Vermittlung in Konflikten

Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal geht es allein nicht weiter, da wird ein Konflikt so groß, dass es besser ist, einen neutralen Dritten dazu zu holen, der zwischen den Parteien vermittelt. Ein Supervisor, Coach oder Mediator kann in bestimmten Fällen zwischen den Parteien vermitteln. Bei Nachbarschaftsstreit, Konflikten zwischen Mitarbeitern oder auch bei Verhandlungen von Wirtschaftsunternehmen, an all diesen Stellen kann ein neutraler Vermittler hilfreich sein.

Im Konfliktfall faire Lösungen finden

Ein Konflikt-Vermittler strukturiert einen Schlichtungsprozess, moderiert Verhandlungen und führt zu Lösungen.  Zwei Parteien werden durch einen neutralen Dritten dazu an angeleitet, zu einer für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung zu finden. Faire Lösungen auszuhandeln bedeutet, alle zu einer Einigung zu führen, die jeder Partei mehr Nutzen bringt, als die jeweilige Alternative. Dabei sind eigenverantwortlich erarbeitete Regelungen der Konfliktpartner tragfähiger als fremdbestimmte. Eine Vermittlung ist besonders dann sinnvoll, wenn die Parteien trotz einer Konflikteskalation weiter miteinander verbunden sind, privat oder geschäftlich.

Die Aufgabe eines Vermittlers bei der Schlichtung

Bei Konflikten kochen die Emotionen auf beiden Seiten schnell über. Bei einer fortgeschrittenen Konflikteskalation kann dies den Umgang miteinander erheblich erschweren. Die Atmosphäre kann von Unterstellungen und Fehlinterpretationen belastet sein.  Die Aufgabe eines Vermittlers ist es deshalb, den Schlichtungsprozess zu strukturieren, wieder eine gemeinsame Kommunikationsbasis zwischen den Parteien aufzubauen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, zu vermitteln und wieder ein gemeinsames Ziel zu definieren, auf das alle Beteiligten hinarbeiten.

Coach, Mediator oder Therapeut als neutraler Vermittler

Als Vermittler in Konfliktfällen sind sehr unterschiedliche Berufsgruppen tätig. Je nachdem, ob es sich um Differenzen zwischen Ehepartnern, Firmeninhabern, Teammitgliedern oder Erben handelt – und wem diese vertrauen.  Die Tätigkeitsfelder von Supervisoren, Mediatoren, Psychologischen Beratern, Coaches und ähnlich ausgebildeten Fachleuten überschneiden sich zum Teil erheblich. Sie alle brauchen eine Reihe von kommunikativen Kompetenzen, Hintergrundwissen und Verhandlungsgeschick. Für sie alle gilt Vertraulichkeit und Neutralität bei der Vermittlung und es darf kein Eigeninteresse damit verbunden sein. Bei der Auswahl eines Vermittlers kann dessen beruflicher Hintergrund und seine Erfahrungen eine wesentliche Rolle spielen.

Der Ablauf einer Konfliktvermittlung

Eine Konfliktvermittlung läuft in verschiedenen Phasen ab. Die erste wichtige Phase beginnt mit dem Vertrauensaufbau zwischen allen Beteiligten. Der Vermittler stellt den Kontakt zu allen Parteien her, sammelt die wesentlichen Informationen über den Konflikt und dessen Entstehung und entwickelt mit den Beteiligten die Ziele. Beide Parteien legen Ihre Sicht der Dinge dar, erläutern welche Schwierigkeiten entstanden sind und welche Lösungsversuche bisher unternommen wurden. Im Verlauf der Treffen werden die unterschiedlichen Interessen, Wünsche, Hoffnungen und Befürchtungen herausgearbeitet und im nächsten Schritt Lösungsmöglichkeiten entwickelt. In einem letzten Schritt geht es um verbindliche Vereinbarungen, die zum Teil noch rechtlich geprüft oder vertraglich festgelegt werden müssen. Nicht immer führt eine Vermittlung zur Lösung eines Konfliktes. Die Konfliktvermittlung beruht auf Freiwilligkeit und kann von den Parteien jederzeit abgebrochen werden. Vermittler fällen keine Urteile, die Parteien müssen selbst entscheiden, ob sie einer Lösungsmöglichkeit zustimmen oder nicht.

Rechtliche Klärung

Einige Konflikte beinhalten mehr als andere auch juristische Aspekte. Sie können sehr komplex sein, sodass manchmal ein Teil der Lösungen innerhalb einer Vermittlung erarbeitet und ein anderer Teil gerichtlich ausgetragen wird.  Besonders, wenn eine Lösung gefunden werden muss, bei der eine gerichtliche Auseinandersetzung nur schwer abzuschätzen wäre, kann die Mediation eine Alternative sein. Häufig haben Mediatoren juristisches Detailwissen. In der Wirtschaftsmediation geht es beispielsweise um vertragsrechtliche, organisatorische und andere juristische Fragen. Aber auch in der Familienmediation geht es unter anderem um rechtliche Regelungen zur Trennung, Fragen zum Sorgerecht oder zum Umgang mit den Kindern.

Auswege - Doerthe Huth

Wenn Sie für sich selbst einen Konflikt klären möchten, einen Partnerschaftskonflikt bereinigen wollen oder eine Supervision für Ihr Team suchen, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Rufen Sie einfach an oder senden Sie mir eine eMail: 02362/7877990.

Ihre Dörthe Huth

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