Wintersonnenwende – das alte Fest neu belebt

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

die Wintersonnwende bezeichnet die längste Nacht des Jahres und verheißt gleichzeitig die Geburt von neuem Licht und Leben. Es ist eine rauhe, geheimnisvolle Zeit um die Wintersonnenwende. Eine Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit, in der wir das alte Jahr verabschieden und das neue so langsam in Empfang nehmen. Die dunkle Zeit lädt auch dazu ein, das eigene Leben einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, die Zufriedenheit in Beruf und Privatleben zu überprüfen und für das kommenden Jahr eventuell neue Wege einzuschlagen. Es ist an der Zeit, inne zu halten, Bilanz zu ziehen und das Leben für das neue Jahr neu auszurichten – mit kleinen Ritualen, Festen oder neubelebten Traditionen.

Wintersonnenwende – der alte heidnische Feiertag

Die Zeit der Wintersonnenwende wurde schon immer in den verschiedenen Kulturen gefeiert, denn sie kennzeichnet den kürzesten Tag des Jahres und kündigt die Rauhnächte an. Am 21. bzw. 22. Dezember hat die Sonne in unseren Breitengraden den niedrigsten Stand am Himmel und die Nacht zieht sich dementsprechend lang hin. Gefeiert wird der Tod des alten Jahres und die Geburt des neuen. In der Zeit danach nimmt die Kraft der Sonne wieder zu und die Tage werden länger. Über Mitteleuropa scheint die Sonne etwas mehr als acht Stunden, am Nordpol geht sie gar nicht erst auf. Von diesem Zeitpunkt der Wintersonnenwende an werden die Tage wieder länger, denn die Erde wandert weiter auf ihrer üblichen Bahn und unsere Nordhalbkugel wendet sich immer weitere der Sonne. Nach einem halben Jahr ist dann der Zeitpunkt der zweiten Sonnenwende erreicht: Sommersonnenwende.

Jul – das Geburtsfest der Sonne

Die heidnischen Germanen feierten die Wintersonnenwende als Jul oder auch Yule, dem Geburtsfest der Sonne. Das Symbol der Sonne war für sie das Rad (jol) und deshalb wurden zum Julfest Räder angezündet und den Abhang heruntergerollt. Das Julfest ist der erste Abend vor den 12 Rauhnächten und ist den Seelen der Verstorbenen geweiht. Die Germanen glaubten, dass die Ahnen in der Zeit der Rauhnächte zurückkehrten. In dieser Zeit wird Lucina, die Göttin des Lichtes wiedergeboren und ihr zu Ehren wurden Kerzen angezündet, als Symbol für Licht und neues Leben.


Verschmelzung vorchristlicher Bräuche mit christlichen Riten: Weihnachten

Auch der Termin, an dem wir Weihnachten feiern, hängt mit der Wintersonnenwende zusammen. Dieses Fest war einstmals ein heidnischer Feiertag. Die Wintersonnenwende lag zu Zeiten Julius Cäsars, als der Julianische Kalender eingeführt wurde, auf dem 25. Dezember. Dies erklärt der Professor für Astronomie und Chronologie an der Universität Stuttgart, Hans-Ulrich Keller, in einem Artikel von Artikel von Focus-Online. Um den Übergang vom heidnischen Brauchtum zum christlichen Glauben zu erleichtern, wurde damals beschlossen, die Geburt Jesu an diesem Datum zu feiern. Bei der Kalenderreform unter Papst Gregor XIII wurde das Datum des Weihnachtsfests beibehalten, fiel dann aber nicht länger mit der Wintersonnenwende zusammen. Die Kirche widmete den Tag der Wintersonnenwende dem Apostel Thomas, weil er am längsten an der Auferstehung Christus gezweifelt hatte. Er war erst überzeugt, nachdem er die Hand auf die Wunden Christus legen durfte.
Weihnachten, das Geburtsfest Christi, war im frühen Christentum noch unbekannt. In Mitteleuropa wurde es erst etwa um 800 nach Christus durch Karl den Großen zu einem kirchlichen Fest.

So kann die Wintersonnenwende heute gefeiert werden

Die Wintersonnenwende ist eine Möglichkeit, jenseits des Weihnachtsrummels Verbindung mit der Natur aufzunehmen. Gemeinsam mit Freunden, Familie oder der Nachbarschaft wird im Haus, im Garten oder bei einer Wanderung der Sonne gedacht, die ab diesem Zeitpunkt wieder länger scheinen wird. Licht, Kerzen und Feuer sind dabei zentrale Symbole. Bei einem Fackelzug, Sprüngen über das Feuer, gemeinsamen Singen von Liedern oder dem Erzählen von Gedichten und Geschichten, kann die Lichterzeit gewürdigt werden.

Wintersonnenwende

 

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Natürlich bin ich auch gespannt auf Ihre Gedanken zur Wintersonnenwende. Was sind Ihre Ideen, Gedanken oder Rituale in dieser Zeit?

Genießen wir die dunkle Zeit der Wintersonnenwende,

Ihre Dörthe Huth

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