The Tools – spirituelle Übungen gegen Ängste und Sorgen

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Veränderung von gewohnten Erlebens- und Gefühlsmustern ist nicht immer leicht. Die traditionelle Psychotherapie ist meist auf Einsichten ausgerichtet, bearbeitet die Lebensgeschichte eines Menschen und reflektiert seine Verhaltensweisen. Durch Erinnerungen, Annehmen und Loslassen wird Altes verarbeitet und neue Verhaltensweisen ermöglicht. Nicht alle können längerfristig die Motivation zur Veränderung aufbringen, manchen geht über die Zeit die Puste aus. „Das viele Reden hat nichts geändert“, solche und ähnliche Stimmen höre ich manchmal über die Psychotherapie. Entweder können die Betroffenen, die Erfolge nicht so recht wahrnehmen oder haben sich tatsächlich mehr von der Psychotherapie versprochen, als sie zu leisten imstande ist. Für diese Klienten, die im Rahmen der wissenschaftlichen Psychotherapie an eine Grenze gestoßen sind, haben die US-amerikanischen Therapeuten Phil Stutz und Barry Michels mit ihrem Buch “The Tools” eine spirituelle Herangehensweise entwickelt.

 

Die spirituelle Sichtweise auf die Ereignisse

Veränderungsprozesse benötigen Konzentration und Energie, häufig sogar über einen längeren Zeitraum. Die beiden erfahrenen Psychotherapeuten wissen das aus eigener Erfahrung. Phil Stutz  hat als Gefängnispsychiater gearbeitet, bevor er in seine eigene psychotherapeutische Praxis eröffnete. Barry Michels hat Jura studiert, bevor er Psychotherapeut wurde. Beide sehen die Zufriedenheit eines Menschen als kontinuierliche Arbeit an sich selbst. Doch nutzen sie dazu anders als die wissenschaftliche Psychologie die spirituelle Dimension des Erlebens und leiten ihre Teilnehmer zum Glauben an „höhere Kräfte“ an. „The Tools: Wie Sie wirklich Selbstvertrauen, Lebensfreude, Gelassenheit und innere Stärke gewinnen” sind Mentaltechniken, die mit diesem Buch nicht neu erfunden wurden, aber gut verständlich und leicht anwendbar aufbereitet sind. Stutz und Michels sind nämlich der Meinung, dass eine grundlegende Veränderung für viele Menschen eine deutlich stärkere Kraft braucht, nämlich eine Technik, die im Hier und Jetzt die notwendige Veränderungsenergie erzeugt. Dazu setzen sie eine spirituelle Weltsicht mit dem Glaube an “höhere Kräfte” voraus.

Fünf Tools gegen negative Gedanken, Ängste und Probleme

Insgesamt fünf spirituelle Tools stellen die Autoren vor, die bei Problemen, Schwierigkeiten und Rückschlägen angewendet werden können. “Das dankbare Herz” macht frei von negativen Gedanken und Grübelei und das letzte Tool “Leben oder Tod” bringt Kraft und Motivation zu handeln, anstatt die Dinge auf die lange Bank zu schieben. „Die Umpolung des Verlangens“ ist darauf ausgerichtet, schlechte Gewohnheiten abzulegen und das Tool „Aktive Liebe“ stellt den Frieden mit anderen Menschen her. Mit “Innere Autorität” sollen Ängste überwunden werden, indem eine Verbindung mit dem eigenen Schatten stattfindet. Alle Tools leben von Vorstellungsübungen, die helfen das Ich zu stärken, Selbstzweifel, und Schüchternheit zu überwinden. Die Existenz der “höheren Kräfte” lässt sich natürlich weder beweisen, noch wiederlegen. Sie werden auch nicht genauer hinterfragt, sondern von den Autoren einfach als gegeben vorausgesetzt. Wer diese spirituelle Weltsicht zulässt, dem erscheint das Schicksal in einem größeren Rahmen und alles bekommt plötzlich seinen Sinn.

Ihre Dörthe Huth

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2 Gedanken zu „The Tools – spirituelle Übungen gegen Ängste und Sorgen“

  1. Hallo Frau Huth, ich stimme Ihnen zu, Gefühle sind nicht immer angenehm und sie zu transformieren funktioniert tatsächlich nicht so einfach über den Kopf, man braucht dafür die Verbindung zum Herzen. Ob die nun über die Religion oder die Psychologie hergestellt wird, ist fast schon egal, Hauptsache es funktioniert. Gelesen habe ich das Buch zwar nicht, freue mich aber auf die Übung. Schöne Grüße

    1. Lieber Tom,
      die Übung kommt mit einem der nächsten Newsletter, da bitte ich noch um etwas Geduld.
      Mit einem lieben Gruß,
      Dörthe Huth

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