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Übung: Die sechs Denkhüte nach Edward de Bono

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Fähigkeit, verschiedene Standpunkte einnehmen zu können, kann in Problemsituationen sehr ausgesprochen hilfreich sein. Die unterschiedlichen Blickwinkel lassen Raum für andere Lösungsansätze, als die, die wir gewöhnlich nutzen. Die „sechs Denkhüte“ ist eine Übung, die in den 1980er Jahren von Edward de Bono entwickelt wurde und 1986 in seinem Buch “The six thinking hats” (Penguin) vorgestellt wurde. Die Denkhüte können sowohl für sich allein als auch im Coaching, in Gruppen oder Teams eingesetzt werden.

Die sechs Denkhüte für unterschiedliche Denkansätze

Die sechs Denkhüte sind ein interessantes Hilfsmittel, das den Perspektivwechsel erleichtert und die Fähigkeit trainiert, flexibel auf Situationen zu reagieren. Dabei werden die unterschiedlichen Denkweisen von verschiedenfarbigen Hüten symbolisiert. Jeder Hut entspricht einem charakteristischen Blickwinkel, wodurch verschiedene Perspektiven auf ein und denselben Sachverhalt möglich werden: kreativ, kritisch, neutral etc. Je nachdem, welchen Hut man sich aufsetzt, sieht man die Welt auf eine ganz spezielle Weise. Wenn Sie eine Lösung zu einer privaten oder beruflichen Fragestellung suchen, können Sie nacheinander jeden der Hüte aufsetzen und das Problem aus der ganz speziellen Sicht dieses Hutes betrachten. So erhalten Sie verschiedene Perspektiven, können sich ein umfassendes Bild machen und daraus die besten Lösungsmöglichkeiten aussuchen.

Edward de Bono sah dabei die folgenden sechs Hüte vor:

Der weiße Hut: Steht für analytisches Denken, die Konzentration auf Tatsachen und Objektivität. Bei dieser Perspektive zählen Fakten, Emotionen bleiben außen vor. Gerade zu Beginn ist diese Perspektive sinnvoll, um sich einen neutralen Überblick zu verschaffen.

Der rote Hut: Steht für eine subjektive Haltung, es zählen Gefühle, die Intuition und die persönliche Meinung. Hoffnungen, Zweifel, Freude oder Angst, all dies gehört ebenso dazu, wie all das, was man noch nicht ganz konkret in Worte fassen kann.

Der schwarze Hut: Steht für das kritische Denken, für Skepsis und Risikoeinschätzung. Möglichst objektiv sollen hierbei die negativen Aspekte herausgearbeitet werden, sachliche Argumente, die gegen einen bestimmten Lösungsweg sprechen.

Der gelbe Hut: Steht für Optimismus und die Entdeckung der positiven Seiten einer Sache. Mit ihm werden realistische Hoffnungen formuliert, erstrebenswerte Ziele und andere Aspekte, die für die Problemlösung auf eine bestimmte Weise sprechen.

Der grüne Hut: Steht für Kreativität, Ideen und konstruktive Lösungsmöglichkeiten. Kritik ist hier unerwünscht, auch verrückte Ideen bekommen hier ihren Raum.

Der blaue Hut: Steht für den Überblick, für Kontrolle und für die Organisation des gesamten Denkprozesses. Man blickt von einem übergeordneten Punkt auf den gesamten Prozess, kann Ergebnisse überblicken. Der blaue Hut sollte daher am Ende aufgesetzt werden.

Viel Freude beim Ausprobieren wünscht

Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Sich selbst und andere besser einschätzen

Selbstfürsorge – Tu dir gut!

Feedback

Selbstcoaching mit dem Johari-Fenster – Selbst- und Fremdbild vergleichen

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Bild, das wir von uns im Laufe unseres Lebens von uns selbst machen, wird in der Psychologie das Selbstbild genannt und entspricht nicht immer dem, was andere von uns wahrnehmen, dem sogenannten Fremdbild. Oft wollen wir uns ganz anders präsentieren, als wir es nach außen hin tun. Die Präsentation weist Lücken auf und kann daher in der Kommunikation mit anderen Probleme bereiten, zu Enttäuschungen führen, Kränkungen den Weg bereiten und Missverständnisse provozieren. Eine gute Übung, einmal zu überprüfen, wie Selbst- und Fremdbild miteinander verbunden sind, wurde von den amerikanischen Sozialpsychologen, Joseph Luft und Harry Ingham von der University of California entwickelt: Das Johari-Fenster. Das Johari-Fenster ist ein wunderbares Werkzeug, um die Selbst- und Fremdwahrnehmung miteinander abzugleichen.

Die vier Bereiche beim Johari-Fenster

A: ist der öffentliche Bereich, der alle Aspekte unseres Verhaltens beinhaltet, die uns selbst und den anderen bekannt sind, und in dem unser Handeln frei von Ängsten und Vorbehalten erscheint. Diesen Bereich kennt die Familie beispielsweise, das Arbeitsteam oder die Golfgruppe.

B: ist der Bereich, in dem Der blinde Fleck sitzt also den Anteil unseres Verhaltens, den wir selbst wenig kennen, den andere Menschen dagegen recht deutlich wahrnehmen durch Vorurteile, Zuneigungen und Abneigungen oder bestimmte Verhaltensweisen. Dieser blinde Fleck wird anderen häufig durch Gestik oder Tonfall deutlich und kann das Gespräch blockieren oder den Ablauf von Teamprozessen. Da ist zum Beispiel die nach außen hin starke Frau, die ihre Freundin immer wieder vor den Männern warnt. Der Teamleiter, der sich die Gleichstellung von Mann und Frau auf die Fahnen geschrieben hat und dennoch vom Kopiermäuschen redet. Oder die innere Ablehnung eines Menschen, den man eigentlich gar nicht kennt. Unsere “Blinden Flecken” nehmen Raum ein, obwohl wir sie nicht wahrnehmen. Unsere blinden Flecken lenken von dem ab, was wir eigentlich sein und zeigen wollen.

C: ist der Bereich der Privatperson und umfasst den Bereich der Zurückhaltung, also jene Aspekte unseres Denkens und Handelns, die wir vor anderen bewusst verbergen wollen: unsere “heimlichen Wünsche”, unsere “empfindlichen Stellen”, quasi die “private Person”. Durch Vertrauen und Sicherheit zu anderen kann dieser Bereich erheblich eingegrenzt werden.

D: umfasst den unbewussten Bereich, der weder uns noch anderen unmittelbar zugänglich ist. Verborgene Talente und Begabungen können hier ebenso schlummern wie traumatische Erlebnisse.

Je nachdem, wie gut wir uns selbst kennen und wie hoch das Vertrauen zu anderen Menschen ist, sind die einzelnen Bereiche A bis D größer oder kleiner.

Feedback einholen erfordert etwas Mut

Sich die entsprechenden Rückmeldungen einzuholen erfordert Mut. Warum? Weil sie andere Menschen um ein Feedback bitten müssen. Wie andere uns wahrnehmen, können wir uns nicht selbst erschließen. Wie wir auf einen anderen Menschen wirken, sollten wir von diesem selbst erfragen. Dabei sind wir auf ein wohlwollendes Feedback angewiesen, denn nur dann können wir eine solche Rückmeldung auch annehmen. Suchen Sie sich daher jemanden, der Ihre Bitte um Rückmeldung nicht zum Anlass nimmt, Ihnen gleich die Konflikte der letzten zehn Jahre um die Ohren zu hauen. Es erfordert Mut zu fragen, Mut die Wahrnehmung des anderen anzuhören und Mut, diese Wahrnehmung auch gelten zu lassen. Deshalb gelingen solche Rückmeldungen manchmal einfacher in Seminaren, in denen Seminarleiter, ein Therapeut oder Supervisor den Feedback-Prozess steuert. In den Supervisionen und Seminaren erlebe ich immer wieder, dass die Arbeit mit dem Johari-Fenster meinen TeilnehmerInnen sogar richtig Spaß macht. Wenn Sie einen Menschen in Ihrer Nähe haben, der Ihnen ein solche wohlwollende und dennoch ganz ehrliche Rückmeldung geben kann, fangen Sie doch gleich heute einmal damit an. Fragen Sie Ihren Partner, wie er Sie wahrnimmt oder eine Freundin. Versuchen Sie die Rückmeldung als Geschenk zu begreifen, nicht als eine Kritik. Ein Feedback ist das Geschenk, sich selbst einmal durch andere Augen zu sehen.

Sinn und Ziel der Johari-Übung im Überblick

Diese Übung mit dem Johari-Fenster dient dazu, die verschiedenen Anteile in uns zu vereinen, Fähigkeiten und Ressourcen der eigenen Persönlichkeit entsprechend zu spüren und für andere deutlich sichtbar zu machen. Die Ziele sind dabei:

  • mehr Bewusstheit über unser derzeitiges „wer bin ich“ zu erlangen
  • sich zu vergegenwärtigen, wie andere uns wahrnehmen
  • einen Abgleich von Selbst- und Fremdbild zu erstellen
  • versteckte Fähigkeiten oder blinde Flecken offen zu legen, um sie in die Persönlichkeit zu integrieren
  • die Punkte zu verdeutlichen, an denen Sie mehr innere Stärke gebrauchen können
  • uns einen Schubs zu geben, die aktuelle Lernaufgabe anzugehen

Durch den Abgleich von Selbstbild und Fremdbild kann sich der „unbewusste Bereich“ verkleinern. Wenn „Feedback“ angenommen und konstruktiv reflektiert wird. Gleichzeitig wird dann der “offene” Bereich vergrößert. Das kann positive Veränderungen in der Beziehungen zu anderen Menschen führen, da die Wirkung (das Fremdbild) vermehrt den Absichten (dem Selbstbild) entspricht.
Relevant für Rückmeldungen sind vor allem Quadrant B und D. Je kleiner diese Bereiche, umso selbstbewusster ist ein Mensch, umso mehr Klarheit strahlt er nach außen aus und umso stabiler wird auch der eigene Selbstwert. Denn alle vier Bereiche stehen in Wechselwirkung zueinander.

Fangen Sie für sich an: was würde der andere über mich sagen?

Wenn Sie sich noch nicht trauen, den Kumpel zu fragen, die Arbeitskollegin oder den Partner, dann fangen Sie erst einmal für sich an. Nehmen Sie sich Stift und Zettel und malen Sie sich das Joharifenster auf. Denken Sie sich eine Person, die Ihnen angenehm ist und überlegen Sie sich, was diese Person wohl über Sie sagen würde. Aber bitte: Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Versuchen Sie, sich wirklich aus der Perspektive des anderen zu betrachten, damit die Übung auch wirklich hilft, stärker zu werden.

  • Meine Tochter würde vermutlich über mich sagen …
  • Mein Arbeitskollege denkt wahrscheinlich über mich …
  • Meine Katze würde vermutlich über mich sagen …
  • Mein Hund würde vermutlich über mich sagen …

Ein Übungsdokument zum Ausdrucken und Bearbeiten finden Sie im internen Bereich, der eingetragenen Newsletterempfängern vorbehalten ist. Tragen Sie sich direkt hier ein: Eintrag in den Newsletter. Im internen Bereich stehen Ihnen noch mehr Downloads zur Verfügung.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Sie zum aktuellen Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild inspiriert. Berichten Sie mir doch von Ihren Erfahrungen: Wie ist die Übung bei Ihnen angekommen? Wie hat sie gewirkt? Macht sie sich schon im Kontakt zu anderen Menschen bemerkbar? Ich freue mich, wenn Sie mir eine persönliche Nachricht hinterlassen oder auch direkt unter dem Eintragsformular für den Newsletter. Ich bin stets bemüht, Anregungen, Wünsche und Erfahrungen einfließen zu lassen.

Herzliche Grüße sendet

Ihre Dörthe Huth

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Die Persönlichkeit stärken

Wie ist eigentlich die Persönlichkeit definiert?

Persönlichkeitsstörungen

 

 

Bessere Selbstfürsorge – Tu dir gut!

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Kraft schöpfen, neue Energie sammeln und wieder durchstarten, sind wichtige Themen in Zeiten hoher Stressbelastung und Burnout. Unsere Gesellschaft verlangt nach immer mehr Leistung, ständiger Erreichbarkeit und Dauererfolgen. Aber wer sich selbst aufopfert, die eigenen Kräfte immer wieder überschreitet oder wichtige Bedürfnisse verleugnet, wird auf Dauer krank. Umso wichtiger ist es, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, innere Stärke zu aktivieren und gut für sich zu sorgen, damit wir trotz Alltagsstress, familiärer und beruflicher Dauerbelastung nicht über die eigenen Kräfte hinausgehen. Nur wer für sich selbst gut sorgen kann, ist auch in der Lage, gut für andere zu sorgen. Warum das so ist, lesen Sie hier. Gern schaue ich in einem persönlichen Coaching mit Ihnen, wie Sie Ihre Kraftquellen aktivieren können und mehr Motivation und Lebensfreude in den privaten und beruflichen Alltag bringen können.

Achtsam sein und Grenzen akzeptieren

Es gibt viele Situationen im Leben, die Stress verursachen und uns unter Druck setzen. Beispielsweise, wenn wir gefordert sind, Dinge zu tun, die wir mit uns selbst nicht so recht vereinbaren können. Bei unterschiedlichen Meinungen oder Bedürfnissen zwischen Eltern und Kindern, zwischen den Ehepartnern oder Chef und Angestelltem. Eine Zeit lang können solche Differenzen ausgehalten werden, „Augen zu und durch“ heißt es dann oder „Lächeln und Zähne zusammenbeißen“ oder bei einer Aufgabe die berühmte „die Faust in der Tasche“ machen. Hält diese Situation aber zu lange an, sollten wir für uns sorgen, indem wir beginnen, die Belastung zu verringern. Dazu muss ein Mensch seine Grenzen kennen, achtsam für sich selbst sein und die Fähigkeit aktivieren, „Nein“ zu sagen. Die Grenze im richtigen Moment zu setzen, ist aber oft gar nicht so leicht. Häufig fällt uns erst im Nachhinein auf, dass Ruhe, Rückzug oder Delegation schon viel früher notwendig gewesen wäre. Das Nein an der richtigen Stelle ist eine Sache der Gewohnheit und kann geübt werden. Aber dazu muss man erst einmal wahrnehmen, welche Bedürfnisse gerade wichtig sind und im Bedarfsfall für sich selbst einstehen können. Falls das bisher noch nicht ganz so schaffen, wie Sie es brauchen, helfen Ihnen die folgenden Anregungen hoffentlich weiter.

Eine wertschätzende Haltung

Selbstfürsorge ist anhand einer inneren Haltung erkennbar, die zeigt, dass ein Mensch achtsam und wertschätzend mit sich selbst umgeht, seine Gefühle und Bedürfnisse anerkennt, mit seinen Kräften haushaltet und sich bei Bedarf auch Unterstützung holt, um innerlich im Gleichgewicht zu bleiben. Geprägt wurde der Begriff durch den französischen Geisteswissenschaftlers Michel Foucault († 1984), der die Eigenverantwortung des Einzelnen betonte.
Gerade in sozialen Berufen ist Selbstfürsorge ein wichtiger Faktor. Anderen wirklich zu helfen setzt voraus, für sich selbst gut sorgen zu können. Die folgenden Bereiche sind besonders wichtig dabei:

  • Selbstbestimmung – individuell Wichtiges tun können
  • Selbstachtsamkeit – eigene Bedürfnisse wahrnehmen und äußern
  • Selbstwertgefühl – eigenen Fähigkeiten anerkennen und schätzen
  • Selbstakzeptanz – Stärken ebenso akzeptieren wie Schwächen und Grenzen
  • Entspannung und Genuss – für das eigene Wohlbefinden sorgen
Bessere Selbstfürsorge - Coaching mit Dörthe Huth
Bessere Selbstfürsorge – Coaching mit Dörthe Huth

Sorgen Sie gut für sich?

Wie sieht es denn nun bei Ihnen aus, sorgen Sie in all diesen Bereichen gut für sich? Oder schieben Sie Ihre Bedürfnisse immer wieder auf?
Nehmen Sie sich zwischendurch Zeit für sich selbst und denken einmal in Ruhe darüber nach, ob Sie ausreichend Schlaf bekommen, regelmäßig und gesund essen und trinken, zwischendurch ausreichend Erholung bekommen, Zeit in der Natur verbringen können oder mit Freunden? Überlegen Sie, was Ihnen in Ihrem Leben schon einmal Kraft gegeben hat und Sie lebendig und ausgelassen gemacht hat und holen Sie davon wieder mehr in Ihr Leben. Halten Sie auch nach neuen Lebensimpulsen Ausschau, sorgen Sie für Abwechslung, Zeitvertreib, der Freude macht und suchen Sie nach Menschen, mit denen Sie glücklich sein können.  Auch ein Coaching kann hilfreich sein, die Selbstfürsorge einmal ausgiebig zu reflektieren und Kraftquellen zu erschließen oder bei hartnäckigen Problemen auch eine Psychotherapie. Selbstfürsorge ist kein Programm, dass man abarbeiten kann, es ist ein achtsamer Umgang mit sich selbst.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, schicken Sie mir doch eine eMail oder rufen mich einfach an. Ich freue mich auf Sie! Ihre Dörthe Huth Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990.

Achten Sie gut auf sich, Ihre Dörthe Huth

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Wann ist es an der Zeit für ein Coaching?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

da mir immer wieder ähnliche Fragen begegnen, möchte ich Ihnen heute einige Antworten geben, indem ich Ihnen von meinen Coachings erzähle. Wie läuft so ein Coaching eigentlich ab? Welche Leute gehen da überhaupt hin? Welchen Unterschied zu einem Gespräch mit einem Freund oder Kollegen gibt es? Lohnt sich die Investition in ein Coaching überhaupt? Und welche Methoden werden denn dabei eingesetzt? Diese und ähnliche Fragen beantworte ich häufig bei der ersten Kontaktaufnahme per eMail oder Telefon und habe das Wichtigste dazu hier einmal zusammengefasst.

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Wer bucht eigentlich ein Coaching?

Meine Coachings meist von denen wahrgenommen, die sich in einer Umbruchssituation befinden, die etwas ändern wollen oder ändern müssen und wieder die Kontrolle über die weitere Entwicklung der Ereignisse bekommen wollen. Das ist weniger an bestimmte Berufsgruppen gebunden, als an die Anliegen der Interessenten. Diese betreffen häufig die Arbeit, die Gesundheit oder persönliche Beziehungen. Gerade wenn eine Situation eintritt, die man sich selbst nicht ausgesucht hat, geht es darum, sich mit ihr zu arrangieren und das Beste aus diesem Lebensabschnitt zu ziehen, was möglich ist. Meine Klienten wünschen sich dazu ein Stück weit Begleitung, um sich neu zu sortieren, Entscheidungen genau abzuwägen und Privat- und Berufsleben in die Richtung zu lenken, die sie sich wünschen. Darunter waren bisher unter anderem Therapeuten, Lehrer, Sozialarbeiter, Autoren und andere Kreative sowie Ingenieure und Kaufleute. Beispielsweise geht es manchmal einfach darum, die Entscheidung für einen Jobwechsel laut zu überdenken, einen Ansatz zu finden, um den Konflikt mit einem Kollegen aus  dem Weg zu räumen oder eine Präsentationsangst in den Griff zu bekommen. Neben Themen wie Hochsensibilität, Stressbewältigung und innere Stärke geht es hin und wieder auch um die Verarbeitung belastender Erlebnisse, die Verbesserung des Selbstwertgefühls oder zu lernen, das Kreisen der Gedanken um die immer gleichen Probleme abzuschalten. Ziel ist es meist, mehr Klarheit zu gewinnen, um Strategien, die Hindernisse zu überwinden oder mit bestimmten Ereignissen besser klarzukommen.

Vor Ort in Dorsten oder als Online-Coaching

In der Regel finden die Coachings in meiner Praxis in Dorsten statt. Der persönliche Kontakt ist wichtig, doch gerade für diejenigen, die viel unterwegs sind, weiter entfernt wohnen oder gesundheitliche Einschränkungen haben, ist ein Online-Coaching eine gute Alternative. Auch als als Ergänzung zum Coaching hier bei mir in der Praxis kann ein Online-Coaching sinnvoll sein. Aber ob direkt vor Ort oder online, wir erarbeiten gemeinsam konkrete Maßnahmen, die Sie für sich sofort praktisch umsetzen können. Ich helfe bei der Strukturierung, schlage gezielte Übungen vor und sortiere mit Ihnen aus, wie es weitergehen kann. Es geht darum, Schicksalsschläge zu meistern, Herausforderungen mutig anzugehen und Selbstbegrenzungen aufzulösen. Häufig setzt das erst einmal das Annehmen einer schwierigen Situation voraus und das Loslassen alter Gewohnheiten. Erst danach ist wieder Raum für die schönen Seiten des Lebens oder sogar für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Fragestellungen, Zielsetzungen und die Vorstellung der Lösungswege werden dabei ganz individuell erarbeitet. Häufig geht es einfach um die Frage: wie finde ich möglichst schnell eine Lösung für mein Ärgernis, mein Thema, meine Aufgabe.

Ich schaffe das auch alleine!

Wenn sich jemand für ein Coaching entscheidet, besteht „das Problem“ meist schon eine ganze Weile. „Ich schaff das auch alleine“, denken sich viele oder fragen sich, was sie dafür bekommen außer ein nettes Gespräch, das sie auch mit dem Partner, der Kollegin oder einem Freund besprechen könnten. So ziehen Tage, Wochen und manchmal auch die Monate ins Land, ohne dass sich an dem Ärgernis, dem Frustthema oder dem „Problem“ etwas ändert. Während man sich mit der Frage beschäftigt “Soll ich es probieren oder nicht?”, tritt es eine Weile in den Hintergrund, um dann beim nächstbesten Anlass wieder aufzutauchen, manchmal schwerer, nerviger oder ärgerlicher als vorher zu sein.  Natürlich schaffen Sie alles auch alleine, Sie müssen aber nicht. Wer meint, alles alleine schaffen zu müssen, dem fehlt wahrscheinlich Lebensenergie an anderen Stellen. Klar schaffen Sie es auch alleine, aber gemeinsam ist es häufig leichter. Wenn also Leute mich fragen: Wann ist denn die richtige Zeit für ein Coaching, dann kann ich nur sagen: Jetzt.

Was ist bei einem professionellen Coaching anders als mit einem Freund zu sprechen?

Ein Freund, ein Kollege oder der Partner kann zuhören, gute Tipps geben und Beistand leisten. Das ist eine ganze Menge und hilft in vielen Fällen auch weiter. Doch gibt es Erlebnisse, Probleme oder Entscheidungen, bei denen wir auch mit Hilfe von Freunden nicht so recht weiterkommen. Diejenigen, die uns nahe sind und gut kennen, sind Mit-Betroffene. Sie gehören zu unserem Lebens-System, wissen schon im Vorfeld die Reaktionen des anderen, kennen Möglichkeiten und Begrenzungen und sind daher manchmal auch im gleichen Denkgebäude gefangen, wie derjenige, der eine Lösung sucht. Nicht selten findet sogar eine Vermischung eigener Interessen, Blockaden oder  Probleme statt. Ein professioneller Coach leitet den Coachee dazu an, seine eigenen Lösungen zu entwickeln. Er verfügt über ein breites Repertoire an Methoden, kann an den entsprechenden Stellen auf Blockaden aufmerksam machen, an den richtigen Stellen zu Perspektivwechseln anregen oder konkrete Übungsvorschläge machen.

Die Lösung liegt häufig nur einen Gedankensprung entfernt
Die Lösung liegt häufig nur einen Gedankensprung entfernt

Die Entscheidung für ein Coaching setzt Energie frei

Klienten berichten mir immer wieder, dass bereits die Entscheidung zur Kontaktaufnahme mit mir Energie in ihnen freisetzt. Denn das ist wie ein Meilenstein, endlich anzugehen, was da in einem arbeitet. Sobald jemand beginnt, sich mit dem Vorbereitungsfragebogen in den Händen halten und sich mit der eigenen Situation strukturiert beschäftigen, Bewegung in die eigene Situation kommt. Es ist eine bewusste Entscheidung für den Lösungsprozess. Dazu stehen mir verschiedene Methoden zur Verfügung. Seit vielen Jahren arbeite ich mit “Achtsamkeit”,  die dabei hilft, die Geschehnisse mit mehr Gelassenheit zu betrachten und sich von negativen Gefühlen zu befreien. Die Gestaltarbeit ist nützlich, um Vordergrundthemen von früheren Themen zu trennen, Altes loszulassen und befreit neu zu beginnen. Innere Bilder helfen dabei, neue Ziele entstehen zu lassen und diese auch umzustezen.  Es gibt jede Menge Möglichkeiten. Was jedem Einzelnen davon gut tut, besprechen wir ganz individuell.

Derzeit besonders beliebt: wingwave-Coaching

Besonders nachgefragt wird bei mir derzeit das wingwave-Coaching, ein strukturierter Coachingprozess, der dabei hilft, Blockaden hinter sich zu lassen und sich auf neue Ziele auszurichten. Der Klienten wird in wenigen Sitzungen einerseits zum Abbau von Stress und Blockaden geführt, andererseits zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, Kreativität und Konfliktstabilität. Beim wingwave®-Coaching wird mittels eines Muskeltests die Ursache der Blockade ermittelt und durch das “Winken” aufgelöst. Dabei folgt der Klient mit seinem Blick den schnellen Handbewegungen des Coaches, der damit wache REM-Phasen erzeugt – und damit die Verarbeitung anregt, wie es sonst im Schlaf der Fall ist. Ziel ist dabei die Synchronisation beider Gehirnhälften, sodass das Erleben neu sortiert und strukturiert verarbeitet werden. Stress löst sich und das Gehirn kann seine Ressourcen aktivieren, um neue kreative Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Mit einem professionellen Coaching richtet sich der Fokus auf positive Veränderung aus, die Bewusstheit für mögliche Lösungen wächst. Es werden andere Fragen gestellt als bisher, deshalb dreht man sich nicht mehr im Kreis. Ein strukurierter Lösungsprozess beginnt – und dabei begleite ich Sie gern. Wenn Sie mich erst einmal kennenlernen möchten, nutzen Sie doch die Erlebnisabende oder rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990. Ich freue mich, wenn Sie mir Ihre weiteren Fragen oder Anregungen unter diesem Artikel im Kommentarfeld hinterlassen.

Ihre Dörthe Huth

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In anderen Coach-Datenbanken: Coachingexperten

Im Dialog mit den inneren Bildern

Liebe Leserin, lieber Leser,

Bilder, die wir vor unserem inneren Auge entstehen lassen, können gezielt eingesetzt werden, um Stress abzubauen, Schmerzen zu lenken oder andere Symptome zu steuern. Lassen wir in einem Zustand tiefer Entspannung angenehme innere Bilder zu, können wir mit ihnen in eine Art inneren Dialog treten. Im Coaching lenke ich diesen Vorgang ganz gezielt, damit Klienten dadurch ihre Blockaden loslassen und sich Denk- und Handlungsmöglichkeiten eröffnen können.

Gefühle sind wichtig

Gefühle kommen und gehen. Sie brauchen keine Rechtfertigung – und doch trauen wir uns häufig nicht, sie zuzulassen. Gerade Gefühle, die wir als unangenehm erleben und daher negativ bewerten, machen uns Angst. Hilflosigkeit, Ohnmacht, Schuld, Scham, Traurigkeit oder Ablehnung möchten wir nicht spüren und versuchen daher, unser Leben so unter Kontrolle zu bringen, nur die angenehmen Gefühle zu spüren.
Doch je mehr wir an die Seite schieben, verdrängen oder ignorieren, desto unbeweglicher werden wir. Der Widerstand, die Ereignisse anzunehmen, kostet Kraft. Und es geschieht etwas, das wir nicht wollten: die unterdrückten Gefühle, die wir so lange kontrolliert haben, übernehmen das Kommando, blockieren uns und engen uns ein. Häufig äußern wir das sogar metaphorisch, wie zum Beispiel: “Ich spüre einen Kloß im Hals”. Erst wenn wir beide Pole annehmen, die guten und die schlechten Gefühle, bleiben wir lebendig und schwimmen mit dem Fluss des Lebens. Veränderung geschieht durch Annehmen, loslassen und neu beginnen.

Innere Bilder für neue neuronale Bahnen im Gehirn

In meiner Arbeit führe ich Klienten sehr sanft zur Entstehung ihrer eigenen inneren Bilder, wobei sie jederzeit die Kontrolle über das Geschehen haben. In einem leichten bis mittleren Trancezustand, wie er beispielsweise im Tagtraum erlebt wird, gelingt es  leicht, innere Bilder entstehen zu lassen. Bilder sind die Sprache des Unbewussten und können zeigen, welche inneren Blockaden bestehen, welche Ängste und Befürchtungen eine Weiterentwicklung hemmen. Körperwahrnehmungen, Erinnerungen, Empfindungen und Symbole sind ein kreatives Potential, durch das diese Blockaden überwunden werden können und eine Veränderung erreicht werden kann. Erkenntnissen aus Medizin und Psychologie zufolge macht das Gehirn keinen Unterschied, ob eine Erfahrung in der Innenwelt oder in der Außenwelt gemacht wird. Eine neue Erfahrung verändert die neuronalen Wege im Gehirn.Innere Bilder entstehen im Gehirn und sind dort als Erfahrungen gespeichert. In einer bildlichen Vorstellung ist nicht nur das Bild selbst enthalten, sondern auch die dazugehörigen Gefühle einer Person, Gedanken, Erinnerungen und Handlungsimpulse. Im Dialog mit den inneren Bildern können wir uns all dies zunutze machen. Verändern sich die inneren Bilder, entstehen neue neuronale Bahnen im Gehirn.

Im Dialog mit den inneren Bildern
Im Dialog mit den inneren Bildern

Probieren Sie es selbst aus, innere Bilder entstehen zu lassen

Stellen Sie sich innerlich auf Entspannung ein und sorgen Sie dafür, dass Sie eine Weile ungestört sein können. Setzen oder legen Sie sich bequem hin, schließen Sie Ihre Augen und atmen einige Male tief ein und aus. Mit jedem Atemzug lassen Sie Ihre Alltagsgedanken ganz bewusst los, jedes Mal etwas mehr. Nun lassen Sie vor Ihrem inneren Auge angenehme innere Bilder entstehen. Stellen Sie sich zum Beispiel eine Szene wie die folgenden vor:

– Sie liegen am Strand und schauen ganz entspannt den azurblauen Wölkchen am Himmel hinterher

– Sie machen einen Herbstspaziergang, der kühle Wind wirbelt das bunte Laub auf, während die Sonne Ihr Gesicht angenehm wärmt

-Sie machen eine Bergwanderung und entschließen sich, an einem Gebirgssee mit kristallklarem Wasser Rast zu machen

Mit den positiven Bildern entspannt sich Ihr Geist und Ihr Körper, denn Sie suggerieren sich selbst Wohlbefinden. Lassen Sie ganz bewusst nur positive Bilder zu und genießen Sie die Stimmung und mit all den angenehmen Empfindungen. Beenden Sie diese Vorstellungsübung ganz in dem Wissen, dass Sie diese wohltuenden inneren Bilder jederzeit wieder entstehen lassen können.

Im Dialog mit den inneren Bildern

Aber wie entsteht nun ein Dialog mit den inneren Bildern? Eine Lebenserfahrung, die etwas im Gehirn bewirkt, beinhaltet die eigentliche Situation, das dazugehörige Gefühl, die Körperwahrnehmungen, Impulse, Reaktionen und die Interpretation des Kommunikationspartners. Im Dialog mit den inneren Bildern können wir all dies verändern und dadurch neue, positivere Erfahrungen ermöglichen. Wenn eine Erfahrung tief sitzt, sagen wir beispielsweise “Das steckt mir noch in den Knochen”. Was dahintersteckt, kann sehr unterschiedlich sein, weil Menschen Erlebnisse sehr unterschiedlich verarbeiten. Dabei kann es sich um eine körperliche Erkrankung handeln, einen Burnout, eine Kränkung oder ein traumatisches Erleben. Wenn es sinnvoll ist, greife ich im Coaching eine solche Metapher des Klienten auf und frage etwas genauer nach: wie fühlt sich das an, was da in Ihren Knochen steckt? Hat es eine Farbe oder eine Form? Wo spüren Sie es? Daraus ergeben sich wiederum neue Bilder, mit denen wir arbeiten können. Es ergeben sich neue Blickwinkel und einengende Denkmuster können sich weiten, damit andere Reaktionen möglich werden können. Der Dialog mit den inneren Bildern kann nicht nur helfen, Stress abzubauen und unterdrückten Gefühlen Raum geben, sondern er ermöglicht dem Gehirn, das Leben in glücklichere Bahnen zu lenken.

Wenn Sie sich anleiten lassen möchten, innere Bilder zu entwickeln oder Ihre Zukunft positiv beeinflussen möchten, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching mit mir. Rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990 oder schreiben mir eine eMail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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