umgehen können, können ausgesprochen unsensibel auf Menschen und Situationen reagieren. Mit dem deutschen Wort „sensibel“ schwingt im Alltagsgebrauch häufig eine negative Komponente mit. Der oder die ist ein „Sensibelchen“ und wird nach außen hin schnell als zu empfindlich, zu überspannt oder einfach überfordert eingestuft.

HSP- intensivere Wahrnehmung und mehr Stress

Besonders ausgeprägte Eigenschaften haben Hochsensible in den Bereichen Feinfühligkeit und Empathie sowie Kreativität. Die erhöhte Sensibilität lässt sehr tiefgründiges Erleben zu. Liebe und Leid, Kunst und Musik, Naturerfahrungen oder emotionale Schwingungen anderer Menschen, all dies erfahren HSP sehr intensiv. Manchmal erspüren Hochsensible sogar, wie es einem anderen geht, bevor sich dieser seiner Gefühle selbst bewusst ist. Oft denken sie in größeren Zusammenhängen, sind über lange Zeit begeisterungsfähig, sehr gewissenhaft und differenziert.

Während es Normalsensiblen gelingt, durch ihre stärkeren und angepassteren Wahrnehmungsfilter die störenden Reize herauszufiltern, nehmen Hochsensible mehr Informationen auf, die zudem intensiver wahrgenommen werden. Sie müssen also mehr Reize verarbeiten als andere, sodass sie in der Folge meist langsamer sind, stressanfälliger und weniger belastbar. Das bedeutet auch, dass Arbeitsabläufe bei Hypersensiblen länger dauern können, weil sie genau hinsehen oder sich im Detail verlieren. Dabei ist nicht jeder Hochsensible dem anderen gleich, sondern jeder entwickelt seine vorrangigen Wahrnehmungskanäle auf unterschiedliche Weise. So kommt es, dass einige HSP besonders schmerzempfindlich sind und andere wiederum sehr lärm- oder geruchsempfindlich.

Körperliche und seelische Symptome der Hochsensibilität

Für den Lebenslauf einiger Hochsensibler bedeutet das, dass sie trotz der vielen inneren Fähigkeiten auch immer wieder mit der Umwelt in Konflikt geraten oder mit Nebenwirkungen konfrontiert werden, die sie selbst nicht einordnen können. So versuchen einige HSP die Symptome ihrer Hypersensibilität zu unterdrücken oder zu kompensieren. Ihre Fähigkeiten, ihr Selbstbewusstsein und ihre Kreativität können sich allerdings auf diese Weise nicht richtig entfalten. Nicht wenige Hochsensible entwickeln seelische und körperliche Symptome von Schlafstörungen und Erschöpfungszuständen über Depressionen bis hin zu Essstörungen oder Burnout. Selbst Experten erkennen das Phänomen häufig gar nicht sondern bearbeiten mit den HSP ausschließlich die Auswirkungen und Folgen. Mit der Diagnose und Aufklärung über Hypersensibilität empfinden die Betroffenen häufig eine große Erleichterung. Aufklärung und Auseinandersetzung bewirkt, dass man sich selbst besser einordnen kann und die eigenen „Defizite“ ebenso wie die „Fähigkeiten“ besser annehmen kann.

Hochsensibel - Doerthe Huth

Beratung und Psychotherapie bei HSP

In der psychologischen Beratung und Psychotherapie wird daran gearbeitet, die eigenen Bedürfnisse anzuerkennen und einzufordern, die eigenen Grenzen zu spüren und auch der Umwelt gegenüber zu setzen sowie das Gefühl von Selbstbestimmung aufzubauen. Betroffene können lernen, die eigene Empfindsamkeit über rationale Gesprächsführung zu steuern. So manches Mal entwickelt sich über den Weg von Beratung und Therapie erst die eigentliche Bestimmung eines Hochsensiblen. Diese Feinfühligkeit ist für therapeutische, pädagogische und heilende Berufe besonders geeignet. Aber auch im Bereich von Musik, Theater oder bildender Kunst sind viele Hochsensible zu finden.

Hochsensibilität kann sich zu einem großen Potenzial entwickeln, wenn sie erkannt, akzeptiert und in Alltag- und Arbeitsleben integriert wird. Die Fähigkeiten rücken in den Vordergrund der Wahrnehmung, nicht die Defizite im Vergleich zu anderen. Letztendlich ist es dann dabei egal, ob es sich um einen kleinen neurologischen Unterschied zwischen Hochsensiblen und Normalsensiblen handelt, ob es gar ein psychisches Problem ist oder einfach eine Sache der Vererbung. Doch selbst wenn einem Betroffenen dies gelungen ist, ist die Achtsamkeit für sich selbst und die Anpassung der eigenen Hochsensibilität an die Lebensumstände immer wieder erforderlich.

Wenn Sie darüberhinaus etwas mehr für sich tun möchten, würde ich mich freuen, Sie zu einem meiner Workshops oder zu einem persönlichen Coaching für Hochsensible begrüßen zu dürfen: 02362 7877992 oder per eMail. Regelmäßige Informationen rund um innere Stärke erhalten Sie auch über meinen Newsletter.

Damit wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, eine wunderschöne Woche,

Ihre Dörthe Huth

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