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Wenn die Haut zu dünn ist – Buchvorstellung

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
die Welt differenzierter und intensiver wahrnehmen als viele andere, bringt nicht nur Vorteile mit sich. Besonders diejenigen, die nichts über ihre Hochsensibilität wissen, leiden oftmals unter dem Anderssein. Denn gleichzeitig sind sie verletzlicher, geraten leichter unter Stress und belasten sich mit Selbstzweifeln. Das Buch von Rolf Sellin “Wenn die Haut zu dünn ist. Hochsensibilität – vom Manko zum Plus” will helfen, die eigene Wahrnehmung besser steuern zu lernen und einen effektiveren Selbstschutz aufzubauen. Das Buch ist 2011 im Kösel Verlag erschienen und kostet 15.99 €.

Hochsensibilität – vom Manko zum Plus

So wie vielen andere “High Sensitive Person” (HSP), die erst spät von ihrer Besonderheit erfahren, erging es auch dem Autor. Mit großer Erleichterung entdeckte er eines Tages durch ein Buch von Elaine Aaron seine Hochsensibilität. Der ehemalige Architekt Rolf Sellin hat sich durch psychologische Aus- und Weiterbildungen mit der eigenen Hochsensibilität auseinandergesetzt und Strategien entwickelt, auf eine kreative und förderliche Weise damit umzugehen. Heute ist er als Heilpraktiker (Psychotherapie) tätig und leitet das HSP-Institut in Stuttgart. Die speziellen Erfordernisse und psychischen Besonderheiten von hochsensiblen Personen berücksichtigt er dabei auf besondere Weise. Dabei sieht er die Wahrnehmung und das Körperempfinden als zentralem Ausgangspunkt. persönlichen Wachstums Hochsensibler.

Anpassung an die Norm bringt Probleme für die HSP mit sich

Viele Hochsensible wünschen sich “normal” zu sein und orientieren sich daher an anderen. Das wiederum kann zur Unterdrückung der eigenen Sensibilität und Körperwahrnehmungen führen sowie zur Unterdrückung eigener Bedürfnisse. Auf Dauer stellt sich ein niedriger Selbstwert ein sowie ein Kräfteverlust, der dazu führt, dass die HSP die eigenen Grenzen nicht mehr schützen kann, mit Entscheidungsschwierigkeiten zu kämpfen hat und Konflikte scheut. Chronische Beschwerden tauchen häufig gerade dann auf, wenn Hochsensible sich selbst und ihre Wahrnehmungen übergeht. Dazu gibt Sellin den Lesern Reflexionen, praktische Übungen und Beispiele an die Hand. Über Übungen zur Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Körpergefühl können die eigenen Grenzen entwickelt und geschützt werden, die Konfliktfähigkeit ausgebaut und die Beziehungsfähigkeit verbessert werden.

Leichter leben im Alltag – als HSP

Im Grund handelt das ganze Buch davon, wie Hochsensible den Alltag ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen können und überhöhte Forderungen an sich selbst loslassen können. Der Autor beschreibt im Kapitel “Leichter leben im Alltag”, dass viele HSPs wenige Freundschaften pflegen, die dafür jedoch häufig sehr intensiv sind. Das Thema Partnerschaft und Erziehung erhält ebenso Raum wie Beruf und Spiritualität.

Sellin schreibt am Ende seines Buches: “Immer wieder stehen wir vor der Wahl, zu leiden oder bewusst zu leben und unser Bewusstsein zu entwickeln. Und das in jedem Augenblick. Doch dann werden wir reichlich belohnt: War die Hochsensibilität zuvor ein Manko für uns, so wird sie zum Plus, das unser Leben und auch das Leben der anderen bereichert”. Insgesamt ist das Buch ein solides Grundlagenbuch zum Phänomen Hochsensibilität, das viele Fallbeispiele, Selbstreflexionsmöglichkeiten und Übungsanleitungen enthält.

Wenn Sie Ihre Feinfühligkeit, Empathiefähigkeit und Stressresistens einmal in persönlichen Sitzungen näher beleuchten möchten oder auch einfach nur etwas mehr Leichtigkeit in Ihr Leben bringen wollen, bin ich in meiner Praxis in Dorsten gerne für Sie da und helfe Ihnen durch entsprechende Übungen, Erklärungen und Strategien für innere Stärke. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Gerne können Sie mir auch Ihre Gedanken, Tipps und Anregungen einfach unten als Kommentar hinterlassen.

Ihre Dörthe Huth

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Im Interview über Hochsensibilität mit Michael Jack, dem Vorsitzenden des IFHS

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

viele Menschen wissen nicht, dass sie eine sogenannte Highly Sensitive Person (HSP) sind. Immer wieder treffe ich auf erstaunte Gesichter, wenn die Hochsensibilität im Coaching oder der Supervision  zum Thema wird und sich für den Klienten daraus ganz neue Erkenntnisse ergeben. Informationen und tiefere Einblicke über Hochsensibilität bietet auch der Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität e.V. (IFHS): www.hochsensibel.org.

Der IFHS entstand, nachdem der Jura-Student Michael Jack im Internet nach seinen persönlichen Besonderheiten suchte. Er fand eine Webseite, die das Thema Hochsensibilität vorstellte und empfand eine grundlegende Erleichterung, dass es noch andere Menschen mit ähnlichem Erleben gab. Für ihn ergab sich daraus automatisch die Aufgabe, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Aus einem anfangs informellen Rahmen entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Vereinsform und im April 2007 war der IFHS geboren. Auf dessen Homepage heißt es in der Blitzinfo: „Aufgrund besonderer Eigenschaften ihres Nervensystems nehmen Hochsensible mehr und intensiver wahr als andere Menschen. Dies hat manche Vorteile, führt allerdings auch zu früherer Erschöpfung und scheinbar geringerer Belastbarkeit”.

Mein Interviewpartner ist der Vereinsvorsitzende des IFHS,

Dr. iur. Michael Jack: www.michael-jack.de

Was verbindet Sie persönlich mit dem Thema Hochsensibilität, Herr Jack?

Michael Jack: Ich habe schon immer diffus gefühlt, dass ich anders bin als insbesondere Altersgenossen. Besonders plastisch merkte ich das in der Disco: Ich konnte es dort mit Ohrstöpseln 30 Minuten, ohne Ohrstöpsel fünf Minuten aushalten, bevor es unangenehm wurde. Andere feierten Nächte durch. Aber man möchte als junger Mensch ‘normal’ sein, so wie alle anderen. Da das nicht so recht klappte, baute sich im Laufe der Zeit ein Anpassungsdruck auf. Parallel dazu kristallisierte sich die Erkenntnis heraus, dass meine anscheinende Besonderheit wohl mit meinen Nerven zu tun hätte, mit der Reizverarbeitung.
Durch eine Internetrecherche im Jahr 2003 Ich fand eine Website, die das Thema vorstellte, und erlebte eine grundlegende Erleichterung, die ich heute als “Gebirgsketteneffekt” bezeichne: Nicht nur ein Stein, sondern ganze Gebirgsketten fielen metaphorisch vom Herzen, weil der diffuse Anpassungsdruck mit einem Mal weggeblasen war. Etwa zwei Monate war ich geradezu euphorisch, bis mich der Alltag mit den üblichen Belastungen wieder einholte. Seit jener Zeit allerdings lerne ich sukzessive, mit meiner besonderen nervlichen Konstitution umzugehen.

Wozu wurde der Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität e.V. gegründet und welche Ziele verfolgt der Verein?

Michael Jack: Der Verein dient in erster Linie der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Hochsensibilität. In diesem Rahmen betrachten wir uns als erster Ansprech- und Gesprächspartner in Deutschland für die Presse und die allgemeine Öffentlichkeit. Daneben leisten wir Wissenschaftlern erste Unterstützung und bieten Vernetzungsangebote. Wir sammeln Informationen zum Thema und sind selbst ein bisschen publizistisch unterwegs. Schließlich bauen wir eine Liste mit professionellen und ehrenamtlichen Kontakten in Deutschland auf und unterstützen die Gründung von Gesprächskreisen vor Ort. Zudem gibt der Verein das Mitgliedermagazin “Intensity” heraus und stellt auf der Homepage eine Informationsbroschüre zum Download bereit.

Wie sieht der Verein das Phänomen Hochsensibilität und wie stellt sich die Forschungslandschaft in Deutschland dar?

Michael Jack: In Deutschland befassen sich vereinzelt Absolventen und Doktoranden mit dem Thema Hochsensibilität. Wir betrachten Hochsensibilität als eine Persönlichkeitseigenschaft, deren Grundlage die neuronale Verarbeitung eines Menschen bildet und genetisch bedingt ist.
Vermutlich wird es ein oder Generationen brauchen, bis es forschende Spezialisten zu diesem Thema gibt. Was ich persönlich mir wünschen würde wäre Literatur, die in stärkerem Maße wissenschaftlichen Charakter hat, also Erkenntnisse der Hochsensibilitätsforschung in bestehende Lehrgebäude der akademischen Psychologie einbettet. Dafür sind aber vermutlich noch zu wenig spezifische Forschungsergebnisse vorhanden.

Inwiefern kann Hochsensibilität eine Gabe sein und worunter leiden Hochsensible Ihrer Erfahrung nach?

Michel Jack: Hochsensible berichten allgemein von einer höheren Intensität des Erlebens, die natürlich ‘schöne’ Erlebnisse auch intensiver erfahren lässt. Daneben wird von höherer Empathie, höherer Reflexionsfähigkeit und namentlich künstlerischer Begabung berichtet. Hochsensibilität verursacht auch nicht unbedingt Probleme. Allerdings birgt eine Lebensweise, die nicht auf die Hochsensibilität angepasst ist, durchaus ein Krankheitsrisiko. Insbesondere ein ungünstiges Umfeld in der Kindheit kann bei Hochsensiblen wesentlich mehr Schaden anrichten als bei anderen Menschen.
Häufig tauchen Probleme auf, die mit dem Erwerbsleben zu tun haben. Jahre und Jahrzehnte ‘beißt’ man sich durch ein ungünstiges berufliches Umfeld durch, bis irgendwann – in der Regel Anfang 40 – die Kräfte nicht mehr ausreichen und sich beispielsweise eine psychosomatische Symptomatik einstellt, die die konventionelle Schulmedizin nicht so recht in den Griff kriegt. Daneben gibt es Beispiele von Erwerbsbiografien, die von Anfang an durch Unstetigkeit geprägt sind – mehrfach abgebrochene Ausbildungen, lange Arbeitslosigkeit etc.

Was können Hochsensible aus Ihrer Sicht für sich tun, damit es ihnen gut geht?

Michael Jack: Übliche Verfahren sind Ruhepausen, Spaziergänge in der Natur, Meditation und Entspannungsübungen. Als wichtig würde ich einen bewussten Umgang mit ‘seinen Nerven’ ansehen: Mit Kräften haushalten, sich bewusst überlegen, ob man sich diesen oder jenen Reiz ‘antut’. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, durch Reflexion zu verhindern, dass ein irritierender Reiz eine Feedback-Schleife von sich hochschaukelnder Erregung und Nervosität initiiert, die sehr viel Kraft kostet. Damit das funktioniert braucht es allerdings jahrelange Erfahrung.

Vielen Dank für das Gespräch, lieber Herr Dr. Jack!

Ihnen liebe Leserinnen und liebe Leser wünsche ich noch eine wunderschöne Sommerwoche voller Anregungen und Inspiration.

Hier auf diesem Blog finden Sie in den nächsten Tagen noch einige wichtige Buchvorstellungen, die sich mit der Hochsensibilität beschäftigen. Gern können Sie mir auch über das Formular unten einen Komentar zum Artikel hinterlassen, einen Wunsch für einen weiteren Artikel oder einen anderen Hinweis.

Ihre Dörthe Huth

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Hochsensibel – zwischen tiefen Gefühlen und Reizüberflutung

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Woche steht ganz unter dem Motto “Hochsensibilität”, ein Thema, das in meiner Praxis bei Klienten immer wieder auf großes Interesse stößt. Deshalb habe ich mich entschieden, diesen Artikel, der bisher nur angemeldeten Nutzern in meinem eBook “Das Geheimnis innerer Stärke” zugänglich war, hier auf dem Blog allen zugänglich zu machen. Neben dem heutigen Überblick folgt gleich morgen ein Interview mit dem Vorsitzenden des Informations- und Forschungsverbundes Hochsensibilität e.V. (IFHS) sowie einige Buchempfehlungen zum Thema in den folgenden Tagen. So können Sie im Laufe der Woche einen tieferen Einblick in Thema gewinnen, Ihre Sensibilität besser einschätzen und Hinweise auf weitergehende Informationsmöglichkeiten nutzen. Einen ersten Eindruck bekommen Sie auch mit diesem Video.

Hochsensibilität im Überblick

hochsensible Menschen nehmen ihre Umwelt intensiver wahr als andere. Geräusche und Gerüche aber auch andere Sinnesqualitäten und Gefühle werden besonders intensiv erlebt. Durch die Hypersensitivität sind diese Menschen meist sehr verletzlich und stressanfällig. Zuerst beschrieben wurde die „Highly Sensitive Person“ (HSP) Ende der 90er Jahre von der US-Psychologin Elain. Als selbst Betroffene verallgemeinerte sie anfangs die Eigenschaften der HSP sehr stark. Doch verhalf ihr Engagement dazu, dass dem Phänomen der Hochsensibilität überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Wissenschaft und Therapie begannen sich mit der Hochsensiblität, die auch als Hypersensibilität oder Hochsensitivität bezeichnet wird, zu beschäftigen. Heute geht man davon aus, dass etwa 20 Prozent der Bevölkerung hochsensibel sind. Viele Betroffene wissen jedoch nichts über die Hochsensibilität und können weder ihre Symptome einordnen, noch ist ihnen ihr Potential bewusst. Um eine Einschätzung gewinnen zu können, stellt Elaine Aaron in ihrem Buch “Sind Sie hochsensibel” einen Test zur Verfügung. Daneben finden sich noch andere Einschätzungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel der Test von George Parlow, der direkt online ausgewertet wird.

Unterschiedliche Ausprägungen von Empfindsamkeit

Unser heutiger Begriff von Sensibilität entstammt ursprünglich dem Lateinischen “sensibilis”, was so viel bedeutet wie „der Empfindung fähig“. Der Empfindung fähig sind wir in der Regel alle, die Ausprägung der Sensibilität ist jedoch von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Sie hängt ab von der Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen, wie unsere Wahrnehmungsfilter im Gehirn funktionieren, wie wir genetisch ausgestattet sind, welche Umwelt uns unser Leben lang umgeben hat und mit welchen Ereignissen wir in unserem Leben bereits konfrontiert wurden.


Sensibel zu sein ist nicht nur Hochsensiblen vorbehalten, die Sensibilität hat bei HSP einfach eine andere Ausprägung. Ebenfalls ist es nicht nur Normalsensiblen oder Niedersensiblen vorbehalten, sich „unsensibel“ zu Verhalten. Auch Hochsensible, die noch gar nicht wissen, dass Sie über diese Fähigkeiten verfügen oder damit nicht umgehen können, können ausgesprochen unsensibel auf Menschen und Situationen reagieren. Mit dem deutschen Wort „sensibel“ schwingt im Alltagsgebrauch häufig eine negative Komponente mit. Der oder die ist ein „Sensibelchen“ und wird nach außen hin schnell als zu empfindlich, zu überspannt oder einfach überfordert eingestuft.

HSP- intensivere Wahrnehmung und mehr Stress

Besonders ausgeprägte Eigenschaften haben Hochsensible in den Bereichen Feinfühligkeit und Empathie sowie Kreativität. Die erhöhte Sensibilität lässt sehr tiefgründiges Erleben zu. Liebe und Leid, Kunst und Musik, Naturerfahrungen oder emotionale Schwingungen anderer Menschen, all dies erfahren HSP sehr intensiv. Manchmal erspüren Hochsensible sogar, wie es einem anderen geht, bevor sich dieser seiner Gefühle selbst bewusst ist. Oft denken sie in größeren Zusammenhängen, sind über lange Zeit begeisterungsfähig, sehr gewissenhaft und differenziert.

Während es Normalsensiblen gelingt, durch ihre stärkeren und angepassteren Wahrnehmungsfilter die störenden Reize herauszufiltern, nehmen Hochsensible mehr Informationen auf, die zudem intensiver wahrgenommen werden. Sie müssen also mehr Reize verarbeiten als andere, sodass sie in der Folge meist langsamer sind, stressanfälliger und weniger belastbar. Das bedeutet auch, dass Arbeitsabläufe bei Hypersensiblen länger dauern können, weil sie genau hinsehen oder sich im Detail verlieren. Dabei ist nicht jeder Hochsensible dem anderen gleich, sondern jeder entwickelt seine vorrangigen Wahrnehmungskanäle auf unterschiedliche Weise. So kommt es, dass einige HSP besonders schmerzempfindlich sind und andere wiederum sehr lärm- oder geruchsempfindlich.

Körperliche und seelische Symptome der Hochsensibilität

Für den Lebenslauf einiger Hochsensibler bedeutet das, dass sie trotz der vielen inneren Fähigkeiten auch immer wieder mit der Umwelt in Konflikt geraten oder mit Nebenwirkungen konfrontiert werden, die sie selbst nicht einordnen können. So versuchen einige HSP die Symptome ihrer Hypersensibilität zu unterdrücken oder zu kompensieren. Ihre Fähigkeiten, ihr Selbstbewusstsein und ihre Kreativität können sich allerdings auf diese Weise nicht richtig entfalten. Nicht wenige Hochsensible entwickeln seelische und körperliche Symptome von Schlafstörungen und Erschöpfungszuständen über Depressionen bis hin zu Essstörungen oder Burnout. Selbst Experten erkennen das Phänomen häufig gar nicht sondern bearbeiten mit den HSP ausschließlich die Auswirkungen und Folgen. Mit der Diagnose und Aufklärung über Hypersensibilität empfinden die Betroffenen häufig eine große Erleichterung. Aufklärung und Auseinandersetzung bewirkt, dass man sich selbst besser einordnen kann und die eigenen „Defizite“ ebenso wie die „Fähigkeiten“ besser annehmen kann.

Hochsensibel - Doerthe Huth

Beratung und Psychotherapie bei HSP

In der psychologischen Beratung und Psychotherapie wird daran gearbeitet, die eigenen Bedürfnisse anzuerkennen und einzufordern, die eigenen Grenzen zu spüren und auch der Umwelt gegenüber zu setzen sowie das Gefühl von Selbstbestimmung aufzubauen. Betroffene können lernen, die eigene Empfindsamkeit über rationale Gesprächsführung zu steuern. So manches Mal entwickelt sich über den Weg von Beratung und Therapie erst die eigentliche Bestimmung eines Hochsensiblen. Diese Feinfühligkeit ist für therapeutische, pädagogische und heilende Berufe besonders geeignet. Aber auch im Bereich von Musik, Theater oder bildender Kunst sind viele Hochsensible zu finden.

Hochsensibilität kann sich zu einem großen Potenzial entwickeln, wenn sie erkannt, akzeptiert und in Alltag- und Arbeitsleben integriert wird. Die Fähigkeiten rücken in den Vordergrund der Wahrnehmung, nicht die Defizite im Vergleich zu anderen. Letztendlich ist es dann dabei egal, ob es sich um einen kleinen neurologischen Unterschied zwischen Hochsensiblen und Normalsensiblen handelt, ob es gar ein psychisches Problem ist oder einfach eine Sache der Vererbung. Doch selbst wenn einem Betroffenen dies gelungen ist, ist die Achtsamkeit für sich selbst und die Anpassung der eigenen Hochsensibilität an die Lebensumstände immer wieder erforderlich.

Wenn Sie darüberhinaus etwas mehr für sich tun möchten, würde ich mich freuen, Sie zu einem meiner Workshops oder zu einem persönlichen Coaching für Hochsensible begrüßen zu dürfen: 02362 7877992 oder per eMail. Regelmäßige Informationen rund um innere Stärke erhalten Sie auch über meinen Newsletter.

Damit wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, eine wunderschöne Woche,

Ihre Dörthe Huth

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