Schlagwort-Archive: Psychotherapie

Wie das Gehirn die Seele macht

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit die Menschen damit begonnen haben, über sich und ihre Existenz nachzudenken, ist die Welt um sie herum voller Rätsel. Noch heute erscheinen uns die Zusammenhänge von Denken, Fühlen und Handeln häufig noch rätselhaft. Was genau hat eigentlich das Gehirn mit der Seele zu tun? Wie entsteht der Geist und das Bewusstsein? Und wie verläuft der Aufbau der Persönlichkeit? Die jüngsten Fortschritte der Neurowissenschaften lassen Rückschlüsse darauf zu, wie das Gehirn die Seele macht.

Gerhard Roth und Nicole Strüber: Wie das Gehirn die Seele macht. Hardcover, Klett-Cotta 2014. ISBN: 9783608948059. 22,95 Euro.

Gehirn, Seele, Geist, Verhalten

Der Philosoph Gerhard Roth und die Psychologin Nicole Strüber haben sich diesen Fragen in ihrem Buch „Wie das Gehirn die Seele macht“, gewidmet. Prof. Gerhard Roth lehrt am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen und wurde in der Zeitschrift Cicero im Oktober 2009 als der bedeutendste Naturwissenschaftler in Deutschland ausgezeichnet. Dr. Nicole Strüber ist ebenfalls am Institut für Hirnforschung in Bremen tätig und promovierte im Bereich der Entwicklungspsychologie. In ihrem Buch haben sie ihr Wissen gebündelt und führen den Leser darin zu einem besseren Verständnis der menschlichen Persönlichkeit als Träger des Seelischen. Ebenso steht die Entstehung psychischer Erkrankungen sowie der Wirksamkeit von Psychotherapie im Fokus des Buches.

Ein intensiver Einblick in die Erkenntnisse der Neurowissenschaften

In insgesamt zehn Kapiteln geben die beiden Autoren einen intensiven Einblick in den derzeitigen Wissensstand. Das Buch beginnt mit den Grundlagen, erklärt „Die Suche nach dem Sitz der Seele“, geht dann weiter zu „Gehirn und limbisches System“ sowie zu „Die Sprache der Seele: Neuromodulatoren, Neuropeptide und Neurohormone“. Weiter Geht es um „Die Entwicklung des Gehirns und der kindlichen Psyche“, „Persönlichkeit und ihre neurologischen Grundlagen“, „Das Bewusstsein, das Vorbewusste und das Unbewusste“. Das siebte Kapitel nimmt „Psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen“ ins Visier, es folgen „Psychotherapien“ sowie „Die Wirkungsweise von Psychotherapie aus Sicht der Neurowissenschaften“. Zum Schluss werden die Erkenntnisse noch einmal im Überblick zusammengefasst.

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* zwingend
Interesse

Die Persönlichkeit und ihre Störungen

Roth und Strüber stellen ein neurobiologisch fundiertes Konzept der Persönlichkeit vor, einschließlich eines von ihnen entwickelten Modells der sechs psycho-neuronalen Grundsysteme. Sie beschäftigen sich mit Depressionen, Angststörungen, die posttraumatische Belastungsstörung, die Zwangsstörung und Persönlichkeitsstörungen inklusive der Borderline-Störung und der antisozialen Verhaltensstörung und beleuchten in diesem Zusammenhang auch die Wirkweisen der am weitesten verbreiteten Psychotherapierichtungen, nämlich der Verhaltenstherapie und der Psychoanalyse. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch, das sich für alle eignet, die sich tiefergehend mit den Zusammenhängen von Gehirn, Persönlichkeit und psychischen Störungen auseinandersetzen wollen.

Wenn Sie über das Lesen hinaus an der Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, freue ich mich auf Ihre Anmeldung zu einem Coaching oder einer Psychotherapie. Rufen Sie mich einfach an unter der Telefonnummer: 02362 7877990 oder schreiben mir eine eMail über das Kontaktformular.

Ihre Dörthe Huth

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Einfluss von Stress auf ein mögliches Suchtverhalten

Liebe Leserin, lieber Leser,

mein Name ist Sabine Kurzeia und in meinem Gastbeitrag erkläre ich Ihnen heute, welchen Einfluss Stress auf das Suchtverhalten haben kann. Nach langjähriger Tätigkeit in der Personalarbeit bin ich nun seit Anfang des Jahres freiberuflich in der Psychologischen Beratung sowie der Suchtberatung tätig. Unter dem Dach der ADESSE GmbH biete ich gemeinsam mit anderen freiberuflicher Partnern Beratungsleistungen rund um die Gesundheitsprävention für Firmen und Privatpersonen an.

Zwischen familiären und beruflichen Anforderungen balancieren

unser aller Leben ist moderner, aber dennoch auch härter geworden. Trotz Wohlstand, geringerer körperlicher Belastung und allerlei technischer Entdeckungen die unser Leben eigentlich einfacher machen sollten, fühlen sich die Menschen heute ständig unter Druck. Schnelligkeit, Professionalität, Flexibilität sind heute mehr gefragt, denn je. Die Arbeitsbelastungen des Einzelnen nehmen nicht zuletzt auch durch die Globalisierung und dem damit verbundenen Kostendruck immer mehr zu. Die Angst um den Arbeitsplatz begleitet die Menschen. Währungskrisen und kriegerische Auseinandersetzungen stellen immer wieder eine Bedrohung für unser wirtschaftliches und seelisches Lebensgefüge dar. Viele Menschen haben auch zunehmend das Gefühl, den beruflichen und familiären Anforderungen nicht mehr genügen zu können und zu wenig  Zeit für sich selbst zu haben.

Alkohol und Beruhigungsmittel sind ein gefährlicher „Lösungsweg“

Mit aller Kraft wird versucht, einen Ausweg aus der unbefriedigenden Situation zu finden. Häufig werden Überstunden gemacht, um den Anforderungen des Jobs gerecht werden zu können. Nicht selten wird versucht, das Leistungsvermögen mit Aufputschmitteln zu unterstützen. Auch überlegt man, ob noch ein zweiter Job angenommen werden kann um die Familie finanziell besser zu stellen. Wenn alles Bemühen umsonst ist, steigt die Verzweiflung. Der Gedanke, es nicht zu schaffen, ist unerträglich. Das sich ständige drehende Karussell im Kopf wird mit Beruhigungsmitteln und/oder übermäßigem Alkoholgenuss für kurze Zeit angehalten. Ängste und Sorgen werden verdrängt. Doch schnell ist ein Punkt erreicht, an dem immer größere Mengen notwendig werden um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ein Übergang in den Suchtmittelmissbrauch erfolgt schleichend, aber unaufhaltsam. Ohne fachliche Unterstützung, lässt sich der Prozess dann nur selten stoppen.

Warum schaffen es viele Menschen dennoch, andere Wege für sich zu finden?

Jeder Mensch geht mit Stress anders um. Wichtig sind ein gutes soziales Netzwerk, ein positives Selbstbewusstsein, die Bereitschaft sich den Herausforderungen stellen zu wollen und aber auch einmal NEIN zu sagen. Wenn wir uns unserer persönlichen Bedürfnisse und Sensibilitäten bewusst werden und die uns zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten konsequenter nutzen, können wir den Stress und die psychische Belastung im Alltag besser bewältigen und unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessern.

Tipps zu einem besseren Umgang mit Stress

1. Achten und Beachten Sie sich selbst (besinnen Sie sich auf Ihre eigenen Stärken)

2. Sorgen Sie für eine gesunde und ausreichende Ernährung (kochen Sie mal wieder selbst)

3. Stärken Sie Ihr soziales Netzwerk (Familie, Freundeskreis, Vereinsleben)

4. Bringen Sie Ihr Berufs- und Privatleben in Einklang (prüfen Sie das Verhältnis zwischen Ihrer Arbeit und dem Rest Ihres Lebens – ist es noch im notwendigen Gleichgewicht?)

5. Fordern Sie die notwendige Unterstützung am Arbeitsplatz ein (Schulungen, technische Verbesserungen)

6. Bleiben Sie in Bewegung (Treppe statt Aufzug, gehen Sie häufiger mal zu Fuß, treiben Sie Sport)

7. Sprechen Sie Probleme im Arbeits- oder Privatleben an (ungelöste Probleme machen krank)

8. Genießen Sie Alkohol mit Verstand (jeden Abend ein Gläschen Wein/ Bier ist schon zu viel)

9. Nehmen Sie Medikament nur, wenn Ihr Arzt sie Ihnen ausdrücklich verordnet 10. Entspannen Sie sich (z.B. durch autogenes Training oder progressive Muskelentspannung)

Und wenn Sie bereits an einem Suchtmittelmissbrauch leiden?

Dann lassen Sie sich helfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder suchen Sie den Kontakt zu einem Psychologischen Berater / Psychotherapeuten. Gemeinsam finden Sie einen Ausweg. Es ist nie zu spät.

Möchten Sie mehr zu dem Thema erfahren? Dann besuchen Sie mich doch unter www.adesse-gmbh.de oder kontaktieren Sie mich unter info@adesse-gmbh.de

Ihre Sabine Kurzeia – Psychologische Beratung / Suchtberatung

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Forschungsergebnisse aus der Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie von Christian Schubert

Liebe Leserin, lieber Leser,

Körper und Seele haben Einfluss aufeinander, doch inwieweit ist das wirklich derzeit nachweisbar und in welchen Bereichen? Das Buch „Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie“ von Christian Schubert hat die Forschungsergebnisse internationaler Wissenschaftler zusammengetragen und beleuchtet die Möglichkeiten, das Immunsystem nach aktuellem Wissensstand zu stärken und Kranke gezielt bei der Gesundung zu unterstützen. Ein empfehlenswertes Grundlagenwerk für Mediziner, psychotherapeutisch Tätige und wissenschaftlich Interessierte.

Christian Schubert (Hrsg.): Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie. Schattauer 2014. 423 Seiten. ISBN 9783794530465. 79,99 EUR

Der Einfluss immunologischer Faktoren

Verbindungen zwischen dem Nervensystem, dem Immunsystem, dem endokrinen System und weiteren Systemen des Körpers sind unbestritten. Auch dass es einen Einfluss immunologischer Faktoren auf unser Denken und Fühlen gibt und psychosoziale Bedingungen das Immunsystem beeinträchtigen können. Doch ebenso müssten solche Einflüsse auch stärkend wirken können. Bei den meisten psychotherapeutischen Einsätzen steht die Beseitigung von Konflikten und Hemmungen im Vordergrund. Dabei könnten eventuell immunologische Funktionen über Hypnose, Entspannung, Visualisierungen oder das Hören von Musik verbessert werden. Ist die Immunaktivität gezielt durch psychologische und psychotherapeutische Interventionen beeinflussbar? Und was davon ist wissenschaftlich belegbar? Spannende Fragen, welche das Buch “Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie zu beantworten versucht.

Psychoimmunologie

Der Begriff der Psychoimmunologie wurde 1964 von George Solomon geprägt, doch dauerte es noch viele Jahre, bis sich die interdisziplinären Ergebnisse der Psychoneuroimmunologie in der klinischen Medizin etablieren konnten. Zunehmend hat sich die medizinische Forschung um Antworten bemüht. Die Beiträge in „Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie“ sind dabei wichtige Bausteine. Beginnend mit den biologischen Grundlagen der Immunologie liefert das Buch internationale Erkenntnisse aus klinischen Forschungen, experimentellen Studien und therapeutischen Interventionen. Ergebnisse aus der Stressforschung finden dabei ebenso ihren Platz wie Entzündungskrankheiten, Krebs oder HIV. Thematische Schwerpunkte des Buches sind im Überblick folgende:

  •     Immunologische Grundlagen und deren Bedeutung für Infektionen, Wundheilung, Krebs, Allergien und Autoimmunkrankheiten
  •     Auswirkungen von psychischer Be- und Entlastung auf immunologische Aktivität und, umgekehrt, von Immunaktivität auf Erleben und Verhalten
  •     Immunologische Wirksamkeit unterschiedlicher psychologischer und psychotherapeutischer Verfahren
  •     Methoden und Perspektiven zukünftiger Forschung

Psychotherapieforschung der Zukunft

Nach etwa 60 Jahren Psychotherapieforschung ist der psychotherapeutische Prozess heute noch immer weitgehend eine Blackbox. Wir wissen wenig über die Dynamik menschlicher Veränderungsprozesse, sowohl was das Erleben und Verhalten von Patienten, als auch biologische Prozesse betrifft . Mit „Der psychotherapeutische Prozess – Einblicke in die Selbstorganisation Bio- Psycho- sozialer Systeme” gibt Günther Schiepeck von der Privatuniversität Salzburg einen Überblick . Ihm zufolge stehen an einer neuen Ära der Prozessforschung, wenn Datenerhebungen auf breiter Basis erfolgen können, Systemmodelle formalisiert werden und biologische Marker zur Erfassung von Therapieprozessen eingesetzt werden. „Wir sind dabei, in der Blackbox psychotherapeutischer Prozesse Licht anzuzünden”, so Schiepeck (S. 370). Dass Psychotherapie wirksam ist, wurde bereits in vielen Studien bestätigt. Ein Kapitel beschäftigt sich ausgiebig mit „Hypnose, Imaginationen, Selbstregulierung und Immunaktivität“. Die US-amerikanischen Mediziner Howard R. Hall und Karen Olness beschreiben Studien und ihre Ergebnisse, die darauf hinweisen, dass es sich bei der Anwendung von Hypnose und Imagination basierten Verfahren zur Regulierung der Immunaktivität um einen sehr komplexen Prozess handelt, der spezifische Veränderungen bewirken kann. Die Selbstregulation hängt aber von dem Einzelnen ab und auch von der Art der Intervention.

Fazit zum Buch

Christian Schubert hat mit “Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie” ein Grundlagenwerk zum besseren Verständnis für ein überaus komplexes Forschungsfeld geschaffen. Der Arzt, Psychologe und Psychotherapeut leitet das Labor für Psychoimmunologie an der Klinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck und widmet sich der Entwicklung eines integrativen Ansatzes für die Psychosomatik. Das umfassende Fachbuch zeugt nicht nur von der wissenschaftlichen Aurichtung des Autors sondern auch von seiner praktischen Erfahrung in der Psychotherapie. Ein empfehlenswertes Grundlagenwerk, das die Augen einerseits für dei Vielzahl der Einflussfaktoren öffnet und andererseits fü die Möglichkeiten, das Immunsystem nach dem aktuellen Stand der Forschung zu stärken.

Immunsystem stärken - Dörthe Huth

Wenn Sie im Ruhrgebiet zu Hause sind und die Wirkung von innerer Bilder selbst erfahren möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Imaginationen, Achtsamkeitsübungen oder eine Kurzentspannung sind für Meisten effektiv wirksame Hilfestellungen. Sie erreichen mich unter: 02362/7877990 oder schicken Sie mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

Gerne können Sie mir auch Ihre Gedanken, Tipps und Anregungen einfach unten als Kommentar hinterlassen.

Ihre Dörthe Huth

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Die Selbstheilungskräfte stärken

Liebe Leserin, lieber Leser,

Körper, Geist und Seele stehen in ständiger Wechselwirkung. Auch Nerven-, Hormon- und Immunsystem beeinflussen sich gegenseitig, dafür gibt es mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Belege. Bestimmte Einflüsse können unser Denken und Fühlen verändern, das Immunsystem schwächen oder stärken. Daran sollten wir nicht nur im Falle einer Erkrankung denken, sondern auch vorbeugend etwas dafür tun. Welchen Anteil die Psyche dabei hat, erfahren Sie in diesem Überblick.

Der Einfluss immunologischer Faktoren

Das interdisziplinäre Forschungsfeld der Psychoneuroimmunologie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen von Psyche, Nervensystem und Immunsystem. Verbindungen zwischen dem Nervensystem, dem Immunsystem, dem endokrinen System und weiteren Systemen des Körpers sind mittlerweile nachgewiesen. Von dem Moment unserer Zeugung an bis zu unserem Tod folgt unser Leben einer Reihe von immunologischen Schritten. Dazwischen geschieht Erfahrung, Lernen und Wachstum. Auf Körperebene entstehen Zellen, interagieren miteinander, verschmelzen, weisen sich ab oder zerstören sich sogar. Die Vielfalt all dieser Interaktionen formt ein komplexes Netzwerk, das entscheidend auf die Immunaktivität einwirkt. Jedoch ist das Gesamtsystem hochkomplex und durch unzählige Faktoren beeinflussbar. Die Psyche, das soziale Umfeld, lebenskritische Ereignisse und viele weitere Faktoren haben Einfluss auf uns. Derzeit sind aber weder alle Aus- und Wechselwirkungen erfassbar, noch die Zusammenhänge vollumfänglich überprüfbar.

Depressionen, Ängste und Stress schwächen die Immunabwehr

Depressionen, Stress oder Ängste schwächen den Organismus und gehen mit einer Veränderung der Immunabwehr einher. Durch verschiedene Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass überwiegend negative Einstellungen und Gefühle die Effektivität des Immunsystems an verschiedenen Stellen schwächen können. In der Folge werden Infektionen nicht mehr so schnell und effektiv bekämpft. Die Auswirkungen sind vielfältig und ergeben derzeit noch kein einheitliches Bild, das verallgemeinernde Schlussfolgerungen zulässt. Jede Menge Funktionen und Wechselwirkungen gilt es noch zu erforschen. Die Psychoneuroimmunologie befindet sich noch in einem Stadium der Grundlagenforschung. Ein aktuelles Bild über die internationale Forschungslandschaft bietet derzeit das Fachbuch “Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie” von Christian Schubert aus dem Schattauer Verlag.

Selbstheilungskräfte aktivieren

Ebenso wie negative Einflüsse zu Erkrankungen führen können, müssten wir positive Einflüsse zur Stärkung der Gesundheit nutzen können.  Dies erklärt auch die Wirkung heilsamer psychischer Prozesse durch Anleitungen spezifischer Methoden, die sich nachweislich auf körperliche Funktionen auswirken. Dazu gehören beispielsweise die Meditation, Entspannungsverfahren oder Hypnose. Bei den meisten psychotherapeutischen Einsätzen steht die Beseitigung von Konflikten im Vordergrund. Eine Verbesserung der immunologischen Funktionen kann nach neueren Forschungsergebnissen neben der Anwendung der zuvor genannten Verfahren auch über die Integration von Visualisierungen und der Stärkung psychischer Einflussfaktoren erfolgen. Auch Persönlichkeitseigenschaften wie Optimismus, Selbstwert und Selbstwirksamkeit sind hilfreich bei der Anregung der Selbstheilungskräfte sowie positive Gefühle und sichere soziale Bindungen. Dies alles dient nicht nur der Aktivierung der Selbstheilungskräfte im Falle einer Erkrankung sondern sollte uns vor allem im Hinblick auf die Vorbeugung aktiv werden lassen.

Selbstheilung - Dörthe Huth

Wenn Sie aus dem Raum Dorsten kommen und die Wirkung von innerer Bilder zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte selbst erfahren möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung. Imaginationen, Achtsamkeitsübungen oder eine Kurzentspannung sind wohltuende Erfahrungen. Sie erreichen mich unter: 02362/7877990 oder schicken Sie mir eine E-Mail über das Kontaktformular.

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Ihre Dörthe Huth

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Buchtipps zu Trauma und Traumabewältigung

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt im Leben viele Ereignisse, die traumatisierend sein können. Ein Trauma ist eine Erfahrung, die unsere Verarbeitungsmechanismen überfordert, eine Situation, die wir nicht so einfach bewältigen können.  Besonders Kinder sind verletzlich und können durch einen Klinikaufenthalt, Vernachlässigung, Missbrauch oder die Scheidung der Eltern ein Trauma erleiden, dessen Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter reichen. Aber auch für Erwachsene kann ein Überfall, ein Unfall oder ein anderer Schicksalsschlag zu einem traumatischen Ereignis werden. Viele Menschen, die einmal ein traumatisches Ereignis erlebt erlebt haben, schaffen es über die Zeit, ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Das Autorenteam Prof. Dr. Luise Reddemann und Dr. Cornelia Dehner-Rau widmen sich diesem sensiblem Thema. Die beiden Ärztinnen und Trauma-Expertinnen geben ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit Betroffenen weiter, stellen Behandlungsansätze aus der Psychotherapie vor und leiten zur Selbsthilfe an.

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Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen

Jeder vierte Betroffene trägt lange an den Folgen eines Traumas, denn die Erfahrungen belasten einen Menschen sehr stark. Zeigen können sie sich durch quälende Erinnerungsbilder, Angst und Panik, Sucht oder selbstverletzendes Verhalten, aber auch durch körperliche Symptome wie Herzrasen oder Schwindel. Mit ihrem Buch „Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen” richten sich die Autorinnen vor allem an Menschen, die selbst ein Trauma erlitten haben sowie an deren Angehörige. Sie wollen über Traumatisierungen und deren Folgen informieren und Hilfsmöglichkeiten aufzeigen. Sie geben Antworten auf Fragen wie: Was passiert bei einem Trauma im Körper? Wie läuft eine gesunde Traumaverarbeitung ab? Was passiert bei einer Traumatherapie oder wie können Betroffene sich selbst unterstützen? Das Buch gliedert sich in folgende Abschnitte: Basiswissen, Reaktionen, Folgestörungen, Traumatherapie, Selbsthilfe und Leben. Damit haben die Autorinnen ein themenorientiertes Grundgerüst geschaffen, an dem sich der Laie gut zurechtfinden kann. Die übersichtliche Gestaltung des Buchs macht es den Lesern leicht, sich zu orientieren. Text, Übungen und Fallbeispiele wechseln sich ab. Dabei sind bestimmte Abschnitte, Infokästchen oder Tipps farblich unterlegt. Fotos und Abbildungen lockern die inhaltliche Dichte zusätzlich auf.

Reddemann, Luise und Dehner-Rau, Cornelia: Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen. Trias 2007.

Trauma heilen. Ein Übungsbuch von Reddemann und Dehner-Rau

Gleicher Inhalt, doch etwas anders aufbereitet und daher als Alternative zum erstgenannten Buch ist “Trauma heilen. Ein Übungsbuch für Körper und Seele”. “Traumatische Erfahrungen fordern uns heraus, alles einzusetzen, was wir zur Verfügung haben, um zu heilen”, so die beiden Autorinnen im Vorwort . Denn Menschen, die ein Trauma erlitten haben, wollen vor allem ihre quälenden Erinnerungen loswerden und sich wieder geborgen fühlen. Anhand von Beispielen wird deutlich, dass ein Kriegstrauma noch lange Schatten wirft, Sucht ein Selbsthilfeversuch sein kann oder wie die Arbeit mit dem inneren Kind funktioniert. Die möglichen Übungen sind daher bereits am Ende des Inhaltsverzeichnisses gekennzeichnet und können direkt auf den entsprechenden Seiten nachgeschlagen werden. Erklärt wird unter anderem die Distanzierungstechnik, wie Betroffene mit überwältigenden Gefühlen umgehen können, das Führen eines Dankbarkeitstagebuches oder Imaginationsübungen. Das Stichwortregister am Ende des Buches hilft, Themen gezielt und schnell aufzufinden. Insgesamt bietet “Trauma heilen. Ein Übungsbuch für Körper und Seele” einen strukturierten und übersichtlichen Überblick über traumatische Ereignisse, Traumafolgestörungen und Bewältigungsmöglichkeiten. Das ganze Buch hindurch machen die Autorinnen Mut, sich Hilfe zu suchen und sich dennoch nicht bei der Aufarbeitung drängen zu lassen.

Luise Reddemann und Cornelia Dehner-Rau: Trauma heilen. Ein Übungsbuch für Körper und Seele. Trias. 4. Auflage 2013.

Informationen als Hörbuch: Trauma heilen

Das Autorinnenteam Reddemann und Dehner-Rau informiert mit dieser CD über den Zeitraum von 63 Minuten über Traumatisierungen, deren Folgen und Hilfsmöglichkeiten. Die Informationen, Aufklärungen und Übungen auf der CD “Trauma heilen” können Betroffenen und ihren Angehörigen dabei helfen, sich einen ersten Überblick zu verschaffen und die Hürde herabsetzen, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Hörbuch vermittelt im ersten Teil “Ursachen und Symptome” einen Eindruck davon, wie sich Traumafolgestörungen zeigen können. Ein Trauma kann viele Folgen nach sich ziehen, welche die Betroffenen nicht unbedingt mit direkt mit der traumatischen Erfahrung in Beziehung setzen. Häufig sind der Selbstwert betroffen, es zeigen sich beispielsweise Ängste, innere Unruhe oder dissoziative Zustände. Dies sind nur einige von vielen möglichen Symptomen. Der zweite Teil berichtet von der “Bewältigung von Trauma und Traumafolgestörungen” und der dritte Teil von der “Traumatherapie”. Die “Übungen zur Selbststärkung” vermitteln im vierten Teil des Hörbuches einen Eindruck davon, wie ein Trauma bewältigt und verarbeitet werden kann. Allerdings nimmt der Übungsteil nur wenig Raum ein und wird recht komprimiert dargestellt. Der Zuhörer bekommt einen Eindruck davon, wie eine Übung zur Achtsamkeit, Dissoziation oder zum Auffinden innerer Ressourcen aussehen kann. Der fünfte und letzte Teil “Übungen zur Ressourcenfindung” erzählt durch zwei Geschichten, wie das Schicksal gemeistert werden kann.

Luise Reddemann und Cornelia Dehner-Rau: Trauma heilen. Hörbuch, Trias, 2. Auflage 2012. Inklusive 12seitigem Booklet. 14,99 €.

Über die Autorinnen Reddemann und Dehner-Rau

Die beiden Ärztinnen, Prof. Dr. Luise Reddemann und Dr. Cornelia Dehner-Rau blicken auf eine lange Praxiserfahrung im Bereich Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. “Menschen verfügen über erstaunliche Kräfte der Heilung und der Regeneration”, so die beiden AutorInnen im Klappentext. Reddemann gilt als eine der Pionierinnen der Traumatherapie in Deutschland und entwickelte in ihrer langjährigen Klinikttätigkeit ein Behandlungskonzept für Menschen mit Trauma-Folgeerkrankungen. Von Reddemann sind bereits zahlreiche Publikationen über Traumatisierungen und ihre Verarbeitung erschienen. Ihr Engagement im Traumabereich brachte ihr schon zahlreiche Preis und Ehrungen ein.
Die 1965 geborene Ärztin Cornelia Dehner-Rau promovierte im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie und arbeitet seit 2001 an der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld. Sie ist darüber hinaus als EMDR-Therapeutin (Eye Movement Desensitization and Reprossing) ausgebildet, eine spezielle Behandlungsmethode für traumatisierte Menschen.

“Eines Morgens werden Sie spüren, dass Ihre Lebensfreude zurückkehrt. Das Trauma bleibt ein Teil Ihres Lebens, aber die Verarbeitung bringt sie auch in Kontakt mit ihren Ressourcen. Bei einigen Menschen lösen Schicksalsschläge ein erstaunliches Wachstum aus”, so Reddemann und Dehner-Rau am Ende ihres Buches “Trauma heilen. Ein Übungsbuch für Körper und Seele”.

Ich hoffe, die Vorstellung dieser Bücher war hilfreich für Sie! Wenn Sie lieber in einer persönlichen Sitzung herausfinden möchten, welche Übungen für Sie persönlich passend sind, würde ich mich freuen, Sie in meiner Praxis in Dorsten begrüßen zu dürfen. Rufen Sie mich einfach an unter 02362/7877990 oder schicken mir eine E-Mail über das Kontaktformular. Gerne können Sie mir auch Ihre Gedanken, Tipps und Anregungen einfach unten als Kommentar hinterlassen.

Ihre Dörthe Huth

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