Wie werde ich intelligenter? Die Alltagsintelligenz ausbauen

Liebe Leserin, lieber Leser,

unser IQ ist über die Lebenszeit relativ stabil, darüber besteht in der Forschung derzeit Einigkeit. Der IQ jedes Menschen hat demnach eine natürliche Grenze, gleichzeitig hat unser Gehirn noch jede Menge ungenutztes Potential und wir können es bis ins hohe Alter trainieren. Unabhängig davon, ob wir an einem gezielten Übungsprogramm der kognitiven Fähigkeiten teilnehmen oder selbst üben, die Schulung kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten unterstützt die Erweiterung der Alltagsintelligenz. Wir lernen dazu, werden schlauer und weiser. Was wir konkret dafür tun können, darüber gibt dieser Artikel einen Überblick.

Übrigens sagte schon Albert Einstein: “Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt”.

Durch eine hohe Allgemeinbildung punkten

Im Coaching erzählte mir einmal eine sehr gebildete Frau, dass in ihrer Herkunftsfamilie Kultur, Bildung und Sprache kaum eine Rolle spielten. Besonders war sie daher von den Menschen beeindruckt, die sich über Kunst oder politische Ereignisse unterhielten und Fremdwörter verwendeten. Schon früh machte sie es sich zur Aufgabe, politische Diskussionen im Fernsehen zu verfolgen, an allen möglichen Schulaktivitäten teilzunehmen, den Fremdwörter-Duden auswendig zu lernen und das Schach spielen zu lernen. In der Schule wurde sie schon bald für besonders förderungswürdig gehalten und noch heute punktet sie in Gesprächen durch ihre hohe Allgemeinbildung, wird für Entscheidungen zu Rate gezogen und ist Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen.

So erweitern Sie Ihre Alltagsintelligenz

Lesen Sie also  täglich die Zeitung, einen guten Roman oder ein Sachbuch und vergnügen Sie sich mit Wissensspielen wie „Trivial Pursuit“, „Spiel des Wissens“ oder „IQ-fit“ Nutzen Sie die Bibliothek und durchstöbern die Regale danach, was Ihr Interesse weckt. Neben Büchern und Hörbüchern gibt es auch dort Spiele, Zeitschriften und Filme. Die Aktivierung der grauen Zellen hilft dabei, geistig fit zu bleiben, das Gedächtnis zu trainieren, flexibler im Denken zu werden, neue Sachverhalte leichter zu erfassen und vielleicht sogar schneller reagieren. Besonders bei Gesellschaftsspielen und anderen Aktivitäten, die gemeinsam mit anderen Menschen stattfinden, ist zudem die soziale und emotionale Intelligenz gefragt.

Logik und Sprache trainieren

Mit dem Spiel „Tangram“ wird räumliche Vorstellungsvermögen trainiert, die Zahlenrätsel „Sudoku“ erweitern die mathematischen Fähigkeiten und mit sogenannten „Logicals“ werden Worträtsel durch Ausschlussverfahren gelöst. Es können auch einfach Wortreihen gebildet werden, so viele Wörter mit einem Anfangsbuchstaben wie möglich oder das Spiel aus Kindertagen „Onkel Otto sitzt in der Badewanne“. Sie können auch Ihre wichtigsten Lernerkenntnisse in einem Übungstagebuch schriftlich zusammenfassen. Notieren Sie neu gelernte Wörter und Zusammenhänge und schlagen für Rechtschreibung, Wortbildung oder Kommasetzung im Duden nach.

Dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf Details aus Ihrer Umgebung, um sich Dinge, Menschen oder Situationen besser einzuprägen. Kleine Gedächtnisstützen und Eselsbrücken helfen dabei. Sie können auch damit beginnen, etwa 10 bis 15 Gegenstände auf dem Tisch zu verteilen, eine Tischdecke darüber zu legen und sich dann an die Gegenstände zu erinnern. Später können Sie Listen erstellen und aus dem Gedächtnis abrufen. Trainieren Sie Ihr Gedächtnis auf unterschiedliche Weisen. Lernen Sie eine neue Sprache, ein neues Instrument und schauen sich Methoden von Gedächtniskünstlern ab.

Den Forscherdrang nutzen

wer neugierig ist, stellt Fragen und erweitert seinen Horizont. Probieren Sie Neues aus, versuchen Sie zu jonglieren, bauen Sie Ihre Interessen aus und folgen Sie Ihren Neigungen. Alles, was Spaß macht, können Sie intensivieren, sich weiter vertiefen und darin noch besser werden und es vielleicht sogar anderen beizubringen.

Damit wünsche ich viel Freude beim Entdecken und Trainieren neuer Intelligenzbereiche. Was wir regelmäßig üben, darin werden wir schon bald besser werden. Stellen Sie nicht zu hohe Anforderungen an sich selbst, Ehrgeiz hilft zwar, zu viel davon nimmt aber auch den Spaß. Als Erwachsene müssen wir nicht mehr wie zu Schulzeiten lernen, es darf ruhig Spaß machen, spielerisch leicht und in guter Gesellschaft. Beim Spielen, beim Erklären oder Diskutieren ist gleichzeitig die emotionale Intelligenz gefragt. Um die emotionalen Kompetenzen geht es dann schon bald im nächsten Artikel.

Ihre Dörthe Huth

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