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Selbsterfahrung – Sich selbst und andere besser einschätzen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein gut angeleiteter Selbsterfahrungsprozess bietet die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und andere Menschen besser einschätzen zu können. In sozialen, therapeutischen und medizinischen Ausbildungen ist die Selbsterfahrung ein wichtiger Baustein der beruflichen Kompetenz. Aber auch zur Persönlichkeitsentwicklung oder als Ergänzung einer Einzeltherapie bietet ein angeleiteter Selbsterfahrungsprozess eine gute Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und andere Menschen besser einschätzen zu lernen. Selbsterfahrung leitet dazu an, sich das eigene Verhalten bewusst zu machen, Kompetenzen auszubauen, die eigene Sensibilität zu erkunden oder klarere Grenzen zu setzen. Selbsterfahrung findet in der Regel im Gruppensetting statt, ist aber auch in Einzelsitzungen möglich.

Selbsterfahrung in der Gruppe

In einer Selbsterfahrungsgruppe dreht sich alles um die Wahrnehmung, das soziale Miteinander sowie um die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Jeder Teilnehmer einer Selbsterfahrungsgruppe erfährt sich selbst durch die Gruppe in Beziehung zu anderen. Es kommt zu Konflikten, Übertragungsphänomenen und intensivem Gefühlserleben. Durch den angeleiteten Selbsterfahrungsprozess erlebt man die Interaktion mit anderen Menschen ganz bewusst und auch alle damit verbundenen Gefühle. Dabei geht man davon aus, dass sich die grundsätzlichen Schwierigkeiten einer Person mit anderen Menschen in einem solchen Gruppenprozess wiederholen. Schließlich sind unsere alten Erfahrungen aus der Kindheit, noch heute prägend für unseren Lebensweg und jede neue Entscheidung, die wir treffen. Unsere grundsätzlichen Kommunikationsmuster aufzudecken, Konfliktstrategien zu identifizieren und die eigenen Grenzen kennenzulernen, bietet den Teilnehmern eines gruppendynamischen Selbsterfahrungsprozesses eine enorme Chance zur persönlichen Weiterentwicklung.

Selbsterfahrung für Menschen in sozialen Berufen

Neben der Vermittlung theoretischen Wissens ist die Selbsterfahrung ein wichtiger Ausbildungsbestandteil für angehende Psychologische Berater, Coaches, Erzieher und Lehrer sowie Sozialarbeiter. Besonders Menschen, die mit anderen Menschen intensiv arbeiten, sollten sich in ihrer Rolle erproben, bevor sie mit Schülern, Klienten und Patienten umgehen. Auch ein angehender Therapeut sollte sich selbst einmal in der Rolle als „Patient“ oder als „Klient“ erlebt haben. Gerade in der Rollenumkehrung erfährt man die Hoffnungen, Befürchtungen, Widerstände und Lösungsfindungsprozesse der späteren Klienten auch einmal selbst. Wahrnehmungen, Erleben und Gefühle, die sich in der Selbsterfahrung einstellen, werden früher oder später auch in der Arbeit mit Patienten und Klienten auftreten. Wut, das Ausblenden wichtiger Themen, Langeweile oder die besondere Anziehungskraft eines Menschen im beruflichen Kontext müssen reflektiert werden, um einem anderen Menschen gerecht werden zu können. Ansonsten überlagern eigene Einstellungen und Verhaltensweisen das Anliegen eines Klienten. Die eigene Therapeuten-Identität kann unter Anleitung ausgebaut, erprobt und gegebenenfalls verändert werden.

Inhalte von Selbsterfahrungsgruppen

Die Ausbildungskandidaten können in Selbsterfahrungsgruppen sich ihres eigenen Konfliktpotentials bewusst werden, ihre Motivation für die berufliche Entwicklung abklären und die eigenen Grenzen zwischen beruflichen und privaten Inhalten abklopfen. Im Gruppensetting können sich die Teilnehmer dem stellen, was die Gruppe ihnen spiegelt. Im Gruppenkontext, in dem sich gruppendynamische Prozesse entfalten, gilt es, das Konfliktpotential der Gruppe für die eigene Entwicklung zu nutzen. Mit der Entwicklung eines guten Gruppenklimas und der Stärkung eines Wir-Gefühls wird vieles möglich. Dabei werden sehr unterschiedliche und vielfältige Methoden angewendet. Möglich sind Rollenspiele, Fragebögen, Interaktionsübungen oder auch Videoaufzeichnungen. Die Selbsterfahrung kann auch therapeutische Methoden nutzen, wie zum Beispiel Konfrontationsübungen, den Ausbau von Selbstfürsorge, Stärketraining, Fragebögen zu Befindlichkeiten oder Perspektivwechselübungen. So werden die eigenen Intentionen, Denk- und Handlungsweisen aufgedeckt.

Einige Beispiele für Themen der Selbsterfahrung

  • Die Wirkung auf andere Menschen: Wie wirke ich auf andere? Welches sind erwünschte und welches unerwünschte Auswirkungen?
  • Die Auseinandersetzung mit Selbstzweifeln: Bin ich für meinen Beruf überhaupt geeignet? Bin ich mit meinen Entscheidungen zufrieden?
  • Die Entdeckung blinder Flecken: Welche Anteile will ich nicht sehen oder ausklammern? Welche meiner Persönlichkeitsanteile sind mir unangenehm oder widersprechen meinem Selbstbild?
  • Die Körperwahrnehmung: Wie erlebe ich mich in meinem Körper? Wo sind meine körperlichen Grenzen? Wie viel Nähe ist mir angenehm und ab wann wird sie unangenehm?
  • Die Entdeckung und Aufdeckung der eigenen Grundhaltungen: Nach welchen Grundsätzen und Regeln lebe ich? Welche Verhaltensmuster zeige ich nach außen? Was davon will ich ablegen und was davon behalten?
  • Die Entdeckung der Traumwelt: Was sagen mir meine Träume? Was haben die Trauminhalte und Symbole mit mir zu tun? Warum träume ich überhaupt?

Befürchtungen der Teilnehmer in Selbsterfahrungsprozessen

Teilnehmer von Selbsterfahrungsgruppen haben immer wieder Befürchtungen, ein „Opfer“ der Gruppe oder des Gruppenleiters zu werden. Es sind Vorstellungen vom Ausgeliefertsein und der Machtlosigkeit, die vielen zu schaffen macht. Dies ist natürlich auch eine Projektion eigener aggressiver Impulse. Viele haben Befürchtungen vor einem elend langen Schweigeprozess, Bloßstellungen oder als „Sündenbock“ herhalten zu müssen. Das Gruppensetting aktiviert in einigen Teilnehmern zum Teil auch alte, kindliche Ängste, von der Gruppe abgelehnt oder gar ganz ausgeschlossen zu werden. Oder man könne durch die persönlichen Offenherzigkeiten die Kritik, den Spott oder die Verachtung der anderen auf sich ziehen. All diese Ängste tragen wir in uns, sind aber bestrebt, sie zu rationalisieren oder ganz beiseite zu schieben. Solche Befürchtungen führen dazu, dass schwierige, problembehaftete Themen in Selbsterfahrungsprozessen gemieden werden. Aus der Geschichte vieler Menschen heraus, werden solche Befürchtungen verständlich. Doch wenn eine Selbsterfahrung ihren Sinn haben soll, sollten auch die unbequemen und ungeliebten Gefühle, Einstellungen und Denkmuster ihren Raum finden.

Soziale Kompetenz - Dörthe Huth

Ein wohlwollendes Gruppenklima als Voraussetzung

Um sich selbst erfahren zu wollen und sich alten Verletzungen stellen zu können, ist unbedingt ein gutes, wohlwollendes Gruppenklima erforderlich. Ein verlässlicher Gruppenleiter ebenso, der in schwierigen Situationen die Rolle des Hilfs-Ichs eines Teilnehmers übernimmt. Besonders da, wo der sich-selbst-Erfahrende in seinem persönlichen Erlebensprozess keine ausreichenden Grenzen ziehen kann, hilft der Gruppenleiter weiter. Er ist dazu da, die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Defizite und das schwierige Erleben zu lenken, sondern auch auf Lösungen, auf Auswege und die Rückkehr zu den guten Gefühlen. In längeren und intensiven Selbsterfahrungsprozessen können dabei auch härtere Töne an die Oberfläche kommen, die Tränen fließen und die Wut eine Zeit lang bleiben. In einem wohlwollenden und förderlichen Gruppenklima wird dies möglich. Viele Teilnehmer werden dann bemerken, dass beispielsweise ihre Aggressivität gegen andere Menschen gar nicht so vernichtend wirkt, wie sie vielleicht dachten. Und wenn doch einmal der Ton neben der Spur entlang läuft, kann die Gruppe jeden Einzelnen auffangen. Denn in einem guten Gruppenprozess ist jeder Einzelne ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft. Aggressive Impulse, Fehler und Missverständnisse gehören dann einfach zum Lernprozess dazu.

Wenn Ihr soziale Kompetenz erweitern möchten und ein professionelles Coaching buchen möchten, eine Konfliktsituation auflösen wollen oder ein Problem für sich klären möchten,  freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung.

Ihre Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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Erfolgreich netzwerken

Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht sind Sie schon vielfach vernetzt, dann haben Sie sich bereits gut eingerichtet. Falls nicht, beginnen Sie doch einfach damit herauszufinden, welche Art von Verbindungen zu anderen Ihnen im gut tut. Gemeinschaft macht stark! Je authentischer Networking betrieben wird, umso wertvollere Netzwerke entstehen, von denen alle Seiten profitieren. Auch für Einzelunternehmer ist das Netzwerken eine interessante Herausforderung und Unterstützung.

Gemeinschaft macht stark

Wir Menschen sind soziale Wesen und suchen die Gemeinschaft, denn so ganz ohne die Verbindung zu anderen kommen wir im Leben nicht gut aus. Verbundenheit entsteht über ähnliche Lebenseinstellungen, berufliche Ziele oder das gleiche Erfahrungsfeld. So auch bei der Zugehörigkeit zu einem Netzwerk. Familienmitglieder, Arbeitskollegen, Freunde oder Vereinsmitglieder sind durch gemeinsame Interessen miteinander verbunden und helfen sich daher gerne untereinander. Viele weitere Netzwerkmöglichkeiten kommen hinzu, je nach Interesse und Kontaktbedarf des Einzelnen. Ein solches Netzwerk bietet auch eine Unterstützung, auf die man im Fall der Fälle zurückgreifen kann.

Netzwerke als Chance

In den letzten Jahren erhält auch das soziale Netzwerken einen immer höheren Stellenwert. Gerade für selbständige Freiberufler und andere Einzelunternehmer sowie Existenzgründer bietet das Networking eine große Chance. Wer eine Dienstleistung verkaufen möchte, einen neuen Auftrag an Land ziehen oder sich als Experte einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren will, braucht Kontakte. Neben den Netzwerken für Existenzgründer gibt es auch Vernetzung über den jeweiligen Berufsverband, die IHK oder den Unternehmerstammtisch vor Ort. Plattformen wie Twitter, Facebook, LinkedIn oder Xing sind Webangebote, auf denen berufliche Beziehungen auf überregionaler Ebene geknüpft werden können. Sie sind vor allem dann interessant, wenn man Kontakte aufbaut und sich dort aktiv mit Rat und Tat einbringt. Auf diese Weise erfolgen Empfehlungen durch andere Beteiligte.

Selbständige in sozialen Netzwerken

Wer einen Zahnarzt, einen Coach oder einen Physiotherapeuten sucht, verlässt sich meist sehr viel lieber auf eine Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis, als auf einen Eintrag im Branchenbuch. Daher ist das Netzwerken auch für Berater, Therapeuten und Coaches ein wichtiges Thema. Als Einzelunternehmer arbeiten sie meist allein, haben aber wichtige Entscheidungen über Investitionen, Marketingmaßnahmen oder andere Zukunftspläne zu treffen. Manchen Selbstständigen ist diese Art zu arbeiten zu isoliert, sie wünschen sich den Austausch mit Gleichgesinnten. Direkt vor Ort ist das häufig gar nicht so einfach, weil der Konkurrenzgedanke dem Netzwerken im Wege stehen kann. In den letzten Jahren hat das soziale Netzwerken daher einen immer höheren Stellenwert für Selbständige eingenommen. Ein virtueller Zusammenschluss von Gleichgesinnten, der sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite steht, tut nicht nur gut sondern liefert auch sehr spezifische Informationen aus erster Hand.

Ein Netzwerk lebt vom Geben und Nehmen

Jedes Netzwerk lebt von der Gegenseitigkeit. Wer nur profitieren will, kostenlos Informationen und Unterstützung erhalten will, untergräbt den Netzwerkgedanken. Vor dem Nehmen steht das Geben, Antworten auf Fragen von anderen, Unterstützung und Hilfsbereitschaft. Bei all den Möglichkeiten, die sich durch die sozialen Netzwerke eröffnen, ist es wichtig, sich auf die Netzwerke zu fokussieren, in denen ein Interessierter wirklich gerne unterwegs ist.

Netzwerken - Dörthe Huth

Wenn Sie als Coach, Berater oder Therapeut im Ruhrgebiet leben und arbeiten, biete ich Ihnen mit der Supervision ein Forum für Austausch und gegenseitige Unterstützung. Bei Interesse freue ich ich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung unter: 02362 7877990 oder per eMail.

Ihre Dörthe Huth

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Psychologischer Berater – Ausbildung und Berufsbild


Liebe Leserin, lieber Leser,

das Berufsbild “Psychologischer Berater” und “Heilpraktiker für Psychotherapie” hat sich mittlerweile fest etabliert. Hier gibt es einen Überblick über Ausbildung, Arbeitsbereiche und Berufsbild.

Viele Menschen suchen neben ihrem Beruf nach einer Möglichkeit, sich psychologisch weiterzubilden und ihr Wissen an andere Menschen weiterzugeben. So hat sich in den letzten Jahren das Berufsbild “Psychologischer Berater” und “Heilpraktiker für Psychotherapie” etabliert. Viele Personaler, Marketer und Berater schätzen diese Weiterbildung zur Anwendung innerhalb ihrer Tätigkeitsbereiche. Doch bieten beide Berufsbilder ebenso die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis selbständig zu machen.

Arbeitsfelder Psychologischer Berater

Psychologische Berater finden ihre Arbeitsfelder in den Bereichen der allgemeinen Lebenshilfe, wie Konfliktbewältigung, Zielfindung und Zielerreichung oder bei Partnerschafts- oder Erziehungsproblemen. Sie bieten Begleitung zu Lösungen, helfen bei der Ideenfindung oder sind auf die Persönlichkeitsentwicklung hin ausgerichtet. Stressreduktion, die Balance von Arbeit, Familie und Beruf, das Coaching von Personal, Kommunikationsstörungen, all dies sind Arbeitsfelder Psychologischer Berater. Viele psychologische Berater nutzen ihr Wissen innerhalb ihres Berufsfeldes, um sich weiterzuentwickeln, Kunden, Klienten und Mitarbeiter besser einschätzen oder leiten zu können. Es gibt allerdings eine wichtige Einschränkung: Der Psychologische Berater darf ausschließlich psychisch gesunde Klienten beraten. Da, wo ein psychisches Leiden deutlich wird, wie zum Beispiel ein Burnout, braucht der Behandler eine heilkundliche Zulassung als Arzt oder Psychotherapeut oder auch als Heilpraktiker für Psychotherapie. Für den Heilpraktiker für Psychotherapie besteht zudem die Möglichkeit, mit privaten Krankenkassen auf der Basis des Heilpraktikergesetzes abzurechnen.

Das Interesse an der Psychologie aus der Arbeitspraxis heraus

Psychologische Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Viele haben ein Hochschulstudium als Hintergrund, kommen beispielsweise aus den Geistes- oder Ingenieurs- oder Wirtschaftswissenschaften. Andere haben eine qualifizierte Ausbildung als Krankenschwester, Pharmazeutisch-technische Assistentin, als Kosmetikerin oder Bürokauffrau. Ihnen allen ist gemein, dass sie begonnen haben, sich intensiv mit der Psychologie rund um sich selbst, ihre Arbeit, Kunden und Familie zu beschäftigen.

Viele haben ihre Ausbildung zum Psychologischen Berater und die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie neben ihrem Beruf absolviert, für manche ist es aber auch ein willkommener Auftakt für den beruflichen Wiedereinstieg nach der Kinderpause. Die Basisqualifikationen sind ebenso unterschiedlich wie das Weiterbildungsrepertoire der Einzelnen. Viele der Psychologischen Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie bilden sich unermüdlich weiter und haben zum Teil noch weitere „große“ psychotherapeutische Ausbildungen. Beliebt sind unter anderem die Ausbildungen in Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Transaktionsanalyse, Neurolinguistisches Programmieren oder Systemische Therapie.

Inhalte der Ausbildung zum Psychologischen Berater

Die Ausbildung zum Psychologischen Berater werden durch Heilpraktikerschulen und Institute angeboten. Mittlerweile gibt es auch Fernlehrgänge oder organisierte Online-Studiengänge über das Internet. Je nach Qualifikation des Anbieters und der Voraussetzungen, die man selbst mitbringt, können die Qualitätsstandards der Ausbildung erheblich voneinander abweichen. Zu einer guten, theoretisch fundierten und praxisorientieren Ausbildung zum Psychologischen Berater gehören umfangreiche Kenntnisse. Grundlagenwissen über die allgemeine und die klinische Psychologie sowie über verschiedene Psychotherapieverfahren gehören ebenso dazu wie körperliche Zusammenhänge, Beratungsmodelle oder Störungswissen.

Die Schulung der eigenen Persönlichkeit

Die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit ist eine wichtige Voraussetzung, den Beruf qualitativ hochwertig ausüben zu können. Die Basis dazu bildet ein positives Welt- und Menschenbild, das einen wohlwollender und förderlichen Beratungs- und Therapieprozess ermöglicht. Es braucht Übung und Zeit, bis man andere Menschen nicht einfach nach den eigenen Vorstellungen bewertet. Auch professionelle Empathie stellt sich nicht auf Anhieb ein, sondern muss unter Anleitung trainiert werden, bis die Bedürfnisse des Klienten wahrgenommen und in passende Worte gefasst werden können. Dazu bedarf es einer liebevollen Annahme der Gefühlswelt des Klienten, auch wenn diese überschäumend, angstvoll oder lethargisch erscheint.

Klienten kompetent leiten

Psychologische Berater sollten auch wissen, wann man welche Intervention braucht und was in speziellem Fall ein Lösungsansatz sein könnte. Wie führt man auf professionelle Art und Weise den Klienten zur eigenen Lösungsfindung und wie weit kann man gehen, ohne den anderen zu überfordern? Wie kann man die eigenen Grenzen schützen, ohne dass das auf Kosten des Klienten geht? All dies sind wichtige Punkte, die bearbeitet sein sollten, bevor man mit anderen Menschen in die intensive Arbeit eintaucht. Die praktische Umsetzung der Lerninhalte sollte daher in der Ausbildung einen hohen Stellenwert einnehmen. Übungsgruppen, Selbsterfahrung und Arbeit unter Supervision befähigen am besten zur praktischen Arbeit mit Klienten. In der Regel schließt die Ausbildung mit einer Kenntnisüberprüfung und einer Abschlussarbeit ab.

Die Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie

Nach der Weiterbildung als psychologischer Berater bietet es sich an, auch die Überprüfung durch das Gesundheitsamt abzulegen, um die Tätigkeit in eine gesetzlich geregelte Form zu bringen. Wer als Psychologischer Berater Psychotherapie ausüben möchte, braucht eine Zulassung als Heilpraktiker für Psychotherapie durch das zuständige Gesundheitsamt. Dies geschieht in der Regel durch eine mündliche und schriftliche Überprüfung der Kenntnisse. Die Gesundheitsämter legen unterschiedliche Anforderungen und Kriterien für die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie an. Allgemeingültig ist jedoch, dass die Anwärter mindestens 25 Jahre alt sein müssen und mindestens einen Hauptschulabschluss nachweisen müssen. Die Prüfungsmaßstäbe sind in den letzten Jahren angestiegen, denn die Behandlung psychischer Leiden ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Die Gesundheitsämter überprüfen daher sehr genau, ob die notwendigen Fachkenntnisse vorhanden und abrufbar sind.

Die Grenzen zwischen psychologischer Beratung und Psychotherapie

Die Grenzen sind zwischen psychologischer Beratung und Psychotherapie sind häufig fließend. Daher ist es für Psychologische Berater und Heilpraktiker (Psychotherapie) unbedingt notwendig, die Grenzen ihrer Behandlungsmöglichkeiten genau zu kennen. Um Stress auf der Arbeit zu reduzieren, kann ein psychologischer Berater seinem Klienten beispielsweise mit Gesprächen, begleitenden Übungshinweisen und Tipps zur Stressbewältigung helfen. Liegt der Grund jedoch tiefer und ist ein psychisches Leiden im Hintergrund, vielleicht sogar eine Angsterkrankung oder Depression, ist der Psychologische Berater verpflichtet, den Klienten an die richtige Behandlungsstelle weiterzuleiten. Bestimmte Erkrankungen erfordern eine medikamentöse Therapie und damit einen Arzt. Allgemeinhin sind Psychologische Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie an die gleiche Sorgfaltspflicht gebunden, wie Mediziner und Psychotherapeuten.

Nun hoffe ich, Sie konnten einen guten Überblick gewinnen. Und falls Sie eine kompetente Begleitung brauchen, bin ich in meiner Praxis in Dorsten gern als Heilpraktikerin (Psychotherapie) gerne für Sie da und und unterstütze ich Sie durch Supervision gern bei Ihrem beruflichen Werdegang, beim Praxisaufbau oder der Therapieplanung. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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Praxiswissen, Vernetzung und Unterstützung durch Supervision

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

seit nunmehr zehn Jahren bereite ich Psychologische Berater, Heilpraktiker (Psychotherapie) und Coaches auf die ersten Schritte mit Klienten vor. Immer wieder höre ich den Wunsch der angehenden Kolleginnen und Kollegen, sich mit einer eigenen Praxis niederzulassen. Viele haben bereits jede Menge Zeit und Geld in ihre Ausbildung investiert und sind hochmotiviert, andere Menschen in Konflikt- oder Problemsituationen professionell zu unterstützen. Anfangs steht dabei nicht das Geld im Vordergrund, sondern die Hilfestellung für Klienten und die Selbstverwirklichung. Der Schritt in die eigene Praxis ist aber auch mit vielen finanzieller Unsicherheit und ebenso unsicheren Erfolgsaussichten verknüpft. Die ersten Monate sind häufig noch voller Zuversicht. Durch Flyer, Anzeigen, Visitenkarten und auf Empfehlung von Freunden finden einige wenige Klienten den Weg zur Praxis. Doch nach einigen Monaten kommt die Ernüchterung, denn die Empfehlungen sind zwar da und Sie erreichen einige Interessierte aus Ihrem Umfeld, das reicht aber auch Dauer nicht aus, die Praxis zu halten. Die bisherige Öffentlichkeitsarbeit reicht nicht aus und die ersten Ängste machen sich breit. Höchste Zeit, sich zu vernetzen, Anregungen zu holen und neue Wege zu gehen – am besten in der Supervision mit Gleichgesinnten!

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Ein Praxisinhaber braucht unternehmerische Fähigkeiten

Auf einem Praxisgründer lastet ein hoher Erfolgsdruck. Einerseits ist der Erfolg vom Engagement des Praxisinhabers abhängig und von der Beziehungsarbeit zu seinen Klienten, andererseits aber auch von den seinen unternehmerischen Fähigkeiten und seiner Flexibilität, sich bei Bedarf weitere Tätigkeitsfelder zu erschließen. Gerade in den ersten Berufsjahren in der psychologischen Beratung gibt es vieles zu beachten. Freiberufler sind auch Einzelkämpfer, gerade in den ersten Jahren der Praxisgründung mangelt es nicht selten an konstruktivem Erfahrungsaustausch, fruchtbarer Vernetzung und kreativen Ideen für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. In einer eigenen Praxis wird es immer mehr zu tun geben, als für den Einzelnen zu bewältigen ist, daher ist die Fähigkeit zur Flexibilität gefragt, die Fähigkeit zur Selbststrukturierung und zur Vermarktung der eigenen Dienstleistung. Gleichzeitig gehört ein hohes Emotionslevel, Schmerzen und Leid der Klienten zum professionellen Alltag. Die eigene Psychohygiene nicht zu vernachlässigen, ist für die Praxiskarriere aber ebenso wichtig, um nicht auszubrennen und den Klienten auch langfristig gerecht werden zu können.

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* zwingend
Interesse

Vernetzung und Unterstützung durch Supervision in Dorsten

In meinen Supervisionen ist die Reflexion der eigenen Arbeit durch Fallbesprechungen, die Therapieplanung oder Öffentlichkeitsarbeit von Psychologischen Beratern ebenso wichtig wie die Psychohygiene oder die Schritte zur Sicherung des finanziellen Erfolgs. Das funktioniert am besten direkt vor Ort in meiner Praxis in Dorsten, ist aber grundsätzlich auch überregional per Webkonferenz möglich. In der Supervision helfe ich dabei, den Arbeitsalltag so zu strukturieren, dass er zu den Bedürfnissen des Einzelnen passt, je nachdem, was Sie als Supervisand gerade brauchen. Psychologische Beratung, Psychotherapie und Coaching sind schließlich professionelle Dienstleistungen, und benötigen Prioritäten beim Abarbeiten, um die eigenen Kräfte optimal einzusetzen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren zu können.

Häufige Fragen meiner Supervisanden sind:

    • Wie werde ich als Experte besser sichtbar? Wo ist mein roter Faden in der Außenwirkung?
    • Wie finden mich meine Klienten und was kann ich Ihnen konkret bieten?
    • Wie ist das konkrete Vorgehen in bestimmten Beratungssituationen oder mit schwierigen Klienten?
    • Wie betreibe ich Öffentlichkeitsarbeit über das Internet?
    • Wie und wo kann ich Vorträge halten?

Zur Vernetzung, Fallbesprechungen und kreativem Erfahrungsaustausch in der Supervision in Dorsten stelle ich in unregelmäßigen Abständen Termine ein. Lassen Sie sich direkt über den Newsletter für psychologische Experten informieren und tragen sich direkt in den kostenlosen Verteiler ein: Zum Verteiler für psychologische Experten

Wie holen Sie sich Austausch und Anregung? Betreiben Sie Praxismarketing oder lassen Ihre Praxis sogar durch professionelle PR-Arbeit promoten? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Damit wünsche einen erfolgreichen Start in die neue Praxiswoche und freue mich die nächste Anfrage für Supervision,

Ihre Dörthe Huth

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Psychotherapie – an wen kann man sich wenden und wer zahlt?

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ab und zu erhalte ich Anfragen von Menschen, die sich auf der Suche nach psychologischer oder psychiatrischer Unterstützung im Wirrwarr der Berufsbezeichnungen verirrt haben. Um die menschliche Seele bemühen sich unterschiedliche Berufsgruppen in sehr verschiedenen Formen. Für Laien sind sie nicht immer klar zu unterscheiden. Welche Berufsgruppen dürfen Psychotherapie ausüben? Wer darf bei psychischem Leiden Medikamente verschreiben? Und welche Therapien zahlt die Krankenkasse? Diese Fragen beantworte ich in diesem Artikel. Falls noch Fragen offen bleiben, zögern Sie nicht, mir diese in der Kommentarfunktion unten zu schreiben. Auch andere wird das interessieren und ich antworte gerne, sobald es mir möglich ist.

Psychotherapie – was ist das eigentlich?

Unter dem Begriff „Psychotherapie“ sammeln sich methodische Verfahren zur Behandlung psychischer Erkrankungen. Die Methodenvielfalt ist groß und die psychotherapeutischen Verfahren kaum noch zählbar. Ziel ist es, den Patienten zu stabilisieren, ihn zur Verbesserung seiner Bewältigungsmöglichkeiten anzuleiten und zu Einsichten zu führen, um eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu erlangen, die Verbesserung sozialer Kontakte oder die Wiedereingliederung in den Beruf.
Die Behandlung von Erkrankungen ist in Deutschland aber nur speziellen Berufsgruppen erlaubt, da die Linderung eines Leidens einer genauen Diagnosestellung, einer präzisen Therapieplanung und eines gezielten methodischen Vorgehens bedarf. So darf die Psychotherapie nur von Behandlern ausgeübt werden, welche eine Heilerlaubnis haben und somit die Zulassungskriterien ihrer jeweiligen Berufsgruppe erfüllen.

Im Überblick: Wer darf Psychotherapie ausüben

  • Ärztliche Psychotherapeuten
  • Psychologische Psychotherapeuten
  • Heilpraktiker
  • Und Heilpraktiker (Psychotherapie)

Wer darf sich Psychotherapeut nennen?

Im Jahr 1998 trat das sogenannte Psychotherapeutengesetz in Kraft. Seitdem ist Psychotherapeut ein geschützter Begriff, der nur von denjenigen als Berufsbezeichnung getragen werden darf, die eine ganz bestimmte Ausbildung nach den Richtlinien der Psychotherapeutenkammer durchlaufen haben. Der Weg zum Psychotherapeuten führt entweder über ein Studium der Medizin oder der Psychologie, mit bestimmten Schwerpunkten und Prüfungsfächern sowie den dafür vorgesehenen Weiterbildungen in Psychotherapie, die sich auf die drei sogenannten “Richtlinienverfahren” bbeschränken, weil nur diese derzeit als “wissenschaftlich anerkannt“ gelten:

  • Die psychoanalytische Therapie (“Psychoanalyse”)
  •  Die tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie sowie
  • Die Verhaltenstherapie

Am Ende erfolgt eine sogenannte “Approbation”. Daneben gibt es noch die Möglichkeit der Zulassung zum „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“, der auch über ein pädagogisches Studium erworben werden kann. Dabei steht die Behandlung von Kindern bis zum 21. Lebensjahr im Vordergrund. Alle approbierten Psychotherapeuten können in der Regel mit den Krankenkassen abrechnen.

Verordnung von Medikamenten: Ärztliche Psychotherapeuten

Die Bandbreite psychischer Erkrankungen ist groß und der Bedarf an Psychotherapie ebenso. Der Hausarzt ist zwar häufig einer der ersten Ansprechpartner bei seelischen Störungen, überweist aber Patienten mit tiefergehendem Diagnostikbedarf an die Fachärzte weiter. In der Regel ist dies entweder ein Psychiater oder ein Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Beide haben ein Medizinstudium absolviert, sind als Fachärzte für die Diagnostik und Behandlung seelischer Störungen ausgebildet und dürfen Medikamente verordnen, die bei schwererem Leiden häufig notwendig sind. Haben die Fachärzte eine zusätzliche Weiterbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren absolviert, darf er sich zudem als „Ärztlicher Psychotherapeut“ bezeichnen.

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* zwingend
Interesse

Heilpraktiker (Psychotherapie) – das vielseitige Potential

Daneben gibt es zahlreiche andere Berufsgruppen, die ebenfalls mit psychotherapeutischen Methoden arbeiten, diese aber nur bei gesunden Menschen im Rahmen der allgemeinen Lebenshilfe, zur Klärung von Konflikten oder als Präventionsmaßnahmen anbieten dürfen. Das sind beispielsweise Psychologische Berater, Lebensberater oder Coaches. Selbst Heiler dürfen keine Heilbehandlung im eigentlichen Sinne anbieten. Allerdings kann die Heilerlaubnis von all diesen Berufsgruppen als zusätzliche Qualifikation erlangt werden. Dazu bedarf es einer Überprüfung beim Gesundheitsamt, das die Erlaubnis zur Ausübung von Psychotherapie durch das Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) erteilt. Der Heilpraktiker (Psychotherapie) oder der “kleine Heilpraktiker” darf Psychotherapie ausüben. Grundsätzlich dürfen auch Heilpraktiker, die eine heilkundliche Ausbildung durchlaufen haben, Psychotherapie ausüben und unterstützende Globuli verabreichen. Viele Heilpraktiker (Psychotherapie) sind in humanistischen Psychotherapieverfahren ausgebildet, wie der Gestalttherapie, Hypnosetherapie, der Gesprächs- oder Familientherapie. Sie rechnen ihre Leistungen entweder privat ab, auf der Basis des Heilpraktikergesetzes über die privaten Krankenkassen oder in Ausnahmefällen über das Kostenerstattungsverfahren. Es kommt gar nicht so selten vor, dass jemand sich eine Psychotherapie als Selbstzahler gönnt, weil die Krankenkasse beispielsweise keine weitere Psychotherapie zahlt, weil schlechte Erfahrungen mit Diagnosestellungen bestehen oder um beispielsweise einen Krankenkassenwechsel nicht zu gefährden.

Resilienz - Dörthe Huth

Das war jetzt eine ganze Menge an Information und das ziemlich kompakt. Wenn Sie überlegen, eine Psychotherapie über die Krankenkasse in Anspruch zu nehmen, können Sie Ihre Krankenkasse nach einer Liste der Behandler in Ihrer Region fragen, denn viele führen eine solche Liste. Hier für den Bereich NRW rund um Dorsten gibt es auch eine zentrale Nummer der Kassenärztlichen Vereinigung, die freie Therapieplätze sammelt und telefonisch weitergibt.

Ihre Dörthe Huth

Tel.: +49 (0) 2362 – 7877990

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